Die Sehnsucht nach den Heiligen bleibt groß

„Theologisches Kolloquium“ zu Heiligen und Heiligenverehrung in Ost und West

Ausgabe Nr. 2579

Gruppenbild der Teilnehmenden im „Heilige Märtyrer Brâncoveanu“-Kloster in Sâmbăta de Sus.                                 Foto: Alexandru BRICIU

Die heutige Zeit ist weitgehend geprägt von Pragmatismus und Profitstreben, von Säkularisierung und zunehmender religiöser Indifferenz. Wenn die erste internationale Konferenz eines neu gegründeten ökumenischen Instituts zum Thema „Heilige und Heiligenverehrung in Ost und West“ allerdings auf Anhieb über 80 Teilnehmer versammelt, dann kommt darin eine Sehnsucht nach den Heiligen zum Ausdruck, die überrascht und zugleich die Initiatoren dieser ökumenischen Initiative in ihrem Bemühen bestätigt. Weiterlesen

Pfingsten

Ausgabe Nr. 2578

Diese Pfingstrosen blühten schon lange vor dem Pfingstfest, das die evangelischen und katholischen Christen am Sonntag, dem 20. Mai, und die orthodoxen Christen am 27. Mai feiern. Es handelt sich um ein „Coral Charm“ genanntes Hybrid von Paeonia lactifora und Paeonia peregrina „Otto Froebel“, dessen Blüte halbgefüllt ist. Diese Pfingstrosen-Art ist selten in Rumänien. Man findet sie z. B. auf dem „Flandernhof“ genannten Anwesen in Thalheim/Daia, wo dieses Foto entstanden ist. Lesen Sie mehr zu dem „Flandernhof“ auf Seite 5.                          Foto: Beatrice UNGAR

 

„Gemeinsam sind wir die Besten“

Abschlussveranstaltung zum 500. Gedenkjahr der Reformation

Ausgabe Nr. 2576

Gruppenbild mit dem Apfelbäumchen im Hof des Teutsch-Hauses mit Blick auf die Johanniskirche.   Foto: Beatrice UNGAR

„Wer ist besser? Die Lutheraner oder die Katholiken?“ Diese Frage stellten Papst Franziskus einige der rund 1.000 Pilger, die er zum Auftakt des 500. Reformationsjubiläums am 14. Oktober 2016 empfangen hatte. Der Papst habe gesagt, die Besten seien wir zusammen, führte der Dechant Oskar Raicea in seiner Ansprache in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche beim Pilgerweg zum Abschluss des 500. Gedenkjahres der Reformation aus. Raicea schloss mit den Worten: „Gehen wir aufeinander zu, denn gemeinsam sind wir die Besten“.Weiterlesen

„Diese Kirche ist ein Juwel“

Das 42. Mediascher Bezirksgemeindefest wurde in Durles/Dârlos gefeiert

 Ausgabe Nr. 2575

Einige Mitglieder des kleinen aber feinen Kinderchors der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Mediasch sangen im Festgottesdienst einige Lieder, die Stadtkantorin Edith Toth mit ihnen einstudiert hatte.     
Foto: Werner FINK

Am vergangenen Sonntag, dem Sonntag Jubilate, feierte die  evangelische Bezirksgemeinde A. B. Mediasch ihr 42. Bezirksgemeindefest, nun zum ersten Mal in Durles. Mit den Worten „Seid herzlich willkommen, alle die ihr heute den Weg nach Durles gefunden habt und ich kann euch versichern, es wird euch nicht leid tun, denn diese Kirche ist ein Juwel“, begrüßte Pfarrer Gerhard Servatius-Depner die rund 230 Anwesenden. Dem Festgottesdienst wohnten übrigens auch der Bürgermeister Ioan Lupu, und der Vizebürgermeister Nicolae Bota bei.Weiterlesen

Ein klares Wort zur Ökumene

Abschlussveranstaltung des Projektes zum 500. Reformationsjubiläum

Ausgabe Nr. 2574

Landeskirchenkurator Friedrich Philippi (EKR), Herta Daniel (Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland), Marianne Hallmen (Verein der Siebenbürger Sachsen in der Schweiz), Hans Schneider (Gemeinschaft evangelischer Siebenbürger Sachsen), Pfarrer Jörg Winkelströter (evangelisch-lutherische Kirche Basel) u. a. pflanzten am 8. April gemeinsam das Apfelbäumchen in Basel.                                                            
Foto: Privat

Das Projekt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien zum 500. Reformationsjubiläum, das 2017 gefeiert wurde, steht unter dem Motto „12 Apfelbäumchen für ein klares Wort”. Das erste Apfelbäumchen wurde in Rumänien in Thorenburg/Turda gepflanzt, das vorletzte in Basel und das letzte soll nun zum Abschluss des Gedenkjahres am 28. April im Innenhof des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums in Hermannstadt gepflanzt werden. Weiterlesen

Seder-Mahl mit Überraschung

Deutscher Konsul zu Gast in der jüdischen Gemeinde

Ausgabe Nr. 2573
Deutscher Konsul zu Gast in der jüdischen Gemeinde

 

Konsul Hans Erich Tischler, Nadia Badrus und der Gemeindevorsitzende Otto Deutsch.                                                          Foto: Beatrice UNGAR

Die jüdische Gemeinde in Hermannstadt feiert die traditionellen Feste gewöhnlich als Gemeinschaftsfeste, so auch das gewöhnlich in der Familie zelebrierte Seder-Mahl am Vorabend des Pessah-Festes, das in diesem Jahr mit den katholischen und den evangelischen Ostern zusammenfiel. Weiterlesen

Eine unbegreiflich große Liebe

Osterbotschaft aus Mediasch
Ausgabe Nr. 2572

Fest der Christenheit. Von Ostern her kommt unser Glaube: dass Christus für uns gelitten hat, für uns gestorben und auferstanden ist und uns dadurch von dem ewigen Tod befreit hat. Er hat am Kreuz der Welt Sünden auf sich genommen und getragen.

Diese Worte klingen einerseits – geschrieben wie gesprochen – wie ein alter Merkvers, den Konfirmanden etwa auswendig lernen sollen. Wenn diese Worte nur klingen, dann ist das nicht genug – das spüren wir. Wie jemand, der „Ich liebe Dich!“ sagt, doch dabei etwa auf sein Handy schaut…

Authentisch bedeute was anderes: die Botschaft soll lebendig sein. Die Botschaft soll uns verändern!Weiterlesen

Kooperation und Brückenbauen im Fokus

Kuratorentag und Vertreterinnenversammlung der Frauenarbeit am Samstag

Ausgabe Nr. 2570

Gruppenbild der Kuratorinnen und Kuratoren mit Bischof Reinhart Guib (1. Reihe, 3. v. l.) und Landeskirchenkurator Friedrich Philippi (1. Reihe, 4. v. l.) vor dem Bischofspalais.                  
Foto: Cynthia PINTER

Die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) erwies sich am Samstag als besonders geschäftig. Während in Hermannstadt der Kuratorentag abgehalten wurde, tagte in Heltau die Vertreterinnenversammlung der Frauenarbeit und in Mediasch trafen sich die Kirchenführer aus dem Mediascher Kirchenbezirk. Weiterlesen

Eine Bahnbrecherin

Ortrun Rhein wurde mit dem Walburgapreis 2018 geehrt

Ausgabe Nr. 2569

Am Sonntag feierte die evangelische Kirchengemeinde Heltau das traditionelle Walburgafest zu Ehren der Schutzpatronin der Kirche. In diesem Jahr wurde auch der Walburgapreis verliehen. Er ging an die Leiterin des Dr. Carl Wolff-Altenheims, Ortrun Rhein. Lesen Sie dazu unseren Bericht auf Seite 4. Unser Bild: Gruppenbild vor der Kirche (1. Reihe, v. l. n. r.): Dechant Hans-Bruno Fröhlich, Stadtpfarrer Zoran Kezdi, die Walburgapreisträgerin 2018 Ortrun Rhein und Laudatorin Rohtraut Barth. Foto: Beatrice UNGAR

Am Sonntag, dem 4. März, war es wieder soweit. Die evangelische Kirchengemeinde in Heltau feierte zum dreizehnten Mal das Walburgafest, das der Schutzpatronin der im 12. Jahrhundert von den damals katholischen deutschen Siedlern gebauten Kirche gewidmet ist, der Heiligen Walburga. Der Stichtag ist der 25. Februar. Weiterlesen

Ökumenisch, interethnisch, interdisziplinär

Deutsch-Rumänisches Institut für theologischen Dialog gegründet
Ausgabe Nr. 2566

Deutsch-Rumänisches Institut für theologischen Dialog gegründet

Die Gründer des Instituts „Ex fide lux“, darunter Weihbischof Sofian (4. v. l.), Vorsitzender Hermann Schoenauer (Mitte), Metropolit Serafim (4. v. r.) und der Herausgeber der Deutsch-Rumänischen Bibliothek (DRThB), Jürgen Henkel (3. v. r.).

Dem internationalen theologischen Austausch zwischen Deutschland und Rumänien widmet sich ein auf Initiative aus beiden Ländern neu gegründetes Institut mit Sitz in Nürnberg. Unter dem Namen „Ex fide lux – Deutsch-Rumänisches Institut für Theologie, Wissenschaft, Kultur und Dialog“ will die von evangelischen, orthodoxen und katholischen Kirchenvertretern, Theologen und Laienchristen gegründete Einrichtung künftig im Sinne einer theologischen Gesellschaft den Dialog zwischen den Kirchen Rumäniens, besonders der Rumänischen Orthodoxen Kirche, und den Kirchen in Deutschland und im deutschsprachigen Raum fördern. Weiterlesen

„Ein Versprechen an die Zukunft“

450 Jahre seit dem Toleranzedikt von Thorenburg/Turda vor Ort gefeiert

Ausgabe Nr. 2562

Der Glaubensfreiheit gewidmet ist das von dem Klausenburger Künstler Liviu Mocanu gestaltete Denkmal, das am Samstag in Thorenburg vor der römisch-katholischen Kirche feierlich enthüllt worden ist. Die Enthüllungsrede hielt Gyerő Dávid, Hauptschriftführer der Unitarischen Kirche.
Foto: Werner FINK

Am 13. Januar 1568 wurde das Toleranzedikt vom siebenbürgischen Landtag unter König Johann Sigismund in Thorenburg erlassen, in der selben katholischen Kirche, wo am vergangenen Samstag im Beisein von 1.600 Teilnehmern 450 Jahre seit diesem Erlass in einem echt ökumenischen Rahmen gefeiert wurden. Die Teilnehmer, die in der katholischen Kirche keinen Platz fanden, konnten in der reformierten und unitarischen Kirche in Thorenburg den Ablauf auf Bildschirmen mitverfolgen. Anschließend wurde im Beisein aller Teilnehmer das Denkmal der Glaubensfreiheit vor der katholischen Kirche enthüllt. Organisiert wurde die Feier von der Unitarischen Kirche. Diese feierte zugleich 450 Jahre seit ihrem Bestehen.Weiterlesen

Christi-Geburt-Spiel der Siebenbürger Sachsen im Donbas

Ausgabe Nr. 2560

In der Michelsberger Dorfkirche wurde am 26. Dezember 2017 zum dritten Mal das „Christi-Geburt-Spiel der Siebenbürger Sachsen im Donbas“ aufgeführt. Die Darsteller waren Laienspieler aus Michelsberg, Heltau, Hermannstadt und Alzen. Die Regie hat Franz Kattesch (Staatstheater Temeswar) inne, die musikalische Leitung Zsuszanna Molnar (Kirchengemeinde Heltau). Als Vorspann war ebenfalls in der Dorfkirche ein Teil der Krippenausstellung aus dem Besitz von Peter Dehmel zu besichtigen. Die Veranstaltung wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert. Der Autor, Georg Brenndörfer, hat dieses Weihnachtsspiel in schwerer Zeit geschrieben. Es erlebte seine Uraufführung am 5. Januar 1947 im Lager Almasna im Donbas. Die erste Aufführung in Michelsberg fand am 27. Dezember 2015 aus Anlass des Gedenkens an die Deportation der Siebenbürger Sachsen in die damalige Sowjetunion statt, die sich 2015 zum siebzigsten Mal jährte.

Foto: Beatrice UNGAR

Die Weihnachtsbotschaft

Von Stadtpfarrer Zorán KÉZDI (Heltau)

Ausgabe Nr. 2559

Krippenspiel in Talmesch: Die beherzte Deutschlehrerin Mihaela Coțoban, (vorne links) aus Talmesch, führt seit einigen Jahren mit ihren Schüler/innen für die Talmescher zu Weihnachten ein Krippenspiel mit Gesang auf. Das Besondere daran ist, dass es in diesem Jahr 48 rumänischsprachige Kinder sind, die Deutsch als Fremdsprache lernen. Aufgeführt wurde das Krippenspiel am 3. Sonntag im Advent in der evangelischen Kirche. Mitgemacht haben Kinder des von Coțoban gegründeten „Deutsch-Klubs”.
Foto: Beatrice UNGAR

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne es ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen. (…) Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. (…) Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.Weiterlesen