,,Geistlicher Mittelpunkt unserer Gemeinde“

Die Heltauer Kirchenburg wurde nach eingehender Restaurierung wiedereingeweiht

Ausgabe Nr. 2828

Aus der Vogelperspektive betrachtet, erstrahlt die frisch renovierte Heltauer Kirchenburg mitten in dem am Fuße des Götzenberges gelegenen Städtchen Tag und Nacht in neuem Glanz und wird bestimmt bald wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher anziehen.                                                                                                                          Foto: Privat

Ein regelrechter ,,Wiedereinweihungsreigen“ von Kirchenburgen, die im Rahmen eines 13 solcher Kirchenburgen umfassenden EU-Projekts repariert und konserviert worden sind, fand am ersten Augustwochenende in der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien statt. Den Anfang machte Reps am 4. August, es folgten Heltau am 5. August und Petersberg am 6. August. Morgen sind Roseln und Großschenk angesagt, am Sonntag Großau. Die Hermannstädter Zeitung war am vergangenen Samstag in Heltau dabei, wo der erfolgreiche Abschluss des EU-Projekts „Reparatur und Konservierung der Heltauer Kirchenburg und deren Einführung in das touristische Angebot der Region“ in würdigem Rahmen begangen wurde.Weiterlesen

Wie kann eine Kirche so klein sein?

Der Kirchenpräsident der Landeskirche Anhalts zu Besuch in Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2828

Bischof Reinhart Guib (rechts) zeigt seinem Amtskollegen, Kirchenpräsident Joachim Liebig die Galerie der ehemaligen Bischöfe.        Foto: der Verfasser

Wie groß muss eine Kirche sein, um ihre Aufgaben bewältigen und vor allem die Botschaft von Jesus Christus überzeugend verbreiten zu können? Diese Frage wird in Deutschland, wo es unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland einige Gliedkirchen mit über einer Million Mitglieder gibt, lauter gestellt als in Siebenbürgen. Denn auch wenn die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien offiziell „nur“ 11.000 Mitglieder vereint, ist sie als Institution doch nicht angefragt. Die Evangelische Landeskirche Anhalts, die auf dem Gebiet des historischen Herzogtums Anhalt im heutigen Sachsen-Anhalt verortet ist, wird mit ihren rund 26.000 Mitgliedern hingegen manchmal beargwöhnt. Wie kann eine Kirche so klein sein?Weiterlesen

Orgelbauer am Werk

Ausgabe Nr. 2826

Auf Initiative des Orgelbaumeisters Ferdinand Stemmer und mit Hilfe der Schweizer Stiftung SSOR wurde 2003 die Firma Construcții de Orgi și Tâmplărie SRL (C.O.T. SRL) – übersetzt: Orgelbau und Schreinerei GmbH – gegründet, welche ihre Schweizer Qualitätsstandards und -ansprüche ab dem ersten Arbeitstag durchgesetzt hat. Im 20. Jahr ihres Bestehens hat die Firma die Orgel in der evangelischen Kirche in Großau/Insula Christiani/Cristian/Kereszténysziget komplett restauriert und am Dienstag der Kirchengemeinde übergeben. Die feierliche Einweihung der Orgel ist am 12. August d. J. im Rahmen der 800-Jahr-Feier von Großau geplant. Unser Bild: Orgelbaumeister Ferdinand Stemmer (links) und C.O.T.-Geschäftsführer, Orgelbauer Árpád Magyar beim Intonieren der Orgel.   Foto: Beatrice UNGAR

,,Die Summe der Kirchenburgen prägt das Land”

,,Behalten vs. veräußern?” war das Thema des letzten Kirchenburgengesprächs

Ausgabe Nr. 2824

Kirchenburg in Reußmarkt: Die durch das Regionale Operationelle Programm 2014-2020 (Programul Operațional Regional) mit einem Gesamtwert von circa 300.000 Euro finanzierte Reparatur, Erhaltung und Erschließung für den Tourismus der Kirchenburg in Reussmarkt/Miercurea Sibiului (Bild oben: Luftaufnahme/Bild unten: Innenraum) wurde vor kurzem abgeschlossen. Die Arbeiten führte die Firma Euras durch. Die Reparaturarbeiten erfolgten im Rahmen des zweiten EU-Programms, bei dem es um 13 Kirchen/Kirchenburgen geht, die vom Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien auch mit betreut werden.                                                              Fotos: Dan GREAVU

Am 13. Juni hat das Team der Stiftung Kirchenburgen wieder ein online-Kirchenburgengespräch veranstaltet, dieses Mal zum Thema ,,Behalten vs. veräußern – Welche Strategie dient dem Erhalt der Kirchenburgen”.  Als Podiumsgäste eingeladen waren Dr. Hans-Bruno Fröhlich, Bezirksdechant und Stadtpfarrer in Schäßburg, und Arne Franke, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger aus Berlin. Bereits Mitte der 1990er soll Franke der Meinung gewesen sein, dass man vor einem riesigen Problem stehe. ,,Da darf man sich nicht Solitärobjekte aussichten und sagen, die machen wir jetzt schön, die bekommen EU-Fördergelder, sondern die Summe der Kirchenburgen prägt dieses Land”, meinte Franke. Moderiert wurde das Gespräch von Stefan Bichler, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Weiterlesen

Ein gutes und unkompliziertes Miteinander

Die EKR und das ZETO beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg

Ausgabe Nr. 2823

Pfarrer Gerhard Servatius-Depner am Rednerpult beim Podium ,,Was uns europaweit verbindet – Die Charta Oecumenica“.                                     
Fotos: Privat

Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien (EKR) und das Zentrum für Evangelische Theologie Ost (ZETO) waren beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg dabei. Vom 8.-10. Juni wurde beim Stand am Markt der Möglichkeiten die Anliegen der EKR und die Arbeit des ZETO präsentiert. Viele Begegnungen haben mit Hauptanwalt Friedrich Gunesch (EKR), Pfarrer Gerhard Servatius-Depner (ZETO), Pfr. Zoran Kezdi (Heltau), Pfr. Stefan Cosoroabă (Wien), Vikar Maximilian Braisch (Mediasch), Diana und Cătălin Mureșan (Hermannstadt) stattgefunden. Seitens des Hilfskomitees – Gemeinschaft evangelischer Siebenbürger und Banater war Pfr. Hans Schneider immer wieder beim Stand präsent, ebenso Dr. Gerhild Rudolf (Teutsch-Haus) und zeitweilig der aus Österreich angereiste Pfarrer Andreas Hartig (ehem. Zeiden). Dr. Elfriede Dörr (Hermannstadt) war im Ständigen Internationalen Ausschuss (SIA) des Kirchentags und ist gemeinsam mit Tochter Paula Dörr und FSJ-ler Pirmin Hinderling (Hermannstadt), die als Helfer an verschiedenen Orten dabei waren, angereist.Weiterlesen

,,Die Predigt muss mich irgendwie auch überraschen“

Dies Academicus zu ,,Rede von Gott heute. Predigt in einer säkularen Welt“

Ausgabe Nr. 2823

EKD-Ratsvorsitzende zu Gast: Am vergangenen Wochenende fand schon zum dritten Mal der vom Zentrum für Evangelische Theologie Ost (ZETO) veranstaltete Dies Academicus statt. In diesem Jahr lautete das Thema ,,Reden von Gott heute – Predigt in einer säkularen Welt“. Unser Bild: Zum Abschluss der Veranstaltungen des Dies Academicus lud Bischof Reinhart Guib (2. v. r.) zu einem Empfang im Innenhof des Teutsch-Hauses ein zu Ehren der Delegation der Evangelischen Kirche von Westfalen, die Annette Kurschus (1. v. l.), Vorsitzende des Rates der EKD und Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, auf dem Besuch bei der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien begleitete. 
Foto: Beatrice UNGAR

Am Freitag, den 30. Juni und am Samstag, den 1. Juli 2023 fand im Theologischen Institut in Hermannstadt zum Abschluss des Studienjahres ein Dies Academicus, ein wissenschaftlicher Tag, statt. Die Vorträge, Andachten und Diskussionen beschäftigten sich mit der Predigt und waren somit auch für Pfarrerinnen und Pfarrer eine gute Gelegenheit, ihre je eigene Predigtpraxis zu reflektieren. Zu Beginn sprach Dr. Ulrich A. Wien (Landau) über die reformatorische Predigt und bezog Beispiele aus den aus dem 16. Jahrhundert erhaltenen Predigten des Kleinpolder Pfarrers Damasus Dürr (ca.1535–1585) mit ein, die demnächst veröffentlicht werden sollen.  Weiterlesen

Die Ökumene funktioniert

Ausgabe Nr. 2822

Nunmehr zum dritten Mal wurde die Ökumenische Gebetswoche nach dem orthodoxen Pfingstfest gefeiert. Bis zum Jahr 2020 fand sie jeweils Ende Januar statt, aber wegen den pandemiebedingten Einschränkungen wurde sie ab 2021 sicherheitshalber auf den Sommer verlegt; zur Not hätten die Gottesdienste auch unter freiem Himmel stattfinden können, was aber nie der Fall war. Das diesjährige Thema – ausgewählt von den christlichen Kirchen aus Minnesota/USA – war dem Buch des Propheten Jesaja entnommen: „Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jesaja 1,17).

Beim Abschlussgebet (v. l. n. r.): Mircea Fusaru (orthodox), Ágoston Ferenc (römisch-katholisch), Adrian Dobre (orthodox, Pfr. i. R. – die Seele der Ök. Gebetswoche in Schäßburg), Hans Bruno Fröhlich (evangelisch), Imelda Andrei (reformiert), Ciprian Dărăban (griechisch-katholisch), Claudiu Tofan (orthodox), László-Csaba Jenei (unitarisch).                           
Foto: Privat

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