Eine alte Tradition

Zum 50. Mal Weltgebetstag in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2662

Diese von Sunhild Galter, der Vorsitzenden der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, gestaltete Weltgebetstagskerze wird den Altar beim WGT-Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Neppendorf schmücken, der ab 15 Uhr im Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen stattfindet.                        Foto: Beatrice UNGAR

Unter dem Motto „Steh auf und geh!“ wird am 6. März 2020 der Weltgebetstag der Frauen begangen. In Hermannstadt lädt dazu ein Team Ehrenamtlicher um 17 Uhr in die Johanniskirche ein. Hier findet der Gottesdienst in deutscher Sprache statt; am selben Nachmittag wird in der römisch-katholischen Kirche ein ökumenischer Gottesdienst in ungarischer Sprache gefeiert. Parallel zum Gebet in der Johanniskirche wird für die Kinder ein Kinder-Weltgebetstag im Terrassensaal des Teutsch-Hauses angeboten.Weiterlesen

Wer kennt schon Kirchenburgen?

Podiumsgespräch zur Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen in Berlin

Ausgabe Nr. 2661

Podiumsteilnehmer, Moderator und Gastgeber (v. l. n. r.): Sebastian Bethge, Dr. Achim Krekeler, Bischof Reinhart Guib, Prof. Dr. Paul Zalewski, Stefan Bichler und Botschafter Emil Hurezeanu.  Foto: die Verfasserin

Wer kennt schon Kirchenburgen? Wer kennt die Landschaft, in der sie vor achthundert Jahren gebaut wurden? Nein, gleich um die Ecke stehen Sie nicht, man muss reisen, sich auf den Weg machen nach Rumänien in den Karpatenraum. Die Herren – keine Damen sind dabei – auf dem Podium, das am 11. Februar in der Botschaft Rumäniens in Berlin stattgefunden hat – wissen das, sie kommen alle nicht von dort, außer der amtierende Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Reinhart Guib, der einer siebenbürgisch-sächsischen Familie entstammt. Er kommt später, man wartet auf ihn. Der Himmel über Berlin wird im Moment von der stürmenden  teutonischen „Sabine“ beherrscht, doch ein Bischof kommt damit klar. Weiterlesen

Die Gotteshuld will wohnen.

Weihnachtsbotschaft von Vikarin Angelika BEER

Ausgabe Nr. 2654

Foto: Cynthia PINTER

„O du, die Wonne, verkündet in Zion“ klingt es mir noch im Ohr, vom Weihnachtskonzert des Hermannstädter Bachchores letzten Sonntag in der reformierten Kirche. Ein Chorstück aus dem Oratorium „Messias“ von Georg Friedrich Händel. „O du, die Wonne“ – wer oder was aber ist damit gemeint? Wird eine Wonne verkündet oder verkündet eine Wonne etwas? In seinem Oratorium hat Händel Textabschnitte aus der Bibel vertont, die Charles Jennens zusammengestellt hat. Vor allem mit Texten aus dem Alten Testament, der Hebräischen Bibel, wird im ersten Teil des Oratoriums die Ankunft des Messias, des Gesalbten, beschrieben. So blättere ich in den Büchern der Propheten, und finde in Jesaja 40, 9: „Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott.“ Zion, die heilige Stadt Jerusalem also ist die Wonne, die verkünden soll. Verkünden, dass Gott da ist, dass Gott tröstet und die Seinen nicht alleine lässt. „O du, die Wonne“, das klingt nach Freude, nach Zuneigung und nach etwas, das das Herz weit macht, das eine große Wirkung hat.Weiterlesen

Ein einmaliges Erlebnis

17. Reformationsgottesdienst in der Mundart

Ausgabe Nr. 2648

Die Lesung aus dem Evangelium überließ Pfarrer Michael Reger (rechts vor dem Gestühl stehend) seinem Amtskollegen, dem Militärpfarrer Johannes Waedt, der u. a. auf Radio Siebenbürgen die Reihe „Wort zum Sonntag“ gestaltet.                                                          Foto: Beatrice UNGAR

,,Alle, die einen sprachlich einmaligen Gottesdienst erleben wollen, sind herzlich dazu eingeladen“, hieß es in der Ankündigung des ersten Gottesdienstes in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart in der Hermannstädter Zeitung Nr. 1851 vom 31. Oktober 2003. Dieser im Geiste der Reformation auf Bitte der Michelsberger evangelischen Kirchengemeinde veranstaltete Gottesdienst wurde am 2. November 2003 in der Michelsberger Dorfkirche gefeiert. Liturg und Prediger war Prof. Dr. Paul Philippi. Am Reformationstag 2019 fand schon zum 17. Mal dieser besondere Gottesdienst statt. Weiterlesen

,,Pionierregion der Religionsfreiheit“

Zur Konferenz ,,Grenzen überschreiten. 500 Jahre Reformation in Siebenbürgen“

Ausgabe Nr. 2648

Dr. Ulrich A. Wien (am Rednerpult) und Dr. Renate Klein bei der Eröffnung der Konferenz.                                                        Foto: Roger PÂRVU

Luther oder Melanchthon? Wittenbergisch oder nicht? Confesia Augustana invariata oder variata? Evangelisch, reformiert oder unitarisch? Die verschiedenen Wege und Weisen der Reformation in Siebenbürgen im 16. Jahrhundert werfen noch immer viele Fragen auf.  Vor 500 Jahren kam es zur Verbreitung der reformatorischen Schriften und des dazugehörenden Gedankenguts im siebenbürgischen Raum. Unter dem Titel „Grenzen überschreiten“ fand zwischen dem 31. Oktober und dem 3. November d. J. im Hans Bernd von Haeften-Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen eine internationale Konferenz statt, welche sich mit der Reformation in Siebenbürgen, dieser „Pionierregion der Religionsfreiheit“ wie sie Dr. Ulrich A. Wien von der Universität Koblenz-Landau so trefflich nannte, auseinandersetzte. Weiterlesen

,,Ein Wahrzeichen für jüdisches Leben“

Sanierungsarbeiten an der Hermannstädter Synagoge abgeschlossen

Ausgabe Nr. 2643

Vizebürgermeister Tiberiu Drăgan (1. v. l.), der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Hermannstadt, Otto Deutsch (5. v. r.) und die an den Arbeiten beteiligten Wandergesellen verfolgen aufmerksam die Ansprache von Konsul Hans Erich Tischler (4. v. l.).                                                                                                          Foto: Fred NUSS

,,Heute zählt die jüdische Gemeinde in Hermannstadt nur noch 50 Mitglieder, jedoch ist dieses beeindruckende Denkmal weiterhin ein Wahrzeichen für all das, was jüdische Religion, Tradition und jüdisches Leben verkörpern. Wir befinden uns nur wenige Tage vor den wichtigen feierlichen Tagen und Gebeten des neuen Jüdischen Jahres. Damit freuen wir uns umso mehr, dass einige wichtige Arbeiten an diesem Gebäude nun fertiggestellt wurden. Allen Beteiligten noch einmal unseren besten Dank für die geleistete Arbeit! Möge dieses Gotteshaus auch in Zukunft ein Ort der Begegnung, des Gebets und des Friedens sein.“ Mit diesen Worten schloss der Deutsche Konsul Hans Erich Tischler seine Ansprache bei dem kleinen Fest aus Anlass des Abschlusses von Sanierungsarbeiten an der Synagoge in der Salzgasse in Hermannstadt. Weiterlesen

,,Sehr geschmackvoll und überaus solid“

Vor 120 Jahren wurde die Synagoge in der Salzgasse feierlich eingeweiht

Ausgabe Nr. 2639

Die Soziologin und Übersetzerin Nadia Badrus (Bildmitte) erzählte den interessierten Gästen aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt und dem Bau der noch recht gut erhaltenen Synagoge.
Foto: Beatrice UNGAR

Zahlreiche Interessierte nahmen am Sonntag die Einladung der Hermannstädter jüdischen Gemeinde an, der Synagoge in der Salzgasse einen Besuch abzustatten. Anlass der Veranstaltung war das 120. Einweihungsjubiläum der Synagoge, das in diesem Jahr am gleichen Tag gefeiert wurde wie der Europäische Tag der jüdischen Kultur. Weiterlesen

,,Die Zukunft kann gestaltet werden“

2636

Die Kirchenorgel stand im Mittelpunkt der 700-Jahr-Feier von Holzmengen

Bei der von der jüngst gegründeten Volkstanzgruppe Holzmengen aufgeführten Sternpolka standen die Tanzgruppenleiterin Franziska Staufert und die beiden Vorstandsmitglieder der HOG Holzmengen, der Vorsitzende Thomas Schneider und sein Stellvertreter Helmut Krauss im Vordergrund. Foto: Beatrice UNGAR

,,Die Zeit kann nicht zurückgedreht, aber die Zukunft kann gestaltet werden“ lautete das Motto, unter dem die von den nach Deutschland ausgewanderten Siebenbürger Sachsen aus diesem Ort im Unteren Harbachtal gegründete Heimatortsgemeinschaft (HOG) Holzmengen am vergangenen Wochenende zum 700. Ortsjubiläum eingeladen hat. Und die Veranstalter machten ihrem Namen ,,Gemeinschaft“ alle Ehre, indem sie gemeinsam mit allen anderen Holzmenger ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellte.

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Renovierungsarbeiten begonnen

Mehr als sechs Millionen Lei von der EU für die Kirchenburg in Agnetheln

Ausgabe Nr. 2631

Die Kirchenburg in Agnetheln.                  
Foto: Mihai COLIBABA

Die Agnethler Kirchenburg soll renoviert werden, im Rahmen eines Projektes, dass mit EU-Geldern finanziert werden soll. Beim ersten Spatenstich waren Vertreter der Projektpartner, Behörden und Baufirma dabei, in 32 Monaten sollen die Arbeiten beendet sein. Weiterlesen

Islam in Rumänien?

Kurzbericht von einer Bildungsreise

Ausgabe Nr. 2629

 

Unterstaatssekretär Aledin Amet, Eckhard Brauer, Unterstaatssekretärin Christiane Gertrud Cosmatu, Prof. Dr. Gerhard Armanski, Dr. Peter Gischke, Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Ammar Awaniy vor dem Gebäude in des Departements für interethnische Beziehungen (v. l. n. r.).  
Foto: Privat

Islam? In Rumänien? Was für die meisten Menschen relativ exotisch klingt, ist für viele Einwohnerinnen Rumäniens Normalität seit Jahrhunderten. Deshalb wollten bildungshungrige Reisende den kulturellen und religiösen Reichtum Rumäniens vor Ort kennenlernen. Das Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien aus Deutschland (ICATAT) führt seit 15 Jahren Bildungsreisen durch nach Tatarstan, in die Ukraine, in die Türkei und nun zum ersten Mal in die Republik Rumänien mit einem besonderen Fokus: Sieben Akademiker bereisten das Land auf den Spuren der Vielfalt, der nationalen und religiösen Minderheiten. Weiterlesen

„Die Kirche wandert nicht aus!“

Vor 50 Jahren wurde Bischof Albert Klein feierlich ins Amt eingeführt

Ausgabe Nr. 2628

Landeskirchenkurator Albert von Hochmeister, Bischof Albert Klein und  Bischofsvikar Dr. Hermann Binder an der Spitze des Zuges auf dem Weg zur Kirche, vor dem Bischofspalais am 15. Juni 1969 (v. l. n. r.).
Foto: Landeskirchliches Archiv

Morgen sind es genau fünfzig Jahre: Der 15. Juni 1969 war für die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien und die damals noch zahlreiche sächsische Bevölkerung in Siebenbürgen ein wahrer Festtag, da Bischof Albert Klein feierlich in sein Amt eingeführt wurde. Sogar die unter strenger kommunistischer Kontrolle stehende deutsche Tageszeitung Neuer Wegberichtete zwei Tage danach auf der ersten Seite, wenn auch nur in einer kurzen Notiz rechts unten im Eck, über die „Feierliche Amtseinführung des neuen evangelischen Bischofs in Hermannstadt.“ Gleichfalls auf der ersten Seite und sogar etwas besser sichtbar erwähnte die Hermannstädter Zeitungdas Ereignis. Beide Zeitungen zählten die erschienenen Ehrengäste namentlich auf, es waren Bischöfe aus dem In- und Ausland, dazu Dr. Paul Hansen als Vertreter des Lutherischen Weltbundes, Professoren und andere Würdenträger. Auch von politischer Seite waren Ehrengäste anwesend, voran Prof. Dumitru Dogaru, der Generalsekretär des Kultusdepartements in Bukarest; auch der stellvertretende Vorsitzende des Hermannstädter Munizipalvolkrates, Constantin Buzdughină,  war dabei.Weiterlesen

Konfirmation in der Johanniskirche

Ausgabe Nr.2627

12 Konfirmanden, sechs Mädchen und vier Jungen, wurden am Sonntag Exaudi im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Johanniskirche in die evangelische Kirchengemeinde Hermannstadt aufgenommen: 1. Reihe (v. l. n. r.): Diana Castrino, Maria Junesch, Rafaella Pop, Kinka Schnäp, Ioana Oprisiu-Pop, Andreea Vonica, Isabella Jiurgiu-Krech, Theodora Paraschivescu; 2. Reihe (v. l. n.r.): Vikarin Astrid Hofmann, Nick Harro, Stefan Kramer, Robert Wagner, Robert Gyarmati, Stadtpfarrer Kilian Dörr.                 

Foto: Beatrice UNGAR

 

Durch Gottes Geist befreit

Pfingstbotschaft von Pfarrer Dietrich GALTER

Ausgabe Nr.2627

 

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.

(Sacharja 4,6)

Zu Pfingsten feiern wir die wunderbare Einkehr des Geistes Gottes in den Geist der Menschen. Dieser Geist befreit und bewirkt neue Aufbrüche. Er befreit Menschen aus ihren Existenzängsten und gibt ihnen neue Hoffnung und neuen Mut. Allen Anfechtungen und Enttäuschungen zum Trotz verkündigen von Gottes Geist begeisterte Menschen die Liebe und Gegenwart Gottes in seinem Sohn Jesus Christus. Sie setzen sich ein für Frieden, Gerechtigkeit und nachhaltige Bewahrung der Schöpfung Gottes. Weiterlesen