Viel Zustimmung aus Wittenberg

Die Reformation in Siebenbürgen (II) / Von Wilhelm Andreas BAUMGÄRTNER
Ausgabe Nr. 2524
 

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Vor allem in den sächsischen Städten gab es lange Zeit ein Nebeneinander von katholischem und evangelischem Leben. Die Strukturen der alten Kirche waren intakt, aber die Stadtführung und große Teile der Bürgerschaft waren auf Seiten der evangelischen Sache. Während in Hermannstadt diese Patt-Situation zu einem Erlahmen der evangelischen Bewegung führte, begann sie in Kronstadt Fahrt aufzunehmen. Bedeutsam war, dass wie auch in Hermannstadt, auch in Kronstadt einflussreiche Anhänger Luthers im Stadtrat saßen. Weiterlesen→

Vivit!

Osterbotschaft / Von Bischof Reinhart GUIB
Ausgabe Nr. 2524
Liebe Leserinnen und Leser!

Die Evangelische Kirche und die Christenheit mit ihr feiern heuer 500 Jahre seit Beginn der Reformation. Die Reformation bedeutet für uns bis heute die Auferstehung der Kirche Jesu Christi, des Glaubens, der Gnade und der Heiligen Schrift. All dies war vorher verdunkelt und der wahre Zugang zu Gott erschwert. Der Reformator Martin Luther ebnete dieser befreienden, erlösenden und vergnügt machenden Botschaft die Bahn.

Und doch ist unser Leben wie das des angefochtenen Reformators oft auch von Unzufriedenheit, Enttäuschung und Rückschlägen geprägt. Wie gut, wenn dann jemand neben uns ist und uns darüber hinweghi1-lutherrose1lft und die Bibel uns den Weg zeigt.

Martin Luther hatte in seiner Frau Katharina solch eine hilfsbereite und kluge Gehilfin an der Seite. Diese kannte ihren Mann gut. Seine Freuden wie Sorgen, Anfechtungen und Versuchungen fielen ihr schnell auf. Als Luther immer depressiver wurde beauftragte sie einen Steinmetz mit der Erstellung eines neuen Portals an ihrem Haus. „Vivit“ ließ sie auf den Schlussstein im Torborgen einmeißeln. Jeder Eingang ins und jeder Ausgang aus dem Haus stand somit unter dem Bekenntnis „Vivit“. Er, Jesus lebt. Diese Botschaft wurde als Gruß und Abschied jedem mitgegeben. All das was Martin Luther mit seiner Familie, seinen Freunden und Besuchern im Haus besprach und tat wurde mit dem Auferstehungsgruß „Er lebt“ besiegelt. Besonders aber galt dieser Zuspruch auch Luther selbst in den Stunden seiner Versuchung und Anfechtung, seiner Ängste und Zweifel. Weiterlesen→

Ein freudiges Ereignis

Pastoralkonferenz zum 20. Ordinationsjubiläum
Ausgabe Nr. 2523
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Bei der Pastoralkonferenz des Mediascher und des Schässburger Kirchenbezirks, die am 22. März im Betsaal der Klosterkirche in Schässburg stattgefunden hat, waren nicht wie gewöhnlich bei solchen Treffen nur Pfarrer sondern auch zwei Bezirkskirchenkuratoren – Adolf Hügel (Schässburg) und Wilhelm Untch (Mediasch) – und einige Mitglieder der Gemeindevertretungen der Kirchengemeinden der beiden Bezirke dabei.Weiterlesen→

„Jetzt seid ihr überflüssig geworden“

Die Reformation in Siebenbürgen (I) / Von Wilhelm Andreas BAUMGÄRTNER
Ausgabe Nr. 2523
 

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Die Ursachen der Reformation waren in Siebenbürgen kaum andere als im restlichen Europa, vor allem in Deutschland. Die Menschen waren mit dem Zustand der Kirche höchst unzufrieden. Die Verweltlichung der Kirche und das Gewinnstreben ihrer Priester führten zu einer Entfremdung von den Menschen, deren Bedarf an Spiritualität sie immer weniger befriedigen konnte.

Viele fühlten sich vom Gegensatz zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Lebenswandel der Priester, vom Ämtermissbrauch, der religiösen Überreglementierung im Alltag, dem Ablasshandel, dem weltlichen Verhalten vieler Bischöfe und der Päpste (die mehr Heerführer und Politiker waren als Seelenhirten) abgestoßen. Bischöfe und Päpste wetteiferten mit weltlichem Adel und Königen im Prunk ihrer Hofhaltung. Um ihre Kosten zu decken, strebten sie nach vermehrtem Gelderwerb.Weiterlesen→

Vom rohen Brett zum ersten Soundcheck

Abschluss des Weiterbildungskurses in der Orgelbaulehrwerkstatt in Honigberg
Ausgabe Nr. 2521
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„Vom rohen Brett bis zum ersten Soundcheck ist ein langer Weg, den wir zusammen gegangen sind. Ich freue mich sehr für die junge Mannschaft und wünsche ihnen in Zukunft viel Erfolg“, sagte die Schweizer Orgelbauerin Barbara Dutli beim festlichen Abschluss des zweijährigen Weiterbildungskurses für bereits ausgebildete Orgelbauer und Schreiner am Samstag in der Orgelbaulehrwerkstatt in Honigberg, ein aus Mitteln des Schweizerischen Beitrags an die erweiterte Union cofinanziertes Projekt. Dutli leitet seit 14 Jahren diese Lehrwerkstatt, die von der Stiftung Fundația pentru pregătire profesională din România (Stiftung für Berufsausbildung in Rumänien, FPPR) in Partnerschaft mit der Schweizerischen Stiftung für Orgeln in Rumänien betrieben wird. Im Rahmen des zweijährigen Projekts haben die fünf ausgewählten Teilnehmer unter ihrer Koordination zwei wertvolle Instrumente aus zwei unterschiedlichen Epochen restauriert und als krönenden Abschluss eine neue Hausorgel geplant und gebaut.

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Mit Musik verwöhnt

Walburgafest der evangelischen Kirchengemeinde Heltau
Ausgabe Nr. 2520
 

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Als Stefan Cosoroabă, der von 1996 bis 2008 evangelischer Stadtpfarrer von Heltau gewesen ist, den Walburgapreis 2011 entgegennehmen durfte, wies Dr. Paul Niedermaier in seiner Laudatio darauf hin, dass der Geehrte zusammen mit dem Presbyterium und Kurator Johann Krech der Heltauer evangelischen Kirchengemeinde ein „neues Spezifikum“ gegeben habe. Diese Tradition führt die Gemeinde mit Stadtpfarrer Zorán Kezdi fort.Weiterlesen→

„Theologie muss gesellschaftsrelevant seinˮ

Streiflichter vom Stationenweg Hermannstadt zum 500. Reformationsjubiläum
Ausgabe Nr. 2515
 

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Die Schweizer Theologin und Philosophin Christina Aus der Au sagte „Theologie muss gesellschaftsrelevant sein“, Rumäniens Botschafter in Berlin, Emil Hurezeanu, die Reformation habe die Kirche auf den Boden der Tatsachen gestellt, MP Ovidiu Ganț wünschte sich „mehr Diakonie und weniger Massenveranstaltungen mit Krautwickeln“ von den Kirchen. Dies waren nur einige Wortmeldungen im Rahmen des Rundtischgesprächs zum Thema „Reformation heute – Reform heute“, das am Samstag im Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums stattgefunden hat.Weiterlesen→

„Guten Wünschen Raum geben“

Neujahrsempfang von Bischof Reinhart Guib im Bischofspalais
Ausgabe Nr. 2512
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„Aus gutem Grund evangelisch in Rumänien“ lautet das Motto des Evangelischen Kirchentages, der am 30. September d. J. in Kronstadt, der Wiege der Reformation in Siebenbürgen, stattfinden wird. Der Frage, was es heute bedeutet, evangelisch zu sein, geht der Jahreskalender der Evangelischen Landeskirche A. B. in Rumänien nach. Einen Vorgeschmack auf den Kalender boten Vertreter der Gemeindeverbände zum Abschluss des Neujahrsempfangs, zu dem Bischof Reinhart Guib am Dienstag in den Bischofspalais eingeladen hatte.  Weiterlesen→

Reformationsfeiern und Gedenken der Reformation auf dem Gebiet unserer Kirche im 19. und 20. Jahrhundert

Vortrag von Wolfgang H. Rehner, gehalten am 31. Oktober 2016 in Michelsberg zum Reformationsfest (I)
Ausgabe Nr. 2511
Mit dem Reformationsfest 2016 haben die weltweiten Gedächtnisfeiern bereits begonnen, welche über ein Jahr, das ist im Oktober 2017, ihren Höhepunkt erreichen sollen. Die Reformation im 16. Jahrhundert war eine umfassende Bewegung, die nicht nur die Kirche betraf, sondern die gesamte soziale und geistige Entwicklung Europas förderte. Aus dieser Bewegung gingen die protestantischen Kirchen hervor, aber auch die katholische Kirche wurde durch sie neu geordnet und selbst die orthodoxe Kirche, die am wenigsten davon betroffen war, hat in Siebenbürgen einige Impulse davon mitbekommen. Heute fragen wir danach, wie die Siebenbürger Sachsen seither dieser Umwälzungen im 16. Jahrhundert gedacht haben und wie dieses Gedenken in öffentlichen Feiern zum Ausdruck kam. 

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„Sie sind Bewahrer der Identität“

Sonderschau: Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen. Ein europäisches Kulturerbe
Ausgabe Nr. 2510
 

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Die Botschaft von Rumänien in Berlin war am 24. November 2016 Veranstaltungsort einer Ausstellungseröffnung der besonderen Art. 24 übermannshohe, ein Meter breite Tafeln eröffnen dem Betrachter eine einzigartige Welt, geprägt von Kraft, Gemeinsinn, Glaube, Baukunst und Fleiß. S.E. Emil Hurezeanu, Botschafter von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland, hieß mit Freude, Stolz und Dankbarkeit, in einem sehr persönlichen Grußwort seine zahlreichen Gäste willkommen. Er würdigte die Siebenbürger Sachsen und die einmalige Kirchenburgenlandschaft, die Siebenbürgen – als außergewöhnlichen Kulturraum – zu einer touristischen Attraktion macht, für Menschen jeden Alters, weltweit. Weiterlesen→

Gegen das Vergessen

Pfarrer Uwe Seidner beim Dialogkreis der EAS
Ausgabe Nr. 2509
 

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Seit rund zwei Jahrhunderten spukt die Befürchtung eines „finis saxoniae“ herum. In Nordsiebenbürgen hat sich diese Befürchtung in vielen Gemeinden bereits erfüllt. Damit sie nicht in Vergessenheit geraten, plant Pfarrer Uwe Seidner aus Wolkendorf nun einen Bildband: Er möchte in die Dörfer fahren und mit Fotografien dokumentieren, was von dem Erbe der Sachsen dort übrig ist. Am 17. November stellte er das Projekt in einem Vortrag im Rahmen des Wissenschaftlichen Dialogkreises der Evangelischen Akademie Siebenbürgen vor. Weiterlesen→

„Ich wollte etwas Langfristiges schaffen“

Lernen und Erholen in Carmen Schusters Gästehaus in Kleinschenk
Ausgabe Nr. 2507
 

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Lernen und Erholen, das stand auf dem Programm für die zwölf Teilnehmerinnen beim Wochenende der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) in Kleinschenk/Cincșor. Der Veranstaltungsort, das Gästehaus von Carmen Schuster und ihrem Mann Michael Lisske, war dafür wie gemacht. Weiterlesen→

Spannend und aufschlussreich

Reformationstagung im Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum
Ausgabe Nr. 2505
 

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Ein Exemplar der ältesten Lutherbibel (1544 in Wittenberg bei Lufft gedruckt) befindet sich auch im Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien im Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum in Hermannstadt, stellte András Bandi fest, als er seinen Vortrag zum Thema „Bücher des 16. Jahrhunderts im Zentralarchiv der EKR“ vorbereitete. Der Vortrag war im Rahmen der dem 2017 anstehenden 500. Jubiläum der Reformation gewidmeten Tagung „Reformatio Transsilvaniae. Siebenbürgische Akzente der Reformation in Geschichte, Kultur und Kunst“ zu hören, die am 20. und 21. Oktober d. J. im Teutsch-Haus stattgefunden hat. Mitveranstalter waren die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien, das Deutsche Kulturforum östliches Europa, das Archiv und die Bibliothek der Honterusgemeine der Evangelischen Kirche A. B. Kronstadt, das Archiv der Reformierten Kirche Siebenbürgens in Klausenburg, die evangelische Kirchengemeinde A. B. Mediasch und das Hermannstädter Staatsarchiv.Weiterlesen→