Weil es da Gemeinschaft gibt…

20 Jahre Deutscher Jugendverein Siebenbürgen im Spiegelsaal des DFDH gefeiert

Ausgabe Nr. 2842

Alina Depner, Kevin Wagner und Andrea Rost bei der Jubiläumsfeier im Spiegelsaal (v. l. n. r.). Foto: Cynthia PINTER„Zum Jugendforum kommt jeder, weil Freunde da sind, weil es da Gemeinschaft gibt – ein Wort, das immer kleiner geschrieben wird“, bemerkte Benjamin Jozsa, Geschäftsführer des DFDR, der die Jugendlichen und Junggebliebenen bei der Jubiläumsfeier des Deutschen Jugendvereins Siebenbürgen (DJVS) begrüßen durfte. Am Freitag, dem 10. November feierte der DJVS 20 Jahre seit seiner juristischen Eintragung im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums. Zur Feierstunde waren zahlreiche Ehemalige, Vertreter aller siebenbürgischen Jugendvereine sowie viele Ehrengäste geladen. Die Präsentation der einzelnen Jugendvereine auf Roll-ups, erarbeitet von den neuen Jugendreferenten rundete die Veranstaltung ab.Weiterlesen→

„Kulturvermittlung hat hohe Priorität”

20 Jahre Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrum

Ausgabe Nr. 2840

Blick in den Innenhof des Teutschhauses mit Johanniskirche.

Die Einweihung des Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrums in Hermannstadt erfolgte am 19. Oktober 2003, in einem für die evangelischen Siebenbürger Sachsen geschichtsträchtigen Jahr. Die 20-Jahr-Feier, als Tag der Offenen Türen unter dem Motto „Im Geiste der Gemeinschaft: bewahren – bilden – bewegen” am Stichtag, dem 19. Oktober 2023, gestaltet, ebenso. Vor 140 Jahren war hier die Vorgängereinrichtung, das Lutherhaus mit Waisenhaus, eingeweiht worden, in diesem Jahr sind es 90 Jahre seit dem Tod des Namensgebers, Bischof Friedrich Teutsch, und 75 Jahre seit der Enteignung des Archivs der Stadt Hermannstadt und der Sächsischen Nation.

Einen Einblick in die wechselhafte Geschichte des Hauses bietet eine Ausstellung im Treppenhaus, lesen Sie im Folgenden den von der Leiterin Dr. Gerhild Rudolf zum Abschluss des Tages der Offenen Türen vorgetragenen Ausblick:Weiterlesen→

Zwischen Schätzen, Waffen und Wappen

Besuch im Historischen Museum im Alten Rathaus in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2833

In dem Raum mit mittelalterlichen Waffen und Rüstungen steht eine riesigen Figur mit einem Ritter und seinem Pferd.
Foto: Maja HENNEMANN

Was haben die Steinzeit, das Mittelalter und Füllfederhalter gemeinsam? Im Geschichtsmuseum im Alten Rathaus („Casa Altemberger”) in Hermannstadt erhält man Einblicke zu allen Themenbereichen. Eher zufällig stolperten meine Freundin Leonie Deubig und ich in das Geschichtsmuseum „Casa Altemberger”, welches nach dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt, Thomas Altemberger, benannt ist. An einem Freitag aßen wir gerade im „Lumos” zum Frühstück, als uns das Museum gegenüber mit seinem gotischen Stil und der gelb-goldenen Schrift ins Auge fiel. Kurzerhand entschieden wir uns dazu, diesem einen Besuch abzustatten. Wir hatten gehört, dass das Museum mit seiner ständigen Ausstellung zum Brukenthalmuseum gehört und früher ein Rathaus war. Das weckte unsere Neugier zusätzlich.Weiterlesen→

,,Mit außergewöhnlichem Engagement“

Ausgabe Nr. 2832
Dr. Klaus Fabritius wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Botschafter Dr. Peer Gebauer (links) und Dr. Klaus Fabritius bei der Ordensverleihung. Foto: Deutsche Botschaft Bukarest

Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland übergab Botschafter Dr. Peer Gebauer am 31. August 2023 an den 1942 in Hermannstadt geborenen Biologen Dr. Klaus Fabritius, Vorsitzender des Regionalforums Altreich. Die Verleihungszeremonie fand in der Residenz des Botschafters statt. Weiterlesen→

Eine herausragende Persönlichkeit

Ausgabe Nr. 2832

Nachruf auf den Germanisten Prof. Dr. George Guțu (1944-2023)


George Guţu (1944-2023).

Der Gründer und langjähriger Präsident der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens, Professor Dr. George Guțu, ist am 3. September 2023 verstorben. Durch seine Lehre und Forschung sowie durch sein organisatorisches Talent hat sich George Guțu als eine herausragende Persönlichkeit der rumänischen Germanistik etabliert. Sein unermüdlicher Einsatz für den Aufbau des Faches nach der politischen Wende in Rumänien hat sich in der Gründung von Einrichtungen niedergeschlagen, die von der germanistischen Landschaft Rumäniens nicht mehr wegzudenken sind. Weiterlesen→

Kirchenburg in Roseln renoviert

Ausgabe Nr. 2831


Durch ein EU-Projekt wurde die Kirchenburg in Roseln renoviert. Der Vertrag mit der Agentur für regionale Entwicklung Mitte wurde am 2. Februar 2018 unterzeichnet, am 4. März 2020 war offizieller Baubeginn. Am 12. August d. J. fand die Wiedereinweihung statt. Foto: Stefan BICHLER

Michelsberg im 20. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2831

Erfolgreicher Abschluss

Unser Bild: ,,Geschichten aus der Geschichte“ von Michelsberg im 20. Jahrhundert erzählte Kurator Michael Henning (rechts) im Dialog mit Pfarrer Zorán Kézdi. Foto: Beatrice UNGAR

Mit dem achten Konzert der Reihe ,,Michelsberger Spaziergänge“, geboten von dem Ensemble Couleurs aus Klausenburg und einem Dialog zur Geschichte von Michelsberg im 20. Jahrhundert sind am Sonntag die Veranstaltungen zum 800. Jubiläum der Michelsberger Burg teilweise abgeschlossen worden. Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 5 und II. Weitere zwei Veranstaltungen, die ebenfalls auf der Michelsberger Burg geplant sind, stehen allerdings ebenfalls im Zeichen der 800 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Michelsberg: Am Sonntag, dem 3. September, 18 Uhr, findet eine orthodoxe Abendandacht statt und am 29. und 30. September veranstaltet der Reenactment-Verein Anacronism erneut ein Michaelsfest.

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,,Großartige Gelegenheit“

Ausgabe Nr. 2831

Die 16. Schauwerkstatt der Wandergesellen

Die Schmiede-Schauwerkstatt auf dem Huetplatz. Foto: Lorenz ZECK

Sie sind wieder da. Zum 16. Mal führten die Wandergesellen ihre Künste in einer Schauwerkstatt in Hermannstadt vor. Dabei kommen sie aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, arbeiten für Kost und Logie und bilden sich in ihrem Handwerk weiter. Dabei gibt es vor allem Zimmerer, Steinmetze, Dachdecker und Schmiede – aber auch Instrumentenbauer und Bäcker können auf Wanderschaft gehen.

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Nachhaltigkeit und Tradition

Ausgabe Nr. 2831
Kurze Bilanz der Haferland-Kulturwoche 2023

Blasmusik auf dem Tanzplatz in der Kirchenburg in Deutsch-Weißkirch.
Foto:haferland.ro

Die Haferland-Kulturwoche 2023 hat vom 3. bis 6. August  in den Ortschaften Arkeden/Archita, Radeln/Roadeș, Brenndorf/Bunești, Deutsch-Weißkirch/Viscri, Meschendorf/Meșendorf, Keisd/Saschiz, Hamruden/Homorod, Reps/Rupea, Deutsch-Kreuz/Criț und Klosdorf/Cloașterf stattgefunden  und wurde von fast 5.000 Teilnehmern und Zuschauern aus zehn verschiedenen Ländern und im Alter zwischen 5 Monaten und 101 Jahren besucht, teilen die Initiatoren und Mitveranstalter um Michael Schmidt von der Stiftung M&V Schmidt mit.

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Michelsberg im 19. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2830

Foto facebook @Michelsberg heute

Kurz nach Beginn des 19. Jahrhunderts wurde 1804 das Kaisertum Österreich unter Kaiser Franz I. (im Heiligen Römischen Reich: Franz II.) gegründet. Bereits seit 1792 herrschte er als König in Ungarn und als Großfürst von Siebenbürgen. Bis zu seinem Tod im Jahr 1835 leitete er einen konservativen und reaktionären Polizeistaat. Diese Periode wurde wegen Mangels an Reformen und politischer Stagnation oft als ,,stille Jahre“ bezeichnet. Ab 1810/11 wurde in Siebenbürgen der Landtag nicht mehr einberufen. 1817 kam es zu einer verheerenden Hungersnot. Weiterlesen→

Buchvorstellung in Großpold

Ausgabe Nr. 2830

Die rumänische Fassung der Ortsmonographie ,,Großpold. Ein Dorf in Siebenbürgen“ von Martin Bottesch und Ulrich Wien, die unter dem Titel ,,Apoldu de Sus. Un sat transilvan“ erschienen ist, wurde am Sonntag, dem 20. August, vor einem zahlreichen Publikum im Kulturheimsaal in Großpold vorgestellt. Mehr dazu lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgaben. Unser Bild: Der Übersetzer Adinel Dincă (links) Martin Bottesch präsentierten den reich bebilderten Band.       Foto: Beatrice UNGAR

,,U biden Åwern des Zabeng do lot Grißa“

Die Hahn-Orgel in Großau wurde nach eingehender Restaurierung wiedereingeweiht

Ausgabe Nr. 2829

Beim traditionellen Gang zum Friedhof trug ein junger Mann das Wahrzeichen der HOG mit der Aufschrift „U biden Åwern des Zabeng do lot Grißa de Himet meng“ (An beiden Zibinsufern liegt Großau meine Heimat) voran, ihm folgte die Großauer Blaskapelle unter der Leitung von Hermann Grennerth.                              
Foto: Beatrice UNGAR

„In Siebenbürgen haben wir schon immer MULTIKULTI gelebt. In unserem Dorf Großau leben Menschen, die rumänisch, siebenbürgisch-sächsisch, landlerisch, ungarisch gesprochen haben und noch sprechen. Meine ganz persönliche Erfahrung in Rumänien – es war ein gutes Miteinander“. Dieses Zitat aus einem Zeitzeugenbericht der Großauerin Anna Ramsauer verlas Konsulin Kerstin Ursula Jahn in ihrem Grußwort im Anschluss an den Festgottesdienst zu den Großauer Festtagen am Sonntag.Weiterlesen→

Michelsberg im 18. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2829

Ende des 17. Jahrhunderts kam Siebenbürgen unter die Herrschaft der Habsburger. Es wurde aber nicht sofort in ihr Imperium integriert. Zuerst brauchte man das Land als Winterquartier und Proviantlieferant für die an der Zurückdrängung der Osmanen beteiligten Truppen. Der in Ungarn ausgebrochene Aufstand der sog. Kurutzen (1703-1711) hat auch in Siebenbürgen v.a. die Unzufriedenen, die Marginalisierten, die isolierten und schlecht bezahlten Söldner, sowie die Flüchtlinge aus Ungarn angesprochen. Die Sachsen und der Hochadel blieben Habsburg treu. Weiterlesen→

Historisch gegenwärtig

Uraufführung von Perle-Stück in der Steiermark

Ausgabe Nr. 2829

Szenenbild von der Uraufführung.
Foto: Philipp RIRSCH / Griessner Stadl

Im Stadl-Predlitz wurde am 10. August das Stück ,,PROTESTANTEN vertreibung aus der heimath“ von Thomas Perle uraufgeführt. Wo ist dieses Stadl-Predlitz? Nicht weit entfernt von Murau, im westlichen Teil der Steiermark, in Österreich. Obwohl nur eine 357-Seelen-Gemeinde gilt sie als kultureller Hotspot, weil es da den Griessner Stadl gibt. Im süddeutschen und österreichischen Sprachraum bezeichnet man eine Scheune oder einen Heuboden als Stadl. Es handelt sich dabei um ein landwirtschaftliches Gebäude, das aber bereits nördlich von Österreich und Bayern Speicher heißt. Weiterlesen→

Michelsberg im 17. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2828

Das Jahrhundert, über das heute zu berichten ist, wurde von den Zeitgenossen und den Historikern als wenig erbaulich beschrieben. Georg Daniel Teutsch hat als Zeit des „Schreckens ohne Ende“ bezeichnet. Siebenbürgen war ein Spielball machtpolitischer Auseinandersetzungen zwischen Doppeladler und Halbmond – und alle Seiten übertrafen einander in Zerstörungen, Brandschatzungen, Plünderungen und Morden. Einfälle der Osmanen und der Krimtataren der Goldenen Horde stürzten das Land in Elend und Chaos. Die ins Land herbeieilenden habsburgischen Kräfte, unterbezahlte Söldnertruppen des Generals Giorgio Basta und des walachischen Woiwoden Michael, genannt der Tapfere verwüsteten ihrerseits ganze Gebiete. Weiterlesen→