Tragisch und nachdenklich

Sammelband zum Thema Deportationen

Ausgabe Nr. 2735

Albert Bohn und Anton Sterbling (Hrsg.): Deportationen. Literarische Blickwinkel, Pop-Verlag Ludwigsburg 2021, 275 Seiten, ISBN 978-3-86356-333-2

Erinnerung ist Gegenwart, Erinnerung ist Zukunft. So geht ein Satz, der als Zuschreibung auch über dem Buch „Deportationen. Literarische Blickwinkel“ stehen sollte, das die früheren Mitglieder der Aktionsgruppe Banat, Albert Bohn und Anton Sterbling im Pop Verlag Ludwigsburg herausgegeben haben. Er regt zum Nachdenken an. Weiterlesen

Kleines Jubiläum

Ausgabe Nr. 2734

 

Kleines Jubiläum: Dr. Andreas H. Appelt von der Deutschen Gesellschaft e. V. aus Berlin besuchte am vergangenen Wochenende die von der Gesellschaft seit 2007 geförderte Schauwerkstatt der Wandergesellen, die in diesem Jahr ihre 15. Auflage erlebt. Zählte man 2007, als Hermannstadt gemeinsam mit Luxemburg und der Großregion Europäische Kulturhauptstadt gewesen ist, rund 300 Wandergesellen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz bei der ersten Auflage, so sind es in diesem Jahr zehn Wandergesellen aus Deutschland und aus Frankreich. Noch bis einschließlich Sonntag, den 15. August, kann man den Wandergesellen im Hof der evangelischen Stadtpfarrkirche bei der Arbeit zusehen, einige ihrer Schmiedearbeiten kaufen oder auch selbst einmal versuchen, z. B. eine Rose zu schmieden. Unser Bild: Dr. Appelt (2. v. l.) mit einigen der in diesem Jahr angereisten Wandergesellen.                                         Foto: Beatrice UNGAR

Es geht voran in Alzen

Ausgabe Nr. 2734

Arbeitsintensiver Samstag in der Kirchenburg

Die Alzner hoffen, dass das Anfang November 2020 eingestürzten Gewölbe in der evangelischen Kirche bald renoviert wird.
Fotos: Werner SEDLER

Am Samstag, den 7. August, früh um 7 Uhr rief in Alzen das Glöckchen am Ostturm der Kirchenburg zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder zur Gemeindearbeit. Der Schutt von dem Anfang November 2020 eingestürzten Gewölbe sollte endlich aus der Kirche hinausgebracht werden – Schwerstarbeit selbst für Männer.

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,,Et äs mer griuß Frout“

Ausgabe Nr. 2733

,,Et äs mer griuß Frout“

Auf Baron Samuel von Brukenthals Spuren im Harbachtal und in Freck

Dr. Hans-Bruno Fröhlich (Bildmitte) bei der Andacht. Musik aus Brukenthals Zeiten bot das Collegium Musicum Brukenthal – Gabriel Silișteanu (1. v. l.), Iuliana Cotârlea (2. v. l.), Jürg Leutert (2. v. r.), Brita Falch Leutert (1. v. r.) und Elisa Gunesch (nicht im Bild) – nicht nur in Leschkirch sondern auch in Holzmengen, Freck usw. Eine Zusammenfassung der Konzerte finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=arG332C2sFQ Foto: B. UNGAR

,,Die Teilnehmenden waren alle sehr begeistert, wie reibungslos alles geklappt hat und wie gut die Stimmung aber auch das kulturelle Angebot auf der Reise auf Brukenthals Spuren war, in Leschkirch, Alzen (Herkunftsort der Familie Breckner), Holzmengen (Ausstrahlung des spätbarocken „Brukenthal-Stils“ in der Kirche, wo Sartorius, Vater und Sohn, gelebt haben) und Freck“, resümierte Unterstaatssekretär Thomas Sindilariu gegenüber der Hermannstädter Zeitung den zweiten Tag der dem 300. Geburtstag von Brukenthal gewidmeten Veranstaltungen.

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Erinnerungsort und Identifikationsfigur

Feierlichkeiten rund um den 300. Geburtstag des Barons Samuel von Brukenthal

Ausgabe Nr. 2732

Den Festakt im Innenhof des Brukenthalpalais umrahmte mit Werken zweier Lieblingskomponisten Brukenthals, Carl Friedrich Emanuel Bach und Georg Philipp Telemann, das als Bläserquintett zusammengesetzte Collegium Musicum Brukenthal (v. l. n. r.): Szilárd Kelemen (Horn), Szabolcs Tarcsi (Horn), Maximilian Braisch (Fagott), Mihai Bădiță (Klarinette) und Theresa Braisch (Klarinette).Foto: Beatrice UNGAR

,,Wodurch aber Brukenthal zu einem dauerhaften Erinnerungsort und zu einer Identifikationsfigur wurde, das ist die Stiftung seiner umfangreichen und wertvollen Sammlungen zu einem öffentlichen Museum mit Bibliothek in gemeinschaftlichem Besitz mit Prägekraft bis heute“.  Diese Worte stehen in der Einleitung zu dem Heft der Wanderausstellung ,,Ein früher Europäer“, die aus Anlass des 300. Geburtstags von Baron Samuel von Brukenthal von dem Deutschen Kulturforum östliches Europa Potsdam in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern erstellt und von der beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wurde.Weiterlesen

,,Vorläufige unterthänigste Gedanken“

Brukenthals Hochschulplan

Ausgabe Nr. 2731

Brukenthals Geburtshaus in Leschkirch Bild unten im Text) ist derzeit in einem desolatem Zustand. Allerdings ist die Gedenktafel immer noch an der Fassade angebracht (siehe Bild oben).                                                            Foto: Privat

Georg Adolf Schuller (1862-1939), u. a. Schriftleiter der Kirchlichen Blätter veröffentlichte 1921 in vier Ausgaben des Siebenbürgisch-Deutschen Tageblatts  (Nr. 14496/21. August 1921, Nr. 14498/24. August 1921, Nr. 14499/25. August 1921 und Nr. 14502/28. August 1921) den Beitrag ,,Brukenthals Hochschulplan“, aus dem Sie im Folgenden einige Ausschnitte lesen können.Weiterlesen

Karrierestart und Freimaurerei

Eine offene Frage der Brukenthalforschung / von Thomas ŞINDILARIU

Ausgabe Nr. 2731

Mit „C.S.v.BR.“, also mit Carl Samuel von Brukenthal ist die Gedenkmünze zum Johannisfest des Jahres 1744 der Hallenser Loge „unterschrieben“ – es ist die früheste Bildquelle zu Samuel von Brukenthal und die Umschrift ein treffendes und authentisches Lebensmotto: STUDIO SAPIENTIA SILENTIO. Foto: Brukenthalmuseum Hermannstadt

Der vorliegende Beitrag ist aus Anlass des 200. Todestages des Barons Samuel von Brukenthal in der Monatsschrift der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien, Der Punkt, Heft 60/2003 erschienen. Im gleichen Jahr, aus gleichem Anlass veröffentlichte die Hermannstädter Zeitung (Nr. 1823/11. April 2003) die rechts unten abgedruckten Gedanken von Paul Philippi (1923-2019), damals Ehrenvorsitzender des DFDR. Weiterlesen

Geläuterte Vernunft

Zum 250. Geburtstag Samuel von Brukenthals / Von Thomas NÄGLER

Ausgabe Nr. 2730

 

Zum 300. Geburtstag des Sammlers, Gubernators und Museumsgründers Baron Samuel von Brukenthal bringt die Hermannstädter Zeitung einige ausgewählte Beiträge aus der Presse  der letzten hundert Jahre, um zu veranschaulichen, wie Brukenthal vor 100 und vor 50 Jahren gewürdigt wurde. In unserer aktuellen Ausgabe lesen Sie an dieser Stelle den Beitrag des siebenbürgischen Historikers  Dr. Thomas Nägler (1939-2011), der aus Anlass des 250. Geburtstags des Barons in der Ausgabe Nr. 187/23. Juli 1971 der Hermannstädter Zeitung erschienen ist.Weiterlesen

,,…einem mehrfach empfundenen Bedürfnis entsprechen“

Aus dem Beitrag ,,Lebensgang des Freiherrn Samuel Brekner von Brukenthal“

Ausgabe Nr. 2730

Georg Adolf Schuller (1862-1939), u. a. Schriftleiter der Kirchlichen Blätter veröffentlichte 1921 in drei aufeinanderfolgenden Ausgaben den Beitrag ,,Lebensgang des Freiherrn Samuel Brekner von Brukenthal“, ein Abriss aus Schullers zweibändiger Biographie des Museumsschöpfers und langjährigen Gouverneurs von Siebenbürgen, Samuel von Brukenthal (1721-1803), die erst fast dreißig Jahre nach seinem Tod, 1967/1969, in den Bänden 18 und 19 der Buchreihe der Südostdeutschen Historischen Kommission in München (Verlag R. Oldenbourg) erschienen ist.

Im Folgenden lesen Sie einen Ausschnitt aus der ersten Folge, die in der Ausgabe Nr. 31 der Kirchlichen Blätter am 30. Juli 1921 erschienen ist.Weiterlesen

Brukenthalfeier in Hermannstadt 1921

Ausgabe Nr. 2729

Unbekannter Maler, Ende des 18. Jahrhunderts: Bildnis Samuel von Brukenthal. Schenkung der Familie Wittstock an das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Übergeben durch Joachim Wittstock, im Namen von Pfarrer Heinrich Wittstock und dessen Geschwistern sowie im Namen seiner eigenen Geschwister, am 5. Juli 2005.

Aus Anlass des 200. Geburtstages des Barons Samuel von Brukenthal sollte laut einer Meldung im Siebenbürgisch-Deutschen Tageblatt (Nr. 14507/3. September 1921) am 10. und 11. September 1921 die Brukenthalfeier in Hermannstadt stattfinden, in deren Rahmen u. a. die ,,Namensweihe des evangelischen Gymnasiums als ,Brukenthalgymnasium‘ geplant war. Die Feier musste dann wegen einer Schulsperre verschoben werden und fand schließlich am 29. und 30. Oktober 1921 statt. Im Siebenbürgisch-Deutschen Tageblatt wurde darüber nicht berichtet, weil diese Zeitung infolge eines Druckerstreiks zuletzt am 25. September und dann wieder am 4. November erschienen ist.  Einen ausführlichen Bericht über die Brukenthalfeier veröffentlichte die ,,Ev. Wochenschrift für die Glaubensgenossen aller Stände“, Kirchliche Blätter, in ihrer Ausgabe Nr. 41 vom 5. November 1921.Weiterlesen