Ein bunter Veranstaltungsfächer

Ausgabe Nr. 2868

Das Programm und das Festabzeichen zum Großen Sachsentreffen 2024 sind da!

„Heimat ohne Grenzen“ lautet das Motto des Großen Sachsentreffens 2024. Das Programmheft und die Festabzeichen zum Großen Sachsentreffen sind ab sofort auch in Hermannstadt zu erwerben. Das Heft umfasst neben den Veranstaltungen am Festwochenende vom 2. bis 4. August auch das Rahmenprogramm, das vom 26. Juli bis 11. August 2024 rund um Hermannstadt und in ganz Siebenbürgen angeboten wird.Weiterlesen

Dankbarkeit

Ausgabe Nr. 2868

KODAK Digital Still Camera

 

Beim Anblick des aktuellen Zustandes „seiner Fabrik” hätte man erwartet, dass Harry H. Binder (unser Bild unten zeigt ihn bei dem Besuch in der HZ-Redaktion) Wehmut oder gar Wut überwältigen würden. Keine Rede: „Ich empfinde bloß Dankbarkeit dafür, dass ich hier im Independența-Werk in Hermannstadt am Fuße der Altstadt unweit des Zibins den Grundstein für meine Karriere setzen durfte”. Damals, 1952 als 18jähriger Elektromechaniker in der Stahlgießerei, die Halle ist heute eine Ruine (unser Bild oben).

In diesem Jahr feiert der am 7. Oktober 1934 in Hermannstadt geborene Harry H. Binder seinen 90. Geburtstag und im Vorfeld haben ihm seine beiden Söhne den Wunsch erfüllt, das Werk in Hermannstadt besuchen zu können. Hoch erfreut war Binder, dass der amtierende Direktor der Aktiengesellschaft Independența S. A. ihn nicht nur empfangen, sondern ihn auch in seinem Privatwagen durch das Gelände der früheren Independența-Werke geführt hat. Nach dem Wehrdienst studierte Harry H. Binder Physik und Chemie in Klausenburg und wurde Nuklearphysiker, arbeitete bis zu seiner Auswanderung 1971 u. a. im Chemiekombinat in Turnu Măgurele. In Deutschland arbeitete er bei Siemens im bereich Reaktortechnik, forschte an der Universität Darmstadt im Bereich Schwerjonen, war an Erfahrungsaustausch in Sachen Nuklearforschung in der Sowjetunion, den USA, Japan und Südafrika beteiligt, hat u. a. die Protonentherapie mit- und weiterentwickelt. Der Besuch in Hermannstadt habe ihn glücklich gemacht und er sagte der HZ: Mit 100 komme ich noch einmal her”. „Es war uns eine Ehre, Sie zu empfangen, wir danken Ihnen für den Besuch und erwarten Sie auch ein nächstes Mal”, schrieb Generaldirektor Ion Stăneci von Independența S.A. Beatrice UNGAR

Ein großer Name

Gedankenwelt und wegweisende Errungenschaften von Dr. Carl Wolff (1849-1929)

Ausgabe Nr. 2866

Aug in Auge. Ortrun Rhein, die Leiterin des „Dr. Carl-Wolff”-Altenheims, vor der Büste des Namensgebers, einem Werk von Kurtfritz Handel aus dem Jahr 1994.                                                                       Foto: Klaus PHILIPPI

Fällt auch Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, beim Namen Dr. Carl Wolff zunächst das Altenheim am linken Ufer des Zibins in Hermannstadt ein? In den dreißig Jahren seines Bestehens hat sich dieses Haus einen Namen erworben, der für soziale Dienste auf hohem Niveau, für vorbildliche diakonische Tätigkeit und freundliche Pflege älterer oder kranker Mitmenschen steht.

Der Namensgeber des Hauses hat heuer ein Jubiläum, denn Carl (Karl) Wolff erblickte am 11. Oktober 1849, also vor 175 Jahren, in Schässburg das Licht der Welt. Aus diesem Anlass veranstaltet der Trägerverein des „Dr. Carl Wolff-Altenheims” gemeinsam mit der Carl-Wolff-Gesellschaft mit Sitz in München vom 11. bis zum 13. Oktober ein Festwochenende.Weiterlesen

Erbe und Familiensammlungen

Ausgabe Nr. 2866

Die Ausstellung „Erbe und Familiensammlungen: Eine visuelle Geschichte der Deutschen in Rumänien“ wurde am Freitag, dem 17. Mai, im Forumsgebäude in Hermannstadt eröffnet. Auf 30 zweisprachigen Tafeln (deutsch und rumänisch) wird der Alltag der deutschen Minderheit in Rumänien, von Schule über Feste bis zu Freizeitaktivitäten vergegenwärtigt. Die Fotos stammen aus Familiensammlungen und bebildern das bewegte Leben im 20. Jahrhundert. Die Ausstellung ist das Ergebnis der beiden Projekte „Saxonica“ und „Banatica“, die zwischen 2016-2022 in Siebenbürgen und dem Banat durchgeführt wurden. Ziel war es laut Historiker und Kurator Dr. Corneliu Pintilescu, den Alltag der Siebenbürger Sachsen und Banater Deutschen im 20. Jahrhundert zu dokumentieren. Alte Familienfotos wurden gescannt, Interviews wurden geführt, das Resultat sind zwei Ausstellungen: eine über die Siebenbürger Sachsen und eine über die Banater Deutschen. Die Ausstellung, die in Hermannstadt bis zum 16. Juni (Mo.-Fr., 10-17 Uhr) besucht werden kann, ist eine Auswahl aller Fotografien und ist in mehrere Kapitel gegliedert wie z. B.: die Kindheit, religiöses Leben, Familienalltag, die Traditionen der Gemeinschaft, die Weltkriege und die Deportation in die Sowjetunion, die Schule und die berufliche Tätigkeit. Zusammengestellt und organisiert wurde die Ausstellung innerhalb eines Workshops, an dem Geschichte-Studierende aus Temeswar, Klausenburg und Bukarest unter der Leitung von Dr. Pintilescu teilgenommen haben. Die Ausstellung ist eine Partnerschaftsveranstaltung des Siebenbürgenforums, der Evangelischen Akademie Siebenbürgen und der Vereine „Istoria din Casă-n Casă“ und „eKult“ und wird finanziell vom Departement für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung, vom Bundesland Kärnten und dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU-München gefördert.                                          

Foto: Cynthia PINTER

Auf den Spuren eines berühmten Mediaschers

Veranstaltungen zum 175. Todestag von Stephan Ludwig Roth (1796-1849)

Ausgabe Nr. 2865

Kranzniederlegung an der Stephan-Ludwig-Roth-Büste von Kurtfritz Handel vor dem Gymnasium, welches heute den Namen Roth-Oberth trägt.                                                                                      Foto: Presseamt der Stadt Mediasch

Das Demokratische Forum der Deutschen in Mediasch organisierte in Zusammenarbeit mit dem Roth-Oberth-Gymnasium Mediasch, dem Evangelischen Stadtpfarramt A. B. Mediasch, dem Evangelischen Bezirkskonsistorium A. B. Mediasch, dem Bürgermeisteramt des Munizipiums Mediasch und dem Philatelistenverein Mediasch eine Reihe von Veranstaltungen unter dem Titel „Auf den Spuren Stephan Ludwig Roths”. Sie waren dem 175. Todestag dieser bedeutenden siebenbürgisch-sächsischen Persönlichkeit gewidmet. Finanziell wurde das Projekt durch das Departement für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung und die Firmen Pan Mitea aus Elisabethstadt/Dumbrăveni und Turist în Transilvania aus Mediasch gefördert.Weiterlesen

Die Kunst der Archäologie

Ausgabe Nr. 2863

Unter dem Titel „Arta arheologiei“ (Die Kunst der Archäologie) wurde am Freitag eine Ausstellung eröffnet, die Malereien, Grafiken und Fotografien von der archäologischen Ausgrabungsstätte der römisch-byzantinischen Burg in Capidava sowie deren Umgebung, zeigt. 35 Aquarelle von Dr. Adrian Stoia, 10 Grafiken von Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter und ca. 20 Fotografien von Dr. Claudia Urduzia und Dr. Răzvan Pop zieren die Wände des Foyers der Astra-Bibliothek. „Wir sind hier unter Freunden. Die meisten hier waren mindestens einmal in Capidava oder haben an der archäologischen Forschung teilgenommen“, sagte Bibliotheksleiter Răzvan Pop – der selbst auch öfters in Capidava Hand angelegt hat – bei der Vernissage. Anlass der Ausstellung sei allerdings der 100. Jahrestag seit Beginn der archäologischen Ausgrabungen in Capidava. Fast von Anfang an waren auch Archäologen aus Hermannstadt von der Geschichteabteilung der Lucian Blaga-Universität an dieser Ausgrabung beteiligt und haben jährlich ihre Studenten das Praktikum dort absolvieren lassen. Es handelt sich um Radu Florescu, Sultana Avram, Costin Miron, Zeno-Karl Pinter und Marian Țiplic, die als Praktikumskoordinatoren aus Hermannstadt dabei waren. Florin Viorel, der Leiter der Hermannstädter Filiale des Rumänischen Künstlerverbands (UAP) sagte: „Es ist eine sehr schöne Kombination aus drei verschiedenen Techniken: das Aquarell – die Königin der Malerei, die Grafik – ein hartes expressionistisches Zittern, das die Aquarelle stört, und dann die Fotografie, die den Moment einfängt.“ Die Ausstellung ist bis zum 19. Mai in der Astra-Bibliothek zu sehen, danach wird sie im Touristeninformationszentrum in Capidava und später in der Ovidius-Universität in Constanța gezeigt werden.                                           Foto: Cynthia PINTER

 

Frauenpower wiederentdecken

Porträtgalerie mit Vorgängerinnen im Teutschhaus

Ausgabe Nr. 2860

Jahrgang 1923/24 der Kindergärtnerinnenbildungsanstalt (KBA) in Kronstadt, mit Leiterin Adele Zay (Mitte, 2. v. r.).
Foto: Studio „Hermes“ Kronstadt, 1924, privat.

Am 22. Mai 1884, vor 140 Jahren, wurde in der (Vorgänger-) Johanniskirche in Hermannstadt der „Allgemeine Frauenverein der evangelischen Landeskirche in Siebenbürgen“ feierlich gegründet. In der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Vereins im Jahre 1934 lesen wir, was die Mitglieder des Vereins bis dahin bereits geleistet hatten. Dabei treten einige Namen besonders hervor, Namen, die wir Heutigen leider kaum kennen.Weiterlesen

,,Achtung, kann in Abhängigkeit führen”

Die ungarische Firma Arcanum digitalisiert Zeitungsarchive und stellte sich vor

Ausgabe Nr. 2859

Előd Biszak, Gastgeber Răzvan Pop und Sándor Biszak bei der Vorstellung zum Thema Digitalisierung (v. l. n. r.).                                 Foto: Werner FINK

Die Astra-Bibliothek hat vor kurzem zusammen mit der Firma Arcanum aus Ungarn zwei Treffen zum Thema Digitalisierung veranstaltet. Das Familienunternehmen Arcanum wurde 1989 von Sándor Biszak ins Leben gerufen und verfügt gegenwärtig über 60 Millionen digitalisierte Seiten. 2013 wurde damit begonnen, Zeitungsarchive zu digitalisieren, wobei auch das Archiv der Hermannstädter Zeitung angefangen von 1968 bis 2018 seit kurzem auch zur Datenbank der Firma Arcanum gehört und unter www.arcanum.com abgerufen werden kann. Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, in den Datenbanken von Arcanum auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz nach Informationen zu suchen. Zu Werdegang und Zielen der Firma führte HZ-Redakteur Werner F i n k folgendes Interview mit den beiden Geschäftsführern Sándor Biszak und dessen Sohn Előd Biszak:Weiterlesen

Samenmesse und Soldischbastei

Die Soldischbastei in Hermannstadt wird bald für Besucher geöffnet

Ausgabe Nr. 2858

Wer am vergangenen Samstag nicht früh genug den Weg zur Soldischbastei eingeschlagen hatte, kam bei der ersten Samenmesse des ASTRA-Museums an diesem Ort zu kurz.                                    Foto: Cynthia PINTER

Großer Andrang herrschte am Samstagmorgen neben der Soldischbastei, wo Hobbygärtner kostenlos Samen und Setzlinge erhalten konnten. „Semințe cu suflet“ (Samen mit Herz) hieß die Veranstaltung, bei der Landwirte aus ganz Rumänien Samen aus ihrem Garten verschenkten, um die alten Gemüse-, Blumen- und Kräutersorten unter die Leute zu bringen. Vor allem Tomatensamen von heimischen Tomatensorten waren sehr begehrt. Kräuter wie Dill und Petersilie aber auch Blumen wie Zinnien, Tagetes oder die Gemeine Nachtkerze wurden gern mit nach Hause genommen. Weiterlesen

Ein wahres Informationsjuwel

Ausgabe Nr. 2855

Wanderausstellung zu Samuel von Brukenthal kurzfristig in Wien

An dem Maria-Theresien-Denkmal auf dem Maria-Theresien-Platz in Wien, zwischen Kunsthistorischem und Naturhistorischem Museum, arbeitete Kaspar von Zumbusch 13 Jahre (Modell 1874, Vollendung 1887, enthüllt am 13. Mai 1888, dem Geburtstag der Herrscherin). Auf der historischen Wissensplattform der Stadt Wien „Wien Geschichte Wiki“ ist zu lesen: „In den Bogenfeldern 16 Hochreliefs verdienter Persönlichkeiten: Bartenstein, Starhemberg, Marcy, Lacy, Hadik, Nádasdy, Eckhel, Prayberg, Christoph Willibald Gluck, Haydn, Mozart, Grassalkovics, Brückenthal, Rieppen, Martini und Sonnenfels.” https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Maria-Theresien-Denkmal. Unser Bild: In dem Bogenfenster mit dem Thema Verwaltung ist Samuel von Brukenthal als zweiter von links dargestellt, ebenda zu sehen sind Anton Graf Grassalkowich (Ürmény 1694 – Gödöllő 1771), Paul Joseph von Riegger (Freiburg im Breisgau 1705 – Wien 1775), Joseph Freiherr von Sonnenfels (Nikolsburg/Mikulov 1732/33 – Wien 1817) und Karl Anton von Martini, Freiherr zu Wasserberg (Revò 1726 – Wien 1800). Foto: Ingrid WEISS

„Kein anderer siebenbürgisch-sächsischer Politiker oder Staatsmann sollte für sein Volk die Bedeutung erreichen, die jener des Gouverneurs Baron Samuel von Brukenthal nahegekommen wäre.“ Mit diesen gewichtigen Worten eröffnete am Abend des 19. Februar d. J. der Obmann des Vereins der Siebenbürger Sachsen in Wien und Kenner der Materie, Medizinalrat Dr. Thomas Ziegler die Wanderausstellung „Samuel von Brukenthal – ein früher Europäer“, die vom Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam (www.kulturforum.de) aus Anlass des 300. Geburtstags 2021 des Barons von Brukenthal mit Partnern gestaltet worden war. Als Ort der Veranstaltung fungierte das Haus der Heimat in Wien-Landstraße. Ziegler setzte mit einem Abriss der steilen Karriere Brukenthals fort.

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Mehr geboten als geplant

Ausgabe Nr. 2854

Kleinkomloscher gewann die Worschtkoschtprob 2024

Die 50 Wurstproben stellten nicht nur für die Jury eine große Herausforderung dar, sondern auch für die rund 400 Anwesenden, die mit dem Probieren warten mussten, bis die Jury ihre Entscheidung gefällt hat. Foto: Laura MICU

Die Worschtkoschtprob, der von der Banater Zeitung seit 30 Jahren wieder veranstaltete Wettbewerb der Wurstverkostung hat in diesem Jahr am 22. Februar in Lowrin stattgefunden und verzeichnete, laut Organisatoren, gleich zwei Rekorde. Erstens gab es 50 Wurstproben, über die die Jury entscheiden musste und zweitens beteiligten sich zahlreiche ausgewanderte Banater Schwaben am Wettbewerb, die sich speziell für das Ereignis in Deutschland hatten beurlauben lassen. Laut Jury hat der aus Deutschland angereiste gebürtige Kleinkomloscher Christof Siller die beste Wurst für die Worschtkoschtprob 2024 hergestellt.Weiterlesen