,,Ein bedeutsamer Meilenstein“

145 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien

Ausgabe Nr. 2902

Gruppenbild mit einigen der Ehrengäste (v. l. n. r.): Titus Corlățean, Energieminister Sebastian Burduja, Außenminister Emil Hurezeanu, Präsidialberaterin Luminița Odobescu, Vizepremierminister Cătălin Predoiu, Premierminister Marcel Ciolacu, Dr. Peer Gebauer. Foto: Deutsche Botschaft Bukarest

Deutschland und Rumänien feierten am 20. Februar das 145-jährige Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Am 20. Februar 1880 waren zwischen beiden Ländern – damals Königreich Rumänien bzw. Deutsches Kaiserreich – offiziell diplomatische Beziehungen aufgenommen worden. Kurz darauf wurde die Deutsche Botschaft in Bukarest eröffnet.Weiterlesen→

Modell der Wehrkirche aus Klosdorf/Cloașterf

Ausgabe Nr. 2902

Ein selbst hergestelltes Modell der Wehrkirche aus Klosdorf/Cloașterf hat der Heltauer Reiseleiter Ciprian Muntean vor kurzem dem Museum der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien geschenkt. Der Hermannstädter Zeitung berichtete er Folgendes: „Ich habe diese Kirche ausgewählt, weil sie repräsentativ für die Befestigungsanlagen des 16. Jahrhunderts ist, als einheitliches Ganzes errichtet wurde und bis heute sehr gut erhalten ist. Für das Modell verwendete ich Fotos, die ich vor Ort gemacht habe, sowie Pläne, die ich in Büchern und im Internet gefunden habe. Es basiert auf einer Holzkonstruktion, die ich mit Pappe beklebt, mit Spachtelmasse überzogen und bemalt habe, um den Eindruck von Verputz zu erwecken oder andere Details getreuer darzustellen. Es stellt die Wehrkirche in Klosdorf am Ende des 16. Jahrhunderts dar, eine Idealvariante, deren genaues Aussehen zu jener Zeit nicht bekannt ist, da Teile der Mauer und des Turmes verändert wurden. Um genügend Details zu zeigen, baute ich es im Maßstab 1:100. Dies ist mein fünftes Modell, zuvor habe ich drei Modelle aus drei verschiedenen Epochen der Kirchenburg Heltau angefertigt, die sich in der dortigen evangelischen Kirche befinden, und ein Modell der Wehrkirche Wolkendorf im 17. Jahrhundert dar und befindet sich in der letztgenannten Kirche.”                                                    

Foto: Bogdan MUNTEAN

32 Arten Wurst

Worschtkoschtprob der Banater Zeitung in Hatzfeld

Ausgabe Nr. 2902

Zwei Jurymitglieder bei der Arbeit.                                           Foto: Laura MICU

32 Wurstarten musste die Jury bei der Worschtkoschtprob, dem Jahresfest der Banater Zeitung, bewerten. Die gut besuchte Wurstkostprobe fand am 20. Februar in der Temescher Kleinstadt Hatzfeld/Jimbolia statt, im Kulturhaus.Weiterlesen→

Aller guten Dinge…

Silberner Bär für Jude

Ausgabe Nr. 2902

Radu Jude mit dem Silbernen Bären.
Foto: Alexander JANETZKO/Berlinale 2025

Als „Achtungserfolg für den luxemburgischen Film” bezeichnete das Luxemburger Tageblatt die erneute Preiskrönung des Regisseurs Radu Jude bei den diesjährigen 75. Filmfestspielen in Berlin. Jude hat mit seinem neuesten Film, „Kontinental ’25“, bei der Gala am 22. Februar den Silbernen Bären für das beste Drehbuch erhalten. Bei dem Film handelt es sich um eine Koproduktion RT Features (Brasilien), Bord Cadre films (Schweiz), Sovereign Films (Großbritannien) und Paul Thiltges Distributions (Luxemburg). Weiterlesen→

Wehmütige Erinnerungen an meine beste Zeit anno 1956

Ausgabe Nr. 2902

Peter Biro, 1956 in Großwardein geboren, wanderte 1969 mit den Eltern nach Deutschland aus, wurde Arzt und zog 1987 in die Schweiz um. Seit Ende 2021 ist er in Pension, nachdem er 34 Jahre an der Universitätsklinik in Zürich gearbeitet hat. Seitheer schreibt er für verschiedene Publikationen und seine Texte sind schon ins Ungarische und ins Rumänische übersetzt worden. Seine Kindheitserinnerungen veröffentlichte er unter dem Titel „Vom Taumeln zwischen den Kulturen. Eine Kindheit in Transsylvanien” (Werd & Weber Verlag)

An einem regnerischen Septembernachmittag begann der ganze Schlamassel. Eine monströse Vorrichtung – Forceps genannt – packte mich am Schädel und zerrte mich rücksichtslos aus meinem gemütlich temperierten Refugium „ans Licht der Welt“, wie diese ungehobelten Stümper es nennen. Licht der Welt, pah! Rohe Gewalt war das, nichts weiter.

Liebe Mitgeborenen, mitleidende Geburtsopfer, hier präsentiere ich euch, wie allgemein erwartet, meine Autobiografie. Doch lasst mich eins von vornherein klarstellen: Ich widme mich nur der einzig erwähnenswerten Periode – der Zeit vor dem „Zugriff“. Alles danach? Ach, vergessen wir’s lieber. Aber diese paar Monate davor, das war pure Glückseligkeit: mit Vollpension im Wellnessbereich rund um die Uhr versorgt und verwöhnt zu werden – ein Paradies, wie es schöner nicht sein konnte.Weiterlesen→

Von grundlegender Bedeutung

7. Band der ,,Quellen zur Geschichte der Stadt Hermannstadt“

Ausgabe Nr. 2902

Bei der Buchvorstellung sprachen (v. l. n. r.): Dr. Paul-Jürgen Porr, Prof. Dr. Rudolf Gräf, Mária Pakucs-Willcocks, Thomas Șindilariu, Prof. Dr. Reinhard Johler und Benjamin Józsa.                                     Foto: Laura MICU

„Was ist das?” habe er ihn gefragt, als Unterstaatssekretär und Historiker Thomas Șindilariu mit dem Vorschlag an ihn herangetreten sei, ein Buch mit dem Titel „Zwanzigstrechnungen aus dem Archiv der Stadt Hermannstadt, 1536-1623” herauszugeben, sagte der Geschäftsführer des Honterus Verlags Benjamin Józsa bei der von ihm moderierten Vorstellung dieses Buches am Mittwoch der Vorwoche im Spiegelsaal des DFDH im Beisein der Autorin Mária Pakucs-Willcocks und einiger Ehrengäste. Șindilariu habe damals knapp geantwortet: „Du wirst sehen, es ist gut.” Weiterlesen→

Baritonstimme und Orgelklang

Ein Konzert der Extraklasse in der Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2902

Ein begeisterndes musikalisches Trio (v. l. n. r.): Jürg Leutert, Brita Falch-Leutert und Raphaël Hardmeyer.                                   Foto: Beatrice UNGAR

Ein Konzert der Extraklasse fand im Rahmen der Samstagmusik am 22. Februar in der evangelischen Stadtpfarrkirche statt. Der Schweizer Bariton Raphaël Hardmeyer brachte gemeinsam mit Musikwart Jürg Leutert und Stadtkantorin Brita Falch-Leutert Werke zweier Schweizer Komponisten zu Gehör.Weiterlesen→

Erster richtiger Schneefall

Ausgabe Nr. 2901

Montag und Dienstag gab es auch in Hermannstadt endlich richtig Schnee. In anderen Landesteilen sorgte der späte Wintereinbruch für Verkehrschaos. Unser Bild: Das ist die Kanonen-Atrappe vor dem Thaliasaal in der Harteneckgasse und keine Schneekanone…                                      

Foto: Cynthia PINTER

,,Hermannstadt hat uns gefunden“

Zwei Schweizer beim Marienball des Hermannstädter Forums 2025

Ausgabe Nr. 2901

Die Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums (Leitung: Sebastian Arion) zeigte siebenbürgisch-sächsische Volkstänze und erntete begeisterten Applaus.                                                                                     Foto: Laura MICU

Die Whatsapp-Einladung von unseren Freunden kam unverhofft und überraschend: „Kommt mit uns zum Marienball des DFDH im Neppendorfer Gemeindesaal. Freitag, den 14. Februar. Treffpunkt: 18 Uhr beim Taxistand im Zentrum.” Wir sagten zu, zum Glück! Seit 10 Jahren reisen ich und meine Frau regelmäßig nach Hermannstadt, seit 5 Jahren haben wir eine kleine Wohnung zur Dauermiete. Hermannstadt ist mittlerweile unsere zweite Heimat, eine Wahlheimat. Meine Frau sagt immer: „Wir haben Hermannstadt nicht gesucht, sondern Hermannstadt hat uns gefunden”. Und mit Hermannstadt meine ich ganz Siebenbürgen. Weiterlesen→

Objektiv, zuverlässig, nüchtern

Hannelore Baier erhält Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreis 2025

Ausgabe Nr. 2901

Hannelore Baier wurde beim Sachsentreffen in Meschen 2022 mit der Honterus-Medaille ausgezeichnet.
Foto: Cynthia PINTER

 

Der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis, die höchste von den Siebenbürger Sachsen vergebene Ehrung für wissenschaftliche und künstlerische Leistungen, wurde für das Jahr 2025 der Journalistin und Historikerin Hannelore Baier zuerkannt. Der Preis wird vom Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und vom Bundesverband der Siebenbürger Sachsen in Österreich gemeinsam verliehen. Weiterlesen→

Heute noch im aktiven Liedschatz

Das siebenbürgisch-sächsische Volkslied ,,Et såß e klie wäld Vijjeltchen“

Ausgabe Nr. 2901

Angelika Meltzer/Rosemarie Chrestels (Hrsg.): E Liedchen hälft ängden. Alte und neue Lieder aus Siebenbürgen. Verlag Haus der Heimat e. V. Nürnberg 2017, 2018, 2020, 371 Seiten, ISBN 978-3-00-058197-7. 21 Euro/99 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

„Et såß e klie wäld Vijjeltchen“ ist eines der ältesten „echten“ siebenbürgisch-sächsischen Volkslieder, das in ganz Siebenbürgen verbreitet war und auch heute noch im aktiven Liedschatz lebt.

Friedrich Wilhelm Schuster (1824–1914) veröffentlichte Text und Melodie erstmals 1865 in seiner Sammlung „Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder, Sprichwörter, Rätsel, Zauberformeln und Kinderdichtungen“ aus mündlichen Mühlbacher und Petersdorfer Überlieferungen sowie eine zweistrophige Fassung aus Weißkirch bei Bistritz. Gottlieb Brandsch (1872–1959) fügte ihnen noch zwei weitere Fassungen aus dem Nösnerland (Schönbirk, Petersorf) bei und veröffentlichte alle in seiner Ausgabe der mundartlichen Volkslieder von 1931.Weiterlesen→

Spendenübergabe

Ausgabe Nr. 2901

Die Sprecherinnen und Sprecher der insgesamt 32 Klassen des Hermannstädter Samuel von Brukenthal-Gymnasiums übergaben am Mittwoch in Begleitung von Schulleiterin Monika Hay und deren Stellvertreterin Delilah Florea den Erlös des Weihnachtsbasars 2024, der für das Kinderhospiz des Dr. Carl Wolff-Vereins bestimmt war. Insgesamt 30.000 Lei sammelten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-12 für diesen guten Zweck. Nachdem Heimleiterin Ortrun Rhein den Gästen von der Tätigkeit im Kinderhospiz berichtet hatte, stellten sich alle zum Gruppenbild im Hof des Dr. Carl Wolff-Altenheims auf.    

Foto: Beatrice UNGAR

Ein Lexikon des Leidens

,,Das Tagebuch der 66“ über den Brand im Bukarester Club ,,Colectiv“

Ausgabe Nr. 2901

Alexandra Furnea: Das Tagebuch der 66 – Die Nacht, in der ich brannte, Aus dem Rumänischen von Peter Groth, Dittrich Verlag 2024, 340 Seiten. ISBN 978-3-910732-31-5.

Dieses Jahr jährt sich der Brand vom Club „Colectiv“ in Bukarest, bei dem 65 junge Menschen ihr Leben verloren haben, zum zehnten Mal. Die Tragödie ereignete sich am Abend des 30. Oktober 2015, als 27 Menschen an Ort und Stelle und die übrigen später in Krankenhäusern an Verbrennungen und Komplikationen starben. Weitere 150 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen blieben für ihr Leben gezeichnet. Alexandra Furnea, eine der Überlebenden, hat im Jahr 2022 das Buch „Jurnalul lui 66: Noaptea în care am ars“ (Humanitas-Verlag Bukarest) veröffentlicht. Ihr Buch, ein offenes Zeugnis der Trauer und des Kampfes mit dem Trauma, wurde letztes Jahr ins Deutsche von Peter Groth übersetzt und auf der Frankfurter Buchmesse unter dem Titel „Das Tagebuch der 66.- Die Nacht, in der ich brannte“ (Dittrich Verlag) vorgestellt.Weiterlesen→