Hindernisparcours der Extraklasse

21. Auflage des Red Bull Romaniacs hat am Dienstag begonnen

Ausgabe Nr. 2875

Beim Prolog am Dienstagnachmittag fuhren die Rider den von Andy Fazekas ausgedachten Hindernisparcours, sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer.
Foto: Cynthia PINTER

Jonny ist zurück. Jonny Walker, der zweifache Champion der wohl härtesten Enduro Rallye der Welt „Red Bull Romaniacs“ hat die beste Zeit am ersten Renntag, dem Prolog, gefahren und sauste vor Alfredo Gómez Cantero und Manuel Lettenbichler ins Ziel. Weiterlesen

,,Mit Pflanzen ist es wie mit Menschen”

Zum Gedenken an die Hermannstädter Biologielehrerin Marga Grau (1932-2024)

Ausgabe Nr. 2875

2017: Marga Grau freute sich im eigenen Garten, dass der Sonnenhut schön blüht.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die Hermannstädter Biologielehrerin Marga Grau ist am 18. Juli, kurz vor ihrem 92. Geburtstag, im Dr. Carl-Wolff-Altenheim verstorben. Sie möge in Frieden ruhen.

Viele GrundschullehrerInnen und Päda-AbsolventInnen erinnern sich auch Jahrzehnte später an die Ausflüge in der Schulzeit mit der Biolehrerin Marga Grau. Alina erinnert sich an das Biolabor und besonders an den ausgestopften Storch, Andreea an die Praktikumsstunden, als Marga Grau aus der hintersten Ecke der Klasse rief: „Der Wolf hat scharfe Zähne, Kinder” und dabei die Zähne fletschte, Delia weiß noch ganz genau, dass sie auch noch im Rentenalter wie ein Teenie Fahrrad fuhr und Cosmina – die übrigens jeder Schülergeneration über den Garten der Biolehrerin erzählt, weil sie so schön erklären konnte – erinnert sich an den kurzen Ausflug im Erlenpark um sechs Uhr morgens, als sie das Zwitschern der Vögel erkennen lernten und wie viel dabei gelacht wurde. Lesen Sie im Folgenden das Interview, das HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u mit Marga Grau 2017 geführt hat (Hermannstädter Zeitung Nr. 2540 / 4. August 2017).Weiterlesen

Zwischen Mythos und Realität

Ein Tagesausflug zur Törzburg, dem ,,Dracula Schloss“ in Bran
Ausgabe Nr. 2875

Auf einem Felsen erbaut: An der alten Handelsstraße, die aus dem Südwesten des Burzenlandes zwischen dem Königstein/Piatra Craiului und dem Butschetsch/Bucegi nach Südrumänien führte, erhebt sich auf einem ins Tal des Turcul-Baches vorspringenden Felsen die Törzburg/Bran/Törcsvár, die heute ein Museum beherbergt. Die Straße durch den Törzburger Paß war im Mittelalter und bis ins 18. Jahrhundert der wichtigste Handelsweg zwischen Südrumänien und Siebenbürgen.                                                                            Foto: Finya LUSTINA

Die Törzburg, das Schloss Bran, auch bekannt als „Dracula Schloss“ zieht jedes Jahr Tausende von Touristen an. Diese mittelalterliche Festung liegt an einer Passstraße zwischen Siebenbürgen und Südrumänien. In einer Urkunde aus 1377 bestätigt König Ludwig I. den Siebenbürger Sachsen des Kronstädter Stuhls Privilegien im Zusammenhang mit dem Bau einer Burg auf dem Dietrichstein – „in lapide Tydrici“. In den folgenden Jahren wird die Burg gebaut und daneben ein Zollamt. Heutzutage ist das Schloss ein beliebtes Ausflugsziel und wird oft als Inspiration für Bram Stokers berühmten Vampirroman von 1897 betrachtet, was einen Großteil der Touristen anzieht.Weiterlesen

Lasst die Spiele beginnen

Vorschau auf die Olympischen Sommerspiele 2024

Ausgabe Nr. 2875

Heute, Freitag, den 26. Juli, um 18 Uhr, ist es soweit: Der finale Fackelträger entzündet das Olympische Feuer und lässt die Olympischen Sommerspiele beginnen. Diese finden zum dritten Mal nach 1900 und 1924 in der französischen Hauptstadt Paris statt. Bis zum 11. August wollen 10.500 Athleten aus 206 Nationen das Gold nach Hause holen. Dabei kommt knapp die Hälfte der Teilnehmer aus Europa. Darunter 107 rumänische und 447 deutsche Athleten. Russland und Belarus sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Um den sportlichen Wettkampf nicht zu stark zu verzerren, sind Russen und Belarussen jedoch als neutrale Athleten zugelassen.Weiterlesen

Kunsthandwerk im Fokus

Landesphase der Schülerolympiade im Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2875

Aus dem Kreis Suceava in der Bukowina angereist waren Kinder, die das Kunsthandwerk des Eierbemalens ganz gut beherrschten.

Die Landesphase der Schülerolympiade „Traditionelles Kunsthandwerk“ fand dieses Jahr erneut vom 18. bis 21. Juli im ASTRA-Freilichtmuseum statt. Bei diesem besonderen Ereignis versammelten sich etwa 230 Teilnehmende, darunter Schüler, Lehrer, Spezialisten, Kulturfördernde und Künstler aus dem ganzen Land sowie aus Bulgarien, der Republik Moldova und Mexiko. Weiterlesen

Der moderne Rechtsanwalt

Wer war und wo wohnte Johann Karl Albrich (1788-1839)?

Ausgabe Nr. 2875

Das Albrichische Haus steht in der Wiesengasse zwischen dem Haus Nr. 25 und dem Haus Nr. 27. Der Eingang erfolgt aus der Harteneckgasse.
Foto: Beatrice UNGAR

Zwischen dem 22. bis 26. August 1912 fanden in Mediasch Vereinstage statt, für die die Stadt zur Erweiterung des städtischen Saales „Zur goldenen Traube“ eine Festhalle angebaut hatte. Hier tagten in jenen Tagen nacheinander Mediascher und Schelker Volksschullehrer, der Mediascher Musikverein, der Sebastian-Hann-Verein, der Siebenbürgische Ärzteverein bei Eröffnung für die Tagungsdauer einer hygienischen Ausstellung, der Frauenverein, der Siebenbürgische Karpathenverein und der Gustav-Adolf-Verein. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen befand sich die 60. Hauptversammlung des Vereins für siebenbürgische Landeskunde mit seinen Sektionen für Geschichte sowie für Naturkunde. Dabei würdigte der Vereinsvorstand Bischof D. Friedrich Teutsch recht ausführlich die in letzter Zeit verstorbenen Ehren- sowie gewöhnlichen Mitglieder. In einem Fall begann der Bischof seine Würdigung sogar bei den Vorfahren des Verstorbenen. Da reihen wir uns ein.Weiterlesen

Evangelischsein in Kärnten

Besuch in Klagenfurt am Wörthersee

Ausgabe Nr. 2875

Die Gruppe mit Pfarrer Hans-Georg Junesch (links) Jugendreferentin Christine Grahl (rechts) vor dem Evangelischen Bethaus in Ferlach.

„Alt nivel de confidence“ – das ist Hermannstädter Jugendsprache und Johanna wollte in unserer Feedback-Runde damit in etwa sagen: „Die Menschen hier bringen einem viel Vertrauen entgegen.“ Johanna entstammt einer evangelischen Familie aus Hermannstadt und wurde im Mai konfirmiert. Zusammen mit ihren beiden Mitkonfirmanden Georg und Liviu nahm sie vom 25. Juni bis zum 3. Juli an der Besuchsreise teil, die zur Partnergemeinde nach Klagenfurt am Wörthersee führte, der evangelischen Johanneskirche. Es war eine kleine Reisegruppe, die letztendlich zustande kam, geleitet von Jugendreferentin Christine Grahl und Pfarrer Hans-Georg Junesch. Weiterlesen

Er genoss das Leben in Hermannstadt

Nachruf auf den Aachener Pädagogen Hubert Gronen
Ausgabe Nr. 2875

Hubert Gronen (rechts) mit Altbischof Christoph Klein bei dessen Buchvorstellung im Mai 2012 im Spiegelsaal des DFDH.                   Foto: Privat

Am 16. Juni 2024 verstarb der Pädagoge Hubert Gronen nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren. Der aus Aachen stammende Gronen war von 2005 bis 2013 in Hermannstadt als Fachberater für die ZfA (Zentralstelle für Auslandsschulwesen) tätig. Ihm oblag die Aufsicht über die damals noch zahlreichen aus Deutschland entsandten Gastlehrer und über die Durchführung der Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom (DSD I+II) an den in Siebenbürgen liegenden PASCH-Schulen (Schule: Partner der Zukunft, eine Initiative, die 2008 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen wurde mit dem Ziel, an den Partnerschulen Deutschunterricht einzuführen oder auszubauen).Weiterlesen

Eine moderne Aussteigergeschichte

Das neueste Buch des Banater Autors Anton Sterbling regt zum Nachdenken an

Ausgabe Nr. 2875

Anton Sterbling: Rückkehr aus dem Klimadelirium und die merkwürdige Begegnung mit Nikolaus Lenau in Wien, Pop Verlag Ludwigsburg 2024, 183 Seiten, ISBN 978-3863-5638-99, Preis: 77 Lei/15,50 €. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf und kann auch bestellt werden unter erasmus@buechercafe.ro

Es ist schon erstaunlich wie eine kleine Zahl rumäniendeutscher Autoren bis heute den literarischen Diskurs in Deutschland beeinflusst. Und das nicht erst seit Herta Müllers Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Literatur. Den guten Ruf hat die rumäniendeutsche Literatur auch Autoren wie Anton Sterbling zu verdanken, die sich unermüdlich an den großen Themen abarbeiten. Dahinter verbirgt sich vor allem die Auseinandersetzung mit der Diktaturgeschichte, die verschiedene zuweilen auch regional unterschiedliche Facetten hat. Stichworte sind hier die Deportationen in die Sowjetunion, in den Bărăgan oder die Verstrickungen von Künstlern mit der Securitate.Weiterlesen

Gemeindetreffen

Ausgabe Nr. 2875

Ihr erstes Gemeindetreffen feierten die Evangelischen aus dem Gemeindeverband Neppendorf der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien am Sonntag, den 21. Juli, in Reußdörfchen. Im Gottesdienst predigte Vikarin Marianne Hallmen, die musikalische Umrahmung gestalteten Erika Klemm und Schülerin Ileana Bichler. Hermine Jinga-Roth und ihr Team vom Kinderbauernhof bewirtete die Gäste aufs Köstlichste, zuletzt wurde gemeinsam gesungen. Unser Bild: Gruppenbild der Anwesenden vor der evangelischen Kirche.     Foto: Beatrice UNGAR