,,Es ist nicht alltäglich“

Nachlese zum Video-Projekt ,,Erzähle deine Schule“

Ausgabe Nr. 2900

Alexandru Sofonea.       Foto: Privat

Unter dem Motto „Marmor, Stein und Eisen bricht, / aber unsere Liebe nicht. / DaM, DaM, DaM, DaM“ fand am 14. Dezember 2024 im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt die Vorstellung der im Rahmen des Video-Projekts „Erzähle deine Schule“ entstandenen Filme statt. 10 DaM-Schulen bzw. deutsche Abteilungen aus ganz Rumänien nahmen daran teil. Das Projekt wurde von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (Fachberatung Bukarest) initiiert und aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland finanziell gefördert. Zu den Partnern gehörten das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt, das Generalkonsulat der Bunderepublik Deutschland in Rumänien und der Deutsche Wirtschaftsklub Siebenbürgen.Weiterlesen

Wege ins Exil und zurück

Géraldine Cario und ihre ,,Reise im Hell-Dunkel“

Ausgabe Nr. 2900

Géraldine Cario vor ihrer Wortwand.                           Foto: Beatrice UNGAR

Die Welt steht Kopf und die Buchstaben tun, was sie wollen. Das ist ein erster Eindruck beim Besichtigen der Sonderausstellung „Paris-Odessa: Eine Reise im Hell-Dunkel” der Künstlerin Géraldine Cario im Museum für Zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums in der Quergasse/Tribunei in Hermannstadt. Nach Bukarest und Temeswar ist es die dritte Station dieser eindrucksvollen Ausstellung. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2900

Klaus Johannis beim Großen Sachsentreffen 2024. Foto: Cynthia PINTER

Johannis legte Amt nieder

Bukarest. – Staatspräsident Klaus Johannis hat am Mittwoch sein Amt niedergelegt. Laut Verfassung wird der Senatschef, derzeit Ilie Bolojan, das Amt bis zu der Vereidigung des neuen Staatspräsidenten ad interim bekleiden. Dafür muss Bolojan allerdings sein Amt als Vorsitzender der Nationalliberalen Partei abgeben. Mit seinem Rücktritt, übrigens der erste aus diesem Amt in Rumänien, kam Klaus Johannis der Abstimmung über ein Amtsenthebungsverfahren zuvor, die in dieser Woche im Rumänischen Parlament geplant war. Die Rechtstextremen von AUR, SOS und POT hatten zunächst zwei Versuche gestartet, dieses Verfahren zur Abstimmung zu bringen, die von dem zuständigen Ausschuss des Parlaments abgewiesen wurden, erst der dritte Anlauf, mit Unterstützung seitens der USR, gelang und das Verfahren kam auf die Tagesordnung.

Johannis erklärte u. a., er lege sein Amt nieder, um einer Krise vorzubeugen, schließlich würde angesichts der Tatsache, dass die Präsidentschaftswahlen schon geplant sind, niemand verstehen, warum man einen scheidenden Präsidenten dieser Prozedur unterziehen will.

Die Regierungskoalition hat die Präsidentschaftswahlen in Rumänien für den 4. und 18. Mai d. J. anberaumt. (BU)Weiterlesen

,,Wir haben die Heimat neu entdeckt”

Streiflichter von dem 18. Urzellauf in Agnetheln

Ausgabe Nr. 2899

Unter den Nachwuchsurzeln befanden sich auch viele Mädchen.

Auf dem Platz vor dem Bürgermeisteramt in Agnetheln ertönte deutsche Musik und die Menschen auf den Straßen schauten neugierig in die Richtung, woher der Lärm kam und ständig lauter wurde. Finstere zottelige Gestalten, mit furchterregenden Fratzen kamen die Straße herunter, indem sie mit Peitschenknall und Kuhglockengeläute den Winter und die bösen Geister vertrieben. Am letzten Sonntag im Januar war es in Agnetheln auch in diesem Jahr wieder soweit: es war wieder einmal Urzeltag. Es gab dieses Mal insgesamt 320 Paradeteilnehmer, davon 304 Urzeln.Weiterlesen

Neue Salvamont-Hütte geplant

Ausgabe Nr. 2899

Die Salvamont-Hütte am Bulea-See soll ausgebaut, modernisiert und neu ausgestattet werden und in der Nähe des Prejba-Gipfels im Lotrului-Gebirge soll eine neue Salvamont-Hütte gebaut werden. Das beschloss der Hermannstädter Kreisrat in seiner ordentlichen Sitzung am 30. Januar d. J.. Nach 1990 wäre es die dritte neu gebaute Hütte für den Hermannstaädter Bergrettungsdienst Salvamont, nachdem am 28. Oktober 2011 im Bulea-Kessel und am 1. Februar 2022 auf der Hohen Rinne jeweils eine neue Hütte für die Bergretter eröffnet worden war. Unser Bild: Die Hütte im Buleakessel trägt den Namen eines Salvamont-Gründers: Toma Boerescu.                                   Foto: Kreisrat Hermannstadt

Weil sie Deutsche waren

Russlanddeportation aus der Perspektive der Kindergeneration

Ausgabe Nr. 2899

Bei den ersten „Hermannstädter Gesprächen“ des Jahres dabei waren   (v. l. n. r.): Kilian Dörr, Hannelore Baier und Helga Pitters.
Foto: Cynthia PINTER

„Die Matratze hat meinem Vater das Leben gerettet“, erinnert sich die Hermannstädter Lehrerin i. R. Helga Pitters, über die Russlanddeportation ihres Vaters 1945. Unter dem Titel „Gedanken – Gedenken. 80 Jahre seit dem Beginn der Russlanddeportation aus der Perspektive der Kindergeneration“ fand am Mittwoch, dem 29. Januar im Rahmen der Reihe „Hermannstädter Gespräche“ die erste Podiumsdiskussion des Jahres im Spiegelsaal des Forums statt. Eingeladen waren Helga Pitters und Stadtpfarrer Kilian Dörr, deren Väter zum Wiederaufbau in die Sowjetunion deportiert wurden. Das lockere Gespräch wurde von der Journalistin und Historikerin Hannelore Baier moderiert. Organisatoren waren das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt und das Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart, durch die ifa-Kulturmanagerin Christiane Böhm.Weiterlesen

Welterkenntnis in Deutungsversuchen

Der Grafiker Stefan Orth und das Buch / Von Joachim WITTSTOCK

Ausgabe Nr. 2899

Stefan Orth vor dem Plakat der Ausstellung im Foyer der Astra-Bibliothek.
Foto: Enikő ORTH

Der Grafiker und Maler Stefan Orth wurde vor achtzig Jahren, am 3. Februar 1945, in Nagyszékely geboren, in einer Landgemeinde des ungarischen Komitats Tolna/Tolnau. Da sein Vater, ein reformiert-calvinistischer Geistlicher, zum Pfarrdienst in die Großwardeiner Gegend wechselte, besuchte Stefan zunächst in Episcopia Bihor die Elementarschule und dann in Großwardein/Oradea das Kunstlyzeum. Hierauf studierte er am Theologisch-Protestantischen Institut in Klausenburg/Cluj und an der Nicolae-Grigorescu-Kunstakademie in Bukarest, die er 1976 absolvierte.Weiterlesen

Nussknacker im Thaliasaal

Ausgabe Nr. 2899

Zwei Vorstellungen mit Tschaikowskis „Der Nussknacker” boten die Tänzerinnen und Tänzer des Hermannstädter Balletttheaters auf der Bühne des Thaliasaals im Rahmen der Lehrkonzerte der Hermannstädter Staatsphilharmonie. Heute, 7. Februar, jeweils 10 und 11.30 Uhr gibt es zwei weitere Vorstellungen. In den Hauptrollen sind Milei Lee (Klara), Lazaro Ortega (Nussknacker), Henrique Ferreira (Fritz) zu sehen. Für die Adaption der originalen Choreographie von Lew Iwanow zeichnet Valentin Barteș verantwortlich, für das Bühnenbild Alin Gavrilă und für die Kostüme Carmen Siminie.                Foto: Filarmonica de Stat Sibiu

 

,,Wir müssen Lösungen finden“

Pressekonferenz zur Bilanz 2024 im Astra-Museum

Ausgabe Nr. 2899

Museumsdirektor Ciprian Ștefan.                               Foto: Ruxandra STĂNESCU

„2024 war zum Teil ein sehr gutes Jahr für das Astra-Museum”, erklärte Museumsdirektor Ciprian Ștefan, „zum Teil war es im Trend der Stadt und des Landes” – denn die Anzahl der Touristen sei landesweit zurückgegangen. In einer Pressekonferenz zog der Direktor Bilanz und sprach auch über die Pläne für das laufende Jahr.Weiterlesen

Ringen nach Zeichen

Kunstdialog in der evangelischen Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2899

ifa-Kulturmanagerin Christiane Böhm bei der Werkbesprechung zwischen Peter Jacobis „Fufoaika” (links) und Lilian Theils „Deportation in die Sowjetunion im Januar 1945”.                                             Foto: Beatrice UNGAR

Die ifa-Kulturmanagerin Christiane Böhm setzte am 30. Januar und am 3. Februar in der Hermannstädter evangelischen Stadtpfarrkirche die Kunstwerke von Peter Jacobi („Fufaika”, 1973/77) und Lilian Theil („Deportation in die Sowjetunion im Januar 1945”, um 2005) in einen Dialog. Was die beiden Künstler selbst dazu äußern lesen Sie im Folgenden:Weiterlesen