Vierter Wettbewerb der siebenbürgisch-sächsischen Mundart in Michelsberg
Ausgabe Nr. 2590

Wie entsteht ein „Geflichsel“? Bei der vierten Auflage des siebenbürgisch-sächsischen Mundartwettbewerbs zeigte Juliane Henning (auf der Bank sitzend, mit Hut) auf dem Pfarrhof in Michelsberg, wie Stroh geflochten wurde. Im Zuge von Sanierungsarbeiten an einem Haus neben dem Silberbach fanden die Eigentümer auf dem Dachboden einen alten Holzkoffer voller eingeschwefelter Bündel Stroh (im Bild rechts unten).
Foto: Beatrice UNGAR
„Es gibt ein nützliches Ding, das wir zum Lesen brauchen, es ist die Brille. Wie heißt die Brille echt mundartlich?“ So lautete die erste Frage für die Teilnehmer der Kategorie bis 14 Jahre beim vierten internationalen Wettbewerb der siebenbürgisch-sächsischen Mundart, der am 11. August in Michelsberg stattgefunden hat. Die richtige Antwort lautete „ūjeschpäjel“ (Augenspiegel). Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Sigrid Haldenwang, die wie auch bei den ersten drei Auflagen die Fragen vorbereitet hatte, akzeptierte allerdings auch die als „städtisch“ eingeschätzte Variante „ūjeglǟss“ (Augenglas). Obwohl nur zwei Teilnehmer – Thomas Kattesch und Simon Tartler – in dieser Kategorie mitmachten und beide den zweiten Preis erhielten, war es spannend.Weiterlesen


















