,,Diese Tradition ist Identität“

Ausgabe Nr. 2955

In der Projektwoche zehn Jahre Deutsches Lyzeum in Mühlbach gefeiert

Die Grundschüler sangen unter der Leitung von Elena Sorina Petra und Violeta Bota die Hymne des Deutschen Lyzeums, die eigens für diese Gelegenheit von Elena Sorina Petra und Ioana Giurgiuman in Zusammenarbeit mit Robert Anghelescu komponiert wurde.
Fotos: Werner FINK

„10 Jahre Deutsches Lyzeum in Mühlbach” wurden zwischen dem 30. März und 3. April gefeiert, und zwar im Rahmen der Projektwoche „Școala altfel” (Schule anders), wobei es Ausstellungen, Workshops, siebenbürgisch-sächsische Tänze und Gastronomie sowie die Jubiläumsvorstellung gab. Am Mittwoch, dem 1. April, gab es ein Treffen mit den Freunden und Mitwirkenden, wo u. a. das neue Jahrbuch „Etwas Neues“ vorgestellt wurde. „Wir feiern 10 Jahre Bestehen des Deutschen Lyzeums Mühlbach – 10 Jahre Arbeit, Erfolge, erfüllte Träume und vor allem: 10 Jahre der Fortführung einer Tradition, die in Mühlbach nicht nur Geschichte, sondern Identität ist”, betonte Schuldirektorin Verona Maria Onofrei.

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Deutsch als Muttersprache

Ausgabe Nr. 2955

Sieben von 14: Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der Klassen VII-XII von fünf Schulen aus Hermannstadt (Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium, Schule Nr. 4, Schule Nr. 6, Pädagogisches Lyzeum und Charlotte Dietrich-Schule) haben in diesem Jahr an der Landesphase des Schülerwettbewerbs im Fach Deutsch als Muttersprache teilgenommen, die in Kronstadt im Johannes-Honterus-Gymnasium veranstaltet wurde. Sieben von ihnen brachten Preise bzw. Belobigungen nach Hause mit: Den ersten Preis gewann der Neuntklässler Filip-Christian Jumugă (Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium), je einen zweiten Preis die Zehntklässlerin Anda-Ioana Brodețchi (Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium) und der Elftklässler Tudor Simon Mahl (Charlotte Dietrich-Schule), Belobigungen erhielten die beiden Achtklässlerinnen Emma Bărbat und Anna Voinea bzw. die Elftklässlerin Celia Orlea und der Zwölftklässler Robert Leutschaft (alle vier vom Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium). Auch in diesem Jahr haben die Gewinner der ersten Preise je ein Jahresabonnement der HZ erhalten. Das sind: Amalia Neguț (VII. Klasse, Deutsche Schule IDEES, Bukarest), Selina Ariana Fanu (VIII. Klasse, Nikolaus-Lenau-Gymnasium, Temeswar), Filip-Cristian Jumugă, Lara Ioana Rotar (X. Klasse, Nikolaus-Lenau-Gymnasium), Maria Oberreiter (XI. Klasse, Johann Ettinger-Lyzeum, Sathmar) und Noah Nistorescu (XII. Klasse, Nikolaus-Lenau-Gymnasium). Ihre Aufsätze sind in der HZ in loser Folge zu lesen. Unser Bild: Gruppenbild der Hermannstädter nach der Preisverleihung im Festsaal des Andrei-Șaguna-Gymnasiums in Kronstadt. Foto: Privat

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2955

Ein Ford Mustang als Hingucker: Bei schönstem Sonnenschein konnten sich Oldtimer-Fans aller Altersklassen am Samstag auf dem Großen Ring so richtig sattsehen. Insgesamt 60 auf Hochglanz polierte Wagen präsentierten die Mitglieder der Hermannstädter Filiale des Retromobil Clubs. Der älteste war ein Ford aus dem Jahr 1932. Foto: Beatrice UNGAR

17 Flüge nach München gestrichen

Hermannstadt. – Die Entscheidung der Lufthansa-Gruppe, ab dem 18. April die 27 von Lufthansa CityLine betriebenen Flugzeuge endgültig aus dem Flugplan zu nehmen, betrifft auch die Verbindung Hermannstadt-München, die 17 Mal pro Woche bedient wurde. In einer Pressemitteilung erklärten die Vetreter der Fluggesellschaft, dass „in den kommenden Wochen geprüft wird, inwieweit der bisher von Lufthansa CityLine betriebene Flugplan von anderen Unternehmenseinheiten innerhalb der Gruppe übernommen oder angepasst werden kann“. Im Monat Mai soll das Flugangebot Hermannstadt–Wien, das von Austrian Airlines, einem Unternehmen der Lufthansa Group, bedient wird, erweitert werden. Somit wird die Flugfrequenz von 5 auf 7 Flüge pro Woche erhöht, mit Flugzeugen mit einer größeren Kapazität und zwei zusätzliche Flüge werden am Dienstag und am Samstag angeboten. Damit ist dem Publikum allerdings nicht gedient, denn Lufthansa betrieb den einzigen Direktflug aus Hermannstadt nach München mit den meisten Flügen pro Woche von allen Flugzielen. Lufthansa hat diese Maßnahmen ergriffen „wegen dem deutlichen Anstieg der Kerosinpreise – die sich im Vergleich zur Zeit vor dem Iran-Krieg verdoppelt haben – sowie der durch Arbeitskonflikte verursachten zusätzlichen Kosten”.

Vor Kurzem hatte auch Wizz Air gemeldet, dass es in den nächsten Monaten drei der sechs im Vorjahr aus Hermannstadt eingeführten Flugziele streichen will, nach Hamburg, Birmingham und Milano Bergamo. (RS)

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Geteilte Osterfreude in Stadt und Land

Ausgabe Nr. 2954

Kurzberichte zu Veranstaltungen an den beiden Osterwochenenden

Das Eierschippeln auf der Michelsberger Burg gehört am Ostermontag nicht nur für die evangelische Kirchengemeinde zu einem festen Termin im Jahr. Nach der Andacht in der romanischen Basilika, gehalten von den Pfarrern László Zorán Kézdi und Stefan Cosoroabă, machten alle begeistert mit. Foto: Beatrice UNGAR

„Eine einmalige Tradition” (O tradiție unică) titelte die Hermannstädter Tageszeitung Tribuna am 7. April den Bericht über das traditionelle Eierschippeln im Hof der evangelischen Kirche in Neppendorf am Ostermontag. Wahrscheinlich hatte jemand den Reporter auf die Schippe nehmen wollen, denn einmalig ist dieser Brauch mitnichten. In Michelsberg wurde auch geschippelt was das Zeug hielt, sogar Erwachsene machten mit. Dabei gingen fast alle hartgekochten bunt bemalten Eier zu Bruch, die auf die Burg gebracht worden waren. Im Folgenden gibt es mehrere Kurzberichte über das österliche Treiben in und um Hermannstadt:

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Arbeitsbesuch

Ausgabe Nr. 2954

Arbeitsbesuch des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Bernd Fabritius (Bildmitte), im Dr. Carl Wolff Heim in Hermannstadt: Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Michael Schmidt Stiftung, Dipl. Ing. Michael Horst Schmidt (links), konnten in einem Gespräch am 8. April mit der Leiterin dieser wichtigen Einrichtung der Altenpflege und der Kinder- und Erwachsenen- Hospizarbeit, Ortrun Rhein (rechts), Anliegen der Sozialeinrichtung der deutschen Minderheit in Rumänien erörtert werden. Thematisiert wurden unter anderem auch Anliegen, die in der nächsten Sitzung der deutsch-rumänischen Regierungskommission im Juli 2026 in München adressiert werden sollen. Bundesbeauftragter Fabritius dankte der Michael Schmidt Stiftung für die in den letzten Jahren nachhaltige Unterstützung der Einrichtungen, durch die kurzfristige Haushaltsengpässe und unvorhergesehene Notwendigkeiten überbrückt werden konnten. Mit einer Unterstützung von 120.000 Euro im Jahre 2024 und 60.000 Euro im Jahre 2025 gehört die Michael Schmidt Stiftung zu den bedeutendsten Unterstützern dieser Einrichtung außerhalb der staatlichen Finanzierung aus Rumänien und dem deutschen Bundeshaushalt.    Foto: BMI

Marathon 2026: Ein typischer Teenager

Ausgabe Nr. 2954

Geschäftsführerin Ana Bugneriu spricht über ,,eine Konstellation”

Ana Bugneriu

Ana Bugneriu ist Geschäftsführerin der Gemeinschaftsstiftung Hermannstadt (Fundația Comunitară Sibiu) und sprach mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u über den kommenden Internationalen Marathon Hermannstadt (Maratonul Internațional Sibiu, maratonsibiu.ro) am letzten Wochenende im Mai, wo bereits über 5.000 Läufer eingeschrieben sind. Bis zum 4. Mai kann man sich als Läufer noch einschreiben, bis um 1. Juli kann man spenden. Seit Jahren ist er der größte Benefizlauf des Landes, mit ein bisschen Schwung wird es 2026 auch der größte Marathonlauf Rumäniens überhaupt.

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,,Kirche sind wir gemeinsam“

Ausgabe Nr. 2954

Streiflichter vom Kuratorentag der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien

Der Schweizer Theologe Dr. Christoph Siegrist (1. v. r.) beteiligt sich hier an der Gesprächsrunde zum Gemeindeverband mit den Pfarrern (v. l. n. r.) Dietrich Galter, Johannes Klein und Johann Zey. Foto: Beatrice UNGAR

Drei Themen beschäftigten die rund 50 Teilnehmenden des diesjähren Kuratorentages der am 28. März unter dem Motto „Zukunft gestalten – Gemeinschaft leben, neue Strukturen – Gemeindeverbände“ in Hermannstadt stattgefunden hat. Es ging um gelebte Gemeinschaft in Gemeindeverbänden, um den Stand des Transformationsprozesses innerhalb der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und um die Gestaltung der Beziehungen der Kirchengemeinden zu den jeweiligen Heimatortsgemeinschaften (HOGs) in Deutschland.

Den Auftakt des Kuratorentages bildete traditionell der Gottesdienst, dieses Mal in der Ferula der Hermannstädter Stadtpfarrkirche, gehalten vom Schäßburger Bezirksdechanten Dr. Hans-Bruno Fröhlich.

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Heimat ohne Grenzen

Erinnerungen an ein bewegendes Wochenende

Der Trachtenumzug beim Großen Sachsentreffen 2024 führte auch durch die Wiesengasse, wo sich die HZ-Redaktion befindet. Unser Bild: Die Gruppe der Schönauer Heimatgemeinschaft (HOG) mit Hans Gärtner (Bildmitte) an der Spitze, der als Vorsitzender des HOG-Verbands gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzenden des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch, das erste Große Sachsentreffen 2017 initiiert hatte. Gärtner hat auch den Vorschlag gemacht, das Sachsentreffen 2026 am 19. und 20. September in Schönau zu organisieren. Foto: Beatrice UNGAR

Historische Aufnahmen aus Siebenbürgen in schwarz-weiß, hinterlegt mit traditioneller Musik. So startet der Film „Heimat ohne Grenzen“, der auf das Große Sachsentreffen 2024 in Hermannstadt zurückblickt, das unter dem gleichnamigen Motto gestanden hat. Nachdem im Rahmen des jährlichen Sachsentreffens in Zeiden bereits ein erster Einblick in den Film präsentiert wurde, wurde nun die Premiere der finalen Fassung am 8. April im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt gefeiert. Ehrengäste waren der Beauftragte der deutschen Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, der Unternehmer Michael Schmidt, der den Film in Auftrag gegeben hat und mit seiner Michael Schmidt-Stiftung als Hauptsponsor beim Sachsentreffen sowie als Hauptpartner beim Erstellen des Films fungiert hat, und der Geschäftsführer des Veranstalters und Unterstützers, des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Benjamin Józsa.

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Museum als Spielwiese entdeckt

Ausgabe Nr. 2954

Zwei junge Künstler stellen in der Quergasse in Hermannstadt aus

Cezar Stanciu posiert vor einem seiner auf Pressplatte gemalten und geklebten Werke aus der Serie „am Trecut I/III” (Ich habe eine Vergangenheit oder Ich bin vorübergegangen). Foto: Beatrice UNGAR

Das Museum als Spielwiese (wieder)entdeckt haben zwei junge Hermannstädter Künstler, Cezar Stanciu und Constantin Fîntînă, mit ihrer von Kunstkritikerin Liviana Dan und Museografin Alexandra Runcan kuratierten Ausstellung, die am 3. April im Museum für zeitgenössiche Kunst des Brukenthalmuseums, in der Quergasse/Tribunei 6, eröffnet wurde und daselbst bis zum 26. April zu besichtigen ist.

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Landkarte fürs Leben

Ausgabe Nr. 2954

Der Philosoph Carsten Adler über Stoizismus, Veränderung und sein Buch

Der gebürtige Burgdorfer Geisteswissenschaftler Carsten Adler. Foto: Privat

Was bedeutet es, ein gutes Leben zu führen? Für den Philosophen Carsten Adler liegt die Antwort nicht in äußeren Umständen, sondern im eigenen Umgang mit ihnen. In seinem Buch „Pepe Poseidonios – der kleine Stoiker aus dem Atlantik“ nähert er sich dem Stoizismus auf persönliche Weise. Eine Rezension ist aus der Feder von Eduard Reschke in der HZ Nr. 2950 vom 13. März 2026 erschienen. Im Gespräch berichtet Carsten Adler dem HZ-Praktikanten Eduard R e s c h k e von seinem Zugang zur stoischen Philosophie, persönlichen Wendepunkten und die Gedanken hinter seinem Buch.

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7. Rolf Bossert-Gedächtnispreis verliehen 

Ausgabe Nr. 2954

Die 36. Auflage der Reschitzaer Deutschen Literaturtage fand vom 26. bis 29. März statt, einen Bericht dazu können Sie in einer unserer nächsten Ausgaben lesen. Im  Rahmen der Veranstaltung hat Hauptorganisator Erwin-Josef Țigla dem DFDR-Landesvorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr am Samstag, den 28. März, den Ehrentitel „Europäer des Jahres 2026 innerhalb der deutschen Gemeinschaft im Banater Bergland“ überreicht. Ebenfalls am Samstag fand die Verleihung des „Rolf Bossert“-Gedächtnispreises 2026 an den 1981 in Sigmaringen geborenen Autor Tobias Pagel statt. Die Laudatio hält der Preisträger 2025 Dietrich Machmer. Die Preisverleihung fand in  der Intermodalstation (das ist die Endstation der neuen Straßenbahnlinie, von wo man umsteigen kann zu den Bussen, die in die bergwärtigen Vororte von Reschitza sowie in die ehemaligen deutschen Niederlassungen am Semenik – Franzdorf/Văliug, dem Ort, wo Rolf Günther Bossert seine Ferien im Josephinental verbrachte, Wolfsberg/Gărâna und Weidenthal/Brebu Nou fahren) des Reschitzaer Nahverkehrsunternehmens TUR. Der Ort wurde nicht zufällig gewählt: Die Intermodalstation befindet sich knapp hundert Meter von Rolf Bosserts erster Schule, aber auch keine 300 Meter von dessen Geburtshaus in der Castanilor-Straße. In dem „Die Federleichtigkeit der Gedanken” getitelten Geleitwort zum 7. Rolf Bossert-Gedächtnispreis sagte der Initator des Preises, Hellmut Seiler, u. a.: „Der diesjährige Gedächtnispreis stand unter besonderen Vorzeichen: 1. sind wir bei seiner siebten Auflage und Rolf Bosserts Debütband von 1979 hieß ’siebensachen‘; 2. sind 40 Jahre seit seinem erschütternd jähen und immer noch unbegreiflichen Ende vergangen. Und 3. hat die Anzahl der Einsendungen zum Preis die Tausendermarke überschritten: Es sind bislang deren 1022 aus 16 Ländern Europas, Asiens, Afrikas und Südamerikas eingegangen.” Unser Bild: Erwin Josef Țigla, Laudator Dietrich Machmer, Preisträger Tobias Pagel mit Ehrendiplom und Initiator Hellmut Seiler (v. l. n. r.).                                      Foto: DFDBB

Teamarbeit auf der Bühne

Ausgabe Nr. 2954

Jugendliche präsentierten eigene Komödie

Ein besonderes Theaterprojekt feierte am 1. April im Gong-Theater in Hermannstadt Premiere: Ein Ensemble aus Jugendlichen von verschiedenen Schulen der Stadt brachte das selbst entwickelte Stück „Fin“ erstmals auf die Bühne. Entstanden ist die Produktion über mehrere Monate hinweg in gemeinsamer Arbeit.

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