Zeichen gelebter Tradition

HOG Großau beim 190. Oktoberfestumzug in München

Ausgabe Nr. 2934

Die Großauer Gruppe in der Sachsen-Tracht.

„Es war uns eine Ehre!“ Mit diesen Worten fasste die Heimatortsgemeinschaft (HOG) Großau e. V. ihre Rolle als stolzer Botschafter der siebenbürgischen Gemeinschaft beim 190. Oktoberfestumzug in München zusammen. Am 21. September 2025 präsentierten 190 Großauer Sachsen und Landler in festlicher Tracht, begleitet von einer eigenen Projektkapelle, ihren Trachtenumzug vor 250.000 Zuschauern am Wegesrand in München. Weiterlesen

Was soll das bedeuten?

Ausgabe Nr. 2934

Im Zuge der Sanierungsarbeiten an der Fassade des Hauses in der Entengasse/Moș Ion Roată 6 (1790 lautete die Adresse „Saggasse 1103”) legten die Arbeiter ein Relief frei, das im Medaillon eine gekrönte Figur zeigt. Es stammt womöglich aus der Zeit der Spätgotik, also 15. Jahrhundert, wie auch das Haus. Foto: Cosmin LEPĂDAT; In dem besagten Haus befindet sich heute ein Restaurant und eine Pension. Hier wurde u. a. der Grundstein für die erste Waagenfabrik in Siebenbürgen durch die Zeugschmiede Leopold, Josef und Wilhelm Hess gelegt, schreibt Marian Bozdoc in dem Buch „Istoria clădirilor comerciale ale Sibiului” (Geschichte der Handelsräume in Hermannstadt).  

Foto: Beatrice UNGAR

Vom Ballspieler zum Wortspieler

Heinrich Heini Höchsmann las im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2934

Heinrich Heini Höchsmann bei seiner Lesung im Spiegelsaal des DFDH.
Foto: Eduard RESCHKE

Der Kaffeenachmittag des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) stand am 14. Oktober d. J. ganz im Zeichen der Literatur: Heinrich Heini Höchsmann las vor rund 20 Gästen aus seinem Buch „Einmal Deutschland und zurück – Geschichten von hüben und drüben“ vor, das zu Jahresbeginn im Schiller-Verlag Bonn-Hermannstadt erschienen ist und schon mehrere Auflagen erlebt hat.Weiterlesen

Von Kabul bis Nowosibirsk

Beim Astrafilm-Festival gab es Dokumentarfilme aus aller Welt zu sehen

Ausgabe Nr. 2934

Festivalsdirektor Dumitru Budrala (vorne, am Mikrofon) präsentiert zum Abschluss der Preisgala, die am Samstag im Thaliasaal stattgefunden hat, sein 19-köpfiges Team, zu dem auch seine Gattin Csilla Kató (rechts außen) gehört.                                                               Foto: AFF

Eine Woche fühlte sich an wie ein Jahr auf Weltreise. Beim Astrafilm-Festival konnte man dieses Jahr von Kabul nach Chongqing oder von Hanau nach Novosibirsk reisen und das aus dem gemütlichen Kinosessel. Tragische Schicksale, fremde Kulturen, exotische Orte, all dies und mehr war beim 32. Dokumentarfestival Astrafilm zu sehen, das vom 17. bis 26. Oktober in Hermannstadt stattgefunden hat. Eine Auswahl von 70 Filmen aus allen Ecken der Erde begeisterte die Dokumentarfilmfans bei der diesjährigen Ausgabe des Astrafilm-Festivals, zusammengestellt von einem Team unter der Leitung von Dumitru Budrala und Csilla Kató. Weiterlesen

25 Jahre danach

Oldboys-Spiel FC Șoimii – FC Inter Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2934

Bei dem Spiel ging es richtig zur Sache.                                        Foto: privat

25 Jahre nachdem die beiden Hermannstädter Fußballklubs FC Șoimii und FC Inter aufgelöst worden sind, fand am vergangenen Samstag, den 25. Oktober, im Voința-Stadion auf Kunstrasen ein Oldboys-Spiel bei Flutlicht statt. Es war die erste Begegnung der früheren Spieler der beiden Klubs.Weiterlesen

„Hermannstadts Frauen”

Ausgabe Nr. 2934

Porträts von Frauen verschiedener Altersklassen und Berufe aus Hermannstadt zeigt die in Bukarest geborene Fotografin Mihaela Noroc (links außen) noch bis zum 6. November d. J. im Informationszentrum für Touristen im Rathaus am Großen Ring in Hermannstadt. Die Bilder sind Teil eines neuen Buchprojekts, „Rumäniens Frauen”. Noroc hat sich mit ihrem Fotoprojekt „Der Atlas der Schönheit” (der entsprechende Bildband ist in rumänischer, deutscher und englischer Sprache erschienen) einen Namen gemacht und lebt seit fünf Jahren mit Mann und Tochter in Hermannstadt.                           Foto: Beatrice UNGAR

 

,,Ein offenes Fenster zu unserer Welt“

KFilm über Menschen, die vom Verein Diakoniewerk betreut werden

Ausgabe Nr. 2934

Diakoniewerk-Geschäftsführerin Cristina Andreea Costea sowie Projektmanagerin Iuliana Labo begrüßten die Anwesenden im Vorfeld der Vorführung.                                            Foto: Werner FINK

Der Film „Între ieri și mâine: un loc pentru noi“ (Zwischen Gestern und Morgen: Ein Platz für uns) von Gabriel George wurde am 16. Oktober d. J. im CineGold-Kino in Hermannstadt gezeigt. Der Kurzfilm ist Teil des größeren Projektes „Privește prin ochii mei“ (Blicke durch meine Augen), das über die Gemeinschaftsagenda der Stadt Hermannstadt finanziert wird.Weiterlesen

Von Marktschelken nach Arbegen

Ausgabe Nr. 2934

Von Marktschelken nach Arbegen führte die Wanderung, die im Rahmen des Programms Wanderjahre am 18. Oktober stattgefunden hat. Sie stand unter dem Motto   „Brânzeturi dumnezeiești” – pe Via Transilvanica“ (Göttlicher Käse – auf der Via Transilvanica) und verlief über herbstlich anmutende Hügel und Wiesen (unser Bild) zu der Farm der Pfarrersfamilie Mădăraș in Arbegen.                                                                            

Foto: Paul KUTTESCH

 

,,Das Lehrbuch ist der Catechismus“

AKSL-Tagung zur Geschichte der siebenbürgisch-sächsischen Volksschule

Ausgabe Nr. 2934

Die elf Referenten beim Gruppenbild nach Abschluss der Tagung im Spiegelsaal des DFDH (v. l. n. r.): Stefan Măzgăreanu, Johann Lauer, Gerold Hermann, Heinz Bretz, Sebastian Engelmann, Friedrich Philippi, Martin Bottesch, Erwin Jikeli, Ulrich A. Wien, Robert Pfützner und Kurt Philippi.                             Fotos: Beatrice UNGAR

„Kein Unterschied des Volkes, des Glaubens, des Standes soll uns hindern, unsern Nebenmenschen als unsern Nächsten zu lieben,” heißt es unter Punkt 63, Seite 50 in dem damals verwendeten Lehrbuch Biblische Sittenlehre für die Jugend”, gedruckt 1819 bei Johann Barth in Hermannstadt. Dies war nur eines der zahlreichen Zitate aus diesem Lehrbuch, die Friedrich Philippi zum Abschluss seines Vortrags bei der Tagung vorstellte, die der Arbeitskreis für siebenbürgische Landeskunde e. V. Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Siebenbürgenforum und mit finanzieller Unterstützung seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, des Kulturwerks der Siebenbürger Sachsen e. V. und des Departements für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung am vergangenen Wochenende im Spiegelsaal des DFDH in Hermannstadt veranstaltet hat . Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2934

53. Jazzfestival ab 5. November

Hermannstadt. – Die 53. Auflage des Hermannstädter Internationalen Jazzfestivals (Sibiu Jazz Festival) wird vom 5. bis 9. November d. J. von dem Verein Concept Creativ veranstaltet. Die Musikerinnen und Musiker kommen dieses Jahr aus Indonesien, Kuba, Guinea, Spanien, Italien, Serbien und Rumänien.

Bei folgenden Konzerten ist der Eintritt frei: Mittwoch, den 5. November, Synagoge, 18 Uhr: Jazz für die Seele mit Alexandru Pribeagu (Schauspieler) und Mădălina Petre (Gitarre/Gesang), Donnerstag, den 6. November, Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH), 17 Uhr: Robert Patai Trio (Rumänien); Festsaal der Astra-Bibliothek, 19 Uhr: „Nimeni nu aplaudă” (Kein Applaus)   mit Alexandru Pribeagu und Mădălina Petre und Freitag, den 7. November, 17 Uhr, Spiegelsaal des DFDH, 17 Uhr: Bluesette Duo (Rumänien) bzw. Astra-Bibliothek, 19 Uhr: Lombok Ethno Fusion (Indonesien).

Für die beiden Konzertabende im Thaliasaal, jeweils von 19 Uhr, muss man Karten kaufen: Samstag, den 8. November: Rolando Luna (Kuba/Klavier) & Carlos Sarduy (Spanien/Trompete); Christine Salem Renyon (Réunion/Frankreich); Sonntag, 9. November: Eyot Quartett (Serbien); Kouyate Legacy Band (Guinea). Karten unter https://sibiujazzfesti val.iabilet.ro/.

Im Vorfeld findet der vom Hermannstädter Studentenkulturhaus veranstaltete Wettbewerb Sibiu Jazz Competition für Studierende am 3. und 4. November im Festsaal der Astra-Bibliothek statt. (RS)Weiterlesen

Marsch für Sicherheit der Frauen

Ausgabe Nr. 2933

Mehr als 200 Personen haben am Sonntag beim Marsch „Gemeinsam für die Sicherheit der Frauen“ mitgemacht – der zeitgleich in mehreren Städten in Rumänien organisiert wurde – und am Großen Ring und in der Heltauergasse mit Botschaften wie: „Keine ausgeschlossen, keine vergessen, keine weniger“ auf die große Anzahl der Femizide aufmerksam gemacht. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden in Rumänien 40 Frauen von ihren Partnern getötet; 2024 wurden 36.417 Anzeigen wegen Körperverletzung und andere Gewalttaten registriert; nahezu eine von zwei Frauen hat körperliche Gewalt oder Drohungen, sexuelle Gewalt oder psychische Gewalt durch einen Intimpartner erlebt. Die Frauenschutzorganisationen wollen u. a., dass das Gesetz zur Verhinderung von Femizid verschärft wird, dass die Zwangsheirat kriminalisiert wird und sie verlangen die Einführung von Gleichstellungserziehung im formalen Bildungssystem. Im Anschluss an den Marsch gab es im Rahmen des Astrafilm-Festivals die Diskussionsrunde „Wann beginnt der Femizid?“ Unser Bild: Organisiert wurde in Hermannstadt der Marsch vom Verein A.L.E.G., allen voran die Psychologin Eniko Gall (vorne links) und Vereinschefin Camelia Proca (vorne rechts).         Foto: Ruxandra STĂNESCU