Mittwoch, der Wochenteiler

Essaywettbewerb des DKH

Ausgabe Nr. 2729

Irina Milea. Foto: Privat

Mit 17 Minuten Verspätung macht Seba die Tür auf, murmelt einen „’ten Morgen!“ und setzt sich auf seinen Platz. Komisch, wie alle Kursteilnehmer den ersten Sitzplatz für immer beibehalten, als gäbe er ihnen Halt und Sicherheit in der labyrinthischen Welt der deutschen Grammatik. Komisch ist heute aber auch Sebas Haltung: blass im Gesicht, mit verschwitzten Haaren und zittrigen Händen, schaut mir nicht ins Auge und sitzt krumm vor mir. Ich warte eine Minute länger als sonst und traue mich endlich zu fragen:Weiterlesen

Der Bann ist gebrochen

England erstmals im Finale der EM

Ausgabe Nr. 2729

Die Engländer freuen sich auf das erste Finale seit 1966.Foto: Naomi BAKER/AFP

Die Finalisten der UEFA Fußballeuropameisterschaft stehen fest: Italien und England duellieren sich am Sonntag, dem 11. Juli im Wembley-Stadion um den heiß ersehnten EM-Pokal. Die Halbfinalspiele fanden am Dienstag, dem 6. Juli, und Mittwoch, dem 7. Juli, statt. Italien besiegte nach Verlängerung und Elfmeterschießen Spanien (5:3) und England bezwang Dänemark in der Verlängerung (2:1).Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2729

Konzerte in Kirchenburgen

Hermannstadt. – In diesem Sommer werden in der Zeitspanne vom 9. Juli bis zum 6. August sechs Konzerte in evangelischen Kirchen und Kirchenburgen in der Umgebung von Hermannstadt geboten. Alle Konzerte beginnen um 18 Uhr und dauern ca. 45 Minuten: Das erste bieten heute, dem 9. Juli,  in Hammersdorf,  Hausorganistin Brita Falch Leutert und Medve Sándor, der Solotrompetist der Hermannstädter Staatsphilharmonie, das zweite, am 16. Juli, in Großau, Christiane Werbs (Orgel) und Christian Packmohr (Trompete). Die Großauer Orgel wird dabei zum letzten Mal in konzertantem Rahmen erklingen, bevor sie im Herbst abgebaut, restauriert und im Frühjahr 2022 wieder aufgebaut und schließlich im Frühsommer 2022 festlich wieder eingeweiht wird. Der Verein zur Unterstützung der evangelischen Kirche Großau ermöglicht die Finanzierung dieser umfassenden und kostbaren Arbeit. Der Eintritt ist frei, eine freiwillige Kollekte zugunsten der Kirchenmusik ist willkommen. (JL)Weiterlesen

,,Mehr als eine formelle Ehrung“

Eginald Schlattner mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Ausgabe Nr. 2728

Sichtlich gerührt zeigt der Schriftsteller und Pfarrer Eginald Schlattner die Urkunde über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes vor, die ihm Botschafter Cord Meier-Klodt überreicht hat.                 Foto: Beatrice UNGAR

„Ich glaube nicht fehlzugehen, wenn ich meine, dass diese Ehrenerweisung am Ende einer langwährenden Biographie nicht nur die sporadischen Meriten des Erwählten benennt, sondern die Lebensgeschichte als Ganzes begeht, das Geschehene in seinem Widerspruch ermisst.  Gewiss haben sich die abwägenden Begutachter  nicht allein am Gelungenem orientiert, an Erfolg, an Großtaten, sondern mit im Auge behalten das Verfehlte, Irrtümer, die Schuld. Damit beinhaltet diese hohe Auszeichnung mehr als eine formelle Ehrung und artige Huldigung einer Person.“ Dies erklärte der Schriftsteller und Pfarrer Eginald Schlattner, als er erfuhr, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen hat.Weiterlesen

Volksbad wieder offen

Ausgabe Nr. 2728

Nach eingehenden Modernisierungsarbeiten stehen die Abteilungen des Volksbads in Hermannstadt ab Dienstag, dem 6. Juli, dem Publikum wieder zur Verfügung. Geöffnet hat das Volksbad von Dienstag bis Freitag zwischen 7 und 21 Uhr bzw. Samstag von 9 bis 21 Uhr. Anmelden kann man sich bei der Kassa vorort oder online unter https://www.baiapopularasibiu.ro/                   Foto: Pressestelle der Stadt

 

,,Ein erfahrener und vielseitiger Diplomat“

Botschafter Cord Meier-Klodt nahm Ehrennadel in Gold des DFDR entgegen

Ausgabe Nr. 2728

Die Goldene Ehrennadel des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien nahm am Freitag im Rahmen einer Feierstunde im Spiegelsaal des Forumshauses in Hermannstadt der scheidende Deutsche Botschafter Cord Meier-Klodt (rechts) von dem DFDR-Landesvorsitzenden Paul-Jürgen Porr entgegen.          Foto: Beatrice UNGAR

,,Es war immer eine Freude, in diesem so gastfreundlichen Land zu reisen“, sagte der Deutsche Botschafter Cord Meier-Klodt zum Auftakt des Festaktes am Donnerstag, dem 24. Juni, im Garten des Deutschen Konsulats in Hermannstadt, in dessen Rahmen er dem Schriftsteller und Pfarrer Eginald Schlattner das Bundesverdienstkreuz überreicht hat. Der Botschafter befand sich in Begleitung seiner Gattin Gladys Abankwa-Meier-Klodt zugleich auf seinem Abschiedsbesuch in Hermannstadt und wollte sich persönlich bedanken für ,,alles, was uns in diesem Land widerfahren ist.“ Schon ab August werde er für die nächsten drei Jahre in die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland nach Dublin wechseln. Weiterlesen

Die Bedeutung der Herkunft

IAA-Anerkennungspreis für das Projekt ,,Wurzeln“

Ausgabe Nr. 2728

Gruppenbild mit Botschafterin Isabel Rauscher bei dem Festakt im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums.                         Foto: Beatrice UNGAR

,,Wir freuen uns sehr über den IAA-Anerkennungspreis des Bundesministeriums für Europäische und internationale Angelegenheiten für das rumänische Projekt ,Rădăcini.Wurzeln‘. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis ist eine schöne Anerkennung für das gemeinsame Bemühen, dass sich Kinder als gleichwertiger Teil einer europäischen Gemeinschaft erleben. Tanzpädagogin Teresa Leonhard fungiert als künstlerische Leitung gemeinsam mit Bianca Babes. Die jungen Akteure werden vom Diakoniewerk in zwei Tagesbetreuungen in Sebeş und Dumbrăveni begleitet, um ihre Chance auf eine gute Bildung zu bekommen“. Das ist in dem Jahresbericht des Evangelischen Diakoniewerks International für das Jahr 2020 zu lesen.Weiterlesen

„In meinen Werken geht es um die Liebe”

Der Regisseur Alexander Hausvater hat seine Bücher vorgestellt

Ausgabe Nr. 2728

Alexander Hausvater. Foto:  Ruxandra STĂNESCU

Vier Romane des bekannten Regisseurs Alexander Hausvater – „Penumbra”, „Aici Radio Eros”, ,,Dor calator” und ,,Ludi” -, die 2020 bzw. 2021 im integral-Verlag erschienen sind, wurden am Mittwoch, dem 23. Juni, im Beisein des Autors auf der Bühne des Radu Stanca-Nationaltheaters vorgestellt. Costel Postolache, Leiter des integral-Verlags, hat die Veranstaltung moderiert, über Hausvaters Bücher und auch über deren Übersetzung sprachen HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar und Silviu Borș, Manager der Astra-Bibliothek. Die Schauspielerinnen Ofelia Popii und Emöke Boldizsár lasen kurze Ausschnitte aus Hausvaters neuesten Werken.Weiterlesen

Der Weltmeister ist raus!

Die Schweiz schlägt Frankreich im Elfmeterschießen

Ausgabe Nr. 2728

Die Freude war riesengroß nach dem Sieg der Schweizer gegen die Franzosen. Im Vordergrund ist Tormann Yann Sommer zu sehen. Foto: Getty Images

Eine Ära ist zu Ende. Mit der Niederlage der deutschen Nationalelf im Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft gegen England (0:2) am Dienstag, dem 29. Juni, trat auch der langjährige Bundestrainer Joachim Löw, zurück. Für Rekordcoach Löw endet die DFB-Zeit nach fast 15 Jahren und 198 Länderspielen als Bundestrainer mit einer Enttäuschung. Enttäuschung gab es auch in Österreich, als ihre Nationalmannschaft gegen Italien ebenfalls im Achtelfinale verlor (1:2). Nur die Schweizer dürfen sich freuen. Sie sind nach dem wohl spannendsten Match der ganzen EM 2021 ins Viertelfinale weiter und treffen heute, Freitag, dem 2. Juli, auf Spanien. Weiterlesen

Deutsch lernen – eine Herausforderung?

Ausgabe Nr. 2728

Essaywettbewerb des DKH

Sonia Maria Chwoika.

 

Vieles im Leben wird für den einen oder anderen einmal zu einer Herausforderung, sei es nun ein neuer Arbeitsplatz, eine Reise, eine banale alltägliche Tätigkeit oder warum nicht auch das Erlernen einer neuen Sprache.

Ist es tatsächlich eine große Herausforderung eine neue Sprache zu erlernen? Mit Sicherheit für den einen oder anderen Erwachsenen, was man aber von Kindern und Jugendlichen weniger behaupten kann. Bei diesen ist das Erlernen einer Sprache oft viel leichter und zugänglicher, denn oft machen sie das spielerisch und unbewusst und „wachsen“ mit dieser auf.Weiterlesen

Gert Fabritius stellt im Rahmen des 25. Carl-Filtsch-Festivals aus

Ausgabe Nr. 2728

Gert Fabritius: Chaise du mal. Zeichnung auf Papier, 2019. Reproduktion: © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Am 10. Juli 2021 wird im Foyer der Hermannstädter Philharmonie die Ausstellung „O tempora, o mores!“ mit Zeichnungen von Gert Fabritius eröffnet. Besucher können in den darauffolgenden Wochen bis zum 31. August faszinierende Einblicke in das vielfältige Werk des Künstlers erhalten. Die Ausstellung wird im Rahmen des diesjährigen internationalen Carl-Filtsch-Festivals eröffnet. Gestaltungskraft und eine „ungebremste Lust am Zeichnen“ (Fabritius) prägen bis in die Gegenwart die Kunst des 1940 in Siebenbürgen geborenen Künstlers. Seine im Tagebuch-Rhythmus entstehenden Zeichnungen der letzten Jahre zeigen sich als befreiende künstlerische Handlung mit Blick auf sich selbst und die Unwägbarkeiten des alltäglichen Zeitgeschehens: Menschliches, Allzu-Menschliches, Reflexionen über die Tagespolitik, über „Gott und die Welt“ fügen sich – mal ironisch gewürzt mit Schlagzeilen aus der Presse, mal drastisch kommentiert und unter die Gürtellinie zielend – zu einem Bild persönlicher wie allgemein gesellschaftlich-aktueller Befindlichkeiten in Krisenzeiten. Dieses Befindlichkeitsbild fügt sich zum Ich-zentrierten Kaleidoskop im Zusammenspiel mythologischer Vorstellungen mit Versatzstücken aus Philosophie und Literatur.

Die Ausstellung ist in der Zusammenarbeit des Siebenbürgischen Museums Gundelsheim mit dem Brukenthalmuseum in Hermannstadt, der Saxonia Stiftung und dem Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt entstanden und wird gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland. Sie belegt den lebendigen Kulturaustausch zwischen Rumänien und Deutschland die enge Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet zwischen den beteiligten Institutionen.                        Siebenbürgisches Museum Gundelsheim

 

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2728

Digitales COVID-Zertifikat abrufbar

Bukarest. – Seit dem 1. Juli können auch rumänische Staatsbürgerinnen und -bürger das EU Digitale COVID Zertifikat, kurz ,,Impfpass“ genannt, für die Corona-Impfung auf das Smartphone laden und bei Bedarf vorzeigen. Das Gleiche gilt auch für  das Zertifikat für die Genesung von einer Corona-Infektion oder für ein negatives Corona-Testergebnis. Das Impfzertifikat ist abrufbar auf der Plattform certificat-covid.gov.ro

Man kann es auf dem Smartphone speichern oder ausdrucken. Wer keinen Internetanschluss hat, kann sich an den Hausarzt, das Bürgermeisteramt, das Einwohnermeldeamt oder an die örtliche öffentliche Gesundheitsbehörde (Direcția de sănătate publică, DSP) wenden. Für vollständig gegen den neuen Coronavirus Geimpfte ist der Impfpass bis zum 30. Juni 2022 gültig. Das negative Corona-Testergebnis gilt je nach Testart jeweils 24 oder 72 Stunden nach dem erfolgten Test. Das Genesungszertifikat ist 180 Tage gültig. Gezählt wird ab dem Datum des ersten positiven Testergebnisses.

Es gibt allerdings auch eine Schonfrist: Die bei der Impfung ausgehändigten Zertifikate können noch bis zum 15. August d. J. vorgezeigt werden.

Das Gesundheitsministerium hat ein Call Center eingerichtet, wo unter der Rufnummer 021-414.44.25 nähere Auskünfte geboten werden. (BU)Weiterlesen