Gert Fabritius stellt im Rahmen des 25. Carl-Filtsch-Festivals aus

Ausgabe Nr. 2728

Gert Fabritius: Chaise du mal. Zeichnung auf Papier, 2019. Reproduktion: © VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Am 10. Juli 2021 wird im Foyer der Hermannstädter Philharmonie die Ausstellung „O tempora, o mores!“ mit Zeichnungen von Gert Fabritius eröffnet. Besucher können in den darauffolgenden Wochen bis zum 31. August faszinierende Einblicke in das vielfältige Werk des Künstlers erhalten. Die Ausstellung wird im Rahmen des diesjährigen internationalen Carl-Filtsch-Festivals eröffnet. Gestaltungskraft und eine „ungebremste Lust am Zeichnen“ (Fabritius) prägen bis in die Gegenwart die Kunst des 1940 in Siebenbürgen geborenen Künstlers. Seine im Tagebuch-Rhythmus entstehenden Zeichnungen der letzten Jahre zeigen sich als befreiende künstlerische Handlung mit Blick auf sich selbst und die Unwägbarkeiten des alltäglichen Zeitgeschehens: Menschliches, Allzu-Menschliches, Reflexionen über die Tagespolitik, über „Gott und die Welt“ fügen sich – mal ironisch gewürzt mit Schlagzeilen aus der Presse, mal drastisch kommentiert und unter die Gürtellinie zielend – zu einem Bild persönlicher wie allgemein gesellschaftlich-aktueller Befindlichkeiten in Krisenzeiten. Dieses Befindlichkeitsbild fügt sich zum Ich-zentrierten Kaleidoskop im Zusammenspiel mythologischer Vorstellungen mit Versatzstücken aus Philosophie und Literatur.

Die Ausstellung ist in der Zusammenarbeit des Siebenbürgischen Museums Gundelsheim mit dem Brukenthalmuseum in Hermannstadt, der Saxonia Stiftung und dem Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt entstanden und wird gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland. Sie belegt den lebendigen Kulturaustausch zwischen Rumänien und Deutschland die enge Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet zwischen den beteiligten Institutionen.                        Siebenbürgisches Museum Gundelsheim

 

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