Hermannstadt erkundet

Beim FunkForum-Treffen der deutschsprachigen Medien

Ausgabe Nr. 2797

Gruppenbild der FunkForum-Mitglieder bei der Stadtführung mit Beatrice Ungar (links im Foto) durch die Altstadt von Hermannstadt.   Foto: Ignácz FERENC

Das Jahrestreffen des Medienvereins „FunkForum“, ein Zusammenschluss von Redakteurinnen und Redakteuren deutschsprachiger Medien aus Mittel- und Südosteuropa, zu dem Alois Kommer, der Leiter der FunkForums eingeladen hatte, fand am vergangenen Wochenende (18.-20. November) in Hermannstadt statt. Mitfinanziert wurde das Treffen vom Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart (ifa). Im Programm des ersten Tages der Journalistinnen und Journalisten aus Rumänien und Ungarn war als erstes eine Gesprächsrunde mit lokalen Kooperationspartnern. Weiterlesen

„Was ist eigentlich typisch deutsch?”

Wanderausstellung des Hamburger Fotografen Jörg Müller im Thaliasaal

Ausgabe Nr. 2797

Die Wassertalbahn in Oberwischau ist eine der Fotografien, die im Rumänien-Teil der Ausstellung „5x Deutschland” zu sehen ist. Die Ausstellung wurde vom Goethe-Institut gefördert und hier in Hermannstadt vom Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt und der Hermannstädter Staatsphilharmonie organisiert.                                                  Foto: Jörg MÜLLER

Jörg Müllers Fotoausstellung 5x Deutschland in aller Welt” ist eine aktuelle Bestandsaufnahme deutschen Lebens auf fünf Kontinenten. Sie porträtiert die Nachfahren von Auswanderern, die Deutschland in den letzten Jahrhunderten verlassen haben, in Litkowka/Russland, Oberwischau/Rumänien, Pomerode/ Brasilien, Manitoba-Kolonie/Mexiko und in der Region um Wartburg/Südafrika. Mit dem Fotografen sprach HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u. Die Ausstellung ist im Thaliasaal bis zum 12. Dezember zu sehen.Weiterlesen

,,…die auserwählte Stadt“

Nora Iugas Hermannstadt-Roman als Performance

Ausgabe Nr. 2797

Mihai Ignat, Iulia Georgeta Popescu und Nora Iuga (v. l. n. r.) stellten sich nach der Vorstellung den Fragen des Publikums.                                                                                        Foto: Beatrice UNGAR

,,Jede Seite fasziniert“ lautet der Titel der Rezension zu dem Roman ,,Hipodrom“ von Nora Iuga, die unter dem Titel  in der Hermannstädter Zeitung Nr. 2734 vom 13. August 2021 erschienen ist. Angesichts dieser Feststellung ist das Projekt der Bukarest Schauspielerin Iulia Georgeta Popescu als ein Wagnis zu bezeichnen, denn sie hatte sich vorgenommen, diese in mehrfachem Sinn fabelhafte Hommage an die Stadt Hermannstadt als Performance auf die Bühne zu bringen. Die Aufführung im Rahmen des Datfest-Festivals der Studierenden der Schauspielkunst an der Lucian Blaga-Universität in Hermannstadt am 5. November überzeugte alle Anwesenden davon, dass Nora Iugas Werk sozusagen ,,reif für die Bühne“ gemacht werden kann.Weiterlesen

Im Zeichen der Musik

Streiflichter von der 17. Auflage der Ars Hungarica

Ausgabe Nr. 2797

Das Sárik Péter Trio – Péter Sárik (Klavier),  Fonay Tibor (Bassgeige), Gálfi Attila (Schlagzeug)  -, hier mit Luiza Zan, konzertierte bei der Eröffnungsveranstaltung im Thaliasaal.    Fotos: die Verfasserin

,,Der mit roten Seidentapeten ausgeschlagene Raum mit der Stuckdecke und den barocken Möbeln an den Wänden ist der stilvoll-stimmungsvolle Rahmen für die Aufführung gerade vorklassischer und klassischer Musik (…) und auch von der Akkustik her sei für Formationen mit höchstens zwanzig Mitgliedern dieser Saal ideal: die leichte natürliche Reverberation lasse die hohen und die tiefen Töne gleich voll klingen.“ So schwärmte Horst Weber in seinem den seit Herbst 1982 im Barocksaal im Brukenthalpalais veranstalteten Kammerkonzerten gewidmeten Beitrag ,,Barockmusik im Barocksaal“ (Die Woche  Nr. 800 vom 15. April 1983)Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2797

Die nächste Ausgabe der HZ erscheint am 9. Dezember!

Da der 30. November, der Tag des Heiligen Andrei, und der 1. Dezember, der Nationalfeiertag, in Rumänien gesetzliche Feiertage und deshalb arbeitsfrei sind, und die rumänische Regierung den 2. Dezember in diesem Jahr ebenfalls zum arbeitsfreien Tag erklärt hat, und folglich die Rumänische Post nicht arbeitet, erscheint unsere nächste Ausgabe erst am 9. Dezember 2022.

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen allen, die an diesem Wochenende den 1. Advent feiern, ein frohes Fest im Kreise Ihrer Lieben.

Die RedaktionWeiterlesen

Weihnachtsmarkt am Martinstag

15. Auflage des Weihnachtsmarkts mit 120 Häuschen

Ausgabe Nr. 2796

Kinderzug mittendrin: Eine der Attraktionen für die Kleinsten ist der Weihnachtszug, der im Zentrum des Weihnachtsmarktes, wo auch ein Riesenschneemann steht, seine Runden dreht. Daneben steht das Karussell, das stets voll besetzt ist. Die Eltern sehen zu und fotografieren ihren Nachwuchs was das Zeug hält.        Foto: Cynthia PINTER

Kaum haben die Bäume ihr Laub fallen lassen, schon hievte der riesige Kran den Weihnachtsbaum auf den Großen Ring, bei 21 Grad im Schatten. Das war am 1. November. Zehn Tage später, am 11. November, pünktlich zum Martinstag wurde die 15. Auflage des Weihnachtsmarktes eröffnet, diesmal ohne große Ansprachen, bloß mit einem ganz kurzen Sketch nach Lucy Wheelocks „Die Legende vom Weihnachtsbaum“, der von den Hermannstädter Schauspielstudenten Constantin Ștefan Chelimândră und Anastasia Petrean aufgeführt wurde. Die beiden, die als Nussknacker, bzw. Engel verkleidet waren, drückten auch den roten Knopf, der die Weihnachtsbeleuchtung hell aufleuchten ließ. Der Weihnachtsmarkt bleibt bis zum 2. Januar 2023 geöffnet.Weiterlesen

Spannend und zum Teil langwierig

Bei der 91. Landeskirchenversammlung wurde das 37. Landeskonsistorium gewählt

Ausgabe Nr. 2796

Premiere in der Geschichte der EKR:  Am Samstag, den 12. November, hat in Hermannstadt die 91. Landeskirchenversammlung der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) getagt. Das Impulsreferat hielt die aus Kassel zugeschaltete Bischöfin Dr. Beate Hofmann von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum Thema ,,Der Krieg in der Ukraine – eine Zäsur für die christliche Friedensethik? Eine deutsche Perspektive”. Anschließend fanden Wahlen für das 37. Landeskonsistorium statt. Mehr dazu auf Seite 5. Unser Bild: Da der langjährige Landeskirchenkurator Prof. Friedrich Philippi nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidierte, wurde der Neubesetzung dieser Funktion besonderes Interesse gewidmet. Dr. Carmen Schuster (links stehend) konnte die Wahl im zweiten Durchgang für sich entscheiden und wird als erste Frau in der Geschichte der EKR Landeskirchenkuratorin. Dazu gratulierte ihr Bischof Reinhart Guib (rechts stehend). Foto: Stefan BICHLER

Die 91. Landeskirchenversammlung (LKV) der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) hat am 12. November im Hermannstädter Bischofspalais stattgefunden. Inhaltlich standen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine im Zentrum der Debatten. Außerdem fanden die Wahlen für das 37. Landeskonsistorium statt. Zur Wahl standen folgende Ämter: Landeskirchenkurator, Bischofsvikar, 3 geistliche bzw. 6 weltliche Mitglieder des  Landeskonsistoriums, 3 Mitglieder im Rat für Rechtsfragen und ein geistliches Mitglied der Oberdisziplinarkammer.Weiterlesen

Martinsberger Orgel komplett

Ausgabe Nr. 2796

Am vergangenen Freitag konnte Jürg Leutert, der Musikwart der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, im Rahmen der Freitagsmusik die Martinsberger Orgel in der Ferula der Stadtpfarrkirche zum ersten Mal vollständig spielen. Orgelbauer Hermann Binder reparierte und rekonstruierte dazu eine der großen Schnitzereien und konnte sie mit Hilfe von Hans Scherer und einer langen Leiter an ihrem richtigen Ort befestigen. Gemäß Vertrag zwischen der Martinsberger (vertreten durch den evangelischen Kirchenbezirk Hermannstadt) und der Hermannstädter Kirchengemeinde wird nun das Instrument, das schon bei der Wiedereinweihung der evangelischen Stadtpfarrkirche am 10. Oktober 2021 erklungen war, in den kommenden Jahren, wie Musikwart Jürg Leutert der Hermannstädter Zeitung sagte, ,,an einem sicheren Ort bewundert, gespielt und gehört werden können“.                                                                                       Foto: Beatrice UNGAR

Verführerische kalendarische Sichtfelsen

Der Bildverlag Eichler bietet auch für 2023 Mitreißendes ohne Verfallsdatum an

Ausgabe Nr. 2796

Bilder aus Siebenbürgen 2023 von Martin Eichler, Bildverlag Eichler München 2022, ISBN: 978-3-942424-79-0. Eine Reise durch die bunte Vielfalt Siebenbürgens! Dieser ist sozusagen der Klassiker der siebenbürgischen Monatskalender und ist nun in der 38. Ausgabe erschienen. Das Bild auf dem Deckblatt zeigt die Kirchenburg in Birthälm/Biertan.

Eigentlich sind Kalender oftmals nur die in gedruckter Form vorliegenden Zusammenfassungen von Tagen, Wochen und Monaten eines Jahres. Zugleich gehören solche Produkte leider in die Rubrik Massenware, weil sie zumeist nur über eine überraschungsfreie Beliebigkeit verfügen, problemlos austauschbar sind und beim Konsumenten keineswegs bleibende Werte hinterlassen. Zum Glück sorgt schon sehr lange  der Münchner Bildverlag Eichler für ein liebenswertes Kontrastprogramm. Denn dessen Produkte locken mit blitzsauberer Strahlkraft, übermitteln durchgängig pittoresken Charme und eignen sich deswegen als kontante Sichtfelsen in der Brandung. Weiterlesen

Siebenbürgische Powerfrauen

Filmabend ,,Frauenpower in Siebenbürgen“ im Bundesplatzkino in Berlin

Ausgabe Nr. 2796

Christel Ungar-Țopescu, I. E. Botschafterin Adriana-Loreta Stănescu und Dr. Ingeborg Szöllőssi (v. l. n. r.) vor dem Bundesplatz-Kino in Berlin.                     Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Seit 2018 widmet sich die Fernsehjournalistin und Filmemacherin Christel Ungar-Țopescu starken, pflichtbewussten Frauen, die ihr Leben und ihren Job meistern, sich für die Gemeinschaft engagieren und visionäre Projekte mit Tatkraft und Leidenschaft umsetzen. Aus der Reihe ,,Frauenpower“ wurden am 29. Oktober im Bundesplatz-Kino in Berlin  drei Filme gezeigt: Ortrun Rhein (2018), Caroline Fernolend (2019) und Astrid Cora Fodor (2021). Ortrun Rhein ist seit vielen Jahren Leiterin des Dr.-Carl-Wolff-Altenheimes und des gleichnamigen Hospizes für palliative Betreuung in Hermannstadt. Caroline Fernolend  gehört seit 17 Jahren dem unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles gegründeten Mihai-Eminescu-Trust (MET) an, dessen Vizepräsidentin sie seit 2005 ist. Astrid Cora Fodor ist seit 2014 Bürgermeisterin von Hermannstadt. Die Moderation der Veranstaltung hatte Dr. Ingeborg Szöllősi, Südosteuropa-Referentin im Deutschen Kulturforum östliches Europa, inne. Weiterlesen