„Das Leben schreibt die grausamsten Geschichten”

Gespräch mit Journalist und Autor Ulrich Behmann im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2605

Ulrich Behmann (2. v. r.) nach der Lesung, zusammen mit Moderatorin Beatrice Ungar (1. v. r.) und einigen Lesern.       
Foto: Claudia Behmann

Ulrich Behmann, Chefreporter bei der Deister- und Weserzeitung (Dewezet.de) in Hameln, hat vergangenen Freitag im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt aus seinem ersten Roman „Novemberwut: Der Fall Kader K. – ein Verbrechen, das die Welt erschüttert hat” gelesen. Bei der Lesung dabei war auch Ehefrau Claudia Behmann, die zusammen mit dem Journalisten seit über zehn Jahren den gemeinnützigen und mildtätigen Verein „Interhelp – Deutsche Gesellschaft für internationale Hilfe e. V.” leitet. Der Abend im Kulturzentrum wurde sehr interessant, da die Lesung eher ein tolles Gespräch zwischen Autor und Zuhörern wurde; spannend und sehr genau berichtete der Autor im Buch und live über diesen Fall: Kader K., eine Frau aus Deutschland mit kurdischen Wurzeln, überlebt die grausame Attacke ihres Ex-Mannes – ebenfalls mit kurdischen Wurzeln -, der mehrmals mit dem Messer auf sie einsticht, mit einer Axt schlägt und dann an sein Auto bindet und durch die Straßen von Hameln schleift, während ihr gemeinsamer Sohn im Kinderstuhl im Auto sitzt.

Das Buch kann in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé gekauft werden, zur Zeit wird es vom Schiller-Verlag auch ins Rumänische übersetzt. Über den dramatischen Fall, der im Jahr 2016 Schlagzeilen gemacht hat, aber auch über seinen ersten Aufenthalt in Rumänien im Januar 1990 sprach Ulrich Behman mit Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Qualvolles Seelenleben

Rebreanus Klassiker neu übersetzt

Ausgabe Nr. 2603

Liviu Rebreanu: Der Wald der Gehenkten (Originaltitel: Pădurea spânzuraților).Aus dem Rumänischen von Georg Aescht, mit einem Nachwort von Ernest Wichner.Paul Zsolnay Verlag Wien, 2018. 352 Seiten. ISBN 978-3-522-05903-0

Irgendwo in Russland zu Zeiten des Ersten Weltkriegs: In der österreichisch-ungarischen Armee wird ein Soldat, der Desertion überführt, hingerichtet. Der rumänische Leutnant Apostol Bologa, der dem Kriegsgericht angehört, hat ohne zu zweifeln für die Hinrichtung gestimmt. In dieser so düsteren ersten Szene glaubt Apostol Bologa noch an den Krieg und daran, dass er das Richtige tut.Weiterlesen

„Wer Munro schätzt, muss auch Steinhoff lesen”

Lesung mit Dorian Steinhoff im deutschen Kulturzentrum Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2602

Dorian Steinhoff und Beatrice Ungar.                Foto: Ruxandra STĂNESCU

Der deutsche Autor und Literaturvermittler Dorian Steinhoff hat vergangene Woche auf Einladung des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadts aus seinem 2013 erschienenen Erzählband „Das Licht der Flammen auf unseren Gesichtern” gelesen. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung, Beatrice Ungar.Weiterlesen

Bald ein Geschichtsbuch

Claudiu M. Florian las im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2602

Claudiu M. Florian und Aurelia Brecht.             
Foto: Beatrice UNGAR

„Was ist Heimat?“ Die von dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt und dem Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart veranstaltete Lesereihe unter diesem Titel wurde am Montag abgeschlossen mit einer Lesung des Autors Claudiu Mihail Florian.  Dialoge entstehen über das Thema, Fragen werden gestellt und Antworten gegeben, die Zuhörer sind eingestiegen in das sehr aktuelle Thema.Weiterlesen

„Belletristisch schreibende Pfarrer“

Eginald Schlattner und Walther Gottfried Seidner gewidmete Tagung
Ausgabe Nr. 2600

Uwe Seidner, Gerhild Rudolf, Sunhild Galter und Dietrich Galter (v. l. n. r.)
bei der Eröffnung der Tagung.
Foto: Beatrice UNGAR

Zu kurz gekommen seien Lesungen aus dem Werk der beiden Schriftsteller und Pfarrer, denen die Tagung „Zwischen Kanzel und Schreibpult“ gewidmet war, die am 25. und 26. Oktober im Hans Bernd von Haeften-Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen stattgefunden hat, meinte eine Teilnehmerin. Zu Recht.  Leider lagen objektive Gründe vor. Eginald Schlattner, der am 13. September d. J. seinen 85. Geburtstag gefeiert hatte und am ersten Abend mit einer Lesung eingeplant war, musste sich einer Not-OP unterziehen und konnte dieser Einladung nicht Folge leisten. Der zweite Geehrte, Walther Gottfried Seidner, genannt „Voltaire“ war knapp vier Monate nach seinem 80. Geburtstag am 26. August d. J. seinem schweren Leiden erlegen.Weiterlesen

„Obstinate Suche nach Identität“

Vier Tage im Zeichen der Roma-Poesie

Ausgabe Nr. 2598

Am weitesten angereist waren die beiden Romatänzerinnen aus Japan von der Gruppe „Kalibelya Dance“: Tanaka Yuki und Takahashi Aysel, die sowohl am Samstag als auch am Sonntag auftraten.
Foto: Mugur FRĂȚILĂ

Bereits zum dritten Mal fand in Hermannstadt das Internationale Roma-Poesiefestival statt. Das Festival wurde 2016 von der Ion Cioabă-Stiftung ins Leben gerufen, um den interkulturellen und internationalen Dialog über die Roma und ihre Literatur zu stärken. Zum diesjährigen viertägigen Kongress waren Gäste von insgesamt vier Kontinenten angereist. Weiterlesen

„Warum in der Waffen-SS?”

Lesung mit Paul Milata im Erasmus-Büchercafé

 

Der Historiker Paul Milata signierte seine Bücher.
Foto: Fred NUSS

 

Der Historiker Paul Milata stellte am vergangenen Freitag die rumänische Fassung seines Buches „Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS“ – „Între Hitler, Stalin şi Antonescu. Germanii din România în Waffen-SS“ -im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt vor.

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