Verführerische kalendarische Sichtfelsen

Der Bildverlag Eichler bietet auch für 2023 Mitreißendes ohne Verfallsdatum an

Ausgabe Nr. 2796

Bilder aus Siebenbürgen 2023 von Martin Eichler, Bildverlag Eichler München 2022, ISBN: 978-3-942424-79-0. Eine Reise durch die bunte Vielfalt Siebenbürgens! Dieser ist sozusagen der Klassiker der siebenbürgischen Monatskalender und ist nun in der 38. Ausgabe erschienen. Das Bild auf dem Deckblatt zeigt die Kirchenburg in Birthälm/Biertan.

Eigentlich sind Kalender oftmals nur die in gedruckter Form vorliegenden Zusammenfassungen von Tagen, Wochen und Monaten eines Jahres. Zugleich gehören solche Produkte leider in die Rubrik Massenware, weil sie zumeist nur über eine überraschungsfreie Beliebigkeit verfügen, problemlos austauschbar sind und beim Konsumenten keineswegs bleibende Werte hinterlassen. Zum Glück sorgt schon sehr lange  der Münchner Bildverlag Eichler für ein liebenswertes Kontrastprogramm. Denn dessen Produkte locken mit blitzsauberer Strahlkraft, übermitteln durchgängig pittoresken Charme und eignen sich deswegen als kontante Sichtfelsen in der Brandung. Weiterlesen

Ein Hauch von Winterbeginn

Ausgabe Nr. 2791

Die Transalpina-Hochstraße musste in diesem Herbst schon mehrmals wegen Schneetreiben für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. Unser Bild: An einem dieser Tage gleich nach Freigabe des Kfz-Verkehrs verwöhnte ein milder Sonnenschein die ,,gepuderten“ Anhöhen und  die Serpentinen waren gestochen scharf zu sehen.                                                                         Foto: Gerhard DEEKEN

Miteinander Vielfalt gefeiert

Ausgabe Nr. 2785

Streiflichter vom 18. ProEtnica-Festival in Schäßburg

ProEtnica 2022: Vom 25. bis zum 28. August hat nach zwei Jahren Pause erneut das ProEtnica-Festival in Schäßburg stattgefunden. Neben mehr als 60 Vorstellungen Vorstellungen mit traditioneller Musik und Tänzen von über 600 Angehörigen der 20 nationalen Minderheiten fanden die Reihen ,,Agora des interkulturellen Dialogs”, der ,,Literatursalon” und Foto- und Malereiausstellungen statt. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 3. Unser Bild: Die Dionyssos-Singgruppe des Verbands der Griechen in Rumänien. Foto: Annika KÖNNTGEN

Vom 25. bis zum 28. August hat nach zwei Jahren Pause die 18. Auflage des interkulturellen Festivals ProEtnica in Schäßburg stattgefunden. Neben mehr als 60 Vorstellungen mit traditioneller Musik und Tänzen von über 600 Angehörigen der 20 nationalen Minderheiten fanden die Reihen ,,Agora des interkulturellen Dialogs”, der ,,Literatursalon” und Foto- und Malereiausstellungen statt.

Die Veranstalter beschreiben das Event als ,,Instrument zur Hervorhebung der ethnokulturellen Vielfalt” und als “Modell des friedlichen Zusammenlebens”. Die HZ-Praktikantin Annika Könntgen hat das Festival besucht und beschreibt, warum das aus ihrer Sicht vollkommen gelungen ist.

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,,Auf Wanderschaft bin ich wirklich frei“

Wandergeselle Jens ist von seiner Station in Hermannstadt überrascht worden

Ausgabe Nr. 2784

Sie arbeiten derzeit an dem Dach des Hauses in der Wiesengasse/Tipografilor 12 (von links): ganz oben: Ben und Friedrich, in der Mitte: Christian, unten: Michael und Jens.                                                                                                                                                                         Foto: Beatrice UNGAR

Seit 2003 ziehen sie Jahr für Jahr in ihren traditionellen Outfits in ganz Hermannstadt die Blicke auf sich: Wandergesellen, die das Projekt ,,Casa Calfelor” (Gesellenherberge) unterstützen und in der Stadt oder in der Schauwerkstatt am Huetplatz arbeiten. Jens ist einer von ihnen und erklärt im Interview mit der HZ-Praktikantin Annika K ö n n t g e n, was er an der Tradition der Wandergesellen schätzt, was er auf der Reise schon erlebt hat und wieso seine Station in Hermannstadt ihn überrascht hat.Weiterlesen

FITS 2022: Grandios und unvergesslich

Ausgabe Nr. 2776

Streiflichter von dem 29. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival

Mit der Hermannstädterin Ioana Mărcoiu (mit roter Perücke) in der Hauptrolle war das Odeon-Theater mit „Cabaret” beim Festival dabei. Foto: Sebastian MARCOVICI

Wenn riesige Monster und Fabelgestalten über den Großen Ring ziehen, Fanfaren in der Heltauergasse spielen, Zirkusakrobaten auf dem Habermannmarkt herumturnen und Drohnen den Himmel über Hermannstadt aufleuchten lassen, dann hat das Internationale Theaterfestival (FITS) begonnen. Die 29. Auflage, die am Freitagabend, dem 24. Juni begonnen hat und noch bis Sonntag, dem 3. Juli in Hermannstadt von den Mitarbeitern des Radu-Stanca Nationaltheaters organisiert wird, findet unter dem Motto „Schönheit“ statt. Mehr als 3.500 Teilnehmer aus 75 Ländern erfreuen das teilweise extra für das Festival angereiste Publikum in über 800 Events. Es ist, wie jedes Jahr, für jeden Geschmack etwas dabei.

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,,Ein von Herzen willkommener Vorbote“

Ausgabe Nr. 2776

21. Kronenfest in Kerz am Alt als Gemeindefest begangen

Endlich wieder Kronenfest in Kerz: Vier Jungen von der Tanzgruppe des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums trugen die Krone beim Umzug aus dem Pfarrhof in den Park, wo der Kronenbaum aufgestellt war. Mehr über das als Bezirkgemeindefest mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt organisierte Kronenfest in Kerz lesen Sie auf Seite 3. Foto: Beatrice UNGAR

Wenn es Ortspfarrer Michael Reger regelrecht die Stimme verschlägt bei der Begrüßung in der bis zum letzten Platz besetzten Kirche in Kerz – eigentlich der Chorraum der früheren Saalkirche des Zisterzienserklosters – dann ist Kronenfest. Am vergangenen Sonntag, dem 26. Juni, fand dieses traditionelle Fest nun zum 21. Mal nach der Wende als Gemeindefest des Hermannstädter Evangelischen Kirchenbezirks statt und wurde finanziell und logistisch unterstützt seitens des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt aus Mitteln des Departements für interethnische Beziehungen. Weiterlesen

Geniale Symbiose von Mensch und Musik

Ausgabe Nr. 2769

Streiflichter von der Ehrung des Ausnahmecellisten Götz Teutsch in Wien


Gruppenbild mit Botschafter, Geehrtem, Laudator und Musikerinnen und Musikern (v. l. n. r.): Botschafter Emil Hurezeanu, Staatssekretärin Laczikó Enikő Katalin, Robert Teutsch (Horn), Götz Teutsch mit der Urkunde in der Hand, Sarah Grubinger (Viola), Gabriel Bebeșelea, Cordelia Höfer-Teutsch (Klavier), Aylin Heredia (Cello), Saskia Roczek (Violine) und Leonhard Roczek (Cello). Foto: Heinz WEISS

Dies gehört nicht zu meiner Alltäglichkeit. Neugier und Spannung steigen, als ich am frühen Abend des 2.Mai 2022 das Auto in der Nähe der Prinz-Eugen Straße 60, 1040 Wien parke. Die Sonne sendet aufmunternde Strahlen vom Himmel, das Wiener Belvedere entlässt würdevoll seine letzten Besucher und ganz Wien befindet sich im Frühlingstaumel – die Natur hat das Grau der Stadt charmant bunt übermalt.

Und, ich freue mich auf die kommenden Stunden. Der Botschafter von Rumänien in der Republik Österreich, S.E. Emil Hurezeanu hat eingeladen: In einem Festakt wird Herrn Götz Teutsch, Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker i. R. der Nationale Kulturverdienstorden im Rang eines Offiziers verliehen.

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,,Alles Liebe zum Muttertag“

Ausgabe Nr. 2768

Das Muttertagskonzert „Alles Liebe zum Muttertag“, eine musikalische Umarmung von Pfarrer Alfred Dahinten und seiner Trio Saxones Band, wird am Sonntag, dem 8. Mai, um 18 Uhr deutscher Zeit (Mitteleuropäischer Sommerzeit)  bzw. um 19 Uhr rumänischer Zeit als Videostream auf dem YouTube-Kanal des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland (www.siebenbuerger.de) und auch auf der Facebook-Seite des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V., auf der Facebook-Seite von Radio Siebenbürgen und auf dem YouTube-Kanal des Siebenbürgenforums (Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen) gesendet. Mehr dazu unter https://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kultur/22714-videostream-alles-liebe-zum-muttertag.htmlWeiterlesen

Ostermontag auf der Michelsberger Burg

Ausgabe Nr. 2767

Die Kinder konnten sich nicht sattschippeln, die Erwachsenen sich nicht sattsehen beim traditionellen Eierschippeln am Ostermontag, dem 18. April, auf der Michelsberger Burg. Vor dem Eierschippeln aber gestalteten Pfarrer Zoran Kézdi und Pfarrer Stefan Cosoroabă gemeinsam einen Andacht in der romanischen Basilika. Im Anschluss teilten die zahlreichen Anwesenden bei schönstem Sonnenschein und bester Sicht auf die umgebenden Berge das Mitgebrachte. Die Gastgeber von der Michelsberger evangelischen Kirchengemeinde boten natürlich leckeren Hanklich, Kaffee  und Tee an.                                                                                     Foto: Beatrice UNGAR

Märzwinter

Ausgabe Nr. 2761

In Hermannstadt hat es am Montag und Dienstag starken Schneefall gegeben, wie auf dem Bild zu sehen ist, das Dienstagmorgen im Jugendpark entstanden ist. Ursache für den Märzwinter, wie so ein später Wintereinbruch genannt wird,  ist in den meisten Fällen von Nordosten eindringende sehr kalte und trockene Polarluft. Gefürchtet ist der Märzwinter bei den Obstbauern. War es Anfang des Jahres recht warm, ist die Natur bereits im Frühlings-Modus und wird dann vom Märzwinter eiskalt erwischt. Wir hoffen das Beste und zitieren drei passende Bauernregeln zu dieser Wetterlage: ,,Langer Schnee im März/bricht dem Korn das Herz“; ,,Märzenschnee und Jungfernpracht/dauern oft kaum eine Nacht“; ,,Viel Schnee, den uns der März entfernte,/lässt zurück uns reiche Ernte“.                                                                                       Foto: Cynthia PINTER

Vorfreude

Ausgabe Nr. 2759

Die Vorfreude auf den 1. März, an dem in Rumänien ein mărțisor (Märzchen) genannter Frühlingsbote an rot-weißer Schnur verschenkt wird, ist der Rollstuhlfahrerin anzusehen, die von ihrer Bekannten ein Märzchen geschenkt bekommt. Ab heute sind in Hermannstadt Märzchen an Ständen in der Heltauergasse zu kaufen.          

Foto: Cynthia PINTER

Einzeln verpackte Krapfen verteilt

15. Auflage des Urzellaufs in Agnetheln nach der Wiederaufnahme

Ausgabe Nr. 2756

Einzeln verpackt, nicht in der Quetsche: ,,Schaut her, wie tolle Krapfen wir gebacken haben“, scheinen diese beiden Urzeln zu rufen, die die rund 500 einzeln verpackte Krapfen in zwei Handwägelchen in der Parade hinter sich herzogen.                                              Foto: Max SCHUZ

„Mer wäinschen vill Gläck än diesem Hais, mer draiwen mät asen Gaußeln och Schallen de Suarjen ais. As Lauder och Wätz koun en jäider hieren, daut mer Ech besecken zaucht daut mer Ech ieren!“ Dieser Urzelspruch war im Vorjahr nicht zu hören, dafür aber am vergangenen Sonntag wieder, nachdem der Urzellauf pandemiebedingt im letzten Jahr nicht hatte stattfinden können. In diesem Jahr feierten die Agnethler Urzeln ein kleines Jubiläum und zwar die 15. Auflage des 2007 wieder aufgenommenen Urzellaufs. Weiterlesen

Wollmützen und Kräutertees

Adventsbasar der Handarbeitskreise hat auf dem Huetplatz stattgefunden

Ausgabe Nr. 2751

Adventsbasar auf dem Huetplatz: Der traditionelle Adventsbasar der Handarbeitskreise des Evangelischen Frauenkreises Hermannstadt war letztes Jahr pandemiebedingt ausgefallen. Da auch in diesem Jahr an einen Adventsbasar in Innenräumen nicht zu denken war, beschloss eine kleine Gruppe von Frauen dieser Handarbeitskreise, am Freitag, dem 3. Dezember, einige Stände auf dem Huetplatz aufzustellen. Sie luden auch die Frauen vom Handarbeitskreis der Neppendorfer evangelischen Kirchengemeinde A. B. dazu ein. Foto: Cynthia PINTER

„Yoy! Ech hun dech net erkaunt! Met der Mask!“ Da war die Freude doppelt so groß, als man sich endlich erkannt hatte, beim Adventsbasar der Handarbeitskreise des Evangelischen Frauenkreises Hermannstadt, der diesmal am Freitag, dem 3. Dezember, draußen auf dem Huetplatz stattgefunden hat. Maskenpflicht herrscht in Hermannstadt immer noch auch draußen, also war es immer sehr spannend für die Verkäuferinnen, wen sie da als Kundin oder Kunden bedienen durften. Weiterlesen

Erster Advent im Zeichen des Lichtes

Familienchor und Singwochen-Chor in der Mediascher Margarethenkirche

Ausgabe Nr. 2751

Edith Toth (1. v. l.) an der Hausorgel, Pfarrerin Bettina Kenst (5. v. l.) am Lesepult und einige Mitglieder der beiden Chöre.                                                                                      Foto: die Verfasserin

,,Durch das Singen kann man selbst zu Licht werden und das Licht auch weitergeben“. Davon ist die Mediascher Stadtkantorin Edith Toth überzeugt. Als sie beim Gospel ,,Shine Your Light“ die ,,Seiten wechselte“ und die Besucherinnen und Besucher des Familiengottesdienstes am 1. Adventsonntag sprang der sprichwörtliche Funken über.Weiterlesen

Geröstete Kastanien und würziger Glühwein

Der 14. Hermannstädter Weihnachtsmarkt wurde am Freitag eröffnet

Ausgabe Nr. 2750

Blick auf den Weihnachtsmarkt von der Aussichtsplattform neben dem Weihnachtsbaum vor der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche. Hauptattraktionen sind das Riesenrad, das Lichterzelt und das Karussell.                                                                                                     Foto: Cynthia PINTER

Freitag, der 26. November, 19 Uhr, Großer Ring, Hermannstadt. Ein Duft von gerösteten Kastanien und würzigem Glühwein liegt in der Luft. Ein Raunen geht durch die Menschenmenge, als das Lichterzelt und der Weihnachtsbaum hell erleuchten. Der Hermannstädter Weihnachtsmarkt ist offiziell eröffnet. Weiterlesen

Viel Zeit zum leisen Nachdenken

Der Bildverlag Eichler bietet Besinnliches auf Karten und Kalendern

Ausgabe Nr. 2750

Landschaften Siebenbürgens 2022 von Martin Eichler, Querformat ca. 50 x 35 cm, Bilderdienst Eichler, München 2021, ISBN: 978-3-942424-73-8. Die Schönheit der verschiedenen Landschaften in Siebenbürgen zeigt dieser Wandkalender. Ein Blickfang für jede Wand und ein wirklich repräsentatives Geschenk. Das Bild auf dem Deckblatt zeigt einen Sonnenuntergang über dem Butschetsch/Bucegi-Gebirge.

Zeit zum genauen Aufschreiben und zum leisen Nachdenken sollten wir allesamt in der Adventszeit reichlich haben. Davon ist erneut der Münchner Bildverlag Eichler vollumfänglich überzeugt. Mit einem von Hand gemachten Gruß entstehe einfach die anderswo schmerzlich vermisste echte Nähe, die ehrliche Suche nach persönlicher Anteilnahme und vielleicht sogar eine ganz besondere Nächstenliebe – vollgepackt mit Herzlichkeit. Weiterlesen