Riesling und Ruländer

Freiwilliges Helferteam bei Weinlese in Großpold

Ausgabe Nr. 2979

Neun vom freiwilligen Helferteam.                                       Foto: der Verfasser

Der Herbst hält sichtbar Einzug und mit ihm beginnt überall die Saison der Weinlese. So auch in Großpold, wo sich am letzten Septemberwochenende rund zehn freiwillige Helfer zur Weinlese im Kirchenweinberg einfanden. Traditionelle Weinsorten wie Mädchentraube, Gornisch oder Riesling gedeihen hier, ebenso Gutedel, Neuburger und Ruländer. Da sich der Kirchenweinberg nach wie vor im Besitz der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Großpold befindet, wird er das ganze Jahr über von fleißigen Gemeindegliedern gepflegt und bewirtschaftet, ausgewanderte Großpolder reisen zum Teil eigens zur Weinlese aus Deutschland an.Weiterlesen→

Den Dank zum Klingen gebracht

Groß und Klein feierte in Hammersdorf musikalisch und kulinarisch das Erntedankfest

Ausgabe Nr. 2979

Nach dem Gottesdienst stellte sich die Festgemeinde zum gemeinsamen Gruppenfoto vor die ehemalige evangelische Volksschule auf.                                                                                                                                      Foto: Simon TARTLER

Die bunten Blätter der Hecken am Eingang zur Kirchenburg glänzten in der Herbstsonne, welche gemeinsam mit dem strahlend blauen Himmel die Gottesdienstbesucher am vergangenen Sonntag in Hammersdorf empfing. Der Gemeindeverband Hermannstadt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien hatte hierher zur Feier des Erntedankfestes eingeladen, wobei über 230 Gäste aus dem gesamten Gemeindeverband, aber auch darüber hinaus, der Einladung gefolgt waren. Weiterlesen→

„Traditionen nicht verwildern lassen“

36. Sachsentreffen hat am 19. und 20. September in Schönau stattgefunden

Ausgabe Nr. 2977

Den Aufmarsch der Trachten- und Tanzgruppen eröffneten die Gastgeber und Mitorganisatoren von der HOG-Schönau zünftig mit dem wie zum traditionellen Rinnenfest geschmückten Wagen.                  Foto: Cynthia PINTER

Unter dem Motto „Jugend bewegt Siebenbürgen“ fand am 19. und 20. September in Schönau/Șona/ Szépmező im Kreis Alba das 36. Sachsentreffen statt. Im schmucken Dorf an der Kleinen Kokel mit dem schick hergerichteten Zentrum war so viel Bewegung wie seit vielen Jahren nicht mehr: Die Siebenbürger Sachsen feierten zwei Tage und zwei Nächte ausgelassen, wie in den „guten alten Zeiten“. Natürlich durfte gerade hier nicht der Wein fehlen: Das Unternehmen Jidvei stellte als Sponsor den in Seiden/Jidvei hergestellen Wein zur Verfügung, und zwar mit extra hergestelltem Etikett. Dass auch das Wetter mitspielte – knapp 30 Grad Außentemperatur bei strahlender Sonne – war das Tüpfelchen auf dem i.Weiterlesen→

„Shana tova 5787!”

Ausgabe Nr. 2976

„Shana tova 5787!” wünschten sich die Hermannstädter und Mediascher Mitglieder und Sympathisanten der jüdischen Gemeinde Hermannstadt und ihre Gäste am Freitagabend, dem 11. September, am Vortag des Beginns des Jüdischen Neuen Jahres – Rosh Hashana (auch Rosch ha-Schana) 5787 – bei einem geselligen Beisammensein im Gemeinderaum hinter der Synagoge. Dazu gehörten u. a. ein guter Schluck Rotwein aus Israel, Apfelscheiben in Honig getunkt, panierter Fisch, Eiersalat. Zum Auftakt erläuterte Anda Reuben (stehend) die Bedeutung dieses Festes sowie die damit verbundenen Essensvorschriften. Am Mittwochabend, dem 16. September, wiederholte Reuben diese Erläuterungen vor einem zahlreichen Publikum in der Synagoge im Rahmen des Ars Sacra-Festivals.    Foto: Beatrice UNGAR

Ein Museum zum Anfassen

Der 60. Töpfermarkt fand am Wochenende statt

Ausgabe Nr. 2975

Die 60. Ausgabe des Hermannstädter Töpfermarktes hat am vergangenen Wochenende Tausende von Gästen aus dem In- und Ausland auf den Großen Ring gelockt.            
Foto: Cynthia PINTER

Zum 60. Mal wurde der Große Ring in Hermannstadt am 5. und 6. September zum Treffpunkt der Töpfer. Zwischen alten Formen, bunten Glasuren und frisch geformten Gefäßen zeigte sich, wie lebendig eine Handwerkskunst sein kann, die seit Generationen weitergegeben wird. Mehr als 100 Töpfer und Töpferfamilien aus Rumänien, der Republik Moldau und Ungarn nach Hermannstadt gekommen. Der Große Ring verwandelte sich für zwei Tage in eine große Freiluftwerkstatt, ein Museum zum Anfassen und zugleich in einen Ort, an dem altes Handwerk ganz selbstverständlich zum Alltag gehört. Weiterlesen→

,,Es geht um Gemeinschaft und Heimat“

Ausgabe Nr. 2971

Auftakt zu den ,,Festtagen in Siebenbürgen“: das erste Michelsberger Burgfest

Auf dem Weg zur Burg erhielten die vielen aus Deutschland Angereisten in der schmucken Michelsberger Tracht herzlichen Beifall. Foto: Beatrice UNGAR

 

„Wenn wir heute hier auf der Burg zusammenkommen, dann geht es um weit mehr als um ein Fest. Es geht um Gemeinschaft. Um Erinnerung. Und vor allem um Heimat. Viele Michelsberger haben vor Jahrzehnten ihre Koffer gepackt und sind nach Deutschland ausgewandert. Aber Michelsberg ist trotzdem mitgegangen. In den Erinnerungen, in der Sprache, in den Liedern und Bräuchen, in den Geschichten, die den Kindern und Enkelkindern erzählt wurden. Und deshalb ist das, was heute geschieht, vielleicht mehr als ein Wiedersehen. Für viele von Ihnen ist es eine Heimkehr.“ Mit diesen Worten begrüßte der DFDH-Vorsitzende Gabriel Tischer alle Anwesenden am Freitag auf der Michelsberger Burg beim ersten Burgfest, das zugleich auch den Auftakt zu den „Festtagen in Siebenbürgen“ darstellte.

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In normale Fahrwasser eingelaufen

Ausgabe Nr. 2971

Streiflichter vom zweitägigen 14. Neppendorfer Heimattreffen

Gruppenbild mit Pfarrer Dietrich Galter und allen Gottesdienstteilnehmenden am Sonntag vor der renovierten evangelischen Kirche. Fotos: Beatrice UNGAR

Das 14. Heimattreffen der Neppendorfer hat am 8. und 9. August stattgefunden und reihte sich ein in die Veranstaltungen der „Festtage in Siebenbürgen“. Bei der Eröffnungsfeier in der evangelischen Kirche begrüßte Dechant Pfarrer Dietrich Galter die Anwesenden und gab nach einer kurzen Andacht das Wort weiter an den Gemeindekurator Josef Beer und an den HOG-Vorsitzenden Helmut Gromer.

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Aus der Zeit gefallen – und doch mittendrin

Ausgabe Nr. 2971

  1. Schauwerkstatt der Wandergesellen in Hermannstadt eröffnet

Gruppenbild mit allen bis Monatsende in Hermannstadt weilenden Wandergesellen und -gesellinnen. Einige arbeiten auch in der Stadt, z. B. decken sie das Dach der ehemaligen evangelischen Mädchenschule in der Salzgasse/Constituției und in Schellenberg am Pfarrhaus. Foto: Ștefan TRIHENEA

Sie sind nicht zu übersehen. Diese merkwürdig aussehenden Typen mit den eigentümlichen Anzügen, die sie als Kluft bezeichnen und den großen Hüten. Sie tragen weiße Leinenhemden, die sie Stauden und Binder, die sie Ehrbarkeit nennen: Wandergesellen. Sie scheinen aus der Zeit gefallen zu sein. Allein der Verzicht auf moderne Kommunikationsmittel wie Handys, würde ihre gleichaltrigen Zeitgenossen schon zur Verzweiflung treiben. Und vielleicht passen sie deshalb so gut zu Hermannstadt, jener Stadt, die einst als Hochburg wandernder Gesellen galt. Am 6. August eröffneten sie zünftig die diesjährige Schauwerkstatt zwischen Teutsch-Denkmal und evangelischer Stadtpfarrkirche im Hof des Brukenthal-Gymnasiums.

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Tafeln im Pfarrgarten

Ausgabe Nr. 2971

DFDH-Sympathisanten beim Transylvanian Brunch

Die Gäste konnten Pfarrgarten im Schatten der Apfelbäume bei einem guten Essen den Blick auf die Kirche genießen.

 

Ein reichhaltiges gastronomisches Angebot gab es beim Transylvanian Brunch am 26. Juli auf dem Gelände des evangelischen Pfarrhauses und der Kirchenburg in Roseln/Ruja bei Agnetheln. Neben Kümmelsuppe, Brodelawend, Zwiebel-Tokana mit Würstchen und Sarmale gab es verschiedene Aufstriche aus unterschiedlichem Gemüse, Käse und Wurstarten aus der Region.Weiterlesen→

Tuberosenfestival in Halvelagen/Hoghilag

Ausgabe Nr. 2971
Zum 11. Mal wurde in Halvelagen das Tuberosenfestival organisiert und zum ersten Mal fand es an zwei Wochenenden statt – am 1. und 2. August, bzw. am 8. und 9. August – das deutlichste Zeichen, dass das Event wächst. Das Bürgermeisteramt kämpft dafür, dass die Tuberose, eine Pflanze aus der Gattung der Agaven, die Zertifizierung als geschützte geografische Angabe erhält. Die Besucher konnten nicht nur Blumen und Tuberosenöl kaufen, sondern auch die Zwiebel, in der Hoffnung, dass in wenigen Jahren auch im eigenen Garten die duftenden Blüten die Sommerabende verschönern. Im Hof der Kirchenburg wurden verschiedene Aktivitäten und Konzerte organisiert, am Platz davor verkauften die Dorfbewohner Handgemachtes und Leckereien – von frischen Tomaten bis Zacusca, von Fettbroten mit Zwiebeln bis Krapfen und von Limonade bis Schnaps. Sogar schwarze Sommertrüffel aus der Schäßburger Gegend konnten hier gekauft werden. Unser Bild: Im Hof einer der rund 40 Familien, die Tuberosen züchten, sind am 9. August nur noch wenige Blumen zu sehen, denn die meisten wurden bereits geerntet und verkauft. Da die Blumen nicht aufblühen, nachdem sie geschnitten wurden, passen die Besitzer ganz genau auf, dass sie die Tuberosen im richtigen Moment ernten. So mussten die Kunden zum Teil bis zu zwei Stunden warten, bis die Tuberosen in der Sommerhitze poppten, um sie kaufen zu können.                                                               Foto: Mugur FRĂȚILĂ

Alle lachten mit der Sonne um die Wette

Einblicke in das 33. Maifest des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2960

Beim Aufmarsch auf dem Großen Ring gab die Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums zu den Klängen der Petersdorfer Blaskapelle den Takt an.                                                                                       Foto: Beatrice UNGAR

War man als Tourist oder Touristin am vergangenen Samstag, dem 23. Mai, morgens in der Nähe des Brukenthal-Gymnasiums unterwegs, so konnte es dafür zweierlei Gründe geben: Entweder man war extra für den Beginn des 33. Maifestes des DFDH vor Ort, traditionell eingeleitet mit dem umfangreichen Trachtenumzug durch das Herz von Hermannstadt, oder man erfuhr just in diesem Moment von der bunten Veranstaltung, an der an jenem Samstag nun wirklich niemand vorbeikam. Weiterlesen→

Blasmusiker sorgten für gute Laune

Maiblasen gab es auch in diesem Jahr in Neppendorf und Petersdorf

Ausgabe Nr. 2957

Offenes Tanzen mit der spontan zusammengestellten Tanzgruppe.                                                 Foto: Ștefan TRIHENEA

Der 1. Mai wurde zunächst um 7 Uhr beim Maisingen auf der Michelsberger Burg gefeiert. Auf dem Kirchhof in Neppendorf wurde es erst drei Stunden später geschäftig. Die Neppendorfer Blaskapelle eröffnete pünktlich um 11 Uhr das traditionelle Maiblasen der evangelischen Kirchengemeinde Neppendorf auf dem Kirchhof. Hier hatten sich schon fast eine Stunde davor viele Schaulustige versammelt.Weiterlesen→

Der Himmel leuchtete orange

Streiflichter vom traditionellen Maisingen auf der Michelsberger Burg

Ausgabe Nr. 2957

Die Anwesenden wurden für ihre Mühe – Frühaufstehen und Aufstieg zur Burg – mit einem leckeren Frühstück auf dem Burghof belohnt.                              
Foto: Alisa SCHWARZ

„Der Winter ist vorüber, April ist nun vorbei, und mit des Kuckucks Rufen beginnt der Monat Mai…“, wurde am Freitag, dem 1. Mai auf der Michelsberger Burg gesungen. Bei strahlendem Sonnenschein und mit Blick über das Dorf feierten man in den Frühling hinein. Weiterlesen→