Von Berlin nach Rumänien in drei Stunden

Streiflichter eines Besuches auf der ITB 2017 
Ausgabe Nr. 2522
1-ITB„ITB, juche!“ denke ich mir und mache ich am Samstagnachmittag auf den Weg zum Messegelände in Berlin. Verfehlen kann ich die größte Tourismusbörse (8.-12. März 2017) der Welt nicht. Schon aus der Ferne kommt mir ein Strom mit bunten Taschen und Stoffbeuteln behangener Menschen entgegen. Eine rüstige Rentnerin mit einem kleinen Wanderrucksack läuft schnellen Schrittes Richtung U-Bahn, ihr Gefährte kann ihr, beidseitig mit Papiertüten schwer bepackt, kaum folgen. Wohin ihre Reise wohl gehen soll? Ob die beiden überhaupt zusammen verreisen? 

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Vom rohen Brett zum ersten Soundcheck

Abschluss des Weiterbildungskurses in der Orgelbaulehrwerkstatt in Honigberg
Ausgabe Nr. 2521
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Vom rohen Brett bis zum ersten Soundcheck ist ein langer Weg, den wir zusammen gegangen sind. Ich freue mich sehr für die junge Mannschaft und wünsche ihnen in Zukunft viel Erfolg“, sagte die Schweizer Orgelbauerin Barbara Dutli beim festlichen Abschluss des zweijährigen Weiterbildungskurses für bereits ausgebildete Orgelbauer und Schreiner am Samstag in der Orgelbaulehrwerkstatt in Honigberg, ein aus Mitteln des Schweizerischen Beitrags an die erweiterte Union cofinanziertes Projekt. Dutli leitet seit 14 Jahren diese Lehrwerkstatt, die von der Stiftung Fundația pentru pregătire profesională din România (Stiftung für Berufsausbildung in Rumänien, FPPR) in Partnerschaft mit der Schweizerischen Stiftung für Orgeln in Rumänien betrieben wird. Im Rahmen des zweijährigen Projekts haben die fünf ausgewählten Teilnehmer unter ihrer Koordination zwei wertvolle Instrumente aus zwei unterschiedlichen Epochen restauriert und als krönenden Abschluss eine neue Hausorgel geplant und gebaut.

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Mehr als ein Sammelband

Band 32 der Kärnten Dokumentation vorgestellt
Ausgabe Nr. 2521
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Von „A wie Alba Iulia“ über „B wie Baumstriezel“ bis hin zu „Z wie Zibinsgebirge“ führte die alphabetische Reise von Udo Puschnig, Unterabteilungsleiter im Amt der Kärntner Landesregierung, der statt eines Grußwortes seine Gedanken zum Thema „Siebenbürgen von A bis Z“ vorlas. Die zahlreichen Anwesenden im Spiegelsaal des Forumshauses in Hermannstadt zollten ihm begeistert Beifall.

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Ein Marathon der Gefühlsregungen

„Rovegan“ – greift Thema der Arbeitsmigration auf
Ausgabe Nr. 2521
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Immer häufiger wird dokumentarisches Theater in Hermannstadt gezeigt. Nach „Sprechen Sie Schweigen?“ von Gianina Cărbunariu machte ein ähnlich aufgebautes Gastschauspiel aus Bukarest am Freitag, den 10. März, im Gong Kinder- und Jugendtheater halt. Das Theaterstück „Rovegan“ von Catinca Drăgănescu behandelt ebenfalls das Thema Arbeitsmigration. Wie im Falle des Stückes von Gianina Cărbunariu, ging auch bei „Rovegan“ eine Recherche voraus.

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Neu aufgestellt: Transilvania 2.0

Der Samstagsmarkt bei der Transilvania-Halle wird erneuert
Ausgabe Nr. 2521
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Jeden Samstag wird bei der Transilvania-Halle ein Markt organisiert, der von den Hermannstädtern sehr geschätzt wird. Jetzt soll der Markt erneuert werden, der erste Schritt wurde bereits vergangenen Samstag durchgeführt, als die Verkaufstische hinter und an die Seite der Halle verlegt wurden. Weitere Schritte sollen demnächst gemacht werden. Zuständig für den Samstagsmarkt ist der Hermannstädter Kreisrat.

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„Über den Tag hinausdenken“

Hessischer Landtagspräsident Norbert Kartmann besuchte Rumänien
Ausgabe Nr. 2521
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Der Hessische Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU) fühlte sich am Donnerstag der Vorwoche wieder in seinem Element als Pädagoge (er war vor dem Einstieg in die Landespolitik 1987 Lehrer gewesen, für evangelische Theologie und Physik): Er hielt in der Aula der Brukenthalschule vor interessierten Schülern und Lehrern einen Vortrag zum Thema „25 Jahre deutsch-rumänischer Freundschaftsvertrag und die Bedeutung der Europäischen Union“, wobei sich Kartmann gegen ein Europa mit „unterschiedlichen Geschwindigkeiten“ aussprach.

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Der Tanzlust gefrönt

Marienball im Neppendorfer Gemeindesaal
Ausgabe Nr. 2518
1-marienball220 Teilnehmer aller Altersklassen waren bei dem diesjährigen Marienball des Hermannstädter Deutschen Forums (DFDH) dabei, der erstmals nicht im Spiegelsaal im Forumshaus sondern im Gemeindesaal in Neppendorf stattgefunden hat.

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Alle haben gewonnen…

In der Schulerau: Skicup des Österreichischen Honorarkonsulats in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2518
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Dem Bären, der am Montag am Rande der Skipiste in der Schulerau auftauchte, wo am Samstag der 6. Skicup des Österreichischen Honorarkonsulats in Hermannstadt stattgefunden hat, war wohl ein Feinschmecker. Ihm ist möglicherweise der Duft des evangelischer Speck“ genannten Aufstrichs in die Nase gestiegen, mit dem die Teilnehmer im Ziel erwartet wurden, und so ist er aus dem Winterschlaf erwacht und trottete irgendwann in die Richtung, woher der Duft kam. Er kam zu spät: Der Aufstrich war schon längst aufgegessen… 

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Widerstand durch Kultur

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Unter dem Motto rezistăm prin lectură“ (Wir harren durch Lesen aus) wurden die rumänischen Staatsbürger auf den sozialen Netzwerken eingeladen, am Sonntag zwischen 12 und 13 Uhr mit Klappstuhl und Lieblingsbuch auf einem öffentlichen Platz zu verweilen. Unser Bild: In Hermannstadt versammelten sich ca. 100 Lese-Widerständler“ aller Altersgruppen auf dem Großen Ring, der damit zum wiederholten Mal sich als Wohnzimmer der Stadt“ erwies. Am Abend trafen sich dann hier die Teilnehmer an den Protestkundgebungen gegen die Regierung, insgesamt sind schließlich 4.000 Hermannstädter durch die Stadt marschiert und haben Parolen gegen die Regierung gerufen.

Foto: Dragoș DUMITRU

Eine Reise ins Land der Träume

Die Brukenthalschüler feierten am vergangenen Wochenende ihren Fasching
Ausgabe Nr. 2516
 

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Was würde denn der US-Präsident Trump tun, wenn der Weltuntergang vor der Tür steht? Er würde weinen und sagen: „Can’t make America great again!“ (Ich kann Amerika nicht mehr wieder groß machen). Und Rumäniens Staatspräsident Johannis? Er würde ruhig vor das Volk treten und langsam und deutlich sagen: „Ich habe vernommen, dass die Welt untergeht. Schauen wir mal…“ Und was tun die Russen? Sie lassen sich mit Wodka vollaufen und „ziehen sich“ ein Spiel rein: „Weltuntergang in Russland. Starterpack“. So jedenfalls präsentierte die 9. C-Klasse den Weltuntergang beim diesjährigen Fasching der Lyzeaner der Brukenthalschule, der am Donnerstag der Vorwoche in der Sporthalle der Schule stattgefunden hat. Das von den Schülern und Lehrern bestimmte Thema lautete „Eine Reise ins Land der Träume“ . Weiterlesen

„Wir möchten den Brauch weiterführen”

Die Urzeln liefen in Großschenk am vergangenen Samstag wieder
Ausgabe Nr. 2515
 

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„Der Urzeltag, der ist ein Fest mit Tradition/ Liefen doch vor Zeiten unsere Ahnen schon/ Wie sie ihn uns vor Jahren haben weitergegeben/ So wollen wir heute den alten Brauch wieder beleben/ Und von nun an jährlich weiterpflegen.”, lauteten die Verse des Narrenrichters Mihai Gottschling. Vergangenen Samstag wurden die bösen Geister in Großschenk nach 25 jähriger Unterbrechung wieder mit knallenden Peitschen und lautem Glockengeläut vertrieben. In Großschenk liefen die Urzelln wieder.Weiterlesen

Silvester in der Suru-Hütte

Vor unseren Augen läuft ein Schwarz-Weiß-Film…
Ausgabe Nr. 2513
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Die Laubbäume bilden einen starken Kontrast in dem frisch verschneiten Wald. Wir befinden uns in den Fogarascher Bergen. Knapp 30 Minuten Autofahrt von Hermannstadt entfernt liegt das urige Dorf Sebeșul de Sus. Ein kleines Hirten- und Waldarbeiterdorf im Tal, wo der Kammweg der Südkarpaten beginnt.

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„Immer glaubwürdig“

Altbundespräsident Roman Herzog ist tot
Ausgabe Nr. 2512
3-roman-herzog1995Er war eine markante Persönlichkeit, die das Selbstverständnis Deutschlands und das Miteinander in unserer Gesellschaft geprägt und gestaltet hat“. Mit diesen Worten würdigt der  amtierende Bundespräsident Joachim Gauck den früheren Bundespräsidenten Roman Herzog, der am Dienstag, dem 10. Januar d. J., gestorben ist. Der 1934 im bayerischen Landshut geborene Roman Herzog war promovierter Jurist. 1970 wurde er Mitglied der CDU und war als solcher in der Landespolitik tätig, bis er 1983 zum Bundesverfassungsrichter berufen wurde. Dieses Amt hatte er bis 1994 inne. Von 1994 bis 1999 war er der siebte Präsident der Bundesrepublik Deutschland.

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