Anschaulich vorgetragene Beispiele

Interessantes Thema beim Kaffeenachmittag des DFDH im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2943

Petru Scântei (stehend) bei seinem Vortrag.               Foto: Beatrice UNGAR

Das neue Jahr 2026 beginnt mit einem Winter „wie er früher einmal war“ und mit der ersten Einladung des DFDH zum regelmäßigen Kaffeenachmittag in den Spiegelsaal. Am 20. Januar, 14 Uhr, bei strahlendem Wintersonnenschein, der die obere Eisschicht auftaute und die Besucher zur Vorsicht beim Gehen mahnte, fand ein anspruchsvoller Vortrag von Petru Scântei statt. Weiterlesen

Virtuos und berührend

Inszenierung ,,Heute Abend: Lola Blau“ viersprachig

Ausgabe Nr. 2943

Szenenfoto mit Emőke Boldizsár.                                
Foto: Iuliana REVENCU

Vier Sprachen bestimmen die Inszenierung von Regisseur Dumitru Acriș nach Georg Kreislers „Heute Abend: Lola Blau” mit der mehrsprachigen Schauspielerin Emőke Boldizsár. Insofern war jede Vorstellung eine Premiere: Am 11. Dezember 2025 in rumänischer Sprache, am 18. und 20. Dezember 2025 in deutscher Sprache und am 14. Januar 2026 in ungarischer Sprache. Geplant ist auch eine Vorstellung in englischer Sprache.

Weiterlesen

Die Zeit anhalten

Andreas H. Apelt erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte der Bewohner eines Dorfes

Ausgabe Nr. 2943

Andreas H. Apelt: Sechsunddreißig Seelen. Roman. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2024, 303 Seiten, ISBN 978-3-96311-916-3, 28 Euro. www.mitteldeutscherver lag.de

In das beschauliche Fürstlich Drehna in der Niederlausitz wurden die Bewohner der geschleiften umliegenden Dörfer umgesiedelt, die in der DDR-Zeit dem Tagebau weichen mussten. Viele wiederum sind Vertriebene aus Schlesien und Ostpreußen. Die Menschen sind verbittert wegen des durch die deutschen Diktaturen erfahrenen Unrechts. Wehmut ergreift die Protagonisten in Apelts Roman, wenn sie zur Abbruchkante gehen und ihren längst verschwundenen Ort Presenchen in der trostlosen Mondlandschaft suchen, den keiner mehr sieht, nur noch die alte Elli Noack, die lediglich vom Friedhof die Grabsteine gerettet und auf ihrem Grundstück aufgestellt hat, wo sie mit den Toten spricht ebenso mit dem Mond. Weiterlesen

Dagmar Dusil Writer in Residence 2026 in Arosa

Ausgabe Nr. 2943

Georg Brunold lädt jedes Jahr einen Autor zu einem Aufenthalt von drei bis vier Monaten in seine Schreibwerkstatt PenArosa mit Brunolds Arbeitsbibliothek ein. In diesem Sommer wird die gebürtige Hermannstädterin Dagmar Dusil zu Gast sein.

Die Daten sind flexibel zu wählen im Zeitraum von Mitte Juni bis Ende Oktober. Im Rahmen des umfangreichen Sommerprogramms von Arosa Kultur hat der Writer in Residence sich mindestens einmal der interessierten Öffentlichkeit zu stellen und dieser zu erklären, woran er/sie arbeitet. Im Rahmen des Arosaer Kultursommers sind weitere Lesungen geplant.

Gegenüber der HZ schreibt die Autorin: „Ich habe mich auch sehr gefreut. Arosa war die erste Anlaufstelle von Thomas Mann in seinem Schweizer Exil. Die Szene aus dem „Zauberberg”, der zwar in Davos spielt, hat seine reale Vorlage in dem Salon des Waldhotels in Arosa, wo Thomas Mann oft Kaffee trank und Zeitung las. Hermann Hesse hat seine zweite Hochzeitreise nach Arosa gemacht…”. Unser Bild: Dagmar Dusil im Wiener Stadtpark 2025.                             Foto: privat

Die leise Autorität der Musik

15. Januar 2026 – Tag der Rumänischen Kultur in Wien

Ausgabe Nr. 2943

Veranstalterinnen und Musikerin (v. l. n. r.): Dr. Andrea Amza-András, Geschäftsträgerin a. i. der Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich, die Pianistin Adela Liculescu und Mag. Andreea Dincă, Direktorin des Rumänischen Kulturinstituts Wien.                              Foto: Heinz WEISS

Das Klavierkonzert von Adela Liculescu im ORF RadioKulturhaus in Wien am 15. Januar d. J. war mehr als ein „Beitrag“ zum Tag der Rumänischen Kultur. Es entwickelte sich zu einem stillen, eindringlichen Plädoyer für die Bedeutung von Kunst in einer Zeit gesellschaftlicher Verunsicherung – präzise, unaufdringlich und von bemerkenswerter innerer Stringenz.Weiterlesen

Drei Künstler – drei Perspektiven

Die Ausstellung ,,TREI“ wurde am Nationalen Kulturtag eröffnet

Ausgabe Nr. 2943

Bei der Vernissage anwesend waren (v. l. n. r.) Sorin Purcaru, Alexandru Constantin Chituță und Adrian Stoleriu.                
Foto: Eduard RESCHKE

Die Ausstellung „TREI“ (rumänisch für „drei“) bringt in Hermannstadt drei zeitgenössische künstlerische Positionen zusammen, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit ergänzten. Die Werke von Dragoș Pătrașcu, Sorin Purcaru und Adrian Stoleriu zeigen im Touristeninformationszentrum im Foyer des Rathauses am Großen Ring eindrucksvoll, wie vielfältig zeitgenössische rumänische Kunst sein kann.Weiterlesen

Als Sammler Amateure genannt wurden

Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal (VI)

Ausgabe Nr. 2943

Das Exlibris mit dem Namen Christian Gottlieb Jöcher auf dem marmorierten Vorsatzblatt des Buches John Spencer, De Legibus Hebraeorum, gedruckt in Cambridge im Jahr 1727. Wenn Brukenthal dieses Exemplar nicht von J. L. von Mosheim (gest. 1755) erworben hat, gehörte es mit Sicherheit zu einem bestimmten Zeitpunkt C. G. Jöcher (gest. 1758). In der Sammlung von Brukenthal wird kein Katalog eines Verkaufs der Bibliothek von Jöcher erwähnt, dafür aber sein berühmtes Gelehrten Lexikon.

Über die Anfänge der Bibliothek des Barons Samuel von Brukenthal ist sehr wenig bekannt. In der Fachliteratur geht man meist auf die Jahre 1770-1780 zurück, wenn von Buchkäufen des ehemaligen Gubernators von Siebenbürgen oder von seinen Verbindungen auf dem mitteleuropäischen Buchmarkt die Rede ist. Wie sieht es jedoch in der Zeit vor den 1770er Jahren aus? Dieser Frage geht der für die Bibliothek zuständige Kurator Alexandru-Ilie Muntean in der sechsten Folge der Reihe „Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal” nach, wobei der Fokus auf dem Verkaufskatalog der Bibliothek von Johann Lorenz von Mosheim, (Göttingen, 14. Juli 1756) liegt.Weiterlesen