Nachrichten

Ausgabe Nr. 2943

In Hermannstadt ist es seit Jahresbeginn winterlich. Der Dauerfrost hat zeitweilig auch Glatteis beschert. Es soll milder werden. Unser Bild: Abendstimmung an der Sagstiege. Foto: Beatrice UNGAR

Urzellauf und Marienball

Agnetheln/Hermannstadt. – Bei dem diesjährigen Urzellauf in Agnetheln wird am 25. Januar ein kleines Jubiläum gefeiert: 20 Jahre seit der Wiederaufnahme dieses 1689 erstmals urkundlich erwähnten Brauches in dem Städtchen am Harbach. Geplant ist eine Ausstellung mit Fotos aus den 20 Jahren in der „Georg Daniel Teutsch”-Schule. Hier werden am 25. Januar auch verschiedene Aktivitäten für Schulkinder angeboten, sowie ein Film gezeigt. Der Abmarsch der Urzelparade findet ab 10 Uhr von dem IMIX-Werk (Str. Avram Iancu) statt, um 10.15 Uhr werden vor der Apotheke und dem Dacia-Hotel die traditionellen Figuren vorgestellt, um 10.30 Uhr vor dem Bürgermeisteramt und um 11 Uhr an der Abzweigung nach Kirchberg, danach laufen die Urzeln bis 18 Uhr in Parten durch die Stadt.

Am Freitag, den 13. Februar, ab 18 Uhr, findet der Marienball des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Restaurant Hanul din Tulgheș im ASTRA-Freilichtmuseum statt, wo auch der Katharinenball 2025 veranstaltet worden war. Auch diesmal wird die Band Trio Saxones für gute Stimmung sorgen.

Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung im Sekretariat des DFDH möglich, vom 26. bis 30. Januar, jeweils zwischen 9 und 14 Uhr.Weiterlesen

Wintereinbruch zum Jahreswechsel

Ausgabe Nr. 2942

Gleich zu Jahresbeginn hat es in Hermannstadt gehörig geschneit und es gab inzwischen noch weiteren Schneefall. Mittwoch und Donnerstag hat es geregnet und es wurde glatt. Für das Wochenende ist Frost angesagt. Unser Bild: Der Stadtpark, heute Astra-Park, eignet sich hervorragend für einen winterlichen Spaziergang.                                                      Foto: Beatrice UNGAR

Jubiläumslauf

Ausgabe Nr. 2942

Bei dem diesjährigen Urzellauf in Agnetheln wird am 25. Januar ein kleines Jubiläum gefeiert: 20 Jahre seit der Wiederaufnahme dieses 1689 erstmals urkundlich erwähnten Brauches in dem Städtchen am Harbach. 2006 hatte nämlich der Lehrer Bogdan Pătru die Initiative, ein diesbezügliches Projekt mit seinen Schülern durchzuführen. Seither laufen in Agnetheln die Urzeln jedes Jahr, es wurde ein einschlägiger Verein „Breasla Lolelor” (Urzelzunft) gegründet und fast alle der damaligen 14 Schüler der 4. Klasse machen dabei mit. Geplant ist auch eine Ausstellung mit Fotos aus den 20 Jahren in der „Georg Daniel Teutsch”-Schule. Hier werden am 25. Januar auch verschiedene Aktivitäten für Schulkinder angeboten sowie ein Film gezeigt. Der Abmarsch der Urzelparade findet ab 10 Uhr von dem IMIX-Werk (Str. Avram Iancu) statt, um 10.15 Uhr werden vor der Apotheke und dem Dacia-Hotel die traditionellen Figuren vorgestellt, um 10.30 Uhr vor dem Bürgermeisteramt und um 11 Uhr an der Abzweigung nach Kirchberg, danach laufen die Urzeln bis 18 Uhr in Parten durch die Stadt. Unser Bild: 2018 fand der Urzellauf bei klirrender Kälte statt, heuer wird ebenfalls Frost erwartet.      

Foto: Beatrice UNGAR

„Zeit“-Seeing

Eine nostalgische Kirchenburgentour zwischen den Jahren

Ausgabe Nr. 2942

Die Kirchenburg in Galt/Ungra ist einigermaßen gut instandgehalten.
Foto: kirchenburgen.org

Das weihnachtliche Krippenspiel, die Gottesdienste, die Bescherung, das Chorsingen sind vorbei – bis zum Altjahresabend gibt es noch einen Montag und einen Dienstag. Was tun, um auch selbst mal zu entspannen und vielleicht noch etwas Neues zu erleben? Es wird fieberhaft überlegt: Nach Bukarest? Da ist das Museum des Kommunismus am Montag geöffnet. Oder auch die Kathedrale der Erlösung des Volkes, die man sich ansehen könnte. Aber es gibt Einwände: der Weg ist lang, es gibt ganz sicher Stau, man ist zusammengenommen einen ganzen Tag unterwegs, um dann einen Tag in Bukarest zu verbringen – das lohnt sich nicht. Also Plan B: Kirchenburgen in der Gegend Kronstadt-Reps. Weiterlesen

Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Bischof Reinhart Guib lud am 9. Januar zum traditionellen Neujahrsempfang ein

Ausgabe Nr. 2942

Landeskirchenkuratorin Carmen Schuster (rechts) bei ihrer Ansprache zum Thema Zukunft der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien im Festsaal des Bischofshauses.                                                         Foto: Beatrice UNGAR

„Seit 2014 arbeiten wir strategisch und bauen durch das Strategiekonzept „Zukunft Kirche“ unter dem Motto ‚Aus Glauben Leben in Gemeinschaft gestalten‘ an der Zukunft der Kirche mit. Es ist spannend zu erleben, dass Gott seiner Kirche, wie im Fall unserer Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, nach dem Fast-Ende 1990 einen neuen Anfang und neues Leben geschenkt hat. Wir vertrauen darauf, dass die Kirche aus Gottes Gnade weiterleben und die Werke des Herrn verkündigen kann, erklärte Bischof Reinhart Guib in einem Interview, das er aus Anlass seiner 15 Jahre Amtszeit den Kirchlichen Blättern gewährt hat. Im Zeichen der Zukunft stand denn auch der traditionelle Neujahrsempfang im Bischofshaus der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien am 9. Januar.Weiterlesen

Ratturm wird komplett saniert

Ausgabe Nr. 2942

Den Vertrag über die Ausführung der Arbeiten mit dem Zusammenschluss der Firmen Decorint SRL & Domino Construct Expert SRL hat Bürgermeisterin Astrid Fodor am 10. Dezember 2025 unterzeichnet. Die Gesamtkosten von 9,27 Millionen Lei werden aus nicht rückzahlbaren EU-Mitteln im Rahmen eines Programms der Entwicklungsregion Mitte bestritten. Besonders daran ist, dass der Ratturm zugänglicher werden soll: So wird der neue Handlauf an den Innentreppen im Braille-Alphabet eingravierte Informationen über diese Sehenswürdigkeit enthalten, ebenso die Fensterbretter. Desgleichen soll ein Audio-Guide erstellt werden und desgleichen ein virtueller 3D-Rundgang im Internet abrufbar sein.

Saniert werden sollen in den nächsten 24 Monaten sowohl der Außen- als auch der Innenbereich des Ratturms, die Turmuhr, die Fenstereinfassungen, der Bodenbelag u. a. Geplant ist auch die Erneuerung und Neugestaltung der Beleuchtung.

Der 40 Meter hohe und siebenstöckige Ratturm am Großen Ring in Hermannstadt blickt auf mehr als neun Jahrhunderte Geschichte zurück, Baubeginn war laut technischem Gutachten im 12. Jahrhundert.                                                                                

Foto: Beatrice UNGAR

Aus drei Jahren wurden dreißig

Gespräch mit der scheidenden Heimseelsorgerin Petra Stöckmann-Kothen

Ausgabe Nr. 2942

Petra Stöckmann-Kothen auf der Kanzel der evangelischen Kirche in Neppendorf.

„Geboren am 30. Juli 1964 als zweites von vier Kindern, aufgewachsen in Gödenstorf, Landkreis Harburg, Niedersachsen – in der Nordheide / Lüneburger Heide”, so stellt sich Diakonin Petra Stöckmann-Kothen vor und fährt fort: „Nach der Schule machte ich eine Ausbildung zur ländlichen Hauswirtschafterin, anschließend besuchte ich eine Fachschule und neben der Arbeit im Erholungszentrum Wittensee (ähnlich dem Elimheim in Michelsberg) besuchte ich die Meisterschulung der Landwirtschaftskammer Kiel, Abschluss 1987 als Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft. Zuletzt besuchte ich das Seminar für evangelischen Gemeindedienst MBK in Bad Salzuflen und machte 1991 den Abschluss als Gemeindehelferin.”

Im September 2025 feierte sie ein Jubiläum: 30 Jahre Seelsorgerin im „Dr. Carl Wolff”-Altenheim in Hermannstadt. Ende Januar 2026 nimmt sie Abschied und zieht zurück nach Deutschland. Lesen Sie im Folgenden ein Interview mit Petra Stöckmann-Kothen, das HZ-Redakteurin Beatrice U n g a r zum Jahreswechsel geführt hat. Weiterlesen