Keine wirklichen Spitzenreiter

Streiflichter von der 72. Auflage des Internationalen Filmfestivals in Cannes

Ausgabe Nr. 2626

Die Ehrenpalme für sein Lebenswerk ging an den Schauspieler Alain Delon, der dafür minutenlangen Stehapplaus erhielt. Der inzwischen 83-Jährige blickt auf 62 Jahre Filmkarriere zurück.                
Foto: Agerpres/AP

Es war ein seltsames Jahr ohne wirkliche Spitzenreiter, alle Filme waren etwa auf der gleichen  Ebene, es scheint, dass die Jurys viel diskutierten und auch bei den Wertungen der Kritiker in den Festivalzeitungen sah es ähnlich aus. Einige Titel konnten Kritik und Publikum verbinden, wie Ken Loach, der in „Sorry we missed you” die Ausbeutung der franchisierten Chauffeure bei Lieferungen ankreidet. Auch Pedro Almodovar fand viele Befürworter mit „Schmerz und Ruhm”, wo ein Filmregisseur (Antonio Banderas, Darstellerpreis), auf sein Leben zurückblickt. Ähnlich die Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne (Regiepreis) in „Der junge Ahmed” über einen 13jährigen Jungen, der radikalisiert ist und seine Lehrerin ermorden will, weil sie die arabische Sprache nicht nach den „Regeln des Korans” unterrichtet. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2626

Tag der Offenen Türen; SeniorInnen-Freizeit; Volontäre gesucht; Karten für Enescu-Festival; Konsulat heute geschlossen; Ballettpremiere und freier Eintritt; Spielzeug-Messe; Schäßburger Kulturtage; Neues Buch von Anne Junesch; Abschluss-Vorstellung; VUdAK-Ausstellung im Forumshaus; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache; Vernissage am Mittwoch; Kulturpreis für Altbischof Klein.Weiterlesen

Hermannstadt betanzt den Mai

29. Maifest des DFDH fand am Samstag auf dem Huetplatz statt

Ausgabe Nr. 2625

Bei strahlender Sonne fand zum Auftakt des 29. Maifestes des DFDH am Samstag der festliche Umzug zu den Klängen der Neppendorfer Blaskapelle statt. Unser Bild: Auf dem Kleinen Ring zeigten die an dem Umzug beteiligten Tanzgruppen (im Bild die siebenbürgisch-sächsische Volkstanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums) einen beeindruckenden Aufmarsch.
Foto: Fred NUSS

Zum 29. Mal richtete am Samstag das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) das traditionelle Maifest diesmal auf dem Huetplatz aus. Das Wetter an diesem besonderen Tag präsentierte sich vorbildlich in Hermannstadt. Schon vormittags strahlte die Sonne. Statt wie üblich im Jungen Wald, wurde es jedoch auch in diesem Jahr auf dem Huetplatz veranstaltet. Der Grund dafür war, genau wie im Vorjahr, der Regen, der zuvor den Waldboden aufgeweicht hatte.Weiterlesen

Unfassbar innovative Sounds

Streiflichter vom 49. Internationalen Jazz-Festival in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2625

Der hervorragende Trompeter Lázaro Amauri Oviedo Dilout von der Band „Conexion cubana“, die zum Abschluss des Festivals am Sonntag aufgetreten ist, zog alle Jazzliebhaber in seinen Bann.
Foto: Fred NUSS

Von Donnerstag bis Sonntag Abend hielt das riesige Projekt die Stadt auf den Beinen. Es war das 49. seiner Art und lud erneut Interpreten aus aller Welt nach Hermannstadt ein. Besonders einige von ihnen, wie etwa „Shalosh“ aus Israel und „Electrocutango“ aus Skandinavien lieferten unfassbar innovative Sounds, die den Zuhörer wahrlich in ihren Bann zogen, während andere wie das „Marcin Pater Trio“ aus Polen dem klassischen Jazz die Ehre gaben.Weiterlesen

Deutsches Sprachdiplom

Ausgabe Nr. 2625

119 ZwölftklässlerInnen von der Brukenthalschule haben am Mittwoch der Vorwoche die DSD-Sprachdiplome in feierlichem Rahmen in der Aula entgegengenommen. Schulleiterin Monika Hay sagte: „Wir sind besonders stolz auf euch.“ Sie dankte auch den drei Deutschlehrerinnen Dietrun Arendt, Tita Mihaiu und Alina Helbet, die die SchülerInnen vorbereitet hatten und begüßte als Gäste den Deutschen Konsul Hans Erich Tischler und die Fachberaterin Birgit van der Leeden, die die Diplome überreichten. Unser Bild: Nach der Feierlichkeit stellten sich alle zum Gruppenbild vor der Brukenthalschule auf.                                                                           Foto: Fred NUSS

 

„Überragende Wissenschaftlerin“

Ehemalige Brukenthalschülerin preisgekrönt

Ausgabe Nr. 2625

Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart, Valentine Gesché (Kategorie „Nachwuchs“), Brunhilde Wirth, Helga Rübsamen-Schaeff (Ehrenpreis), Ministerpräsident Armin Laschet und Prof. Dr.-Ing. Dieter Spath, der Vorsitzende der Auswahl Jury und der Laudator für den Innovationspreis. (v. l. n. r.).
Foto: MWIDE NRW/Susanne KURZ

In der Kategorie „Innovation“ wurde Dr. Brunhilde Wirth, Direktorin des Instituts für Humangenetik in Köln, für ihren Durchbruch in der Behandlung der spinalen Muskelatrophie mit dem Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am 13. Mai lobte Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart 

Wirth als „überragende Wissenschaftlerin“, deren „hartnäckige Recherchen“ zu diesem Durchbruch geführt hätten. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert.Weiterlesen

„Eine der schönsten Städte der Welt“

Der bayerische Pfarrer Jürgen Henkel veröffentlicht Stadtführer über Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2625

Buchübergabe im Rathaus in Hermannstadt (v. l. n. r.): Dr. Evelin Friedrich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin, Verleger Josef Fink, Bürgermeisterin Astrid Fodor, Pfarrer Dr. Jürgen Henkel sowie Präsident Franz Xaver Peteranderl von der Handwerkskammer für München und Oberbayern.

Bisher waren seine Bücher meist theologischer oder religiöser Natur wie seine beiden Werke über den orthodoxen Theologen Dumitru Stăniloae oder der Band über den Islam in Rumänien. Mit seiner neuesten Buchpublikation wechselt der evangelische Pfarrer, Buchautor und frühere Leiter der Evangelischen Akademie Siebenbürgen Dr. Jürgen Henkel aus Selb in Bayern nun das Genre. So hat er jüngst im renommierten Kunstverlag Josef Fink ein Stadtporträt über Hermannstadt veröffentlicht. Der 80 Seiten starke Band bietet zwei ausführliche Rundgänge durch die Altstadt mit Beschreibung aller relevanten Sehenswürdigkeiten sowie vier Porträts lohnenswerter Ziele außerhalb des historischen Zentrums. Weiterlesen

Bogenschießen und chinesische Nudeln

Erstes Street Food Festival im Hermannstädter Jugendpark war ein Erfolg

Ausgabe Nr. 2625

Bogenschießen war bei den Kindern sehr beliebt.      
Foto: Cynthia PINTER

Bei strahlender Sonne und sommerlichen Temperaturen mitten im Mai, so wurde das erste Street Food Festival des Jahres begangen. „Vino“ hieß das kulinarische Event, das in Anlehnung an das rumänische Verb „komm“ und das lateinische Substantiv „Wein“ entstanden ist, und das zum ersten Mal in Hermannstadt am Wochenende vom 17.-19. Mai stattgefunden hat. Ganz besonders war dabei der Veranstaltungsort: der Jugendpark, rumänisch Parcul Tineretului, bei den älteren Anwohnern auch als Krautplatz oder Krautmarkt bekannt.Weiterlesen

„Auf der Höhe der Brutalität“

Premiere mit „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2625

Szenenfoto mit Iustinian Turcu, Ali Deac, Daniel Plier und Fabiola Petri (v. l. n. r.).                                                                         Foto: Dan ȘUȘA

In einer Welt, die von Sexbesessenheit und Gewalt, Machtspielen und Bosheit regiert wird, hat das Reine, das Andere, das nicht mitspielt, keine Existenzberechtigung und muss psychisch fertig gemacht und physisch eliminiert werden. So könnte man die Botschaft des StückesYvonne, die Burgunderprinzessin“ von Witold Gombrowicz zusammenfassen, das am Samstag unter der Spielleitung von Botond Nagy an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters Premiere gefeiert hat. Eine starke, eindrückliche Botschaft.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2625

Migration und kulturelles Erbe; Infos für die EU-Wahlen; Heute Lesung im Erasmus; Buchvorstellung; Transilvanian Brunch; Hermannstädter Gespräche; Tag der Offenen Türen; SeniorInnen-Freizeit; Volontäre gesucht; Karten für Konzerte; Neue Einbahnstraßen; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

„Ich habe mich in Hermannstadt verliebt”

Informelle Tagung des Europäischen Rats in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2624

EU-Gipfel in Hermannstadt: Nach der Begrüßung im Rathaus kamen die Staats- und Regierungschefs und ihre Gäste zum „Familienfoto”auf den Großen Ring. Danach überraschten sie die Hermannstädter und Touristen, als sie zu den jubelnden Zaungästen gingen, um ihre Hände zu schütteln und sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Mit einem Arbeitsessen ging es dann im Brukenthalpalais weiter, am späten Nachmittag stellten sie dann die „Erklärung von Sibiu”vor.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

27 Staats- und Regierungschefs haben sich am 9. Mai bei einem informellen EU-Gipfel in Hermannstadt getroffen, um über die Zukunft der EU zu sprechen. Für Hermannstadt und die Hermannstädter war das Treffen ein politisches Jahrhundertereignis.Weiterlesen