,,Man muss ordentlich übertreiben”

Satiren-Buch von Peter Biro in rumänischer Sprache erschienen

Ausgabe Nr. 2757

Peter Biro.                                Foto: Privat

Peter Biro, bis Ende 2021 Anästhesist in der Schweiz, hat seit Jahren seine Leidenschaft für die Literatur entdeckt. Im Vorjahr ist sein erstes Buch in rumänischer Sprache erschienen, „Incredibila poveste a lui Jean Jaques Récamier”. Über Satiren, Bücherherausgabe und Pläne sprach der Autor mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen→

Im Galopp durch die Trilogie

Lesung mit Jan Koneffke im Brecht-Haus in Berlin

Ausgabe Nr. 2757

Der Schriftsteller Jan Konneffke.Foto: die Verfasserin

Ein großartiger Erzähler ist Jan Koneffke, der Vielreisende. Rom, Bukarest und Wien, ein siebenbürgischer Flecken sind seine Fluchtpunkte. Gerade kommt er mit dem Zug aus Rom angereist und landet pünktlich am 22. Januar d. J. im Literaturforum im Brecht-Haus in Berlin zu der Lesung aus seiner Romantrilogie – ,,Eine nie vergessene Geschichte“ (DuMont Verlag 2008), ,,Die sieben Leben des Felix Kannmacher (DuMont Verlag 2011), ,,Ein Sonntagskind“ (Galiani Verlag 2015) –  im Rahmen der vom Deutschen Kulturforum östliches Europa veranstalteten Lesereihe ,,Unerhörte Familiengeschichten aus dem östlichen Europa“. An ideenreichen Geschichten und Geschehnissen lässt er uns teilhaben. Weiterlesen→

Olympia ohne Medaille

Ergebnisse der rumänischen Sportler in Peking

Ausgabe Nr. 2757

Nach Redaktionsschluss traf die Meldung ein, dass Vasile Gîtlan und Darius Lucian Șerban (unser Bild) im Doppelsitzer im Rennrodeln mit einer Bestzeit von 1:59.937 auf Platz 14 gelandet sind.                                                                                                                                       Foto: cosr.ro

Mittwoch, 9. Februar 2022. Was gibt es Neues von der Winterolympiade in Peking? Skifahrerin Maria Ioana Constantin (21 Jahre) wurde disqualifiziert. Am Morgen nahm die Kronstädterin am ersten Lauf im Slalom der Damen teil und verpasste ein Tor und damit die Chance auf eine Medaille. Im Riesenslalom schaffte sie es am Samstag bis auf Platz 45. Bisher konnten die 21 rumänischen Teilnehmer/innen an der Winterolympiade keine Medaille gewinnen. Also bleibt der einzige Erfolg bei einer Winterolympiade, die Bronzemedaille von 1968, als in Grenoble Ion Panțuru und Nicolae Neagoe im Zweier Bob den dritten Platz gewannen.Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2757

DFDR-Abgeordneter als ,,Nazi“ bezeichnet

  Hermannstadt. – Der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț hat die Generalstaatsanwaltschaft aufgefordert, von Amts wegen Klage einzureichen, nachdem der AUR-Abgeordnete Titi Stoica ihn am Mittwoch in der Sitzung der Kommission für Geschäftsordnung als „Nazi“ bezeichnet hatte.

Stoica wies die Anschuldigung im Plenum der Abgeordnetenkammer zurück, er habe die in der Kommission verwendeten Methoden als jene der NS bezeichnet, ergänzte jedoch: „Historiker haben festgelegt, dass das DFDR der Rechtsnachfolger der im Prozess von Nürnberg verurteilten Deutschen Volksgruppe in Rumänien (DViR)“ sei.

MP Ovidiu Ganț stellte richtig: Das DFDR ist der vom Gericht anerkannte rechtsmäßige Vertreter der deutschen Minderheit in Rumänien und dessen Repräsentant im Rumänischen Parlament und der Rumänischen Regierung sowie in internationalen Beziehungen und keineswegs der DViR-Nachfolger.

Die Kommission hatte die Vorschläge zur Veränderung der Geschäftsordnung der Kammer infolge der am Montag im Plenum des Parlaments erfolgten Anpöbelung von Energieminister Virgil Popescu durch den AUR-Abgeordneten und Parteichef George Simion untersucht.

Bei diesem Vorfall hatte der DFDR-Abgeordnete umgehend reagiert – mit der Bemerkung ,,ein solches Verhalten wird in keinem Parlament der zivilisierten Welt akzeptiert“ – und die Mitglieder der Fraktion der nationalen Minderheiten hatten aus Protest den Saal verlassen. (HB)Weiterlesen→

Einzeln verpackte Krapfen verteilt

15. Auflage des Urzellaufs in Agnetheln nach der Wiederaufnahme

Ausgabe Nr. 2756

Einzeln verpackt, nicht in der Quetsche: ,,Schaut her, wie tolle Krapfen wir gebacken haben“, scheinen diese beiden Urzeln zu rufen, die die rund 500 einzeln verpackte Krapfen in zwei Handwägelchen in der Parade hinter sich herzogen.                                              Foto: Max SCHUZ

„Mer wäinschen vill Gläck än diesem Hais, mer draiwen mät asen Gaußeln och Schallen de Suarjen ais. As Lauder och Wätz koun en jäider hieren, daut mer Ech besecken zaucht daut mer Ech ieren!“ Dieser Urzelspruch war im Vorjahr nicht zu hören, dafür aber am vergangenen Sonntag wieder, nachdem der Urzellauf pandemiebedingt im letzten Jahr nicht hatte stattfinden können. In diesem Jahr feierten die Agnethler Urzeln ein kleines Jubiläum und zwar die 15. Auflage des 2007 wieder aufgenommenen Urzellaufs. Weiterlesen→

Einsatz rund um die Uhr gesichert

Neue Salvamont-Hütte auf der Hohen Rinne wurde am 1. Februar d. J. eröffnet

Ausgabe Nr. 2756

Neue Salvamont-Hütte: Seit Dienstag steht den Mitarbeitern des Hermannstädter Bergrettungsdienstes Salvamont auf der Hohen Rinne eine neue Hütte zur Verfügung. Nach 1990 ist es die zweite neu gebaute Hütte für Salvamont, nachdem am 28. Oktober 2011 im Bulea-Kessel im Beisein des damaligen Kreisratsvorsitzenden Martin Bottesch die neue Hütte für die Bergretter eröffnet worden war. Die Hütte im Buleakessel trägt den Namen eines Salvamont-Gründers: Toma Boerescu.                                                         Foto: Werner FINK

Ab Dienstag, dem 1. Februar, können nun die Bergretter ihre Aktivitäten auf der Hohen Rinne mit einer erhöhten Effizienz durchführen, denn die neue Salvamont-Hütte auf der Hohen Rinne wurde eröffnet. Die Investition belief sich auf 3.415.169,09 Lei und wurde vom Hermannstädter Kreisrat aus nicht zurückzahlungspflichtigen Regierungsfonds über das Tourismusministerium sowie aus eigenen Fonds getätigt. Das Grundstück stellte das Hermannstädter Bürgermeisteramt zur Verfügung.Weiterlesen→

Lesenswerte Lektüre

Einer näheren Betrachtung wert: Zwei Jahrbücher für 2022 im Überblick

Ausgabe Nr. 2756

Links im Bild: Berthold W. Köber(Hg.): Jahrbuch 2022/Menschen und Zeiten/Siebenbürgisch-Sächsischer Hauskalender, 67. Jahrgang, Im Auftrag der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD – Hilfskomitee und in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien; Schiller Verlag, Hermannstadt – Bonn 2021, 248 Seiten, ISSN-Nr. 0583-192X.Rechts im Bild: Deutsches Jahrbuch für Rumänien 2022, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (ADZ), 336 Seiten, ISSN 2559 – 4869, ISSN-L 2559-4869. Foto: Cynthia PINTER

Ein neues Jahr, zwei neue Jahrbücher. „Menschen und Zeiten“ ist der Titel des Jahrbuches bzw. des Siebenbürgisch-Sächsischen Hauskalenders, der im Auftrag der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD – Hilfskomitee und in Zusammenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien von Berthold W. Köber herausgegeben wurde und im Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen ist. Und das Deutsche Jahrbuch für Rumänien 2022, von der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien mit Mitteln des Departements für Interethnische Beziehungen der Regierung Rumäniens in der Honterus-Druckerei gedruckt, ist ebenfalls einer näheren Betrachtung wert.Weiterlesen→

,,Mehr als ein Erlebnis“

Ein Buch zum Thema Trekking durch die Mongolei

Ausgabe Nr. 2756

Gerhard M. Bonfert bei einer Dünenwanderung in der Wüste Gobi.                             Foto: Privat

,,Eine Trekkingtour durch die südliche und zentrale Mongolei – Süd Gobi und Kharakhorum“, lautet der Untertitel des Buches ,,Wind zwischen Sandkörner“, das der gebürtige Hermannstädter Journalist Gerhard M. Bonfert 2017 verfasst und 2021 im Eigenverlag in Augsburg, wo er seit 1990 lebt, herausgegeben hat. Mongolei? Mongolen? Die Neugierde des Lesers wird schnell geweckt. Erinnerungen an die Geschichtsstunden werden wach. Die Mongolen hatten ja im 13. Jahrhundert das Land verwüstet, die Bevölkerung niedergemetzelt. Was machen die Mongolen heute? Wie sieht das Zuhause der einst angsteinflößenden Mongolen aus?Weiterlesen→

Antrittsbesuch

Ausgabe Nr. 2756

Durch eine ganz unerwartete Fügung fand das erste Treffen zwischen Konsulin Kerstin Ursula Jahn und Otto Deutsch, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Hermannstadt, ausgerechnet am 27. Januar dieses Jahres, zum Internationalen Holocaust Gedenktag statt.  An diesem frostigen Wintertag fand die Begegnung in der warmen und willkommen heißenden Atmosphäre des Gebets- und Veranstaltungsraums der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt statt. Herr Deutsch hat Frau Konsulin Jahn einen ausführlichen und äußerst interessanten geschichtlichen Überblick zu der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt, der baulichen Entstehung der Synagoge und dem jüdischen Leben vor Ort sowie der spezifischen Veranstaltungen und Feierlichkeiten der mittlerweile sehr kleinen Gemeinde geboten. Dabei ist er auf ein besonderes historisches, Hoffnung spendendes Ausnahmegeschehen zu sprechen gekommen: Auch wenn sich die Mitglieder der Hermannstädter jüdischen Gemeinde vor und während des Zweiten Weltkrieges erniedrigenden und das Leben erschwerenden Regeln zu beugen hatten, wurde immerhin kein einziges Mitglied der Gemeinde deportiert. Ganz anders als in vielen anderen Regionen des Landes.

Frau Konsulin Jahn wurde zu den zukünftigen Veranstaltungen der Gemeinde herzlich eingeladen, sobald die Entwicklung der Pandemie die Organisation derselben wieder zulässt. Unser Bild: Konsulin Kerstina Ursula Jahn (rechts) und Otto Deutsch in der Synagoge. 

Text und Foto: Konsulat der Bundesrepublik Deutschland

in Hermannstadt