Auf Zeitreise im Schloss Horneck

Neues Kinderbuch im Schiller-Verlag erschienen

Ausgabe Nr. 2678

Ines Handel: Pimpolinos Abenteuer auf Schloss Horneck. Schiller Verlag Bonn – Hermannstadt, 2020, 42 Seiten, ISBN 978-3-946954-73-6

Zeitreisen faszinierten die Menschen schon seit Jahrhunderten. H. G. Wells schrieb schon 1895 darüber in seinem bekannten Science Fiction Roman „Die Zeitmaschine“. Auf einer Reise durch die Zeit nimmt auch Ines Handel ihre Leserinnen und Leser mit. Das seit kurzem im Schiller-Verlag Bonn Hermannstadt erschienene Kinderbuch „Pimpolinos Abenteuer auf Schloss Horneck“ führt durch die spannende und ereignisreiche 700 Jahre alte Geschichte des Schlosses Horneck in Gundelsheim, das heute als Siebenbürgisches Kultur- und Begegnungszentrum funktioniert.

 

Geeignet ist das Kinderbuch „für kleine und große Menschen ab fünf Jahren“, wie es auf dem Klappentext zu lesen ist. Die Hauptgestalt Pimpolino ist ein kleiner Clown, der zusammen mit seinen Großeltern Line Omama und Tur Otata, die aus Siebenbürgen stammen, das Schloss Horneck besuchen. Dort trifft Pimpolino zwar nicht wie erwartet ein Schlossgespenst sondern Pip von Horneck, „aus dem Geschlecht der Großen Mausohrfledermäuse“. Pip legt seine Flügel um den kleinen Clown und nimmt ihn mit auf eine Zeitreise, denn Pimpolino will auf jeden Fall etwas erleben. Im Mittelalter, im Jahr 1250, begegnen die zwei auf Konrad von Horneck, der seine Burg dem Deutschen Orden stiftete, „in der Hoffnung, dass sein lahmer Sohn durch ein Wunder der Jungfrau Maria wieder gesund werden wird.“ Weiter geht die Reise 1525 zum Bauernkrieg, als die Burg unter Beteiligung Götz von Berlichingens zerstört wurde. Dann erleben die beiden Gestalten den Umbau des Schlosses gleich zwei Mal, einmal im Renaissance- und einmal im Barock-Stil. Zum Schluss treffen Pip und Pimpolino 1899 Dr. Ludwig Roemheld, den ärztlichen Leiter des Schlosssanatoriums Horneck. Am Ende der Reise ist Pip, die Mausohrfledermaus, deren Familie seit hunderten von Jahren im Schloss wohnt, so müde, dass sie sofort kopfüber auf dem Dachboden einschläft. Zum Schluss trifft Pimpolino seine Großeltern wieder, mit denen er den Felsenkeller entdeckt, in dem früher das Bier „Schloss Hornegg Bräu“ gebraut wurde.

Die für den 10. und 11. Juli d. J. geplante feierliche Eröffnung des Siebenbürgischen Kultur- und Begegnungszentrums Schloss Horneck in Gundelsheim findet, angesichts der Einschränkungen durch die Covid 19-Pandemie, am 10. Juli, 12 Uhr, in kleinem Kreis,  statt, gaben die Veranstalter bekannt. Nähere Informationen per E-Mail unter info@schlosshorneck.de Unser Bild: Der Eingangsbereich von Schloss Horneck im September 2019.                                 Foto: Beatrice UNGAR

Das Abenteuer des kleinen Clowns Pimpolino ist sehr spannend und mit Witz geschrieben und lässt sich in einem Atemzug lesen. Am Ende des Buches sind die für Kinder schwierigen Wörter wie „Bibliothek“, ,,Chemie“, „Erker“, „Ventil“ und „Wappen“ erklärt.

Und wer die Autorin ist, die übrigens auch die Bilder im Buch gemalt hat, steht auch hinten im Buch drin: „Ines Handel alias Pimpolino, 1967 in Siebenbürgen/Rumänien geboren und aufgewachsen, studierte Lehramt in Freiburg i. Br. Heute ist sie Schulleiterin einer Grundschule. Neben dem Beruf gilt ihre Leidenschaft der Clownerie, dem Zeichnen, Schreiben, Musizieren, der Kunst, dem Theater, dem Puppenspiel und vielem mehr.“

„Pimpolinos Abenteuer auf Schloss Horneck“ ist das zweite Buch der Autorin nach „Pimpolino bekommt Besuch“, das 2017 erschienen ist. Die Neuerscheinung liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf, kann aber auch unter verlag@schiller.ro bestellt werden.

Cynthia PINTER

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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