Ein trauriges Lied für zwei Stimmen

Zum zweisprachigen Gedichtband von Dagmar Dusil und Ioana Ieronim

Ausgabe Nr. 2746

Dagmar Dusil/Ioana Ieronim. Beleuchtete Busse in denen keiner saß/Şi trec autobuze goale. Gedichte. Reihe Lyrik Bd. 164, Pop-Verlag Ludwigsburg, 2021, 124  Seiten,  ISBN 978-3-86356-339-4.

Das Jahr 2021 ist eine Verlängerung des Jahres 2020. Zuweilen ersetzt 2021 das Jahr 2020. Das Jahr 2021 atmet scheu für das Jahr 2020. Diese Anomalien hinterlassen Spuren. Sie haben uns alle gezwungen, in den Spiegel der Einsamkeit, der Zerbrechlichkeit unseres Wesen zu blicken. Sie haben uns gezeigt, dass die Welt, wie sie gedacht und erfasst wurde, sich verändern kann. Uns ohne Vorwarnung verändern kann. Die fragilisierendsten Gefühle wie Einsamkeit, Angst, Unsicherheit, Perspektivlosigkeit, können auf dem gesamten Globus aktiviert werden. Gleichzeitig und mit der gleichen Intensität, ohne Rücksicht auf soziale Kategorien. Die Seele des Menschen leidet. Sein Seufzen ertönt in unterschiedlichen Tonarten, verschiedenen Lautstärken und Umgebungen, während der gesamten Dauer der Pandemie. Ein Echo dieses langhingezogenen Seufzers ist auch der zweisprachige Gedichtband der Autorinnen Dagmar Dusil und Ioana Ieronim, „Beleuchtete Busse in denen keiner saß/Şi trec autobuzele goale”, der mit Scherenschnitten von Gerhild Wächter illustriert und mit einem Nachwort von Emil Hurezeanu versehen in diesem Jahr im Pop-Verlag  Ludwigburg erschienen ist.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2746

Foto: lataifas.ro

Wanderung mit Picknick

Hohe Rinne. – Ein Ausflug mit Picknick wird am Sonntag, dem 7. November, ab 12 Uhr auf der Eurorando-Route Hohe Rinne – Găujoara-Wiese – Muncel-Forsthütte – Oncești-Wiese – Oncești-Spitze veranstaltet. Die Route ist für Familien mit Kindern geeignet.  Treffen ist um 10.45 Uhr an der Bushaltestelle am Hermannstädter Hauptbahnhof (Bus Nr. 22) bzw. 12 Uhr auf der Hohen Rinne, bei der Salvamont-Stelle (Sessellift). Die Wanderung dauert 3,5 bis 4 Stunden, mit einem Höhenunterschied von 350 Metern. Die Wanderer müssen den eigenen Picknick mitbringen und mit festen Wanderschuhen, wasserfestem Umhang, Mütze, Handschuhen und Wasserflaschen ausgestattet sein. Bergführer ist Bogdan Muntean. Für Einschreibungen Formular ausfüllen: https://forms.gle/g8QQTSjnQnhzx6Ak9. (RS)Weiterlesen

Anstieg der Besucherzahlen erwartet

Baubeginn an der Kirchenburg in Reussmarkt im Kreis Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2745

Die Kirchenburg in Reußmarkt ist die letzte von den insgesamt 13 Kirchenburgen in Siebenbürgen, die im Rahmen des zweiten EU-Projekts der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien  restauriert wird. An der um 1260 erbauten romanischen Pfeilerbasilika wurden ab 1496 die Seitenschiffe erhöht, so dass eine Hallenkirche daraus wurde. Von dem ursprünglichen Gebäude sind noch der Turm, der heute in das Dach integriert ist, und die Kirchenmauern erhalten. An dem Bering der Kirche befinden sich einige der am besten erhaltenen Vorratskammern Siebenbürgens. Deren Restaurierung ist allerdings nicht im Projekt vorgesehen.Foto: Dan GREAVU

Die Reparatur, Erhaltung und die Erschließung für den Tourismus der Kirchenburg in Reussmarkt/Miercurea Sibiului wird finanziert durch das Regionale Operationelle Programm 2014-2020 (Programul Operațional Regional), mit einem Gesamtwert von circa 300.000 Euro und wurde vor kurzem in Angriff genommen. Die Arbeiten führt die Firma Euras durch.Weiterlesen

Mehr Geimpfte, weiterhin viele Tote

Der Senat will keine Zertifikatspflicht bei der Arbeitsstelle

Ausgabe Nr. 2745

Schlange beim Impfmarathon im Mai 2021 vor dem Thaliasaal. Hier findet am Wochenende wieder ein Impfmarathon statt.Foto: Ruxandra STANESCU

Die Anzahl der Personen, die sich in Rumänien mit der ersten Dosis gegen Covid19 impfen lassen, hat sich fast verdreifacht, im Vergleich zum vergangenen Monat. In den meisten Ortschaften – inklusive Hermannstadt – werden zusätzliche Impfstellen eröffnet und wieder Impfmarathons organisiert. Grund dafür ist u. a. ein Beschluss der Regierung, dass man Malls und Läden, in denen keine Lebensmittel verkauft werden, nur noch betreten darf, wenn man ein Grünes Zertifikat vorweisen kann. Diese Regel gilt auch für Hotels, Terrassen und Restaurants. Das Vorweisen eines negativen  PCR- oder Schnelltests wird in diesen Fällen nicht mehr berücksichtigt.Weiterlesen

Ich, Du und Wir alle in you-tópia

Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters

Ausgabe Nr. 2745

Ein Gesamtkunstwerk: Die neueste Premiere der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationatheaters mit ,,you-tópia“, die am Sonntag, den 24. Oktober, stattgefunden hat,  kann als ein Gesamtkunstwerk bezeichnet werden.  Unser Bild: Szenenfoto mit Emőke Boldizsár als Marktschreierin im Vordergrund.                               Foto: Sebastian MARCOVICI

Starr wie Statuen stehen die Schauspieler der Deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters auf der Bühne, hinter ihnen sind weiße, minimalistisch anmutende Stellmodule platziert, auf den hellen, monochromen Kostüme flimmern Videopixel. Alle warten gespannt auf den Beginn der Premiere von ,,you-tópia“, ein Projekt, das Text mit Tanz, Performance und Musik vereint und eine Kollaboration zwischen in Rumänien und in deutschsprachigen Teilen Europas arbeitenden Künstlern ist. Weiterlesen

Absolut liebenswert

,,Bibi“ – neueste Premiere am Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2745

Deutsche Premiere zu aktuellem Thema: ,,Bibi“ heißt die neueste Inszenierung am Gong-Theater. Die Lehrerin gespielt von Claudia Stühler (am Katheder), kennt sich mit dem Faxgerät besser aus als mit Skype. Sie versucht alles, um die Schule, die alle Dorfbewohner einmal besucht haben, vor der Schließung zu retten. Bibi, gespielt von Eliza Păuna (am Boden sitzend) ist ihr letzter Schüler, der bald an ein Lyzeum in die am nächsten gelegene Stadt gehen soll. Ob die beiden die Schule retten können? Foto: Cynthia PINTER

Eine alte Dorfschule, ein Schüler, eine Lehrerin. Die alten abgeblätterten blauen Wände des Klassenzimmers lechzen nach frischer Farbe. Bücher liegen im Raum herum, eine Steckdose ragt aus der Wand heraus. „Wirf endlich auf das Bild, dann kriegst du dein Prüfungsthema“. Mit ausgebreiteten Armen steht die bebrillte Lehrerin vor ihrem Schüler, Bibi, ihren einzigen Schüler. Er wirft den Ball und trifft das Bild von Ion Creangă. Das Prüfungsthema steht fest.Weiterlesen

Endlich erster Sieg

CSU Sibiu hat gegen CSO Voluntari gewonnen

Ausgabe Nr. 2745

Große Freude bei der Hermannstädter Mannschaft nach dem ersten Sieg der Saison.                            Foto: BC CSU Sibiu

Die Pechsträhne wurde unterbrochen. Nach vier Niederlagen folgte der erste Sieg. Die Hermannstädter Basketballmannschaft CSU Sibiu hat am Sonntag, dem 24. Oktober, gegen CSO Voluntari in der Transilvania-Halle in Hermannstadt 86:83 gewonnen. Weiterlesen

Für Freunde der leichten Muse

Neues Buch von Heinrich Heini Höchsmann

Ausgabe Nr. 2745

Heinrich Heini Höchsmann (links) und Dr. Kurt Thomas Ziegler bei der Vorstellung des Buches bei den 31. Deutschen Literaturtagen in Reschitza.                                                      Foto: Beatrice UNGAR

Darf man vorstellen? Hier kommt das neueste Buch von Heinrich Heini (die namentliche Ähnlichkeit mit einem berühmten Dichter ist natürlich rein zufällig), welches er „Das kleine ABS der Scherzdichtung“ genannt hat, wobei A für Anekdoten, B für Bonmots und S für Satiren steht. Wie der Titel verspricht, enthält es lustige Sprüche, witzige Gedanken und natürlich – wie es sich für eine richtige Satire gehört – Spottgedichte über die Mächtigen und Prominenten.Weiterlesen

Hermannstadt hat allen gut gefallen

Zur Pop-up-Ausstellung ,,Archäologie und Politik“ auf dem Huetplatz

Ausgabe Nr. 2745

Projektleiterin Dr. Polly Lohmann (rechts) und Assistent Sascha Marschner vor den Tafeln der Ausstellung auf dem Huetplatz in Hermannstadt.                               Foto: Beatrice UNGAR

Die Pop-up-Ausstellung ,,Archäologie und Politik. Die zwei Geschichten des Tropaeum Traiani zwischen Heidelberg und Adamklissi”, die am Beispiel des römischen Siegesdenkmals Tropaeum Traiani verschiedene Perspektiven, Interpretationen und Inszenierungen von kulturellem Erbe zeigt und von Studierenden der Universität Heidelberg unter Leitung von Dr. Polly Lohmann, in Zusammenarbeit mit rumänischen und deutschen Kolleginnen und Kollegen gestaltet wurde, befand sich vom 26. September bis 6. Oktober auf Reisen. Erste Station war am 26. September in Wien vor dem Ephesos Museum. Danach ging es nach Rumänien, wo die Ausstellung in Klausenburg, Hermannstadt, Bukarest und Konstanza zu besichtigen war. Näheres unter aup.hypotheses.org. Über die Station Hermannstadt, wo die Ausstellung am 30. September auf dem Huetplatz aufgestellt war, berichten im Folgenden die Studentinnen Mia Knoch und Henrike Wachsmuth.Weiterlesen

Vielfältig und doch hochkarätig

Vorbericht zu der Dezemberauktion im Auktionshaus Dr. Fischer

Ausgabe Nr. 2745

Der elegante Ring der Spätrenaissance.

Als vielfältig und doch hochkarätig beschreibt die Kunsthistorikerin Franziska Seibel das Angebot in der traditionellen Dezemberauktion  des Auktionshauses Dr. Fischer in Heilbronn, die am 3. und 4. Dezember d. J. geplant ist. An zwei Tagen werden 2.000 Objekte unter den Hammer kommen, darunter auch ein eleganter Ring der Spätrenaissance und ein Silberbecher mit partieller Vergoldung aus Siebenbürgen. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2745

Foto: Digi24

Grünes Zertifikat mit Ausnahmen nötig

  Hermannstadt. – Die Gebäude des Bürgermeisteramtes kann man nur noch mit dem Grünen Zertifikat betreten, mit einigen Ausnahmen. Bürger, die beim Bürgerinformationszentrum oder bei der Registratur am Großen Ring Dokumente abgeben oder abholen möchten, müssen einen Stadtpolizisten ansprechen, der einen Beamten an den Eingang des Gebäudes ruft.

Im Hof des Finanzamtes in der Turismului-Straße findet die Übergabe und Übernahme der Dokumente im Hof ​​des Gebäudes statt, wo ein Zelt aufgestellt wurde. Hier ist die Zahlung von Steuern und Abgaben nicht möglich, Ungeimpfte können diese online (Online-Plattform auf sibiu.ro), bei Selbstzahler-Robotern (Selfpay) in den Lebensmittelgeschäften oder in den Postämtern tätigen.

An den Schaltern des Standesamtes werden ungeimpfte Bürger empfangen, die eine Sterbensurkunde bzw. eine Geburtsurkunde (nur mit Terminvereinbarung unter www.sibiu.ro) beantragen oder abholen  wollen.

Ausnahmen gelten auch an den Schaltern des Sozialamtes (mit dem Sitz in der Bd. Victoriei) für die Bürgerinnen und Bürger, die Sozialleistungen in Anspruch nehmen wollen, wobei hier der Abstand und die hygienischen Schutznormen eingehalten werden müssen (z. B. Gesichtsmasken tragen, Hände desinfizieren, Temperatur messen). (RS)Weiterlesen