Aufblitzen in einem schwarzen Zeittunnel

Archäologische Grabungen neben und in der evangelischen Kirche in Alzen

Ausgabe Nr. 2774

Die Funde in der Sakristei.  Foto: die Verfasserin

Im dritten Jahr nach dem Einsturz des Gewölbes der evangelischen  Kirche warten die Alzner von nah und fern sehnlichst darauf, dass ihre Bemühungen um die Renovierung nun auch sichtbare Ergebnisse zeitigen. Die Kirchengemeinde Alzen und die Heimatortsgemeinschaft (HOG) haben sich von Anfang an wie selbstverständlich der Aufgabe gestellt, ihr Gotteshaus seiner Bestimmung gemäß wieder nutzbar zu machen.  Rasch gelang es dem Vorsitzenden der HOG, Hans Tekeser, in Peter Mrass einen Architekten zu finden, dem die fachliche Beratung für die Renovierungsarbeiten und die Koordination der ersten Arbeitsschritte anvertraut werden konnte. Auch substanzielle Spenden konnten schon binnen kurzer Zeit gesammelt werden. Weiterlesen

,,Großauer Platten“

Ehrenmal auf dem Friedhof der Insula Cristiani

Ausgabe Nr. 2774

Christian Ramsauer, Österreichs Honorarkonsul Andreas Huber und Johann Schunn vor den Großauer Platten (v. l. n. r.).                                                                      Foto: Hermann ECKENREITER

Die Widmung „Im Leben geliebt – Im Tode vereint, hier nimmer vergessen – dort oben vereint“ ziert seit dem 24. Mai 2022 eine Gedenktafel an die Verstorbenen, die auf dem Großauer Friedhof ihre letzte Ruhestätte fanden. Zugleich dient dieses Ehrenmal auch als Wegweiser zu den Gräbern der über 1000 namentlich aufgelisteten Beerdigten. Weiterlesen

Frauen im Architektenberuf

Ausgabe Nr. 2774

Die Ausstellung Frau Architekt – Seit mehr als 100 Jahren: Frauen im Architektenberufwurde am 14. Juni im Foyer im Rathaus am Großen Ring, wo sich auch das Touristeninformationszentrum befindet, eröffnet. Gewidmet ist die von dem Deutschen Architekturmuseum  Frankfurt am Main veranstaltete Ausstellung, die mit Tafeln über rumänische Architektinnen ergänzt wurde ,,mehr als 100 Jahren weiblicher Kreativität“, wie es die Organisatoren, der Rumänische Architektenverband (UAR) und dessen Hermannstädter Zweigstelle, und das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt in der diesbezüglichen Einladung formulierten. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Juni zu besichtigen und wurde in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeisteramt Hermannstadt und dem Goethe Institut Bukarest organisiert. Sponsor der Ausstellung ist die Firma BMIBramac. Unser Bild: Bei der Vernissage richteten Architekt Mircea Tibuleac, Vorsitzender der Hermannstädter UAR-Filiale (mit Mikrofon) und Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor Grußworte an die zahlreichenden Anwesenden, Architekt Dorin Boilă stellte die Ausstellung fachmännisch vor.                           

Foto: Presseamt der Stadt

Ein empatischer Beobachter

Lesung mit Peter Biro im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2774

Peter Biro und Ruxandra Stănescu hatten ein aufmerksames Publikum bei der Buchvorstellung und Lesung im Erasmus-Büchercafé.                                     Foto: Michael Adrian PANDURU

„Auf zum fröhlichen Weltuntergang“ ist der Titel eines der drei Bücher, die der Autor Peter Biro am Dienstag der Vorwoche im Erasmus-Büchercafé vorstellte. Bezugnehmend auf den Titel war es eine fröhliche Runde, die sich um die sehr verschmitzte, eloquente Person Peter Biro versammelt hatte. Ruxandra Stănescu, stellvertretende Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung,  verstand es sehr gut, in ihrer Moderation Beispiele für „die hohe Kunst des angewandten Chamäleonismus“ von dem Autor zu fordern. Chamäleonismus ist der von Peter Biro im Prolog des im Zentrum der Buchvorstellung stehenden Buches „Vom Taumeln zwischen den Kulturen“ verwendete Begriff, wenn der Autor über seinen Geburtsort Großwardein/Oradea sprach. Weiterlesen

,,Wir Menschen brauchen Musik, Kunst und Kultur“

Gespräch mit dem Musiker Michael Barenboim vor seinem Gastauftritt in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2774

Bei der Probe mit dem Orchester der Hermannstädter Staatsphilharmonie im Thaliasaal.                                                    Foto: Ruxandra STĂNESCU

Michael Barenboim konzertierte am 19. Mai mit der Hermannstädter Staatsphilharmonie. Der Musiker spielt Geige und Bratsche und ist seit zwei Jahren Dekan an der Barenboim–Said Akademie in Berlin, wo er auch Kammermusik und Geige unterrichtet. Barenboim kommt aus einer sehr berühmten Musiker-Familie, Geige hat er schon als Kind mit der Oma geübt. „Die Eltern müssen die Neugier der Kinder wecken und die Liebe zur Musik transportieren“, erklärte er in dem Interview, das er HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u gewährt hat.Weiterlesen

,,Zuhause ist für mich in Siebenbürgen“

Die Deutschen und ihr Siebenbürgen – ein Podiumsgespräch in München

Ausgabe Nr. 2774

Podiumsdiskussion mit Beatrice Ungar, Nadine Konnerth-Stanila, Karin Gündisch und Dr. Florian Kührer-Wielach (v. l. n. r.).                                                                                                          Foto: Privat

Wie lebt es sich in Deutschland als Siebenbürger Sachse? Wo findet sich die siebenbürgisch-sächsische Kultur noch heute? Und was bedeutet eigentlich Heimat? Diesen Fragen stellten sich die aus Heltau stammende, in Hamburg lebende Kinderbuchautorin Karin Gündisch, die Landesjugendleiterin der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend (SJD) in Bayern Nadine Konnerth-Stanila, und die Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung Beatrice Ungar. Das Podiumsgespräch, eine Kooperationsveranstaltung der Münchner Volkshochschule, des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS), des Adalbert Stifter Vereins München und des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, fand am 19. Mai im Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus in München statt. Als Moderator fungierte der Direktor des IKGS, Dr. Florian Kührer-Wielach.Weiterlesen

Umfangreich, einmalig und wertvoll

Heimat- & Ortsfamilienbuch von Schaal/Șoala ist erschienen

Ausgabe Nr. 2774

 

Horst-Siegfried Fink & Johanna Ziegler: Heimat- & Ortsfamilienbuch 1575-1995 der evangelischen Gemeinde A. B. Schaal/Soala. BoD-Books on Demand, Norderstedt, 2021, 456 Seiten. ISBN 9783755768074. Titelbild & Cover: Kirchenburg Schaal, Zeichnung von Gerth N. Ziegler.

„Gut Ding will Weile haben“  heißt es in einem bekannten Sprichwort, welches in diesem Fall voll und ganz zutrifft. Es ist den Autoren Horst-Siegfried Fink und Johanna Ziegler nach langjähriger Arbeit gelungen, das „Heimat- & Ortsfamilienbuch Schaal“ zu vollenden und zu veröffentlichen. Im Dezember 2021 war es dann soweit. Das Buch (456 Seiten im DIN A4-Format) erschien im Verlag ,,Books on Demand“  in Norderstedt, vorerst in einer kleinen Auflage und hat sehr großen Anklang gefunden.

Die in Schaal geborene Johanna Ziegler widmete das Buch in Dankbarkeit ihren Eltern Sara Johanna geb. Gunnesch und Johann Josef Rampelt anlässlich des 100. Geburtstages ihres Vaters.Weiterlesen

Ernährung genauso wichtig wie Training

Gespräch mit dem Bodybuilder Robert Mihai Frățilă

Ausgabe Nr. 2774

Robert Mihai Frățilă beim Training im Fitnessstudio.                                                           Foto: Privat

Der Hermannstädter Robert Mihai Frățilă hat am letzten Wochenende im Mai (27.–28. Mai) in Dej den Rumänienpokal in der Kategorie 75 kg im „Classic Bodybuilding“ gewonnen und belegte Platz 2 in der Kategorie „Culturism +70 kg“. Der 18-Jährige ist Schüler der 12. Klasse des Onisifor Ghibu-Lyzeums. Er ist Mitglied des Șoimii Schulsport-Clubs und betreibt Körperkulturistik seit einem Jahr. Über seinen Werdegang als professioneller Bodybuilder sprach Robert mit der HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r:

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg beim Rumänienpokal! Wie hast du dich dabei gefühlt?

Dankeschön, vor meinem Auftritt war ich sehr aufgeregt. Danach war ich sehr stolz auf meine Errungenschaft.Weiterlesen

,,Rumänien tut mir gut“

Birgit van der Leeden und ihr neuestes Buch

Ausgabe Nr. 2774

Birgit van der Leeden: Rumänien – armes reiches Land. Schiller Verlag Bonn – Hermannstadt, 2022, 296 Seiten. ISBN 978-3-949583-05-6. 99 Lei. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf und kann bestellt werden unter erasmus@schiller.ro

„Rumänien armes reiches Land“, der Titel des gebundenen Buches ist sowohl als Frage wie auch als Feststellung zu verstehen. Die Autorin Birgit van der Leeden ist bekannt geworden als Verfasserin von Kurzprosa, Essays sowie einem landeskundlichen Porträt über Schweden. Seit 2005 reiste sie immer wieder nach Rumänien, lebte und arbeitete auch zwischen 2013 bis 2020 in Hermannstadt als von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen entsandte Fachberaterin.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2774

Kronenfest 2018.                                    Foto: Fred NUSS

Kronenfest in Kerz

Kerz. –  Am Sonntag, dem 26. Juni d. J., organisiert das Hermannstädter Forum zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde A. B. in Kerz das alljährliche Kronenfest. Im Mittelpunkt der wichtigsten Begegnungsveranstaltung der Sachsen aus dem Kreis Hermannstadt stehen der Gottesdienst um 12 Uhr und der Umzug mit der siebenbürgisch-sächsischen Volkstanzgruppe der Brukenthalschule mit Blasmusik ab 14 Uhr. Mitfahrgelegenheit: Anmeldungen bei Helmut Lerner bis 22. Juni, 14 Uhr, unter 0726-559015. Abfahrt 9.30 Uhr vom Parkplatz Thalia-Saal. (BU)Weiterlesen

…und dann sauste ich über die Ziellinie

Persönliche Erfahrungen beim Internationalen Hermannstädter Benefizmarathon

Ausgabe Nr. 2773

Freudensprung:  Hurra, es geht bergabwärts! Dies scheint dem Marathonläufer mit seinem Freudensprung ausdrücken zu wollen. Bei dem diesjährigen Benefizmarathon ging es mal hinauf mal hinunter auf unterschiedlichen Unterlagen, mal auf Asphalt, mal auf Kopfsteinpflaster usw.  Auf jeden Fall gaben die zahlreichen Fotografen den Teilnehmenden Aufwind. Für ein Foto setzen sie sich in Pose auch wenn sie nahezu erschöpft waren, das konnte man immer wieder feststellen.                                                                                                                                  Foto: Adrian LUCA

4.630 Läufer haben sich für die 11. Auflage des Internationalen Benefizmarathons der Hermannstädter Gemeinschaftsstiftung (Fundația Comunitară Sibiu) eingeschrieben und sich damit für eines der 34 Projekte eingesetzt. Das ist praktisch der größte Benefizlauf in Rumänien, wenn man die Anzahl der Bevölkerung und die Anzahl der Läufer betrachtet. Die Wettläufe der Erwachsenen haben am Samstag, dem 4. Juni stattgefunden, die Kinder sind am Sonntag, dem 5. Juni, gelaufen.Weiterlesen