,,Fred Nuss“-Plakette geht nach England

Streiflichter vom 23. Internationalen Hermannstädter Fotosalon

Ausgabe Nr. 2794

Mit der ,,Fred Nuss“-Plakette ausgezeichnet wurde die englische Kunstfotografin Karen Gourlay für ihr Foto ,,Tony Kori“.

Die besten Bilder, die zum 23. Internationalen Hermannstädter Fotosalon aus aller Welt geschickt worden sind, kann man noch bis einschließlich 13. November in der Ausstellung im Foyer des Rathauses am Großen Ring bewundern, die am Samstag eröffnet worden ist. Die international besetzte Jury hatte Fotos aus 60 Ländern zu begutachten. Zu den Gewinnern gehören auch 17 Kunstfotografen aus Rumänien, darunter die Hermannstädter Jenö Major (FIAP Silber-Medaille) und Dan Stefan Nicolae Șușa (FIAP Bronze-Medaille).Weiterlesen

Fragen im Kirchenraum

Mundart-Gottesdienst am Reformationstag in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2794

Pfarrer Michael Reger auf der Kanzel der Michelsberger Dorfkirche. Foto: Beatrice UNGAR

Wie sagt man ,,Friede, Freude, Eierkuchen“ in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart? Die Antwort auf diese Frage  blieb der Kerzer Pfarrer Michael Reger in seiner Predigt zu Psalm 46 im Mundart-Gottesdienst am Reformationstag in Michelsberg den Anwesenden schuldig. Weiterlesen

Freudige und bereichernde Begegnung

Kirchlicher Besuch aus Klagenfurt am Wörthersee

Ausgabe Nr. 2794

Kurator Udo Puschnig genießt auf einer Bank sitzend in Beschaulichkeit den gepflegten Garten in Schellenberg.                                                                                             Foto: Hans-Georg JUNESCH

Die jüngste Pandemie hat mit ihren Nachwehen viele Termine durcheinandergewirbelt. So auch die seit 2007 jährlich stattfindende Pfingstbegegnung der beiden evangelischen Partnergemeinden aus Kärnten und aus Siebenbürgen, der Pfarrgemeinde A. und H. B. „Johanneskirche“ in Klagenfurt und der Kirchengemeinde A. B. in Hermannstadt. Ein Hauptanliegen dabei ist die Begegnung von Jugendlichen über die Grenzen hinweg, die es für ihre Urgroßeltern noch gar nicht gab. Dieses Jahr nun sollte es eine Begegnung zum Reformationsfest werden. Leider konnten aus Krankheits- und Termingründen „nur“ noch drei erwachsene Vertreter aus Klagenfurt anreisen: Pfarrer Lutz Lehmann, Pfarrerin Sabine Schmoly und Kurator Udo Puschnig. Mit Dank blicken wir nun auf vier Tage und ein volles Programm zurück. Ziel war es, dass unsere Gäste möglichst viel von dem Dienst, der Arbeit und der Gemeinschaft in unserer Gemeinde kennen lernen und auch selbst erleben.Weiterlesen

Wilde Bären

Ausgabe Nr. 2794

Wilde Bären am Straßenrand zu füttern ist eigentlich in Rumänien verboten, auch auf der Fogarascher Hochstraße (unser Bild). Durch die Fütterung werden die Bären ermutigt, aus den Wäldern in die Nähe der Ortschaften zu ziehen, was sowohl für die Menschen, als auch für die Bären gefährlich ist.                                     

Foto: Gerhard DEEKEN  

Geringe Absorption von EU-Mitteln

Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS)

Ausgabe Nr. 2794

Radu Lazăr (links stehend) von Sobis Turism blickte auf 30 Jahre Tätigkeit zurück. Foto: Werner FINK

Bei dem DWS-Mitgliedertreffen am 12. Oktober war als Gast dabei Adrian Rada von der Vertretung der kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) im Kreis Hermannstadt (Patronatul Județean al IMM-urilor). Rada berichtet u. a. über die Ausbildungsmöglichkeiten von Arbeitskräften, die Finanzierungsmöglichkeiten in Sachen Energie und machte aufmerksam auf die geringe Absorption von EU-Mitteln im Kreis Hermannstadt. Er präsentierte auch die von ihm neu gegründete Sibiu Business Agency,  die sich um das Heranziehen von Investitionen und Unterstützung des Exportes Hermannstädter Firmen kümmern soll.  Weiterlesen

Reise wichtiger als das Ziel

Sebastian Barbu wurde zum Vizelandesmeister gekürt

Ausgabe Nr. 2794

Sebastian Barbu und Kopilot Bogdan Iancu in ihrem Skoda Fabia R5 bei der letzten Etappe der Rallye-Landesmeisterschaft, in der Nähe von Kronstadt.                                            Foto: Mihnea TATU

Die Hermannstädter Rallye-Piloten Sebastian Barbu und Bogdan Iancu haben es wieder geschafft: Sie sind Vizelandesmeister geworden. Die letzte Etappe der Rallye-Landesmeisterschaft CNR Betano fand am Wochenende in Kronstadt und Umgebung auf Asphalt und Makadam statt. Als Sieger gingen Simone Tempestini und sein Kopilot Sergiu Itu hervor, die somit sieben Jahre in Folge die Landesmeisterschaft gewonnen haben. Weiterlesen

Musikalische Freundschaft gewürdigt

Ausgabe Nr. 2794

,,In keiner Sprache kann man sich so schwer verständigen wie in der Sprache“. Dieses Zitat von Karl Kraus stellte Unterstaatssekretär Thomas Șindilariu seinem Grußwort zum Auftakt des den beiden Komponisten George Enescu und Bela Bartók gewidmeten Konzerts voran, das im Rahmen des Projekts ,,Bartók und Enescu – eine Freundschaft in der Weltsprache der Musik“  am 24. Oktober im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt stattgefunden hat. Bestritten wurde es von dem Musikerehepaar Monica Florescu (Klavier) und Makcim Fernandez Samodaiev (Cello). Die Beiden interpretierten nicht nur Werke der beiden Komponisten sondern boten abwechselnd Einblick in deren Wirken. Als Vertreter des Projektträgers, des Departements für interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung stellte Șindilariu diese Einrichtung kurz vor und bezeichnete schließlich die Musik als universelle Sprache. Diese habe auch die beiden Komponisten zusammen geführt. Das Konzert wurde am Tag darauf in Kronstadt, in Partnerschaft mit dem Demokratischen Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt aufgeführt.                                                             

Foto: Max SHUZ

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2794

Heute Symposion im Spiegelsaal

Hermannstadt. – Im Zeichen der 30 Jahre deutsch-rumänischer Freundschaft und Partnerschaft in Europa veranstaltet das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien heute, Freitag am 4. November, zwischen 9 und 14.30 Uhr, im Spiegelsaal des DFDH in Hermannstadt ein Symposion zum Thema ,,Geschichte, Gegenwart und Zukunft der deutschen Minderheit in Rumänien“. Vorträge halten Dr. Paul-Jürgen Porr, Wolfgang Wittstock, Ovidiu Ganț, Winfried Ziegler, Ortrun Rhein, Klaus Sifft, Monika Hay, Benjamin Józsa, Andrea Rost.Weiterlesen

Sonnenfinsternis und Blasmusik

Auftakt des 50. Internationalen Hermannstädter Jazzfestivals

Ausgabe Nr. 2793

Wer dieser Tage unter der Lügenbrücke durchfährt oder spazierengeht, kann sich an den bunten Transparenten erfreuen, mit denen die Organisatoren von der Hermannstädter Jazz-Stiftung auf die 50. Auflage des Internationalen Hermannstädter Jazzfestivals aufmerksam machen wollen.                                                                                                                                                                                                                   Foto: Beatrice UNGAR

Im Zeichen einer partiellen Sonnenfinsternis, des Neumonds und des Nationaltages der Rumänischen Armee (der jeweils am 25. Oktober gefeiert wird) stand der Auftakt des 50. Internationalen Hermannstädter Jazzfestivals am Dienstag. Während pünktlich um 13 Uhr die Militärblaskapelle der ,,Nicolae Bălcescu“-Militärakademie der Bodentruppen vom Erlenpark her kommend, wo sie schon ein Ständchen geblasen hatten, durch die Heltauergasse marschierte und rumänische patriotische Lieder (,,Treceți batalioane române Carpații“ oder ,,Iancule mare“) schmetterte, scharten sich um die Neppendorfer Blaskapelle, die sich unter dem Ratturm versammelt hatte und Jazzklänge zu Gehör brachte, immer mehr Menschen.Weiterlesen

Dresslers erklärtes ,,Lieblingskind“

100 Jahre Brukenthalchor / Von Prof. Heinz ACKER

Ausgabe Nr. 2793

Franz Xaver Dressler beglückwünscht seinen Ausnahmesänger, den Solosopranisten Anton  (Toni) Schlezak, 1934.

2022 sind es 100 Jahre seit der Gründung des Brukenthalchores, des legendären Hermannstädter Knabenchores, durch Franz Xaver Dressler. 1922 war der junge Hitzkopf Franz Xaver Dressler auf Anraten seines Leipziger Lehrers Karl Straube als Stadtkantor nach Hermannstadt gekommen, gelockt auch durch die neue prächtige Sauer-Orgel, die Straube am 26. Februar 1916 mit einem Konzert eingeweiht hatte, nachdem sie schon an Weihnachten 1915 hier aufgestellt worden war. Es sollte ein Probejahr werden und wurde zur Lebensaufgabe für den unbeugsamen Meister, der hier im Südosten Europas die Musik des Thomaskantors und die Großwerke der abendländischen Musica Sacra heimisch zu machen gedachte. Das ist ihm in 56 Jahren unermüdlichen Einsatzes in höchstem Maße gelungen, dies auch in Zeiten widrigster sozial-politischer Umstände. Aus Leipzig, der Hochburg der Bachmusik kommend, war es seine erste Tat, sich ein Instrument für die Pflege der Bachmusik zu kreieren, einen Knabenchor nach dem Vorbild der Leipziger Thomaner. Bei der Vielseitigkeit dieses Allroundmusikers als Orgelvirtuose, Chorleiter, Komponist und Pädagoge sollte dieser Chor zu seinem erklärten „Lieblingskind“ werden. Über ein Viertel Jahrhundert hat er diesen Chor zu höchsten künstlerischen Höhen geführt, europaweit bewundert als „Siebenbürger Thomaner“. Das kommunistische Regime sollte ihm mit seiner Schulreform 1948 ein jähes Ende bereiten.Weiterlesen