Fragen im Kirchenraum

Mundart-Gottesdienst am Reformationstag in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2794

Pfarrer Michael Reger auf der Kanzel der Michelsberger Dorfkirche. Foto: Beatrice UNGAR

Wie sagt man ,,Friede, Freude, Eierkuchen“ in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart? Die Antwort auf diese Frage  blieb der Kerzer Pfarrer Michael Reger in seiner Predigt zu Psalm 46 im Mundart-Gottesdienst am Reformationstag in Michelsberg den Anwesenden schuldig.

Die Michelsberger evangelische Kirchengemeinde hatte wie auch schon seit Jahren am Reformationstag, dem 31. Oktober, zu dem traditionellen Gottesdienst in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart eingeladen und die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Orten und Ländern.

Einige Fragen stellte auch der Kirchenhistoriker Dr. András Bándi (unser Bild) in seinem Vortrag über den siebenbürgischen Reformator, Schriftsteller und Verleger Caspar Helth in den voll besetzten Kirchenraum: War Caspar Helth – auf der Leinwand projiziert zu sehen war die wissenschaftliche Schreibweise ,,Kaspar Helt(h)[auer]“ – ein Heltauer und war er katholischer Pfarrer in Michelsberg? Ist sein Geburtsjahr 1510 oder 1512, oder sogar 1490? Sicher ist, dass Caspar Helth von 1545 bis zu seinem Tod 1574 in Klausenburg tätig war. Ob er zu den Unitariern übergetreten ist, bleibt auch offen.

Der Musiker und Theologiestudent Maximiliam Braisch, der mit seiner Gattin Theresa Braisch den Heltauer Kirchenchor leitet, der den Reformationsgottesdienst gemeinsam mit der Organistin Zsuzsánna Molnár musikalisch umrahmte bestritt die Lesung aus Matthäus 5 ebenfalls siebenbürgisch-sächsisch.

Ortspfarrer Zorán Kézdi begrüßte zuletzt alle Anwesenden und lud im Namen der Kirchengemeinde zu ,,evangelischem Speck“ und Hanklich auf den Pfarrhof ein.                                    B. U.

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Kirche.