Voller Tatendrang

Annemarie Podlipny-Hehn wurde 80

Ausgabe Nr.2568

Annemarie Podlipny-Hehn.

Voller Tatendrang feierte am 20. Februar d. J. die Banater Deutschlehrerin, Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und Journalistin Annemarie Podlipny-Hehn ihren 80. Geburtstag in Temeswar. Die Jubilarin arbeitet nämlich an einer Monographie des Banater Künstlers Josef Ferenczy (1866-1925).

 

Man darf auf die Monografie gespannt sein, hat sich doch die Jubilarin schon mit einigen Künstler- und Kunstmonografien einen Namen gemacht, wie da wären „Stefan Jäger“ (Bukarest, 1972), „Franz Ferch“ (Bukarest, 1975), „Banater Malerei vom 18. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert“ (Bukarest, 1984), „Julius Podlipny“ (Bukarest, 1986), „Hildegard Kremper-Fackner. Eine Künstlerin aus dem Banat“ (München, 1991).

Ihr Herz schlägt aber auch für die Literatur und vor allem für die Nachwuchsschriftsteller. So gründete sie, die Mitglied der Temeswarer Zweigstelle des Rumänischen Schriftstellerverbandes ist,  mit Gleichgesinnten 1992 den Literaturkreis Die Stafette“, den sie bis vor kurzem auch geleitet hat und nun in jüngere Hände übergeben konnte. Sie betreute auch die bisher zwölf Anthologien des Literaturkreises.

Wer mehr über die Person Annemarie Podlipny-Hehn erfahren möchte, dem sei ihr Erinnerungsbuch DA-SEIN“ (als „Conté“ in rumänischer Übersetzung 2010 im Cosmopolitan Art Verlag Temeswar herausgegeben) empfohlen, für das sie im Rahmen der Gala der Literaturpreise 2010 mit einem Preis der Temeswarer Zweigstelle des Rumänischen Schriftstellerverbandes ausgezeichnet worden ist. Der von Julius Podlipny (1898-1991), dem ersten Mann der Jubilarin, verfasste Eingangsabsatz spricht Bände: Ich bin am Ende des 19. Jahrhunderts am südwestlichen Rande der Österreich-Ungarischen Monarchie geboren, und das Schicksal verschlug mich über Mitteleuropa an den anderen östlichen Rand, wo ich dank meines langen Lebens, dass mir Gott geschenkt hat, noch den Zerfall des kommunistischen Imperiums erleben konnte.“ Annemarie Podlipny-Hehn ergänzt: Ich hatte das Glück, diese entlegene Zeit und diesen Kulturraum durch Podlipnys Memoiren nachzuvollziehen und sie mit meinen Erfahrungen aus späteren Jahren zu ergänzen.“

Die HZ-Redaktion schließt sich den Gratulanten an und wünscht Annemarie Podlipny-Hehn im Nachhinein alles Gute zum Geburtstag.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

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