Die leise Autorität der Musik

15. Januar 2026 – Tag der Rumänischen Kultur in Wien

Ausgabe Nr. 2943

Veranstalterinnen und Musikerin (v. l. n. r.): Dr. Andrea Amza-András, Geschäftsträgerin a. i. der Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich, die Pianistin Adela Liculescu und Mag. Andreea Dincă, Direktorin des Rumänischen Kulturinstituts Wien.                              Foto: Heinz WEISS

Das Klavierkonzert von Adela Liculescu im ORF RadioKulturhaus in Wien am 15. Januar d. J. war mehr als ein „Beitrag“ zum Tag der Rumänischen Kultur. Es entwickelte sich zu einem stillen, eindringlichen Plädoyer für die Bedeutung von Kunst in einer Zeit gesellschaftlicher Verunsicherung – präzise, unaufdringlich und von bemerkenswerter innerer Stringenz.Weiterlesen

Dynamisch und unterhaltsam

17. Neujahrskonzert im Thaliasaal war ein Erfolg

Ausgabe Nr. 2942

Dirigentin Simona Strungaru begrüßte das Publikum und forderte es zum Tanzen auf.                                                                                   Foto: Beatrice UNGAR

„What are you doing New Years Eve?” Unter diesem Titel eines 1947 von Frank Loesser komponierten Liedes, das Ella Fitzgerald berühmt gemacht hat, stand das 17. Neujahrskonzert der Big Band des Rumänischen Rundfunks, das im Thaliasaal am 31. Dezember 2025 und am 1. Januar 2026 Stehapplaus erntete.Weiterlesen

Von der beständigen Kraft der Hoffnung

Der Hermannstädter Bachchor führte Teile des Bachschen Weihnachtsoratoriums auf

Ausgabe Nr. 2941

Beide Aufführungen des Weihnachtskonzertes des Hermannstädter Bachchors waren sehr gut besucht.
Foto: Focus Photo Agency

Im Hauptschiff der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt erklangen letztes Wochenende, am 13. und 14. Dezember, Teile aus Bachs Weihnachtsoratorium. Der Hermannstädter Bachchor sang die Kantaten I, III und VI unter der Leitung von Dirigent und Musikwart Jürg Leutert. Neben dem Chor sorgte ein sorgfältig besetztes Barockorchester, das Collegium Musicum Brukenthal, für die Klangfülle und die Solisten – Melinda Samson (Sopran), Elisa Gunesch (Alt), Nicolae Simonov (Tenor) und Horațiu Coman (Bass) – gaben den Rezitativen und Arien ein besonderes Klangerlebnis. Weiterlesen

Einen musikalischen Kranz gewunden

Abendmusik zum 2. Advent in der evangelischen Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2940

Die „Cantrices Transilvanicae” beim Konzert in der Hermannstädter evangelischen Stadtpfarrkirche (v. l. n. r.): Iuliana Silișteanu, Brita Falch Leutert, Hedda Martin, Cornelia Hemmann, Cosmina Barna, Gerhild Gross, Christiane Neubert, Elfriede Dörr, Zsuzsánna Molnár, Edith Hajnalka Toth, Elisa Gunesch, Theresa Braisch, Sophia Potter, Gabriela Schlandt, Tünde Stefan und im Vordergrund Tina Zerdin an der Harfe.     Foto: Beatrice UNGAR

Unter der Leitung der Stadtkantorinnen Brita Falch Leutert (Hermannstadt) und Edith Hajnalka Toth (Mediasch) zur Harfenbegleitung von Tina Zerdin (Wien) begeisterte der Frauenchor „Cantrices Transilvanicae” am Samstag mit einem „Kranz von Weihnachtsliedern” das zahlreiche Publikum in der Hermannstädter evangelischen Stadtpfarrkirche.Weiterlesen

Junge Energie am Klavier

Vier- und sechshändiges Klavierkonzert im Spiegelsaal des DFDH

Ausgabe Nr. 2940

Die Studierenden Bianca Maria Georgescu, Victor-Pavel Gozob und Codrin Cheptine ernteten tosenden Applaus (v. l. n. r.).     Foto: Eduard RESCHKE

Klavierklänge erfüllten am Abend des 5. Dezember den Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH). Das Konzert war Teil des Projekts „Șase“ (rumänisch für „sechs“), das vom Verein „Alege Arta“ initiiert wurde und mit einem breiten Repertoire, klassische Musik jungen Menschen näherbringen möchte. Weiterlesen

„Advents- und Weihnachtslieder – einmal anders”

Ausgabe Nr. 2939

„Advents- und Weihnachtslieder – einmal anders” – unter diesem Titel brachten Brita Falch Leutert (links am E-Klavier), Jürg Leutert (Bildmitte am Kontrabass) und Primo Salvati (Saxofon) am Freitag beim Mittagsgebet mit Musik und am Samstagabend schwungvoll und stimmungsvoll bekannte Lieder zu Gehör. Dabei stand die Improvisation im Mittelpunkt, wobei vor allem Jürg Leutert abwechselnd an der Sauer-Orgel oder an der Stolzenburger Orgel saß und Brita Falch Leutert das E-Klavier oder das Portativ erklingen ließ. Das Publikum wurde zum Mitsingen eingeladen und so erklangen u. a. „Mach hoch die Tür…”, „Es ist ein Ros entsprungen” oder die rumänische colindă „Steaua sus răsare”.                    Foto: Beatrice UNGAR

Lebensgirlande eines Genies

Das Wunderkind Siebenbürgens, Carl Filtsch, wurde im herbstlichen Wels gefeiert

Ausgabe Nr. 2938

Dino Sequi und zwei weitere Klavierlehrende der Musikschule Wels, die Interpretierenden Lea Voithofer, Frida Werneck, Benjamin Gotthard, Brianna Reiter, Dr. Christian Schuster, dem es zu verdanken ist, dass dieser Abend zustande gekommen ist, Katie Wu und Dagmar Dusil, Verfasserin und Vortragende des Textes (v. l. n. r.).
Foto: Otto Wilhelm ELEKES

„Wels verbindet, Wels pulsiert, Wels ermöglicht“ – derart macht die (nach Linz) zweitgrößte Stadt Oberösterreichs, malerisch an der Traun gelegen, für sich Reklame. Wir aber beziehen uns auf den 3. Teil des Mottos, nämlich „Wels ermöglicht“ und zwar ein besonders literarisch-musikalisches Ereignis. Durch die mobilmachende Vorankündigung des äußerst rührigen Welser Obmanns und Nachbar-Vaters Christian Schuster fanden sich (nicht nur) Siebenbürger Sachsen aus nah und fern (und das sind nicht wenige), sondern sogar auch aus Wien anreisende Interessenten am 15. November im großen Saal der Landesmusikschule Wels ein, um mitzuverfolgen, was Dagmar Dusil Zink (Lesung) und fünf mit Begeisterung und Talent ausgestattete Eleven dieser Schule (am Klavier) zu bieten haben.Weiterlesen

Jazz für Seele und Geist

Nachlese zum 53. Hermannstädter Internationalen Jazzfestival

Ausgabe Nr. 2936

Das Bluesette Duo mit Gastgitarristen bestritt das letzte Konzert mit freiem Eintritt im Spiegelsaal (v. l. n. r.): Alex Man, Raluca Stoica und Alex Tomaselli.                                    Foto: Laura MICU

Jazz für die Seele gab es beim Festivalauftakt in der Synagoge von Hermannstadt. Mit einem besonderen Konzert unter dem Titel „Jazz für die Seele“ eröffnete das diesjährige Hermannstädter Internationale Jazzfestival „Sibiu Jazz Festival“ am Mittwochabend, dem 5. November, seine 53. Ausgabe. Der Veranstaltungsort, die Große Synagoge von Hermannstadt, bot dafür einen eindrucksvollen Rahmen. Trotz der herbstlichen Kälte war der Saal nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt, viele Besucherinnen und Besucher nahmen auch auf den Emporen Platz.Weiterlesen

Organisch anschwellendes Crescendo

Streiflichter von der Sibiu Jazz Competition 2025

Ausgabe Nr. 2936

Zwei Preise gingen nach Polen: JuMa (v. l. n. r.). Michał Korsak (Schlagzeug), Dawid Kamiński (Klavier), Maksymilian Wilk (Saxofon), Tymoteusz Wójtewicz (Kontrabass) präsentieren stolz ihre Diplome.Foto: sibiujazz.eu

Der Wettbewerb für Studentenformationen Sibiu Jazz Competition fand am 3. und 4. November 2025 erstmals im Kellergeschoss des Thaliasaals statt aber wieder im Vorfeld des Jazzfestivals und nicht wie im Vorjahr zwei Monate danach. Organisiert wurde der Wettbewerb wie auch das Jazzfestival selbst von dem Verein Concept Creativ. Die Jury bestand aus Simona Maxim, der Hauptorganisatorin, dem Musiklehrer Primo Salvati und dem Schlagzeuger Lucian Fabro.Weiterlesen

Ein audiovisuelles Inferno

,,Divina Commedia 2.0″ gastierte im RKI Wien

Ausgabe Nr. 2936

Das Gitarrenduo HESPERUS – Costin Soare (rechts) und Ioan Bănescu – bei der Aufführung im Rumänischen Kulturinstitut in Wien.
Foto: RKI Wien

Wie würde Dantes Inferno in der Gegenwart klingen – und aussehen? Diese Frage stand im Zentrum der beeindruckenden Aufführung „Divina Commedia 2.0 – Inferno“, die am Dienstag, dem 28. Oktober, im Rumänischen Kulturinstitut Wien (RKI) stattfand. Das internationale Projekt des Kulturvereins Kitharologos verwandelte Dantes Reise durch die Hölle in ein intensives Zusammenspiel von Klang, Bild und Emotion, das das Publikum gleichermaßen faszinierte und verstörte.Weiterlesen

Zwischen Tradition und Moderne

MoldoDuo beim Erich Bergel & Dorothy Kitchen Festival

Ausgabe Nr. 2935

Ein Klangerlebnis: Das Konzert von MoldoDuo, Ștefan Diaconu (links) und Radu Rățoi, in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Fotos: Beatrice UNGAR

Schauplatz eines fesselnden musikalischen Ereignisses war die evangelische Stadtpfarrkirche in Hermannstadt am 8. Oktober: Das MoldoDuo, bestehend aus dem renommierten Flötisten Ștefan Diaconu und dem Akkordeonvirtuosen Radu Rățoi konzertierte im Rahmen der 4. Auflage des Internationalen Erich Bergel & Dorothy Kitchen-Festivals. Weiterlesen

Wegen Opernarien den Bus verpasst

Streiflichter von der 24. Auflage des Hermannstädter Opernfestivals

Ausgabe Nr. 2932

Die „Tragedie de Carmen”, Dirigent Alfredo Stillo, Regie Emanuele Gamba: Die Liebesgeschichte zwischen Carmen (Ana Victoria Pitts) und Escamillo (Franco Pomponi) in ihrer modernen Variante hat leider das gleiche unglückliche Ende wie in Bizets Vision.                                 Foto: Cynthia PINTER

Zwei Wochen lang war Hermannstadt von Mord, Betrug, Liebe und Gesang geprägt, ganz nach dem Witz „Eine Oper ist, wenn jemand ein Messer in den Rücken bekommt und anstatt zu sterben, anfängt zu singen.”, bei der 24. Auflage des Opernfestivals „Sibiu Opera Festival”, das vom 27. September bis zum 11. Oktober stattgefunden hat. Finanziert wurde das Festival vom Hermannstädter Kreisrat und vom Hermannstädter Bürgermeisteramt. Weiterlesen

Zwischen Gotthard und Siebenbürgenlied

Symphonic Rock Orchestra aus Einsiedeln traf den Hermannstädter Bachchor

Ausgabe Nr. 2932

Das Orchester wurde mit Standing Ovations belohnt, das Publikum mit einer Zugabe.

Wenn ein Schweizer Orchester für eine Konzertreise nach Hermannstadt kommt, nennt man das… „A Transylvanian Journey”. Unter diesem Titel spielte das Orchester „Wood and Metal Connection – The Symphonic Rock Orchestra” unter der Stabführung von Susanne Theiler ein buntes Programm aus Film- und Volksmusik bis hin zu Rock am Samstagabend auf der Bühne des Thaliasaals. Mitglieder des Orchesters und ihre Begleitpersonen waren vor dem Konzert eine Woche zu Besuch in Hermannstadt. Über diese Zeit war Oboist Michael Schweyer, der gemeinsam mit Ana-Maria Daneș, der Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt, durch den Konzertabend führte, voll des Lobes. Er dankte allen, die die Schweizer in dieser Woche aufgenommen hatten und die auch schon vorher tatkräftig an den Reisevorbereitungen mitgewirkt hatten. „Ohne euch wäre diese Reise nicht möglich gewesen.“Weiterlesen