Buch als Freundesgabe

Ausgabe Nr. 2361
 >

Zu Mönchtum und Ordensleben im 21. Jahrhundert

 

An diesem Buch kommt niemand vorbei, der sich mit Mönchtum und Ordensleben im 21. Jahrhundert auseinandersetzen oder diese Bereiche auch nur näher kennenlernen möchte. Es handelt sich um den als Freundesgabe für Metropolit Serafim von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa zum 65. Geburtstag von den Theologen Jürgen Henkel und Nikolaus Wyrwoll herausgegebene 4. Band der Deutsch-Rumänischen Theologischen Bibliothek, der unter dem durchaus provokativen Titel Askese versus Konsumgesellschaft. Aktualität und Spiritualität von Mönchtum und Ordensleben im 21. Jahrhundert" im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt erschienen ist.

Weiterlesen

Buchvorstellung der schmackhaften Art

Ausgabe Nr. 2361
 >

Marias Weihnachtsbäckerei" im Erasmus-Büchercafé präsentiert

 

Zu einer Buchvorstellung der besonders schmackhaften Art luden am vergangenen Freitagabend Jens Kielhorn und Anselm Roth, Begründer des Schiller Verlages Hermannstadt, ins Erasmus-Büchercafé im Teutsch-Haus ein. Den Gästen wurde bei der Präsentation des Werkes „Marias Weihnachtsbäckerei“ gleich dreifacher Genuss geboten. Interessiert lauschten sie den Anekdoten zur Entstehung des Backbuches mit Rezepten aus Siebenbürgen und ließen sich nicht nur die zum  Nachbacken dieser empfohlenen Zutaten und die Ergebnisse zeigen, sondern durften auch von den unterschiedlichen Gebäcksorten kosten.

 

Weiterlesen

Zeugnis abgelegt

Ausgabe Nr. 2360
 >

Zwei neue Bücher im Schiller Verlag erschienen

Zwei weitere für die Geschichte der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien wichtige Werke sind im Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen und wurden vor kurzem im Abstand von einer knappen Woche öffentlich vorgestellt. Zunächst das Buch Predigten im XXI. Jahrhundert in Siebenbürgen und in der Bukowina" von Wolfgang H. Rehner am Dienstag der Vorwoche im Erasmus-Büchercafé, und am Freitag der Vorwoche Über Bitten und Verstehen" des emeritierten Bischofs Christoph Klein im Bischofspalais.

Weiterlesen

Vermächtnis und Ansporn zugleich

Ausgabe Nr. 2361
 >

5. Band „Jüdische Frauen in der bildenden Kunst“ von Hedwig Brenner

 

 

Für ihre vier  Lexika „Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst“ wurde Hedwig Brenner 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.   Diese Medaillen waren ihr auch ein Vermächtnis und Ansporn. Ohne Zögern nahm sie die Kraft ihres Alters, ihrer dreiundneunzig Lebensjahre zusammen, und machte sich erneut an die Arbeit. Malerinnen, Designerinnen, Illustratorinnen, Weberinnen, Bildhauerinnen, Töpferinnen, Gold- und Silberschmiedinnen und Fotografinnen sind vereint in diesem „Unkonventionellen“ Lexikon, wie Hedwig Brenner ihre Arbeit nennt.

 

 

Weiterlesen

„In kritischem Zustand“

Ausgabe Nr. 2360
 >

Bildband über Synagogen in Rumänien

Den Bildband „Sinagoga în România" (Die Synagoge in Rumänien) konnte man in Hermannstadt beim BookFest käuflich erwerben, wo der Hasefer Verlag sich mit einem Stand präsentierte. Dies war einer der Pluspunkte der Buchmesse, denn die Veröffentlichungen dieses von dem Verband der jüdischen Gemeinden in Rumänien (FCER) koordinierten Verlags sind schwer zu finden.

Der vorliegende Band wurde von den Architekten Aristide Streja und Lucian Schwartz verfasst und umfasst 276 großzügig bebilderte Seiten. Die erste Auflage kam 1996 ebenfalls im Hasefer Verlag heraus, unter dem Titel „Sinagogi din România" (Synagogen aus Rumänien), nur 198 Seiten stark. Die neue Auflage erschien 2012 und wurde um vier nicht nummerierte Seiten ergänzt, die zwei kurze Texte beinhalten, einer von dem Oberrabbiner Hacohen, der andere von Aurel Vainer, dem FCER-Vorsitzenden und -abgeordneten. Vainers Text enhält viele Informationen, u. a. zu den heute in Rumänien vorhandenen 87 Synagogen, davon 33 in der Moldau, 32 in Siebenbürgen, 12 in Muntenien, 6 im Banat und je 2 in Oltenien und in der Dobrudscha. Sie wurden innerhalb von 300 Jahren gebaut aber keine nach 1930. Ihr Zustand „ist stark gezeichnet von ihrem Alter, einige befinden sich von der Statik her in einem kritischen Zustand".

Weiterlesen

Unbequem aber immer menschenfreundlich

Ausgabe Nr. 2360
 >

Ingmar Brantsch – Nachruf auf einen Poeten aus Kronstadt

 

Der am 30. Oktober 1940 in Kronstadt geborene Ingmar Brantsch ist einen Tag nach seinem 73. Geburtstag in Köln verstorben, wo er seit 1978 lebte und wirkte. In ihm haben wir einen rührigen, literarisch und politisch interessierten Menschen verloren, der in den letzten Jahrzehnten gegen das Vergessen vor allem deutschsprachiger osteuropäischer SchriftstellerInnen in zahlreichen Publikationen (Siebenbürgische Zeitung, Karpaten-Rundschau) ankämpfte und sich als Buchautor, Journalist und Lehrer engagierte.

Ingmar Brantsch lernte ich 1971 im Studentenheim Köln-Rodenkirchen kennen, von wo aus wir täglich mit der Straßenbahn in Richtung Innenstadt zur Universität fuhren. Beide waren wir 1970 aus Rumänien ausgereist. Sehr bald freundete ich mich mit dem fast zehn Jahre Älteren an, dessen Name mir als Germanistik-Student schon in Klausenburg bekannt war. Er wirkte in seinem Gebaren immer jugendlich, nie überheblich, mitunter eher verträumt oder geistesabwesend. In Köln und Bonn studierte er zusätzlich zu seinen Fächern aus Rumänien noch Philosophie, Geschichte, Pädagogik und Evangelische Theologie. Es war immer amüsant und lehrreich, mit Ingmar zu plaudern und zu diskutieren. Aus dem kommunistischen Rumänien Ceaușescus kommend, kannten wir die Probleme des Landes, insbesondere der deutschen Minderheit Siebenbürgens. Das dortige Regime ablehnend, wurden wir dennoch nicht zu glühenden Anti-Kommunisten oder Anti-Sozialisten. In den politischen Auseinandersetzungen an der Kölner Uni – wie generell in den 70er Jahren in der BRD – versuchten wir, die positiven sozialistischen Ideen nicht mit der kommunistischen Ideologie in einen Topf zu werfen. Das politische Engagement jener Jahre führte zu heißen, mitunter sogar körperlich ausgetragenen Disputen. Legendär war der Mensa-Stammtisch weitgehend linker Studenten (dem Ingmar jahrzehntelang treu blieb), wo es zum mehr oder weniger schmackhaften „Wahlessen“ deftigen politischen Nachtisch gab.

Weiterlesen

Erlebniswelt und Erscheinungsbild

Ausgabe Nr. 2359
 >

Drei Themenbereiche von Nicolae Barcan

 

Das Konzept demnach jeder Künstler Zugang zu der Wirklichkeit haben kann, ohne dabei Einblick in seine Innenwelt gewähren zu müssen, veranschaulicht die intime Verbindung zwischen dem Schöpfer und seinem Werk, dem Spiegel der ihm eigenen Emotionen und Gedankenwelt." Diese Aussage des Malers Nicolae Barcan steht für dessen Gesamtkunstwerk und dessen bescheidene und ernsthafte Haltung der Kunst gegenüber. Seine Künstlerkollegin Sieglinde Bottesch beschreibt im folgenden unter dem Titel Erlebniswelt und Erscheinungsbild" drei Themenbereiche von Barcan:Weiterlesen