Wunderschöne Momente

Ausgabe Nr. 2351
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Offene Probe am Radu Stanca-Nationaltheater

 

Caspar Gorvin lebt in Berlin und hat vor kurzem seine zweite Reise durch Siebenbürgen  und das Banat beendet, um die Heimat seiner Eltern kennenzulernen. Sein Vater (Karl-Egon Glückselig / Gorvin, 1912-1991) war von 1934 bis 1937 Dirigent und künstlerischer  Leiter des Deutschen Landestheaters in Hermannstadt, seine Mutter war dort Tänzerin. 1938 sind seine Eltern nach Deutschland gegangen, wo seine Geschwister und er geboren wurden. Gorvin sagt: Aus bekannten Gründen sind wir nach dem Krieg nie in Rumänien gewesen, so dass ich erst jetzt dieses schöne Land kennenlerne".

Am Freitag besuchte er eine Offene Probe am Radu Stanca-Nationaltheater und berichtet für die Hermannstädter Zeitung davon:

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Im Mittelpunkt steht der Schritt

Ausgabe Nr. 2350
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„Mozart Steps“ leitet die neue Spielzeit im Radu Stanca-Nationaltheater ein

 

Ein Schritt ist nicht gleich ein Schritt. Was ein Schritt im Tanztheater bedeutet, konnte man am Donnerstag und Freitag bei der Vorpremiere und Premiere des Stückes „Mozart Steps“ von Gigi Căciuleanu erleben.

Gigi Căciuleanu ist ein rumänischer in Frankreich lebender Tänzer und Choreograph, der in Hermannstadt 2011 mit dem Nationalballett von Chile „Noce Bach" vorstellte und 2012 beim Theaterfestival mit „Carmina Burana“ zu Gast war.

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Endzeit ohne Schlussstrich

Ausgabe Nr. 2349
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Der siebenbürgische Schriftsteller Eginald Schlattner wird heute 80

Vor Jahren hat er in seinem Rechenschaftsbericht als Gefängnispfarrer der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien einen Schlussstrich gezogen: „Mit der Großschriftstellerei ist es vorbei.“ Der am 13. September 1933 in Arad geborene und in Fogarasch aufgewachsene Eginald Norbert Felix Schlattner ist inkonsequent geblieben. 2009 beteiligt er sich mit einer Erzählung an einem kulturgeschichtlichen Band (Gerda Ziegler, Geschichtliches und Kunstgeschichtliches zu Birthälm", Hermannstadt 2009). 2012 gab die Berliner Literaturwissenschaftlerin Michaela Nowotnick in zwei Bänden lange Zeit verschollene Manuskripte Schlattners heraus, die größtenteils vor seiner Verhaftung 1957 entstanden waren. Zu Pfingsten 2013 teilte der in Rothberg bei Hermannstadt lebende  Romancier inoffiziell mit, er habe seinem Verlag Zsolnay in Wien  20 Kapitel auf 699 Schreibmaschinenseiten angeboten, und zwar in einer bereits gekürzten Zweitfassung: „Die 7 Sommer meiner Mutter. Ersonnene Chronik“ (2010-2013).

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Zuschauer als Teil einer Collage

Ausgabe Nr. 2349
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Aufführung des Deutschen Jugendforums Kronstadt im Gong-Theater

Die Theatergruppe „ImPuls“ des Deutschen Jugendforums Kronstadt gastierte am Samstag, dem 7. September, im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche in Hermannstadt. Diese Zusammenarbeit wurde insbesondere durch die Bemühungen von Paul Binder, dem Vorsitzenden des Jugendforums Kronstadt, und Winfried Ziegler, dem Kulturreferenten des Zentrumsforums Hermannstadt ermöglicht.

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Gespräche für Unterwegs

Ausgabe Nr. 2348
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Audiowanderweg von Seligstadt nach Bekokten

 

Das Projekt „Audiowanderweg von Seligstadt nach Bekokten“ wurde durch das Institut für Auslandsbeziehungen e.V., kurz ifa, und das Jugendzentrum Seligstadt ermöglicht. Die Idee für die akustische Lerntour ist zurückzuführen auf die, vom ifa entsandte, Kulturmanagerin Anne Wiebelitz und ihrer besten Freundin Antonia Schwarzmeier, welche gemeinsam ein Jahr in Siebenbürgen verbrachten. Seit September letzten Jahres arbeiteten die beiden, neben anderen Projekten wie beispielsweise der Installation einer Kletterwand in Fogarasch, an ihrem Konzept. In der vergangenen Woche, am Mittwoch den 28. August, stellten sie das Resultat ihrer Arbeit dem Publikum bei der Eröffnungsveranstaltung vor.

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ProEtnica-Festival fand wieder statt

  2348

Die Vertreter der Minderheiten trafen sich wieder in Schäßburg

 

 Das Festival ProEtnica, das die Minderheiten aus Rumänien feiert, hat Ende August nach einer zweijährigen Pause wieder stattgefunden. Das Interethnische Jugendbildungszentrum, in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeisteramt Schäßburg und der Babeş-Bolyai-Universität Klausenburg haben das Festival organisiert, u. a. mit finanzieller Unterstützung vom Kulturministerium, vom Departement für interethnische Beziehungen und von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest.

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Titel verleiht „Auftrag und Recht”

Ausgabe Nr. 2348
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Cristian Ţopescu soll für siebenbürgische Kirchenburgen werben

 

Hier ist Rhodos, hier sollst du springen!" sagen in einer Geschichte von Äsop die Leute einem ihrer Athleten, der sich lobt, er habe in Athen beim Hochsprung alle Rekorde gebrochen. Mit dieser Geschichte wollte der bekannte rumänische Sportkommentator Cristian Ţopescu darauf hinweisen, dass die Kirchenburgen in Siebenbürgen der rumänischen Öffentlichkeit bekannt sein müssen, um eine Zukunft zu haben.

 

Ţopescu wurde am letzten Freitag im Rahmen eines von dem Aachener Organisten Walter Karius bestrittenen Orgelkonzertes, das letzte der Reihe „Musica barcensis" in der Kirchenburg in Honigberg von Bischof Reinhart Guib zum „Kulturbotschafter der Kirchenburgen in Siebenbürgen" ernannt. Dieser Titel verleihe Cristian Ţopescu den „Auftrag und das Recht, für die 170 siebenbürgischen Kirchenburgen zu werben, als Stimme der evangelischen Kirche in der rumänischen Öffentlichkeit", betonte Bischof Guib. Guib würdigte in seiner Rede den ersten Kulturbotschafter der Kirchenburgen als eine „extrem positive, markante und bekannte Persönlichkeit Rumäniens" und erwähnte die Verbundenheit des Sportkommentators  mit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Desgleichen dankte Bischof Guib der Honigberger evangelischen Kirchengemeinde für die Gastfreundschaft und dafür, dass sie ihre Kirchenburg entsprechend betreuen.

Mit dieser Ernennung wolle die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien ihre Kirchenburgen in der rumänischen Öffentlichkeit bekannter machen, als sie bisher sind, sagte in seiner Ansprache der Projektleiter Pfarrer Stefan Cosoroabă. Unter dem Motto „Entdecke die Seele Siebenbürgens" wolle man mehr rumänische Besucher in die Kirchenburgen bringen, die heute eine „Metamorphose" zur Destination für Kulturtouristen durchmachten. Man habe nämlich festgestellt, dass die meisten Besucher aus dem Ausland kommen. Die meisten Besucher wurden 2012 im Burzenland in der Schwarzen Kirche in Kronstadt gezählt, insgesamt 200.000, an zweiter Stelle liege Tartlau mit 35.000 Besuchern. Die zum Weltkulturerbe zählende Kirchenburg in Birthälm hatte weniger als 30.000 Besucher, jene ebenfalls auf der Welterbeliste geführte Kirchenburg in Wurmloch knapp 1.000.       B. U.

 

Bildtexte: Unser Bild (v. l. n. r.): Stefan Cosoroabă, Cristian Ţopescu, Carmen Schuster und Bischof Reinhart Guib.                     Fotos: Beatrice UNGAR