Ein vielseitig begabter Außenseiter

Ausgabe Nr. 2347
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Das Harbachtalmuseum in Agnetheln zeigt Bilder des Künstlers Michael Barner

 

„Ich war von vornherein als Outsider gebrandmarkt und verfügte de fakto nicht über die geringsten diplomatischen Fähigkeiten" ist in den Memoiren des Agnethler Künstlers Michael Barner (1881-1961) zu lesen, die nur in handgeschriebener Form vorliegen. Barner kann wohl als ein vielseitig begabter Außenseiter betrachtet werden: Er war Zeichner und Maler, schrieb aber auch Gedichte in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart, in deutscher, ungarischer und rumänischer Sprache, vertonte ca. 200 deutsche, siebenbürgisch-sächsische, ungarische und rumänische Texte und auch Zigeunerlieder", die Heinrich von Wislocki gesammelt und ins Deutsche übersetzt hatte, nahm überallhin seine Geige mit und verbrachte ca. ein Jahr in einer Roma-Siedlung bei Agnetheln. Hier im Harbachtalmuseum sind jetzt Zeichnungen und Gemälde des Künstlers aus den Beständen des Harbachtalmuseums und aus Privatbesitz zu sehen.

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Nicht nur für Kinder

Ausgabe Nr. 2347
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Die fabelartige Liebesgeschichte von Dina und Lupus

 

In diesem Jahr brachte der Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn das Buch „Wolfsberge. Eine Geschichte aus den Karpaten“ heraus. Die aus Hermannstadt stammende Autorin Barbara Poetzsch geb. Niedermaier, die in Berlin lebt, stellte ihr Werk am vergangenen Freitag, im Erasmus-Büchercafé vor. Sie betonte hierbei, dass „Wolfsberge“ nur „vordergründig ein Buch für Kinder sei“, denn sie schrieb es ebenso für Erwachsene. Der Grund dafür liegt im fabelartigen Charakter der Geschichte.

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Von Berwerth bis Zipser

Ausgabe Nr. 2345
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25 Siebenbürgische Künstlerinnen im Teutsch-Haus

 

Werke von 25 siebenbürgischen Künstlerinnen sind derzeit und bis zum 9. Oktober d. J. im Terrassensaal im Teutsch-Haus zu sehen. In dem von Elisabeth Binder und Gerhild Rudolf erstellten Begleitheft der Ausstellung des Landeskirchlichen Museum der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien werden zum Schluss die Künstlerinnen in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt.

 

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Vom prozesshaften Wandel

Ausgabe Nr. 2344
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Peter Jacobi und seine Studie für eine Kreuzigung"

 

Nach dem Studium an der Kunstakademie Nicolae Grigorescu in Bukarest wurde Peter Jacobi 1961 auf eine Lehrerstelle am musischen Gymnasium im südrumänischen Craiova zugeteilt, die er jedoch vor Jahresfrist kündigte. Als positiv an seinem Aufenthalt in Craiova schätzt Jacobi, dass er im nahe gelegenen Târgu Jiu das Skulpturenensemble von Constantin Brâncuşi kennenlernte. Auch beeindruckten ihn auf seinen Wanderungen durch Oltenien Webarbeiten aus Ziegenhaar und die einfachen Holzikonen in den Dörfern.

 

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Großjährig und niveauvoll

Ausgabe Nr. 2341
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18. Auflage des Carl Filtsch-Klavier- und Kompositionswettbewerbsfestivals

 

Die 18. Auflage des Carl Filtsch-Klavier- und Kompositionswettbewerbfestivals ging am Sonntag mit der Preisverleihung und der Gala der Preisträger auf der Bühne des Thaliasaals zu Ende. Hervorzuheben ist, dass in diesem Jahr vornehmlich Nachwuchspianisten aus Rumänien regelrecht abgesahnt" haben. Für Hermannstadt von Bedeutung ist, dass alle drei  Hermannstädter Teilnehmer einen Preis erhalten haben.

 

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Aladin und Dracula

Ausgabe Nr. 2340
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Zur sechsten Sommerspielzeit am Gong-Theater

 

Puppentheater vom Feinsten für Klein und Groß konnte man am Wochenende in Hermannstadt sehen. Das Gong Kinder- und Jugendtheater organisierte vom 5.-7. Juli die sechste Auflage der „Sommerspielzeit“. Weil es zurzeit in Hermannstadt Mode ist, dass alles als Festival betitelt wird, ist auch die Sommerspielzeit ein Internationales Festival der Animation. Teilweise stimmt die Bezeichnung ja auch. Denn die Ensembles waren größtenteils von auswärts angereist. So traten Bulgaren, Franzosen, Deutsche, Österreicher, Griechen und Moldauer auf die beiden Bühnen des Gong-Theaters.

 

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Keine Mahlzeit ohne Fleisch

Ausgabe Nr. 2340
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Kochbuch soll verhindern, dass rumänische Rezepte in Vergessenheit geraten

 

Auf eine kulinarische Entdeckungsreise lädt die Herausgeberin Christina Bugl mit dem neuerschienenen Kochbuch Poftim la masă! Wir bitten zu Tisch. Rumänische Rezepte modern interpretiert. 54 traditionelle rumänische Gerichte, 112 Seiten, phantastische Bilder: Da läuft schon das Wasser im Mund zusammen.

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