Von Trauer und Hoffnung

Zum 100. Geburtstag von Hans Bergel

Ausgabe Nr. 2921

Peter Paspa (Hg.): Hans-Bergel-Brevier. Aus den Werken 1957 bis 2009, Edition Noack & Block in der Frank & Timme GmbH, Berlin 2021, 286 Seiten, ISBN 978-3-86813-122-2.

Anlässlich des 100. Geburtstages des siebenbürgischen Autors und Journalisten Hans Bergel (1925-2022) werfen wir einen Blick auf seine bedeutendsten Werke. Peter Paspa hat im Jahr 2021 zwei Bände herausgegeben, die die Essenz aller Werke Bergels von 1957 bis 2017 enthält. Auch eines seiner neuesten Werke „Glanz und Elend der Siebenbürger Sachsen – Rückblicke und Ausblicke eines Beteiligten“ rückt in unseren Fokus.Weiterlesen

Herausfordernde Schulreformen

Folgen der Rumänisierung des Bildungswesens in der Bukowina 1919-1940

Ausgabe Nr. 2921

David Fallik (1908-1926).                                      Foto: Archiv Mihuleac

Eine internationale Tagung zur Bildungsgeschichte hatte der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) Ende Mai in Hermannstadt veranstaltet. In der Einladung hieß es u. a.: „Als die Vielvölkermonarchie unter habsburgischer Herrschaft 1918 auseinandergebrochen war, versuchten die mittel- und südosteuropäischen Staaten der Zwischenkriegszeit mit verschiedenen gesetzlichen Regelungen die neuen Strukturen und sozialen sowie bildungspolitischen Herausforderungen zu bewältigen. Neben Agrarreformen sahen sie im Bildungswesen und Schulrecht zentralen Handlungsbedarf. In Rumänien wurden nach Übergangsregelungen Ende 1924 das Volksschulgesetz, 1925 das Privat (Partikular-)schulgesetz und das Baccalaureatgesetz im Parlament beraten und beschlossen. Dieses Recht besaß gesamtstaatliche Geltung. Für die angeschlossenen Gebiete hatten die Gesetze und deren Ausführungsbestimmungen aber gravierende Folgen (nicht nur bei den Minderheiten, sondern auch für das von der orthodoxen Kirche getragene Schulwesen). Parallel dazu wurden auch in benachbarten Ländern Schulreformen in Kraft gesetzt, die ebenfalls für Minderheiten herausfordernd waren.” Lesen Sie im Folgenden die gekürzite Fassung des Vortrags von PD Dr. Mariana Hausleitner (Berlin) zum Thema „Die Folgen der Rumänisierung des Bildungswesens für die deutschsprachige Bevölkerung in der Bukowina 1919-1940”.Weiterlesen

Er lebte diese, seine Zeit

Nikolaus Berwanger und der Temescher Rat der deutschen Werktätigen

Ausgabe Nr. 2921

Foto aus einem Dienstausweis aus dem Jahr 1980 mit der eigenhändigen Unterschrift Berwangers.

Jüngste sachliche Würdigung erfuhr der Publizist, Autor, Literatur- und Kulturförderer sowie Herausgeber Nikolaus Berwanger (5. Juli 1935-1. April 1989) durch die Aufnahme in den ersten Band (Literatur) der Reihe „Enciclopedia Banatului“, erschienen 2016 in Temeswar (Verlag David Press, S. 82-84, mit Foto). Wie in Lexika üblich, ist der Beitrag nicht wertend, umfasst eine geraffte Biographie, ein umfangreiches Werkverzeichnis und wichtige Quellen bzw. Literatur zu Leben und Wirken Berwangers. Verfasserin des Beitrags ist die Temeswarer Germanistin Univ. Prof. Roxana Nubert. Als wichtige Vorarbeit kam ihr die ein Jahr zuvor im Pop-Verlag (Ludwigsburg) erschienene Berwanger-Sonderausgabe der Literatur- und Kulturzeitschrift „Matrix“ (2015) zugute. Lesen Sie im Folgenden den aus aktuellem Anlass – am 5. Juli d. J. wäre Berwanger 90 geworden – verfassten Beitrag des Journalisten Luzian Geier, den dieser freundlicherweise der HZ zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat:Weiterlesen

,,Gibt es süße Flöten?“

Das Barock-Ensemble Flauto Dolce feiert 25. Jubiläum

Ausgabe Nr. 2921

Gabor Hegyi (Barocktrompete) und das Ensemble Flauto Dolce Noémi Mikls (Cembalo und Orgel), Maria Szabo (Blockflöten), Zoltán Majó (Blockflöten) und Mihaela Maxim (Sopran und Schlagzeug) vor der Stolzenburger Orgel (v. l. n. r.).                                               Foto: Beatrice UNGAR

„Gibt es süße Flöten? Süße Flöten nicht, aber Flauto Dolce aus Klausenburg. Ein inzwischen renommiertes Renaissance-Barock-Ensemble, das heuer sein 25-jähriges Jubiläum erlebt.” Mit diesen Worten beginnt der Beitrag von Horst Göbbel (erschienen in der Siebenbürgischen Zeitung vom 6. Mai 2025) über das Konzert, das dieses Ensemble auf seiner Deutschlandtournee am 6. April in Nürnberg geboten hat. Am 18. und 19. Juli d. J. konnten die Hermannstädter und ihre Gäste zwei Auftritte des Ensembles in der evangelischen Stadtpfarrkirche erleben. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2921

Ungewöhnliche Perspektive: Blick von der Zibinsbrücke an der Neculce-Straße (früher stand hier eine Holzbrücke) durch die an deren Geländer prangenden Blumen auf den Zibin, den an ihm entlang führenden Radweg und den im Hintegrund aufragenden Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche.                                             Foto: Ioana DEAC

Prejbe-Hütte im Gespräch

Hermannstadt. – Ein offener Forums-clubabend findet am Donnerstag, dem 31. Juli, 18 Uhr im Innenhof des Forums (bei Regen im Spiegelsaal) statt, organisiert vom Hermannstädter Forum. Die Themen des Treffens sind Bergtourismus, die Arbeit des Siebenbürgischen Karpatenvereins (SKV) sowie die Sanierung (Wiederbelebung) der Prejbe-Hütte.

Die Prejbe-Hütte war über Jahrzehnte ein Ort gemeinsamer Erlebnisse für Schulklassen, Wandergruppen und Angehörige der deutschen Minderheit in Siebenbürgen. Neben Einblicken in die aktuellen Arbeiten an der Hütte und einem Beitrag des stellvertretenden Vorsitzenden der SKV-Sektion Hermannstadt, Radu Zaharie, zur Rolle des Vereins in Vergangenheit und Gegenwart, geht es vor allem darum, eine aktive Gemeinschaft zu bilden mit Menschen, die sich für Natur, Nachhaltigkeit und Bergkultur engagieren. (RS)Weiterlesen

Die Gräben der Vorurteile überwinden

13. ,,Rabentanz“ hat in Rothberg/Roșia im Harbachtal stattgefunden

Ausgabe Nr. 2920

Das Orchester „Shukar Yakha“, die „Șatra Elijah” und die „Șatra Regală” spielen Songs wie „Gas gas”, die internationale Roma-Hymne „Djelem djelem” oder „Yala Yala” und das Ensemble „Alegrijah” tanzt dazu.
Foto: Werner FINK

Rund 300 vom Verein Elijah betreute Kinder traten am Freitag, dem 4. Juli im Rahmen der 13. Auflage der traditionellen Abschlussfeier „Dansul Corbilor“ (Rabentanz) auf, wo im Rahmen von zwölf Programmpunkten zahlreiche Ensembles, Orchester und Tanzgruppen ihr Talent zeigten. In den Einrichtungen des Vereins werden vor allem Roma-Kinder betreut, aber nicht nur. „Wir wünschen immer ein Miteinander, dass man sich gegenseitig annerkennt und Freunde wird, weil man nur so diese Gräben überwinden kann, die durch Vorurteile entstanden sind“, meinte Ruth Zenkert, die zusammen mit Pater Georg Sporschill das Projekt initiierte. Weiterlesen

Neue Botschafterin

Ausgabe Nr. 2920

Botschafterin Angela Ganninger (rechts) hat am 8. Juli d. J., ihr von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnetes Beglaubigungsschreiben an Staatspräsident Nicuşor Dan übergeben und damit ihr Amt als neue Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien offiziell angetreten. Bei diesem Anlass unterstrich die Botschafterin das große deutsche Interesse daran, die exzellente bilaterale Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien in sämtlichen Bereichen von gemeinsamem Interesse fortzuführen und zu vertiefen. Botschafterin Angela Ganninger sagte u. a.: „Rumänien und Deutschland pflegen eine vielfältige und vertrauensvolle Partnerschaft. Gemeinsam arbeiten wir an einem geeinten und sicheren Europa. Als Botschafterin möchte ich gemeinsam mit den rumänischen Partnerinnen und Partnern die enge Kooperation zwischen Deutschland und Rumänien weiter vertiefen. Ich freue mich darauf, die vielfältige Kultur, Natur und Gesellschaft dieses spannenden und schönen Landes in den nächsten Jahren kennenzulernen.“                   Text und Foto: Deutsche Botschaft Bukarest