Aus dem „Land vor dem Waldˮ

Ausgabe Nr. 2466
 

Reich bebildeter Band über Rettungsgrabung bei Reussmarkt vorgestellt

 

Man kann für die Zukunft bauen ohne die Spuren der Vergangenheit auszulöschen, davon ist der Archäologe und Hochschulprofessor Prof. Dr. Zeno Karl Pinter überzeugt, nachdem er gemeinsam mit einem Team an den archäologischen Grabungen bei der mittelalterlichen Siedlung in der Gegend Reussmarkt – Cunța teilgenommen hat. Auch könnte man einiges aus der Vergangenheit lernen, meint Pinter: Hätten nämlich die Straßenbauer den archäologischen Grabungen mehr Aufmerksamkeit geschenkt, hätten sie festgestellt, dass es genau dort zwischen Großpold und Reussmarkt, wo ein Teil der Autobahn-Teilstrecke Hermannstadt – Broos weggerutscht ist, keinerlei Spuren menschlicher Siedlungen gegeben hat. Es mag wohl an der Hanglage gelegen haben. Sogar die Bauer der Eisenbahnstrecke Hermannstadt – Allwinz/Vințul de Jos hätten die Risiken erkannt und mit Hilfe von zahlreichen Brücken und indem sie die Strecke auf der Höhenlinie um den Berg vor Großpold führten, dieses Erdrutschgebiet vermieden.

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Knallhart durchleuchtet

Ausgabe Nr. 2465
 

Interview mit BLB-Intendant Carsten Ramm

 

Am 6. Februar zeigt die Badische Landesbühne (BLB) um 19 Uhr mit „Die Grönholm-Methode" von Jordi Galceran, in der Regie von Evelyn Nagel, ein deutsches Gastspiel mit rumänischer Übertitelung im Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater (RST). Mit dem Intendanten Carsten Ramm sprach im Vorfeld HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar über die deutsch-rumänische Zusammenarbeit seines Theaters, über zukünftige Projekte mit der Deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters und über das Gastspiel mit „Die Grönholm-Methode".Weiterlesen

Nachrichten

2465

Marienball im Spiegelsaal; Dialog- und Lesekreis der EAS; Zum Islam in Rumänien; Tursib plant neue Buslinie; Lawinengefahr; Seidenmalwerkstatt; Ostkurs 2016 in München; Projekte werden finanziert; Premiere am DSTT; Tanzkurs im Forumsclub; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

„Ein facettenreiches Land”

Ausgabe Nr. 2465
 

Trotz strengen muslimischen Regeln: Jordanien ist immer eine Reise wert

 

Über das Leben als Christen und als Deutsche in einem arabischen Land sprachen die Gemeindesekretärin der evangelischen Kirchengemeinde in Amman, Christine Loos, und Jürgen Loos, Gesandter der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit – Bereich Wasser – die seit sieben Jahren in Amman, der Hauptstadt des Haschimitischen Königreiches Jordanien leben und vor kurzem Hermannstadt besucht haben, mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Fasching in der EAS

Ausgabe Nr. 2465
 

Ausgelassene Stimmung herrschte bei der Faschingsfeier im Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen am Samstag, bei der die bewährten DJs Galter und Kothen auflegten.

Foto: Beatrice UNGAR

Barockmusik in der Sakristei

Ausgabe Nr. 2465
 

In der Sakristei der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt wird am Sonntag, den 31. Januar, 18 Uhr, Barockmusik erklingen, gespielt von dem Ensemble Quarto d´ORO". Initiator dieses musikalischen Projektes ist der aus Hermannstadt stammende Fagottist Maximiliam Braisch. Die Musiker sind alle StudentInnen der Klausenburger Musikakademie. Sie haben vor einem knappen Jahr zusammengefunden, um auf historischen Instrumenten (Blockflöte, Geige, Cembalo und Fagott) Musik des 17. und 18. Jahrhunderts stilgerecht einzustudieren. Derzeit bereiten sie sich auf die Teilnahme am Barockfestival La Stravaganza" in Klausenburg vor, wo sie beim Kammermusikwettbewerb im Mai 2015 den 1. Preis gewonnen haben. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird eine freiwillige Kollekte zur Deckung der Unkosten erhoben. Unser Bild: Das Ensemble Quarto d'ORO": Miriam Marinescu, Aranka Kővári, Maximilian Braisch und Renáta Gebe-Fűgi.                               

Foto: Róbert IENEI

Menschen wie du und ich

Ausgabe Nr. 2465
 

Theaterpremiere am Radu Stanca Theater mit „Enthüller“

 

„Wir haben ein Problem! Wo sind die Ärzte?“ Im staatlichen Ealing-Krankenhaus in London fehlen die Ärzte in der Notaufnahme, weil sie in Privatkrankenhäusern arbeiten. Sharmila Chowdhury, Leiterin der Radiologie-Abteilung, wird darauf aufmerksam und deckt auf, dass 250.000 Pfund durch das Nebenarbeiten der Ärzte verloren gehen. Doch dafür wird sie nicht etwa belohnt. Nein, sie wird entlassen. Sie geht vor Gericht, gewinnt, also muss das Krankenhaus sie wieder einstellen. Aber nein, ihre Arbeitsstelle wurde aufgelöst. Vier Jahre später ist Chowdhury arbeitslos und an Krebs erkrankt.  Sharmila Chowdhury ist ein „Whistleblower“.Weiterlesen

„Wir haben eine Bildungsaufgabe“

Ausgabe Nr. 2465
 

Gespräch mit Daniel Plier, Leiter der deutschen Abteilung des RST

 

Daniel Plier wurde 1968 in Luxemburg geboren. Am Conservatoire de Luxembourg und an der Ecole Supérieure d´Art Dramatique Pierre Debauche studierte er Schauspiel.  Er hat an Theatern in Esch, Maskénada, Schloss Niederweis, Luxembourg (Theatre National, Kapuzinertheater, Theatre du Centaure), Neumünster, Steinfort eine Vielzahl von Rollen übernommen und auch in Filmen mitgewirkt. Daniel Plier inszenierte am Radu-Stanca-Nationaltheater (RST) „Tagebuch eines Wahnsinnigen“, „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“, „Ossis Stein“ und „Panik“. Mit Daniel Plier sprachen Iuliana Popescu, Elena Proșac und Cristina Sava (Hermannstadt), Andra Popa und Mirela Râșnovean (Kronstadt), Maria Prăștean (Deva) und Anca Daniela Săroiu (Mediasch), koordiniert von Ioana Ruga (Hermannstadt).Weiterlesen

Vom Zungenspitzen- zum Reibe-R

Ausgabe Nr. 2465
 

Ergebnisse eines Sprechübungskurses an dem RST

 

 

„Tim uns seine Schüler“ hieß die Veranstaltung, die im Erasmus-Büchercafé am Mittwoch der Vorwoche (20. Januar), stattgefunden hat. Eine „szenische Lesung“ war angekündigt worden, die von den Schauspielerinnen und Schauspielern der deutschen Abteilung des Radu Stanca Theaters Hermannstadt im Sprechunterricht mit Tim Schüler vorbereitet wurden.Weiterlesen

Im Ensemble wird man groß

Ausgabe Nr. 2464
 

Begegnung mit einem sensiblen Musiker / Von Ursula PHILIPPI

 

Mist! Da stehe ich nun seit 50 Minuten in der zugigen  Haltestelle von Tartlau und es kommt kein Bus. Die Anschlüsse nach Hermannstadt sind somit alle weg. In vier Stunden beginnt die Probe in der Philharmonie, bei der ich dabei sein wollte. Ludwig Quandt, Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker, ist Gast des kommenden Konzerts mit Antonin Dvořáks Cellokonzert in h Moll op. 104. Schließlich schaffe ich es per Auto und komme gerade recht, um die erste Probe mit zu erleben. Unterwegs lege ich mir Fragen zurecht. Was erzählt wohl ein Musiker von Weltruf, wenn es ihn an einen Ort wie Hermannstadt verschlägt?Weiterlesen