,,Wir sind für die Mitglieder da“

Gespräch mit dem DWNT-Präsidenten Ludger Thol

Ausgabe Nr. 2721

Ludger Thol.               Foto: DWNT

Im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben in der Region Nordsiebenbürgen hat sich der 2010 gegründete Deutsche Wirtschaftsclub Nordtransilvanien (DWNT) viel Anerkennung, Beachtung und Respekt erarbeitet. Der deutschsprachige Club vertritt derzeit über hundert Mitgliedsfirmen und ist damit die mitgliederstärkste Vereinigung von Wirtschaftsunternehmen im Raum Nordtransilvanien. Seit der Gründung ist Ludger Thol Präsident des DWNT und gibt nun die Leitung nach elf Jahren erfolgreicher Tätigkeit ab. Über den DWNT und dessen Ziele und Aktivitäten gibt Ludger Thol in dem folgenden Interview mit der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r Auskunft:Weiterlesen→

Ein Plädoyer fürs Anderssein

Bühnenpremiere des Stückes „Bookpink“ von Caren Jeß in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2721

Das Stück „Bookpink” von Caren Jeß wurde am Sonntag, vor Publikum, von der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters aufgeführt. Unser Bild: Der Temeswarer Yannick Becker (hier als weiße Taube) ist ein Neuzugang an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters.          Foto: Cynthia PINTER

„Zwischen den einzelnen Szenen verläuft kein roter Faden.
Es gibt keine übergreifende protagonistische Instanz.
Die Reihenfolge der Szenen ist abänderlich.“ Mit diesen Bemerkungen beginnt Autorin Caren Jeß ihr „Dramatisches Kompendium” „Bookpink”, das nun von der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt in zweiter Weltpremiere (nach der Uraufführung 2019 in Graz) aufgeführt wurde. Am Sonntag, dem 9. Mai, erfreute sich das Publikum zum ersten Mal nach langer Zeit wieder, Theater live auf der Bühne zu erleben. Geboten wurde das postdramatische Theaterstück „Bookpink“, in der Regie von Alexandru Weinberger-Bara und eines kreativen Kollektivs.Weiterlesen→

Ein objektives Bild

Film von Florin Besoiu im Forumsclub uraufgeführt

Ausgabe Nr. 2721

Florin Besoiu, Winfried Ziegler und Aurelia Brecht (v. l. n. r, stehend) beim anschließenden Publikumsgespräch.                               Foto: der Verfasser

Der Dokumentarfilm  „Neues Leben in alten Mauern“ wurde am Dienstag im Rahmen des Forumsclubs in der neu renovierten evangelischen Stadtpfarrkirche gezeigt. Der Film wurde von Florin Besoiu im Auftrag des  Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt erstellt und rückt die Wiederbelebung der Kirchenburgen durch Restaurierungsarbeiten und neue Nutzungskonzepte in den Mittelpunkt. Gezeigt wurde der Film mit rumänischen Untertiteln.

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,,Es war, als hätte man auf uns gewartet“

PHOENIX wird 60: Interview mit Nicu Covaci

Ausgabe Nr. 2721

Nicu Covaci (links) und Gabriela Căluțiu Sonnenberg. Foto: Privat

Kaum noch eine Band auf der ganzen Welt kann auf so ein langes ununterbrochenes Bestehen zurückblicken wie PHOENIX. Die Zusammensetzung der Band hat sich im Laufe der Zeit oft geändert, wobei der Stil unverkennbar blieb. In diesem Jahr feiert die Band ihr 60. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass besuchte unsere Spanien-Korrespondentin Gabriela C ă l u ț i u S o n n e n b e r g im spanischen Moraira Nicu Covaci, die Leitfigur der bekanntesten rumänischen Rockband und führte mit ihm folgendes Gespräch.

 

Nicu Covaci, kaum noch eine Musiktruppe auf der ganzen Welt kann auf so ein langes ununterbrochenes Bestehen zurückblicken wie Phoenix. Wie fühlst du dich als Leitfigur der bekanntesten rumänischen Rockband?

Ja, PHOENIX feiert in diesem Jahr 60 Jahre seit der Gründung. Die Zusammensetzung der Truppe hat sich oft geändert, aber unser Stil blieb immer gleich.Weiterlesen→

Nur eine kurze Geschichte in Rumänien

Erste wissenschaftliche Studie über die Deutschen in der Dobrudscha

Ausgabe Nr. 2721

Josef Sallanz: Dobrudscha. Deutsche Siedler zwischen Donau und Schwarzem Meer,  Mit zahlreichen farbigen und Schwarz-Weiß-Abbildungen, ausführlichen Registern und Karten. Potsdam, Verlag des Deutschen Kulturforums östliches Europa 2020, 350 Seiten, ISBN 978-3-936168-73-0.

Die von dem ausgewiesenen Sozialwissenschaftler Josef Sallanz verfasste Monographie ,,Dobrudscha. Deutsche Siedler zwischen Donau und Schwarzem Meer“, die vor kurzem im Verlag des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam erschienen ist, ist den rund 16.000 Deutschen aus der Dobrudscha gewidmet, die größtenteils 1940 ins Deutsche Reich umgesiedelt wurden. Die Gruppe hatte nur eine kurze Geschichte in Rumänien und bestand größtenteils aus Bauern, die wenige schriftliche Zeugnisse hinterlassen haben. Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2721

Foto: Beatrice UNGAR

Lokale wieder offen

Hermannstadt. – Nachdem der Inzidenzwert in Hermannstadt unter 2 gefallen ist, sind nun die Lokale auch innen geöffnet, allerdings nur zu 30 Prozent der Kapazität. (BU)

Kostenloser Eintritt

Hermannstadt. – Das Gong-Theater bietet für das Stück „Sarea-n bucate” nach Petre Ispirescu Freikarten an für Eltern, die einen Impfschein gegen Covid-19 (1 oder 2 Dosen) vorweisen können. Für jedes geimpfte Elternteil wird eine Freikarte ausgestellt. Die Karten kann man am Freitag (11-18 Uhr) und am Samstag abholen (10-18 Uhr), die Anzahl der Plätze ist beschränkt. Gezeigt wird das Stück heute, 18 Uhr, am Samstag, dem 15. Mai, 11 und 18 Uhr und am Sonntag, dem 16. Mai, 11 Uhr. (RS)Weiterlesen→

Maisingen

Ausgabe Nr. 2720

Das traditionelle Maisingen auf der Michelsberger Burg fand am 1. Mai 2021 wieder mit Publikum statt, nachdem es im Vorjahr nur online erlebt werden konnte. Es gab auch eine Andacht mit Pfarrer Zorán Kézdi und anschließend ein gemeinsames Frühstück.               

Foto: Beatrice UNGAR

Zwei Preisträgerinnen

Der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis 2021 geht an Sigrid Haldenwang und Erika Schneider

Ausgabe Nr. 2720

Dr. Sigrid Haldenwang.Foto: Mariana VLAD

Der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis, die höchste von den Siebenbürger Sachsen vergebene Ehrung für wissenschaftliche und künstlerische Leistungen, wurde für das Jahr 2021 der Lexikografin Dr. Sigrid Haldenwang sowie der Botanikerin Prof. Dr. Erika Schneider zuerkannt. Wenn es auf den ersten Blick auch viel Trennendes gibt – die eine Preisträgerin ist Geisteswissenschaftlerin und lebt und wirkt in Siebenbürgen, die andere ist Naturwissenschaftlerin und hat ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland –, so gibt es in Wirklichkeit doch mehr Verbindendes: neben einer persönlichen Freundschaft ist dies vor allem die unermüdliche und jahrzehntelange wissenschaftliche Beschäftigung mit dem jeweiligen Fachgebiet.Weiterlesen→

Ein Mandat der Fragen und Antworten

Interview mit Emil Hurezeanu, der von der Botschaft in Berlin nach Wien wechselt

Ausgabe Nr. 2720

Bei seinem Deutschlandbesuch 2017 wurde Staatspräsident Klaus Johan- nis (links) auch in der Rumänischen Botschaft in Berlin empfangen. Bot- schafter Emil Hurezeanu (rechts) war damals schon im zweiten Jahr im Amt. Foto: Rumänische Botschaft Berlin

Der 1955 in Hermannstadt geborene Schriftsteller, Publizist und Politologe Emil Hurezeanu ist seit 2015 Botschafter Rumäniens in Berlin. Im Juni d. J. wechselt er als Botschafter Rumäniens nach Wien. Über seine Amtszeit in Berlin und seine Pläne für die neue Stelle aber auch über seine literarische Tätigkeit gibt Hurezeanu Auskunft in dem folgenden Interview mit der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r. Weiterlesen→

Maiständchen

Ausgabe Nr. 2720

Ein Maiständchen für alle statt des traditionellen Maiblasens bot die Neppendörfer Blaskapelle am 1. Mai auf dem Kirchhof in Neppendorf für alle Mitglieder des Gemeindeverbands Neppendorf. Die Veranstaltung wurde im Livestream übertragen und erlebte allein auf Facebook knapp 5.000 Aufrufe.         

Foto: Beatrice UNGAR

Motor für eine zukunftsgerechte Entwicklung

Gemeinsame Botschaft von Herrn Konsul Hans E. Tischler und der Honorarkonsuln von Österreich und Luxemburg in Hermannstadt zum Europatag am 9. Mai 2021

Ausgabe Nr. 2720

Konsul Hans E. Tischler.

Auch der diesjährige Europatag zeigt uns deutlich, dass die europäische Solidarität zentral, ja lebensrettend für uns Bürgerinnen und Bürger ist und es weiterhin bleibt. Es gab wohl kaum eine Zeitspanne in der Geschichte der Europäischen Union, in der die Bedeutung dieser Struktur so deutlich zum Ausdruck kam wie in den vergangenen Monaten.

Wir haben alle in kürzester Zeit lernen müssen, welche verheerenden Folgen eine Pandemie haben kann – auf unsere Gesundheit und unsere Gesundheitssysteme. Es erfüllt uns alle mit tiefer Trauer, dass so viele Menschen ihr Leben im Zusammenhang mit dem Corona-Virus  verloren haben. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft vermögen wir immer noch nicht genau abzuschätzen. Weiterlesen→

Theater ist ein kollektives Kunstwerk

Gespräch mit dem Regisseur Alexandru Weinberger-Bara

Alexandru Weinberger-Bara in der Harteneckgasse/Str. Cetății in Hermannstadt.                                                              Foto: Cynthia PINTER

Ausgabe Nr. 2720

„Bookpink“ (Plattdeutsch für: Buchfink) von Caren Jeß heißt die neueste Inszenierung an der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters, die am 9. Mai, 19 Uhr, voraussichtlich mit Publikum Premiere feiern wird.

Über die Arbeit mit den Schauspielerinnen und Schauspielern, die Theaterwelt und das Leben als freiberuflicher Regisseur sprach HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r mit dem Regisseur von „Bookpink“,  Alexandru Weinberger-Bara.  Weiterlesen→

,,Sie konnte eigentlich alles“

Anita Daniels Feuilletons verzaubern immer noch / Von Matthias BUTH

Ausgabe Nr. 2720

Anita Daniel: Mondän ist nicht mehr modern. Feuilletons über Mode, die Kunst und das Leben. Herausgegeben von Katja Behling und Thomas B. Schumann, Edition Memoria, Hürth bei Köln 2021, 263 Seiten, ISBN

Menschen, die aus Rumänien kommen, entwerfen ihr eigenes Weltmodell. Sie entfalten ein Bild von dem, was sie sehen, empfinden und erleiden in einer oft spielerischen und grazilen Art. Die Lyrik von Rose Ausländer gehört dazu, die 1901 in der damals noch habsburgischen Stadt Czernowitz geboren wurde, die dann von 1918 bis 1947 ein Teil Rumäniens war und deren Dichtung stets etwas Schwebendes hat, einen Klang erzeugt, der ohne Trompeten auskommt und eher in die Harfe der Sprache und Menschen greift. „Wenn ich den blauweißen Schal /nach Osten hänge/schwingt Jerusalem herüber zu mir /mit Tempel und Hohelied//Ich bin fünftausend Jahre jung//Mein Schal/ist eine Schaukel“, dichtete sie im Gedicht „Jerusalem“. Rumänien ist selten auf nur einen Nenner zu bringen. Auch nicht eine Universitätsstadt wie Jassy. Dort wurde Anita Daniel geboren; auch sie war jüdisch, wie um 1900 ja fast die Hälfte der Einwohner.Weiterlesen→