Überraschende Eindrücke aus ferner Region

Siebenbürgische Kirchenburgen verschönern Rathausflur in Greifswald

Ausgabe Nr. 2758

Blick in die Ausstellung im Greifswalder Rathaus.                                              Foto: die Verfasserin

Wer auch im nördlichsten Norddeutschland interessiert seine Hermannstädter Zeitung liest, erhielt dort kürzlich eine Anregung zu einer Foto-Ausstellung über Kirchenburgen. Ein Ehepaar Köhler habe von Schäßburg aus 30 Kirchenburgen in Siebenbürgen fotografiert und davon Fotos zusammengestellt. Mehr erfuhr man zunächst nicht über die Hintergründe. Ausgewanderte Siebenbürger Sachsen, die ihren Mitbürgern in der neuen Wahlheimat die Schönheit ihrer Herkunftsregion zugänglich machen wollen? „Geistige Miterben“ im Sinne von Bischof Guib? So fragen sich anreisende Besucher etwa, während sie auf der A 20 bei Tribsees langsam fahren müssen, weil die Autobahn auf unheimliche Weise immer wieder im Moor versackt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2758

Jeden Samstag zwanzig Minuten Orgelmusik

Hermannstadt. – In der Hermannstädter evangelischen Stadtpfarrkirche erklingt jeden Freitag um 12 Uhr eine halbe Stunde Musik.  Nun soll das Angebot erweitert werden: Jeden Samstag um 18.30 Uhr spielen Organistinnen und Organisten 20 Minuten Orgelmusik als Abschluss der Woche und Abrundung des Samstages. Nachdem  die Töne verklingen, wird die Kirche geschlossen und für den Sonntag vorbereitet. Bis auf weiteres erfolgt der Eintritt (20 Lei pro Person/10 Lei mit Ermäßigung) durch die Sakristei vom Huetplatz aus. (BU)Weiterlesen

Erfolgreiche Fotopirsch

Ausgabe Nr. 2757

Unterhalb der steinernen Brücke stand am Mittwoch Morgen ein weißer Tupfer zwischen den Stockenten, die sich gewöhnlich im Zibin tummeln. Es ist ein Silberreiher (Ardea alba), der offensichtlich hier Nahrung gefunden hat. Nicht so gut zu sehen: Auf einem Ästchen am rechten Ufer sitzt ein bunt schillernder Eisvogel (Alcedo atthis) und betrachtet die Szene.                      Foto: Cynthia PINTER

Kreisverwaltung kauft Hermeshaus

Haushaltsentwurf des Kreises Hermannstadt für 2022 vorgestellt

Ausgabe Nr. 2757

An der Pressekonferenz im Großen Sitzungssaal des Kreisrats mit der Kreisratsvorsitzenden Daniela Cîmpean (2. v. l.) beteiligten sich auch ihre beiden Stellvertreter Marius Luca (1. v. l.)  und Vlad Vasiu (2. v. r.) und der Verwalter des Kreises Hermannstadt, Adrian-Cosmin Bibu. Foto: Werner FINK

„Das Wichtigste ist, wir haben Lösungen dafür gefunden, dass die Institutionen das produzieren, was die Leute von ihnen erwarten: Entwicklung, also Investitionen in Gesundheit, Infrastruktur, Tourismus, Naturschutz und Investitionen für eine gut funktionierende Verwaltung“, unterstrich Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean bei der Pressekonferenz zum Haushaltsentwurf für das Jahr 2022 am Montag. Von Arbeiten, die abgeschlossen werden, über Projekte, an denen weiter gearbeitet wird bis zu neu geplanten Projekten gibt es alles. Der Ankauf des Hermeshauses, die Planung zur Sanierung von historischen Baudenkmälern, die Erstellung des GIS-Systems zur Digitalisierung der Verwaltung oder die Planung des Ausbaus der Transilvania-Halle sowie die Planung von Photovoltaikparks sind nur einige der Punkte des Haushaltsentwurfs.Weiterlesen

Neue Chance für alte Kirche

Rettungseinsatz an der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburg in Wermesch

Ausgabe Nr. 2757

1332 erstmals urkundlich erwähnt liegt Wermesch/Vermeș/Vermes, siebenbürgisch-sächsisch Waarmesch, im Kreis Bistritz-Nassod (Bistriţa-Năsăud) ca. 20 km Luftlinie südwestlich von Bistritz. Die ehemals stattliche Kirchenburg thront über dem Ort. Zunächst wurde in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts eine turmlose spätgotische Saalkirche gebaut. Inzwischen sind Orgel, Taufbecken und Altar entfernt.  Bemerkenswert ist die gotische Kanzel von 1497 , der Kanzelaufgang weist eine Rokokoverzierung auf.  Unser Bild: So sah die Kirchenburg im Sommer 2018  aus.                                                                                                                  Foto: Stefan BICHLER

Alles hat seine Zeit.  Der Wermescher Kirche läuft jetzt die Zeit davon. Einst war sie eine prächtige Kirchenburg, heute ist sie nur eine traurige Ruine. Ein ähnliches Schicksal haben viele Baudenkmäler in Siebenbürgen. Es ist jetzt an der Zeit, diesem Verfall entgegenzuwirken. Dafür setzt sich die Ambulanz für Denkmäler/Ambulanța pentru Monumente durch weitere regionale Denkmalschutzvereine ein. Im Dezember 2021 wurde die Ambulanz für Denkmäler Bistritz-Nassod ins Leben gerufen, die diesen Notdienst künftig auch in Nordsiebenbürgen, genauer im Nösnerland – leisten wird. Die Bistritzer Stiftung Petrus Italus Trust wurde von der Ambulanz für die Durchführung der Rettungseinsätze vor Ort ausgewählt. Der erste Einsatz betrifft die Notsicherung der evangelischen Kirche in dem Dorf Wermesch/Vermeș, das verwaltungsmäßig zur Gemeinde Lechnitz/Lechința gehört. Weiterlesen

Neue Grundschulbücher in deutscher Sprache

Gedanken aus der Schulbuchwerkstatt des DFDR

Ausgabe Nr. 2757

„Der Wind bricht einen biegsamen Baum nicht“ ist der Spruch, der mich von dem afrikanischen Sprücheblock auf meinem Schreibtisch anlächelt, im Hintergrund ein einzelner Baum in wüstenartig-gelbem Boden, der sich gegen einen tiefblauen Himmel abhebt. Der Spruch passt gut zu der Erfahrung, die wir in den vergangenen Monaten mit der Übersetzung der neuen Grundschulbücher gemacht haben. Da ist schon im Vorfeld der eigentlichen Übersetzungsarbeit manch ein Wind aufgekommen. Weiterlesen

Das ,,Hermannstädtische Gesangbuch“

Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal (I)

Ausgabe Nr. 2757

Der Gründer und Namensgeber des ältesten Museums in Hermannstadt und Rumänien hat nicht nur Gemälde, Münzen usw. gesammelt sondern auch Bücher. Seine Bibliothek im Brukenthalpalais ist eine Schatzkammer, die zur Zeit für das Publikum geschlossen ist. Der für die Bibliothek zuständige Kurator Alexandru-Ilie Muntean hatte die Initiative, in loser Folge einige Raritäten aus dieser Schatzkammer in der HZ vorzustellen. In der ersten Folge geht es um ein von dem Buchdrucker Samuel Schárdi (1705-1779) dem Baron Samuel von Brukenthal gewidmete Buch, auf dessen Titelblatt zu lesen ist: ,,Das vollständig vermehrte Hermannstädtische Gesang=Buch, darinnen 688. auserlesene, alte und neuere, in der Christlich-Evangelischen Kirche gebräuchliche Lieder, gesammlet, und, nach den Abtheilungen des geoffenbarten Lehrbegriffs, in Ordnung gebracht worden, nebst einem auf ähnliche Art eingerichteten Gebet=Buch./Hermannstadt, in der St. Buchdr. gedruckt und verlegt Samuel Schardi. 1766″.Weiterlesen

,,Man muss ordentlich übertreiben”

Satiren-Buch von Peter Biro in rumänischer Sprache erschienen

Ausgabe Nr. 2757

Peter Biro.                                Foto: Privat

Peter Biro, bis Ende 2021 Anästhesist in der Schweiz, hat seit Jahren seine Leidenschaft für die Literatur entdeckt. Im Vorjahr ist sein erstes Buch in rumänischer Sprache erschienen, „Incredibila poveste a lui Jean Jaques Récamier”. Über Satiren, Bücherherausgabe und Pläne sprach der Autor mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Im Galopp durch die Trilogie

Lesung mit Jan Koneffke im Brecht-Haus in Berlin

Ausgabe Nr. 2757

Der Schriftsteller Jan Konneffke.Foto: die Verfasserin

Ein großartiger Erzähler ist Jan Koneffke, der Vielreisende. Rom, Bukarest und Wien, ein siebenbürgischer Flecken sind seine Fluchtpunkte. Gerade kommt er mit dem Zug aus Rom angereist und landet pünktlich am 22. Januar d. J. im Literaturforum im Brecht-Haus in Berlin zu der Lesung aus seiner Romantrilogie – ,,Eine nie vergessene Geschichte“ (DuMont Verlag 2008), ,,Die sieben Leben des Felix Kannmacher (DuMont Verlag 2011), ,,Ein Sonntagskind“ (Galiani Verlag 2015) –  im Rahmen der vom Deutschen Kulturforum östliches Europa veranstalteten Lesereihe ,,Unerhörte Familiengeschichten aus dem östlichen Europa“. An ideenreichen Geschichten und Geschehnissen lässt er uns teilhaben. Weiterlesen

Olympia ohne Medaille

Ergebnisse der rumänischen Sportler in Peking

Ausgabe Nr. 2757

Nach Redaktionsschluss traf die Meldung ein, dass Vasile Gîtlan und Darius Lucian Șerban (unser Bild) im Doppelsitzer im Rennrodeln mit einer Bestzeit von 1:59.937 auf Platz 14 gelandet sind.                                                                                                                                       Foto: cosr.ro

Mittwoch, 9. Februar 2022. Was gibt es Neues von der Winterolympiade in Peking? Skifahrerin Maria Ioana Constantin (21 Jahre) wurde disqualifiziert. Am Morgen nahm die Kronstädterin am ersten Lauf im Slalom der Damen teil und verpasste ein Tor und damit die Chance auf eine Medaille. Im Riesenslalom schaffte sie es am Samstag bis auf Platz 45. Bisher konnten die 21 rumänischen Teilnehmer/innen an der Winterolympiade keine Medaille gewinnen. Also bleibt der einzige Erfolg bei einer Winterolympiade, die Bronzemedaille von 1968, als in Grenoble Ion Panțuru und Nicolae Neagoe im Zweier Bob den dritten Platz gewannen.Weiterlesen