Die Farben des Mondes

Die Astrofotografie: Zwischen Wissenschaft und Kunst

Ausgabe Nr. 2896

Die Krater Kopernikus (Mitte unten, 93 km Durchmesser), Kepler (Mitte links oben, 32 km Durchmesser) und Aristarchus (rechts oben, 40 km Durchmesser), rechts unten der Apennin und das blaue Gebiet, der sogenannte Ozean der Stürme.

Die Astrofotografie, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst angesiedelt ist, kann auch von Menschen ausgeübt werden, die sich für den Kosmos begeistern und keine spezielle Ausbildung haben. Obwohl es sich um ein Hobby handelt, das das Erlernen von fotografischen und optischen Techniken erfordert, ist es leichter zugänglich, als es auf den ersten Blick scheint. Mit Geduld, Neugierde und Ausdauer können wir die unglaublichen Wunder des Himmels sehen. Eines davon ist der Mond.Weiterlesen

Vaterland der Ruhelosigkeit

Ana Blandiana und ihr Gedichtband ,,Mein Vaterland A4“

Ausgabe Nr. 2896

Ana Blandiana, Mein Vaterland A4./Patria mea A4. Gedichte Deutsch / Rumänisch, übersetzt von Maria Herlo, Katharina Kilzer, Horst Samson. Pop Verlag Ludwigsburg 2020, ISBN 978-3-86356-300-4, 155 Seiten, 19,90 Euro.

Der Gedichtband „Patria mea A4” von Ana Blandiana ist bereits ins Polnische, Italienische, Spanische, Französische, Englische, Bulgarische, Hebräische übersetzt und liegt seit 2020 auch auf Deutsch unter dem Titel „Mein Vaterland” vor. Gleich das erste Gedicht: „Das jenseitige Leben, verbunden mit uns noch irdisch Lebenden über ein Change-Office” (S. 7). So hat das immerhin noch niemand gesehen; niemand vor Ana Blandiana. Und diese Autorin ist nicht etwa flotte zwanzig Jährchen alt, sondern sie gehört zum Jahrgang 1942.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2896


Foto: Rebecca HOFFMAN

Urzellauf und Marienball

Hermannstadt/Agnetheln. – Der traditionelle Urzellauf findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 26. Januar, in Agnetheln statt. Veranstalter ist der Verein „Breasla Lolelor (Urzelzunft-Verein) mit Unterstützung des Bürgermeisteramtes Agnetheln, der Mikroregion Harbachtal und des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH).

Es ist die 18. Auflage, nachdem dieser Brauch 2006 von Lehrer Bogdan Pătru wiederbelebt worden war und 2007 erstmals die Parade stattgefunden hat. Der Abmarsch der Urzelparade findet ab 10 Uhr von dem IMIX-Werk (Str. Avram Iancu) statt, um 10.15 Uhr werden vor der Apotheke und dem Dacia-Hotel die traditionellen Figuren vorgestellt, um 10.30 Uhr vor dem Bürgermeisteramt und um 11 Uhr an der Abzweigung nach Kirchberg, danach laufen die Urzeln bis 18 Uhr in Parten durch die Stadt.

Der Marienball des DFDH findet am Freitag, den 14. Februar, ab 19 Uhr, im Neppendorfer Gemeindesaal statt. Das Essen wird vom Hermannstädter Forum bereitgestellt, Getränke können vor Ort gekauft werden. Es gibt Live-Tanzmusik mit dem Trio Saxones sowie Auftritte der Tanzgruppe des Jugendforums Hermannstadt und des „Sing mit“-Chores des DFDH. Anmeldungen beim Sekretariat des DFDH ab 27. Januar, unter 0269-21.54.17. (BU)Weiterlesen

Fürchtet euch nicht

Weihnachtsbotschaft / Von Dechant Dietrich GALTER

Ausgabe Nr. 2895

Gert Fabritius: Auch die 4. brennt.

„Und der Engel des Herrn trat zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ Lk.2,9-11

So verunsichert und orientierungslos haben wir uns schon seit längerem nicht mehr gefühlt. Die traurigen Nachrichten der letzten Monate, den Freundes- und Bekanntenkreis betreffend, machen uns immer noch zu schaffen. Die politischen Wahlen in unserem Land haben gezeigt, wie unterschiedlich die Menschen in ihrer Wahrnehmung und in ihrem Handeln sein können. Die Prognosen für die Entwicklungen der nächsten Zeit für unser Land, für Europa und für die ganze Welt sind eher düster und das verstärkt noch dieses Gefühl der Hilflosigkeit. Weiterlesen

Neujahrsgruß vom DFDR

Ausgabe Nr. 2895

Liebe Leserinnen und Leser der HZ,

Wieder ist ein Jahr zu Ende, das nicht ein leichtes war. Krieg an unserer Grenze mit allen politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen, Krieg inzwischen auch in Nahost, Klimawandel, Energiekrise, Inflation, Superwahljahr das zum Schluss nicht sehr super war…. Es waren aber auch viele Lichtblicke, wie die Lokalwahlen in Hermannstadt oder das Große Sachsentreffen.

Das neue Jahr scheint sich vom eben vergangenen kaum zu unterscheiden.

Die Überlappung der verschiedenen Krisen besteht weiterhin, dazu kommt, Gott behüte, vielleicht noch eine politische Instabilität dazu. Hoffen wir aber das Beste!

Ich wünsche Ihnen destotrotz ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest, so wie ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Neues Jahr!

Ihr Paul-Jürgen Porr

Vorsitzender des DFDR

 

Unvergessliches musikalisches Erlebnis

Gedenkveranstaltung Ernst Irtel und Jubiläumskonzert der De Līdertrun in Nürnberg

Ausgabe Nr. 2895

Sie gestalteten den Kulturnachmittag im Haus der Heimat in Nürnberg (v. l. n. r.): Angelika Meltzer, Hans Seiwerth, Angela Seiwerth, Georg Ongert, Marlene Mild, Michael Gewölb, Christian Duca, Karl Heinz Piringer, Margrit Csiky, Rolf Binder.                                                                                                                             Foto: Annette FOLKENDT

Die Gedenkveranstaltung zu Ehren zu Ehren des begnadeten Musikpädagogen und Komponisten Ernst Irtel und das Jubiläumskonzert des Ensembles „De Līdertrun” lockte am 10. November 2024 mehr als 130 begeisterte Besucher ins Haus der Heimat. Angelika Meltzer, Vorsitzende des Nürnberger Kulturbeirats zugewanderter Deutscher begrüßte alle Anwesenden, darunter viele ehemaligen Irtel-Schüler aus Schäßburg, Hermannstadt und Mediasch, sowie die Mitglieder des Ensembles „De Līdertrun” aufs Herzlichste. Weiterlesen

Meisterwerke zweier Thomaskantoren

Streiflichter vom traditionellen Weihnachtskonzert des Hermannstädter Bachchors

Ausgabe Nr. 2895

Zum Abschluss sangen Chor, Solistinnen und Solisten „Oh, du fröhliche” gemeinsam mit dem Publikum, dirigiert von Musikwart Jürg Leutert.                                         
Foto: Aurelia BRECHT

Das Weihnachtskonzert des Hermannstädter Bachchors unter der Leitung von Musikwart Jürg Leutert war an beiden Abenden sehr gut besucht. Sowohl bei der öffentlichen Generalprobe am Samstag, dem 14. Dezember, als auch bei dem Konzert am Sonntag, dem 15. Dezember, war die evangelische Stadtpfarrkirche in Hermannstadt bis auf den letzten Platz besetzt. Es erklangen Johann Kuhnaus (1660–1722) „Magnificat C-Dur” und Johann Sebastian Bachs (1685-1750) sechste (und letzte) Kantate aus seinem Weihnachtsoratorium. Weiterlesen

Winterfest

Ausgabe Nr. 2895

„Das Team des Deutschen Konsulats in Hermannstadt lässt Sie im Dezember allen Ernstes draußen in der Kälte stehen! Wir lassen Sie in der Kälte stehen, um Ihnen Danke dafür zu sagen, dass Sie und Ihre Teams uns auch 2024 nicht im Regen stehen ließen!“, sagte Konsulin Kerstin Ursula Jahn bei der dritten Ausgabe des Winterfestes im Hof des Konsulats. Bei leckerem Gulasch und heißem Glühwein ließ man den Abend gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre ausklingen. Unser Bild: Kerstin Ursula Jahn (links) bei ihrer Ansprache, ihr zur Seite steht Ioana Deac.  

Foto: Cynthia PINTER

Authentisch sein

Pfarrerin und Kirchenrätin Marion Werner erzählt

Ausgabe Nr. 2895

Marion Werner.             Foto: Privat

Sie wurde in Rumänien ordiniert, hat als Pfarrerin gearbeitet, ist dann in ein anderes Land umgezogen. Marion Werner erzählt, was ihr kostbar geworden ist und was sie auf ihren Lebensweg mitgenommen hat. Sie tut das anlässlich der 30 Jahre Ordination von Frauen in der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Diesem Jubiläum gewidmet ist die von Dr. Elfriede Dörr betreute Reihe „Was haben Sie mitgenommen, Frau Pfarrerin?”, die in losen Folgen in der Hermannstädter Zeitung erscheint.Weiterlesen

Architektin, Fürsorgerin, Frauenrechtlerin

Erika Schuller-Paulas zum 150. Geburtstag / Von Dr. Gerhild RUDOLF

Ausgabe Nr. 2895

Die Bistritzer Forstdirektion um 1920.                                     Foto: Wikipedia

Kann das königlich-ungarische Ackerbauministerium im Jahr 1900 den Bau des staatlichen Forstamts-Palais in Bistritz „einem Mädchen“ anvertrauen? Laut der damaligen Presse bereitete diese Frage der zuständigen Behörde „großes Kopfzerbrechen“. Die Bewerberin Erika Paulas, damals 25 Jahre alt und die erste Architektin des Landes, erhält den Auftrag! Der repräsentative Gebäudekomplex wird zur vollsten Zufriedenheit der Fachkommission ausgeführt. Die Gebäude stehen auch heute noch und werden seit 1950 als Krankenhaus genutzt. Über 20 Bauten hat Erika Paulas entworfen und als Baumeisterin betreut, darunter das „Neue Spital“ in Mediasch (1901-1902) und das neue Reformierte Kolleg in Klausenburg (1901-1902), heute Nationalkolleg „Gheorghe Șincai“. Lesen Sie im Folgenden Auszüge aus dem am 11. Oktober 2024 im Teutsch-Haus von dessen Leiterin Dr. Gerhild Rudolf gehaltenen Bildvortrag: „Erika Schuller-Paulas – Neue Gedanken verwirklichen! Spurensuche nach Zeugnissen einer starken siebenbürgischen Persönlichkeit“.Weiterlesen