Gedenken und Planungen

Pressemitteilung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien

Ausgabe Nr. 2898

Der DFDR-Landesvorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr (1. v. r.) und der DFDR-Geschäftsführer Benjamin Józsa (2. v. r.) legen einen Kranz seitens des DFDR nieder bei der Gedenkstunde beim Denkmal der Russlanddeportierten im „Episcop Martir Dr. Valeriu Traian Frențiu“-Park (ehemaliger „Cărășana“-Park).                                                                          Foto: DFBB

Am Vortrag der Gedenkfeier anlässlich der 80 Jahre seit Beginn der Deportation von arbeitsfähigen Rumäniendeutschen in die Sowjetunion trat der Vorstand des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) am Freitag, dem 24. Januar, in Reschitza zusammen. Die Sitzung wurde vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr geleitet, anwesend waren Vertreter aller fünf Regionalforen und der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț. Die Beratung begann mit einer Minute stillen Gedenkens an die Opfer der Deportation.Weiterlesen

Im Jenseits blühen die Schneeglöckchen

Ausgabe Nr. 2898

Die für Januar recht milden Außentemperaturen – am Mittwoch betrug der Tageshöchstwert in Hermannstadt 15 Grad – haben die ersten Schneeglöckchen in einigen Gärten in Hermannstadt hervorgelockt, auch Primeln blühen schon. Unser Bild: Diese Schneeglöckchen blühen in einem Garten im Lazarett-Viertel, im Volksmund dem „Jenseits”.                        Foto: Zeno-Karl PINTER

Ein Gruß von den Cookinseln

WGT-Multiplikatorinnenwerkstatt im Elimheim

Ausgabe Nr. 2898

Gruppenbild der Teilnehmerinnen.                                       Foto: Margit KÉZDI

„wunderbar geschaffen” lautet das Thema des Weltgebetstags in diesem Jahr. Verantwortlich für die Gottesdienstordnung sind für 2025 christliche Frauen von den Cookinseln, einer Inselkette im Südpazifik. Dass diese und ihre Einwohner wunderbar geschaffen sind, erfuhren am 18. und 19. Januar d. J. Frauen aus verschiedenen Gemeinden der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) bei der landesweiten Werkstatt der Frauenarbeit der EKR (FA) für WGT-Multiplikatorinnen im Elimheim in Michelsberg.Weiterlesen

Sechs neue Flugziele

Wizz Air vergrößert Standort in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2898

Sechs neue Flugziele fliegt Wizz Air ab August aus Hermannstadt an: Wien, Hamburg, Frankfurt-Hahn, Basel, Rom-Fiumicino und Madrid. Dazu wird die Fluggesellschaft auch die Anzahl der Flüge nach Memmingen, Nürnberg und Baden-Baden erhöhen. Dafür wird ein zweites Flugzeug nach Hermannstadt gebracht, also wird die Gesellschaft in Rumänien insgesamt 33 Flugzeuge im Einsatz haben. Wizz Air ist zur Zeit Marktführer auf dem Hermannstädter Internationalen Flughafen.Weiterlesen

,,Wir brauchen das in Europa“

Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag in Hermannstadt gewürdigt

Ausgabe Nr. 2898

Élysée-Vertrag gewürdigt: Am 22. Januar 1963 haben der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast den „Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit“, kurz Élysée-Vertrag, unterzeichnet. Dem 62. Jahrestag gewidmet waren auch in Hermannstadt mehrere Veranstaltungen, u. a. Filmvorführungen und ein Theaterabend mit Vincent Caires „Der gesamte Moliére (nahezu)” in der Regie von Daniel Plier. Unser Bild: Zum Theaterabend eingeladen hatten die Deutsche Konsulin Kerstin-Ursula Jahn (links) und Julien Chiappone-Lucchesi, Generaldirektor des Französischen Instituts in Rumänien                 Foto: Beatrice UNGAR

Die Initiative für den besonderen Theaterabend am 22. Januar im Studiosaal des „Radu Stanca”-Nationaltheaters geht auf die deutsche Konsulin in Hermannstadt, Kerstin-Ursula Jahn zurück, der die deutsch-französische Freundschaft von jeher ein Herzensanliegen ist. Der Initiative schloss sich der Generaldirektor des Französischen Instituts in Rumänien, Julien Chiappone-Lucchesi, an, der gemeinsam mit Konsulin Jahn im Anschluss an die Aufführung der Hermannstädter Zeitung ein Kurzinterview gewährte.Weiterlesen

Rückblicke und Aktuelles

Mit zwei frischen Jahrbüchern durch das Neue Jahr / Von Cynthia PINTER

Ausgabe Nr. 2898

Die beiden Jahrbücher 2025.                                                Foto: die Verfasserin

Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass zum Jahresende zu den neuen Kalendern auch zwei frische Bücher in der HZ-Redaktion landen. Es handelt sich um die beiden Jahrbücher. Das erste und inhaltsreichste ist das Jahrbuch der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ), das mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien mit Mitteln des Departements für Interethnische Beziehungen der Regierung Rumäniens im Druck der Honterus-Druckerei Hermannstadt herausgegeben wurde. Das zweite trägt den Titel „Prüft alles und behaltet das Gute“ und ist das Jahrbuch des Siebenbürgisch-Sächsischen Hauskalenders, der im Auftrag der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD-Hilfskomitee und in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien von Hans-Gerhard Gross herausgegeben wurde und im Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen ist.Weiterlesen

Eine Handball-Legende

Der dreifache Weltmeister Cornel Oțelea ist tot

Ausgabe Nr. 2898

Cornel Oțelea (1940-2025).

Cornel Oțelea, der einzige Handballspieler aus Rumänien, der bei drei der insgesamt vier Weltmeisterschaften, die Rumänien gewonnen hat, mit auf dem Feld gestanden hat, ist am 27. Januar d. J. im Alter von 84 Jahren gestorben. 1961 in Dortmund, 1964 in Prag und 1970 in Paris trug er bei zum Erfolg der Rumänien-Auswahl. Oțelea hat als Spieler für Rumänien 1959 bei der Handball-WM der Männer Silber und 1967 Bronze geholt.Weiterlesen

Daseinsbürde, epische Substanz, literarischer Ertrag

Einige Anmerkungen über die Deportation der Rumäniendeutschen in den Osten

Ausgabe Nr. 2898

Bis zur politischen Wende in Rumänien 1989/90, bis zur Öffnung des Eisernen Vorhangs, gab es zwischen Ost und West deutliche Unterschiede in der Darstellung der Deportation, der Verschickung von deutschen Landesbewohnern Siebenbürgens, des Banats und Banater Berglands, des Sathmarer Landes und Rumänischen Altreichs in die Sowjetunion.

Im Westen Europas und in Mitteleuropa war es seit je gestattet, über die Verschleppung und Zwangsarbeit während der zweiten Hälfte der 1940er Jahre zu sprechen, darüber zu schreiben und das Geschriebene zu publizieren. Doch mussten jene, die sich dazu äußerten, feststellen: In Deutschland, in Österreich war das Nachkriegsschicksal der Rumäniendeutschen ein vergleichsweise wenig beachtetes Sonderkapitel in der 1945 beginnenden und bis heute andauernden Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Kriegsführung und Kriegsschuld, mit Konzentrationslager, Zusammenbruch und Vertreibung. Aufgeschlossenheit für das Thema Deportation war daher auf landsmannschaftliche Kreise oder auf jene Personen beschränkt, denen südosteuropäische Problematik einigermaßen vertraut war. Weiterlesen

20 Jahre Einwohnermeldeamt

Ausgabe Nr. 2898

Das Einwohnermeldeamt des Kreises Hermannstadt (im Bild dessen Sitz in der Feldgasse/Str. Câmpului) feiert 20 Jahre seit dem Bestehen. Durch die Einführung des Integrierten Informationssystems für die Ausstellung von Personenstandsurkunden (Sistemul Informatic Integrat pentru Emiterea Actelor de Stare Civilă – S.I.I.E.A.S.C) werden den Bürgern viele der Behördengänge erspart, indem sie online einen Teil ihrer Anliegen erledigen. Dazu hat das Amt 21 Filialen in allen größeren Ortschaften des Kreises eröffnet, so dass die Bürger auch lokal Überstützung erhalten können. Die offizielle Webseite des Einwohnermeldeamtes (Direcția Județeană de Evidență a Persoanelor Sibiu) ist www.djepsibiu.ro. Foto: DJEPSIBIU

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2898

Dakische Artefakte gestohlen

   Bukarest. – Einbrecher haben in den Niederlanden in der Nacht vom 24. zum 25. Januar d. J. die Türen des kulturhistorischen Museums in Assen (Drents Museum) aufgesprengt und mehrere archäologische Meisterwerke aus Rumänien gestohlen. Darunter befanden sich der goldene Helm von Coțofenești und mehrere goldene Armreife aus der Sonderausstellung Dakien – das Reich aus Gold und Silber, die am Wochenende danach zum letzten Mal zu besichtigen gewesen wäre.

Der Raub schlägt hohe Wellen auf der politischen Szene in Rumänien. Die Kulturministerin Natalia Intotero entließ den Direktor des Nationalmuseums für Geschichte, Ernest Oberländer-Târnoveanu, fristlos, Premierminister Marcel Ciolacu erklärte, der niederländische Staat trage die gesamte Verantwortung und man werde von den Niederlanden eine „beispiellose Entschädigung” fordern.

Unterdessen hat die niederländische Polizei drei Verdächtige festgenommen und fahndet nach einem vierten, allesamt niederländische Staatsbürger. (BU)Weiterlesen