Zart und zerstörerisch zugleich

Der Roman ,,Zitronen“ von Valerie Frisch

Ausgabe Nr. 2925

Valerie Fritsch (stehend) bei ihrer Lesung in der Stadtbibliothek in Werschetz/Vrsac in Serbien im Rahmen der Reschitzaer Deutschen Literaturtage.                                                                                     Foto: Beatrice UNGAR

Die österreichische Autorin Valerie Fritsch, bekannt für ihre poetische und bildgewaltige Prosa, hat mit „Zitronen“ ihren bisher wohl radikalsten Roman veröffentlicht. Im April stellte sie das Buch auf einer Lesereise in Temeswar, Reschitza und Bukarest vor. Die Präsentation in Reschitza fand im Rahmen der 35. Deutschen Literaturtage statt, über die die HZ bereits berichtete. Damit unterstrich Fritsch, dass ihre Literatur weit über Landesgrenzen hinaus Resonanz findet.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2925

 

 

„Focus In The Park”

Hermannstadt. – Das Festival „Focus In The Park” findet im Erlenpark bis zum 31. August statt. Die Karten kosten 160 bzw. 190 Lei/Abend, ein Abo kostet 400 Lei. Karten unter https://focusinthepark.iabilet.ro/. Programm unter www.facebook.com/focusinthepark. Headliner sind John Newman (UK) und Șuie Paparude (RO), u. a. treten Akua Naru (US), Dub Pistols (UK), Carla’s Dreams, Stanton Warriors (UK), Vița de Vie, Coma und Erika Isaac auf. (RS)

 

21. ProEtnica-Festival

Schäßburg/Sighișoara. – Die 21. Auflage des ProEtnica-Festivals findet noch bis 31. August in Schäßburg statt. Das genaue Programm des vom Interethnischen Jugendzentrum Schäßburg veranstalteten Festivals finden Sie unter https://proetnica.ro/sites/default/files/festival_program/ProEtni ca_2024_PROGRAM_artistic.pdf. (BU)Weiterlesen

Von der faszinierenden Liedertafel

Das 12. Heimattreffen der Großauer hatte einen musikalischen Mittelpunkt

Ausgabe Nr. 2924

Den Aufmarsch der Trachtenträgerinnen und Trachtenträger aller Altersklassen auf dem Pfarrhof begleitete am Sonntagnachmittag die Großauer Blasmusik und… Storchengeklapper von überall.                 Foto: Beatrice UNGAR

„Wir haben eine Faszination und die heißt Liedertafel”, sagte Dagmar Baatz, die Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Großau einleitend zu der am Samstag in der evangelischen Kirche in Großau erfolgten Präsentation anlässlich des 150. Jubiläums dieses Klangkörpers, das den musikalischen Mittelpunkt des Heimattreffens der Großauer in diesem Jahr dargestellt hat. Mitglieder des 1875 gegründeten Männerchores, der als „Liedertafel” in die Geschichte der Gemeinschaft in Großau eingegangen ist, waren natürlich dabei und boten im Anschluss ein kleines Konzert unter der Leitung von Andrea Kulin.Weiterlesen

Goldene Konfirmation in Mediasch

Ausgabe Nr. 2924

Ein Festgottesdienst mit Feier der Goldenen Konfirmation (Jahrgang 1975) wurde am 17. August 2025 in der Mediascher Margarethenkirche gefeiert. Dazu berichtet Pfarrer Gerhard Servatius-Depner: „1975 haben an verschiedenen Tagen Konfirmationsgottesdienste stattgefunden. In dem Jahr wurden 82 Knaben und 106 Mädchen konfirmiert. Geprüft wurden sie von Pfarrer Otto Reich und Pfarrer Hans Hell. Beim Festgottesdienst am vergangenen Sonntag hat Pfarrerin Hildegard Servatius-Depner über den Segen Gottes gepredigt und die Verheißung Gottes, dass jede und jeder von uns ein Segen sein kann. Im Festgottesdienst hat sie die Jubilare gesegnet und je eine Urkunde übergeben. Das Heilige Abendmahl, das mit den Konfirmanden und ihren Familien, samt Mediascher Gemeinde gefeiert wurde, erinnerte schließlich an das größte Zeichen der Liebe für uns Menschen.” Unser Bild: 35 Konfirmanden (von damals insgesamt 188) waren dabei und stellten sich zu Gruppenbild vor der Margarethenkirche auf.                  Foto: Katharina SERVATIUS-DEPNER

,,Ich fühlte mich gebraucht“

Der Mediascher Alt-Kurator Hugo Schneider feierte seinen 90. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2924

Hugo Andreas Schneider.                
Fotos: privat

Am 13. August 2025 hat in Mediasch Alt-Kurator Hugo Andreas Schneider, im Kreise von Familie, Freunden, Sangesbrüdern und Kirchenvertretern seinen 90. Geburtstag gefeiert. Wie kaum jemand anders hat er das Schicksal des „sächsischen Mediasch“ nach Dezember 1989 geprägt. Die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) reihte sich in den Chor der Gratulanten ein, um Hugo Schneider herzlich zu danken für seinen unermüdlichen und selbstlosen Einsatz für Kirche, Forum, Diakonieverein, für die Stadt und für unzählige Einzelpersonen aus Mediasch und seiner Umgebung. Weiterlesen

Sie schwärmen von Hermannstadt

Wandergesellen prägen auch in diesem Sommer das Straßenbild in der Stadt

Ausgabe Nr. 2924

Gruppenbild mit einigen Wandergesellen bei der Eröffnung der Schauwerkstatt.                                                                             Fotos: Andreas H. APELT

Auch in diesem Jahr prägen wieder zahlreiche wandernde Gesellen das sommerliche Erscheinungsbild von Hermannstadt. Bereits jetzt sind 35 junge Frauen und Männer in den typischen Gesellenkluften in die Stadt gekommen und haben in der Gesellenherberge am Huetplatz im Sagturm Unterkunft gefunden. Hier knüpfen sie auch schnell Kontakte zu anderen Gesellen, egal ob sie aus Deutschland, Frankreich, England, der Schweiz oder Österreich kommen. Die reisenden Gesellen haben eine Ausbildung abgeschlossen und sich auf die Wanderschaft begeben, die für die deutschen Gesellen mindestens drei Jahre und einen Tag dauern sollte. Voraussetzung sind allerdings Ehelosigkeit und Schuldenfreiheit, dazu einige ethische Maßstäbe wie Hilfsbereitschaft und der Verzicht auf manch Annehmlichkeit, wie die Benutzung eines Handys.Weiterlesen

Immer wieder Siebenbürgen

30. studentische Sommer-Schule der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/Breisgau

Ausgabe Nr. 2924

Teilnehmer der studentischen Sommer-Schule bei einer Stadtführung durch Hermannstadt.                                                           Foto: Immo N. FIEBRIG

Zwei voll besetzte Kleinbusse mit Studenten aus Freiburg und dem Ziel Hermannstadt starteten am 27. Juli 2025, Sonntagnachmittag. Für die meisten Reisenden war dies die erste Fahrt nach Rumänien. Nicht so für einen der Fahrer, Prof. em. Dr. Dr. h.c. Albert Reif, Vegetationskundler des Forstwissenschaftlichen Instituts. Albert Reif begann bereits vor 30 Jahren, nach der politischen Öffnung Rumäniens, studentische Exkursionen durch Siebenbürgen zu führen.Weiterlesen

Jubiläum mit Singnachmittag

Ausgabe Nr. 2924

Die Stiftung für traditionelles Handwerk Großpold feierte am Sonntag, den 10. August, das zehnjährige Bestehen des Handwerksmuseums mit dem Namen „Bei meinen Nachbarn in Großpold“. Die Idee zum Museum vor zehn Jahren ist entstanden, als nach Deutschland ausgesiedelte Großpolder beim Besuch des Heimatortes viele alte Gegenstände verbrannten, um Ordnung in ihren Häusern zu schaffen. Die Initiatoren des Museums rund um Maria Mann wollten dieses kulturelle Erbe jedoch erhalten. „Es war und ist mir aber ein großes Anliegen geblieben, das, was unsere Eltern, Großeltern und Vorfahren geschaffen haben, wertzuschätzen, nicht zu vergessen und allen Interessierten einen kleinen Einblick in die Arbeit und das Leben von früher zu geben“, erzählt sie. Gemeinsam mit ihrem Team sorgte sie am Sonntag auch für das leibliche Wohl der zahlreich erschienenen Gäste. Den ganzen Nachmittag musizierten und sangen Jung und Alt noch gemeinsam, bevor es für Viele am Abend weiterging zum Ball in Großau.                                         Text und Foto: Tobias JARITZ

Zeugnisse einer reichen Kultur

Eröffnung einer Keramikausstellung im Kreismuseum Bistritz

Ausgabe Nr. 2924

Dr. Zoltán Mlatzsi Ionescu, Dr. Irmgard Sedler und Gela Neamţu (v. l. n. r.) bei der Vernissage.                                                                 Foto: der Verfasser

Die neue Sommerausstellung Kreismuseum Bistritz eröffnete am 8. August d. J.. Die alljährlich im August und September gezeigten Themenausstellungen des Museums in Bistritz werden nunmehr seit vier Jahren in der Zusammenarbeit mit dem Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim konzipiert und gestaltet. In diesem Jahr beteiligte sich zudem auch der Kulturverein „Haus der Sammlungen“ (Casa colecţiilor) in Torda/Turda am Projekt. Weiterlesen

Von Binz nach Danzig

Fünfte Benefiz-Radtour zu Gunsten der Kirchenburg in Holzmengen

Ausgabe Nr. 2924

Gruppenbild auf der Fahrt nach Greifswald.                                   Foto: privat

Es war die fünfte Benefiz-Radtour, die der Temeswarer Robert Kerker zu Gunsten der Kirchenburg in Holzmengen organisierte. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Donau-Radtour, die eine beachtliche Spendensumme einbrachte, ließ sich der talentierte Organisator von 15 treuen Unterstützern breitschlagen, die Spenden-Idee fortzusetzen und eine Tour entlang der Ostsee zusammenzustellen. Die Anreise am 19. Juni nach Binz auf der Insel Rügen traten 19 Teilnehmer selbstständig an. Weiterlesen