,,Eine empathische Art zu fotografieren“

Fotos von Sibylle Bergemann bis Oktober in Hermannstadt zu sehen

Ausgabe Nr. 2926

Frieda Wild beim Auspacken der Fotografien. Foto: Ruxandra STĂNESCU

Ein Blick auf die Ränder, ein Gespür für das Subtile und Außergewöhnliche: Eine der umfassendsten Retrospektiven der ikonischen Berliner Fotografin Sibylle Bergemann (1941-2010) wird vom 6. September bis 6. Oktober 2025 im Museum für Zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums, in Kooperation mit dem Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt und dem Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart gezeigt.

Mit Frieda von Wild, der Kuratorin der Ausstellung und Tochter der Künstlerin, sprach HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u, während die Ausstellung, die im Rahmen des Internationalen Festivals für Zeitgenössische Kunst (SCAF) stattfindet, aufgebaut wurde.Weiterlesen

Mehr Nester weniger Jungstörche

Bericht Storchzählung 2025 im Kreis Hermannstadt/Sibiu / Von Friedrich PHILIPPI

Ausgabe Nr. 2926

Das Team der Storchenzähler mit Konsulin Kerstin Ursula Jahn (3. v. r.) in Mergeln.                                                                                     Foto: Volkmar JAHN

Nachdem uns die Störche nun seit einigen Tagen wieder Richtung Afrika verlassen haben, soll doch noch über die diesjährige Storchzählung – sie erfolgte durch Sternfahrten von Hermannstadt aus bis Boița im Süden, Bonnesdorf/Boian im Norden, Dobring/Dobârca im Westen und Wossling/Țeline im Osten – berichtet werden. Wenn man bis vor einigen Jahren gefragt wurde, wann denn der Abflug nach Süden erfolge, war die Antwort: am 23. August. Aber mit dem Klimawandel hat sich dieser Termin offenbar vorverlegt und es ist leicht möglich, dass die Störche diesmal das günstige Hochdruckwetter mit seinen Aufwinden ausnützten und ihre Reise früher begannen.

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Sie hat ein Herz für Kinder

Die Schweizer Sonderpädagogin Sonja Kunz im HZ-Interview

Ausgabe Nr. 2926

Felix Lischka und Sonja Kunz beim Interview mit HZ-Praktikant Tobias Jaritz (v. l. n. r.).                                                     Foto: Johannes SCHEUCHER

Seit über drei Jahrzehnten lebt die Schweizer Sonderpädagogin Sonja Kunz in Rumänien und kümmert sich dort um Kinder aus schwierigen Verhältnissen. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde sie am 4. Dezember letzten Jahres zur Ehrenbürgerin von Weidenbach ernannt. Im Gespräch mit der HZ erzählt sie von Erfolgen und Herausforderungen, wenn es darum geht, benachteiligten Kindern eine Zukunft zu geben.

Felix Lischka kommt eigentlich aus Dresden, jetzt ist er aber schon beinahe ein Jahr in der Casa Prichindel in Weidenbach. Bei einer Führung durch die Räumlichkeiten merkt man, wie sehr die Kinder ihm in den letzten Monaten ans Herz gewachsen sind. Felix wird angesprungen und umarmt und spielt seit einiger Zeit sogar mit dem Gedanken, sein Jahr in Weidenbach zu verlängern. Nach dem kurzweiligen Rundgang durch die liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten wartet Sonja Kunz bereits auf uns für das Interview.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2926

  1. Töpfermarkt auf dem Großen Ring

Hermannstadt. – Die 59. Auflage des traditionellen Hermannstädter Töpfermarktes auf dem Großen Ring/Piața Mare findet am Samstag, den 6. September und am Sonntag, den 7. September, jeweils zwischen 8 und 22 Uhr, statt. Erwartet werden mehr als 100 Töpfer aus Rumänien.

Es gibt Schautöpfern auf der traditionellen Töpferscheibe und Workshops für Kinder und Erwachsene. Die traditionellen Keramikkünstler sind auf dem äußeren Ring aufgestellt, die modernen Keramikkünstler bieten ihre Ware im inneren Kreis an. Veranstalter sind der Kreisrat Hermannstadt, das Kreiszentrum für die Erhaltung und Förderung der traditionellen Kultur „Cindrelul-Junii Sibiului” und das ASTRA-Museum. (BU)Weiterlesen

Von der Weitergabe von Fertigkeiten

Streiflichter vom 42. Jahrmarkt der Handwerke im ASTRA-Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2925

Zwei Generationen Lederer aus Großschenk: Uwe Boghian (Bildmitte) fertigt siebenbürgisch-sächsische Ledergürtel sein Sohn Thomas (links) Peitschen und sein Sohn Christian (rechts) bestickt die Ledergürtel und stellt Portemonnaies her.                                                          
Foto: Beatrice UNGAR

Während im ASTRA-Freilichtmuseum auf der Bühne am See der Soundcheck für das abendliche Konzert im Rahmen des Astra Rock-Festivals dem Vogelgezwitscher Konkurrenz machte, konnte man am Samstag, dem 16. August, einer Menge hochinteressanter traditioneller Handwerker und Kunsthandwerker bei der Arbeit zusehen bwz. deren Produkte bewundern und käuflich erwerben. Denn zeitgleich fand am Wochenende vom 15. bis 17. August der traditionelle Jahrmarkt der Handwerke statt. Weiterlesen

,,Man sollte den Zuschauer nie langweilen“

Gespräch mit Elise Wilk über Theater und die neueste Premiere

Ausgabe Nr. 2925

Elise Wilk.
Foto: Alexandra BORDEIANU

Den Namen Elise Wilk kennt man als Leserin oder Leser der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ) und der Karpatenrundschau in Kronstadt – wo sie als Redaktionsleiterin tätig ist. Seit 2012 ist die 44-Jährige auch in der Theaterwelt bekannt wie… eine „grüne Katze“. „Die grüne Katze“ (Pisica verde) war nämlich ihr drittes Theaterstück nach „Es geschah an einem Donnerstag“ (2008) und „Die mittlere Lebenserwartung von Waschmaschinen“ (2010) mit dem sie ihre ersten Erfolge feierte. Seitdem hat Elise Wilk 25 Theaterstücke geschrieben, viele davon preisgekrönt, von denen drei am „Radu Stanca“-Nationaltheater (TNRS) in Hermannstadt inszeniert wurden („Pisica verde“, „Avioane de hârtie“ und „S-a întâmplat într-o joi“) und eines („Kinderzimmerzauberei“) auf der Bühne des Kinder- und Jugendtheaters „Gong“ zu sehen war. Am 11. September darf sich das Hermannstädter deutschsprachige Publikum auf die neueste Inszenierung „Union Place“ freuen, die von der deutschen Abteilung des TNRS in der Regie von Cristian Ban gezeigt wird. Über die anstehende Premiere und andere Projekte führte HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r mit Elise Wilk folgendes Gespräch:Weiterlesen

Eine mögliche unmögliche Liebe

Der neue Roman von Eginald Schlattner trägt den Titel ,,Die dritte Nacht“

Ausgabe Nr. 2925

Schlattner, Eginald: Die dritte Nacht, Pop-Verlag, Ludwigsburg, Reihe Epik, Bd. 155, 2025, 166 Seiten. ISBN 978-3-86356-410-0, 19,90 Euro. In Hermannstadt erhältlich in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé.

Ab einem gewissen Alter gibt es mehr Vergangenheit als Zukunft in unserem Leben, sodass die Gedanken zurückschweifen, um Antworten auf Fragen zu erhalten, die bis zu dem gegenwärtigen Zeitpunkt unbeantwortet geblieben sind. Es geht vor allem um die Beziehungen zu den geliebten Menschen, die uns in einem bestimmten Lebensabschnitt begleitet und uns gefühlsmäßig nie verlassen haben. Die immerwährende Frage „Was wäre gewesen, wenn …?“ taucht auf und verlangt nach einer bewussten Auseinandersetzung damit.

In seinem im Jahr 2025 erschienenen autobiografischen Roman, „Die dritte Nacht” geht Eginald Schlattner dieser Frage nach.Weiterlesen

Neue Ausstellung im Teutsch-Haus

Ausgabe Nr. 2925

„PANORAMA TRANSILVANIA 2005-2025. Fotografie von Stefan Jammer” lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Terrassensaal des „Friedrich Teutsch”-Begegnungs- und Kulturzentrums, die jeweils von Montag bis Samstag zwischen 10 und 17 Uhr zu besichtigen ist. Am Dienstag fand daselbst eine Begegnung mit dem Fotografen Stefan Jammer statt, der mit den Anwesenden, darunter auch Bischof Reinhart Guib, ins Gespräch kam. Mehr zu der Begegnung lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgaben. Unser Bild (v. l. n. r.): Dr. Gerhild Rudolf, Leiterin des Teutsch-Hauses, Fotograf Stefan Jammer und Dr. Heidrun König, Leiterin des Landeskirchlichen Museums und Kuratorin der Ausstellung.                                                              

Foto: Aurelia BRECHT

 

Der Museumsgarten wirkt lebendig

Zu Besuch im Haszmann Pál Museum in Csernáton/Cernat

Ausgabe Nr. 2925

Museumsleiterin Orsolya Dimény-Haszmann (2. v. r.) führt die Besucherinnen und Besucher durch den Freilichtbereich.           Foto: der Verfasser

Wenn man von Kronstadt in Richtung Szekler-Neumarkt (Kézdivásárhely/ Târgu Secuiesc) fährt, kommt man durch Csernáton/ Cernat, bevor man das Städtchen erreicht. Eine Sehenswürdigkeit hier ist das Haszmann Pál Museum, ein Freilichtmuseum auf einem zwei Hektar großen Grundstück. Es war ein sonniger Sommertag und die Besucher wurden von Museumsleiterin Orsolya Dimény-Haszmann empfangen. Das Museum wurde am 25. Februar 1973 als Außenstelle des damaligen Museums des Kreises, des heutigen Szekler Nationalmuseums gegründet und hatte als Basis die Privatsammlung des Pädagogen Pál Haszmann (1902-1977) und seiner Frau Ida Cseh (1909-2003), der diese der Gemeinde, dem Staat schenkte. Weiterlesen

Häuschen für den Ökotourismus-Markt

Ausgabe Nr. 2925

Der vom Kreisrat und dem ASTRA-Museum veranstaltete Ökotourismus-Markt findet in diesem Jahr vom 22. bis 28. September auf dem Kleinen Ring statt. Dafür werden derzeit im ASTRA-Museum Spezialhäuschen angefertigt. Unser Bild: Der stellvertretende Kreisratsvorsitzende Paul Kuttesch und die Leiterin der Abteilung Marketing und Bildung des ASTRA-Museums Ioana Dan begutachten den ersten Prototyp des Häuschens vor dem Schatzkästlein am Kleinen Ring.                        

Foto: Kreisrat Hermannstadt