Sologeiger faszinierte das Publikum

Drittes Konzert im Rahmen des Enescu-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2929

Der Geigenvirtuose August Hadelich erntete stürmischen Beifall.
                                                             Foto: FB Enescu la Sibiu

Wenn das Instrument, auf dem gespielt wird, nicht gerade ein Tasteninstrument ist, benötigt es in der Regel ein Klavier (Cembalo, Orgel), das die gespielte Musik mit Harmonien anreichert und damit der Musik mehr Fülle verleiht. Musik für ein Instrument solo stellt eine besondere Herausforderung dar sowohl für den Komponisten wie für den Interpreten, gilt es doch, die vermeintlich fehlende Harmoniebegleitung tatsächlich überflüssig zu machen. Ein komplettes Konzert mit Werken nur für die Geige allein zu bestreiten, ist also nicht einfach – weder für den Musiker noch für das Publikum.Weiterlesen

Spielzeiteröffnung mit Strawinsky-Abend

Ausgabe Nr. 2929

Mit einem Strawinsky-Abend – aufgeführt werden „Der Feuervogel” und „Le sacre du printemps” – eröffnet das Hermannstädter Balletttheater am Mittwoch, den 1. Oktober, 19 Uhr, im „Ion Besoiu”-Kulturzentrum die neue Spielzeit 2025/2026. Es erklingt Musik von Igor Strawinsky und Claudio Monteverdi, die Choreographie verantwortet Marcello Algeri, das Bühnenbild Alin Gavrilă. In den Hauptrollen treten auf: Henrique Ferreira (Feuervogel), Layla Gerrish (Prinzessin), Giorgio Guerrieri (Prinz), Răzvan Iacob (der Böse).

Foto: TBS

Konzerte an weniger bekannten Orten

Der Cantores Vivaces-Chor auf Festkonzertreise durch Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2929

Der Cantores Vivaces-Chor und seine Dirigentin Marianne Seiwerth-Galbács (1. v. l.) bei dem Abschlusskonzert in der Johanniskirche in Hermannstadt.                                                                   Foto: Beatrice UNGAR

Anlässlich seines 45-jährigen Bestehens begab sich der Cantores Vivaces-Chor, der von deutschsprachigen Studenten aus Klausenburg gegründet wurde, zu einer Festkonzertreihe durch Siebenbürgen. Nach dem erfolgreichen Jubiläumskonzert in Gundelsheim am 30. November 2024 hatte sich der Chor eine Rundreise durch Rumänien gewünscht, so, wie dies auch in den vergangenen Jubiläumsjahren umgesetzt wurde.

Im Unterschied zu den vorigen Jubiläumsreisen mit Auftritten in Orten der Siebenbürger Sachsen wie Hermannstadt, Michelsberg, Kronstadt, Tartlau, Schäßburg oder Bistritz, hatte unser Mitsänger Stefan Koch diesmal eine Reise an weniger bekannte Orte – wie Temeswar, Großwardein, Sighetul Marmației und Oberwischau geplant, wobei Klausenburg und Hermannstadt natürlich nicht fehlen durften.Weiterlesen

„Shana tova 5786!”

Ausgabe Nr. 2929

„Shana tova 5786!” wünschten sich die Hermannstädter und Mediascher Mitglieder und Sympathisanten der jüdischen Gemeinde Hermannstadt und ihre Gäste am Sonntagmittag, am Vortag des Beginns des Jüdischen Neuen Jahres – Rosh Hashana (auch Rosch ha-Schana) 5786 – bei einem geselligen Beisammensein im Gemeinderaum hinter der Synagoge. Dazu gehörten u. a. ein guter Schluck Rotwein aus Israel, Apfelscheiben in Honig getunkt, Salzgebäck und gegrillte oder panierte Hähnchenbrust. Zum Auftakt erläuterte der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Tiberiu Baruch (2. v. r., stehend) die Bedeutung dieses Festes sowie die damit verbundenen Essensvorschriften und las auf Rumänisch ein dazu passendes Gebet vor. Auch weitere Anwesende berichteten ergänzend dazu aus ihren Erfahrungen und Erlebnissen in Bezug auf dieses Fest.                                                        

Text und Foto: Beatrice UNGAR

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2929

Wohltätigkeitsbasar

Hermannstadt. – Einen dritten Wohltätigkeitsbasar zugunsten des Kinderhospizes des Dr. Carl Wolff-Vereins organisiert das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) am Samstag, den 11. Oktober, zwischen 10 und 15 Uhr im Spiegelsaal des DFDH.

Sachspenden können im Sekretariat des DFDH von Montag bis Freitag, zwischen 9 und 14 Uhr abgegeben werden. (BU)

 

24. Opernfestival in Hermannstadt

Hermannstadt. – Die 24. Auflage des Sibiu Opera Festivals findet vom 27. September bis zum 11. Oktober in Hermannstadt statt. Veranstalter ist die Hermannstädter Staatsphilharmonie mit finanzieller Unterstützung seitens des Hermannstädter Bürgermeisteramtes und des Hermannstädter Kreisrats. Vom 27. bis 29. September gibt es unter dem Motto Take an Opera Break an verschiedenen Orten in der Stadt kurze Darbietungen junger Opernsängerinnen und -sänger. Das erste Konzert findet am Sonntag, den 28. September, 19.30 Uhr, in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche statt. Im Thaliasaal gibt es jeweils ab 19 Uhr folgende Veranstaltungen: Donnerstag, den 2. Oktober, die Operngala, das Teatro Goldoni aus Livorno Italien bietet am Dienstag, den 7. Oktober, Tragedie de Carmenund am Mittwoch, den 8. Oktober Cavalleria Rusticana. Am Freitag, den 10. Oktober, bietet der Chor der Oper aus Parma/Italien Mozarts Don Giovanni.

Im Ion Besoiu-Kulturzentrum werden jeweils ab 19 Uhr zwei Opern und eine Operette aufgeführt. Sonntag, den 5. Oktober, Don Pasquale von Gaetano Donizetti (Nationales Opern- und Operettentheater Nae Leonard Galați), am 6. Oktober La Traviata von Giuseppe Verdi (Ungarische Oper Klausenburg) und am 11. Oktober Silvia von Emmerich Kálmán (Rumänische Nationaloper Temeswar).                 B. U.Weiterlesen

Kaum verändert

130 Jahre alt ist das Hotel ,,Zum Römischen Kaiser“

Ausgabe Nr. 2928

Die Fassade des neuen Hotels „Zum Römischen Kaiser” in der Heltauergasse wurde vor nicht allzu langer Zeit saniert.

Das Hotel in der Heltauergasse „Zum Römischen Kaiser“ begeht 130 Jahre seit der Eröffnung des neuen Gebäudes am 7. September 1895 am derzeitigen Standort, Heltauergasse Nr. 4. Doch die Webseite des Hotels bezeichnet sich selbst als das „älteste Hotel Rumäniens“, obwohl dieses der Entstehung Rumäniens vorausgeht. Die Geschichte des Gasthauses in Hermannstadt, aus dem der heutige „Römische Kaiser“ hervorgegangen ist, reicht viel weiter zurück und umfasst verschiedene Gebäude und Namen.Weiterlesen

,,Wir wollen Kontinuität erzeugen“

Erste Auflage der Wein- und Kulturtage in Bogeschdorf/Băgaciu/Szászbogács

Ausgabe Nr. 2928

Gruppenbild mit allen Teilnehmenden.                               Fotos: Werner FINK

Die erste Auflage der Wein- und Kulturtage fand am vergangenen Wochenende in Bogeschdorf/Băgaciu im Landkreis Mureș statt. Offiziell eröffnet wurden die Tage am Samstagnachmittag durch die Grußworte von Vertretern aus Politik und Gesellschaft aus Rumänien und Deutschland. Dann gab es ein buntes Kulturprogramm mit siebenbürgisch-sächsischen, ungarischen und rumänischen Beiträgen, die sich bis Sonntag ausdehnten. Weiterhin boten bei dieser Gelegenheit regionale Kellereien und Winzer ihre Produkte an. Es herrschte eine echt siebenbürgische Atmosphäre, alles lief mehrsprachig.Weiterlesen

Ein Kampf um das Wohlbefinden

Zweite Premiere der neuen Spielzeit am ,,Radu Stanca“-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2928

Die sieben Darstellenden (v. l. n. r.): Daniel Plier, Gyan Ros, Olga Török, Viorel Rață, Emőke Boldizsár, Patrick Imbrescu und Serenela Mureșan.                                                                                                     Foto: Vlad DUMITRU

Der 11. September 2001 ist ein Datum, das bei vielen Menschen negative Gedanken hervorruft, denkt man an das Attentat auf die Türme des World Trade Center in New York, welches die Welt veränderte. Der 11. September 2025 war in Hermannstadt Premierentag im Radu Stanca-Nationaltheater, „Union Place“, ein Theaterstück von Elise Wilk, wurde erstmals aufgeführt, in der Regie von Cristian Ban, mit Schauspielerinnen und Schauspielern der deutschen und der rumänischen Abteilung. Hermannstadt erlebte die Erstaufführung dieses Stücks in Rumänien. Die Dramaturgin Elise Wilk hatte die erste Fassung 2022 auf Einladung des Schauspielhaus Salzburg geschrieben. Wie sie im HZ-Interview erklärte, sollte es ein Theaterstück über europäische Gemeinsamkeiten und Unterschiede sein. Weiterlesen

,,Übermenschliche Leistung“

Tagebuch von Hermann Rehner neuaufgelegt

Ausgabe Nr. 2928

Hermann Rehner: Wir waren Sklaven. Tagebuch eines nach Russland Verschleppten. Mit einem Vorwort von Hannelore Baier, Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt 2025, 201 Seiten, ISBN 978-3-949583-69-8, 39 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Gelegentlich des 90. Geburtstags von Hermann Rehner am 9. August 1993 wurde sein Tagebuch über die Russlanddeportation veröffentlicht. 2025 jährt sich der Deportationszeitpunkt zum 80. Mal. Aus diesem Anlass erschien auf Wunsch seiner Tochter Helga Pitters, geborene Rehner, die vorliegende Neuauflage im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt. Wie die Verleger schreiben, wurde die historisch und völkerrechtliche Bezeichnung Russland beibehalten, weil im damaligen Sprachgebrauch der Siebenbürger Sachsen Russland und die Sowjetunion meistens gleichgesetzt wurden.Weiterlesen

Ein einzigartiges Liederbuch

Lieder der Siebenbürger Landler aus Großau, Großpold und Neppendorf

Ausgabe Nr. 2928

Landlerisch g’sunga. Lieder der Siebenbürger Landler aus Großau – Großpold – Neppendorf, Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt 2025, 216 Seiten, ISBN 978-3-94958-362-9, 105 Euro/124 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Ein einzigartiges Liederbuch ist vor kurzem unter dem Titel „Landlerisch g’sunga” im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt herausgegeben worden. Passend zum Buch ist der Umschlag, gestaltet von Leonie Wiedenhof-Grießhober, die mit einem Neppendorfer Landler verheiratet ist. Bereits vor einigen Jahren bildete sich eine Arbeitsgruppe um Dagmar Baatz (Großau), Elke Endörfer (Neppendorf) und Christa Wandschneider (Großpold). Die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die zur Entstehung dieses gelungenen Liederbuches beigetragen haben, stellen sich am Ende des Buches den Lesern und Musikliebhabern kurz vor. Weiterlesen