Nachrichten

Ausgabe Nr. 2671

Foto: Cynthia PINTER

70. Heimattag auf 2021 verschoben

   München. – Der Bundesvorstand des Verbandes der Siebenbürger in Deutschland hat beschlossen, den diesjährigen Heimattag in Dinkelsbühl abzusagen. Es hätte der 70. Heimattag sein sollen. Nun wird dieser auf Pfingsten 2021 verschoben. In einem diesbezüglichen Schreiben begründete der Bundesvorsitzende Rainer Lehni diesen Beschluss mit den hohen gesundheitlichen Risiken und der Planungsunsicherheit, die sich durch die Corona-Pandemie ergeben haben. Der Beschluss sei mit der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl abgesprochen worden. Lehni präzisiert: ,,Mit gutem Gewissen könnten wir unserer älteren Generation, als besonders gefährdete Risikogruppe, die Teilnahme an einem Heimattag in diesem Jahr nicht empfehlen. Sie gilt es besonders zu schützen. Unsere Sorgen gelten jedoch allen Heimattaggästen sowie der gesamten Bevölkerung von Dinkelsbühl, da wir absolut niemanden einem gesundheitlichen Risiko aussetzen dürfen.

Die bisherigen Vorbereitungen waren nicht vergebens. Der diesjährige Mitausrichter, die Regionalgruppe Hermannstadt, Harbachtal und Umgebung des Verbands der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften wird den Heimattag 2021 mitgestalten. Wir sehen uns zu Pfingsten 2021 in Dinkelsbühl.“

 

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Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer

Ausgabe Nr. 2670

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Ende September 2019 wurden die Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer an der Unteren Promenade/Coposu-Boulevard und an den ,,Hartenecktürme“ genannten Wehrtürmen in der Harteneckgasse/Cetății in Angriff genommen. Das Hermannstädter Bürgermeisteramt veranschlagte dafür 6,65 Millionen Lei aus dem städtischen Haushalt. Unser Bild: Die Wehrtürme sind fertig saniert und jetzt arbeitet die Baufirma EURAS noch an dem letzten Abschnitt der Stadtmauer.                     

Foto: Beatrice UNGAR

„Mehr erreicht, als zu erwarten war“

Unternehmer Andreas Huber vertritt seit 30 Jahren Liqui Moly in Rumänien

Ausgabe Nr. 2670

Der Unternehmer Andreas Huber, seines Zeichens auch Österreichischer Honorarkonsul für Siebenbürgen, (rechts) und sein Sohn Andreas Huber Junior – hier im Schauraum der Liqui Moly-Produkte – teilen sich die Geschäftsführung der Firma Limorom.                          Foto: Werner FINK

Der erfolgreiche Unternehmer Andreas Huber, ein gebürtiger Großauer, vermarktet seit 30 Jahren Liqui Moly-Produkte wie Motorenöle, Additive oder  Schmierstoffe in Rumänien. Inzwischen baute Huber auch das Autohaus Huber auf und wurde auch österreichischer Honorarkonsul in Hermannstadt. Eine ausgiebige Jubiläumsfeier konnte im Rahmen seiner Firma Limorom wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden, allerdings gewährte Huber dem HZ-Redakteur Werner F i n k zu diesem Anlass und zu seinem Werdegang in Rumänien folgendes Interview:

 

Was bedeutet 30 Jahre Liqui Moly in Rumänien?

Wir sind der alleinige Importeur von Liqui Moly-Produkten seit 1990.

Warum gerade Liqui Moly?

Ich habe mein Motorenöl immer selber gekauft. Damals hat man oft auch in Deutschland den Ölwechsel privat gemacht, beim Freund oder Schwager, wenn er Automechaniker war oder sich auskannte. Ich hatte stets Liqui Moly-Öl verwendet, es ist ein gutes deutsches Produkt und so kam mir die Idee, dieses Produkt auch in Rumänien zu verkaufen. Ich bin nach Ulm zu Liqui Moly gefahren, wo meine Idee begrüßt wurde. So habe ich 1990 angefangen, Liqui Moly in Rumänien zu verkaufen, zuerst über ein Einzelhandelsgeschäft und dann ab 1994 exklusiv Liqui Moly-Produkte über den Großhandel.Weiterlesen→

Neue Ideen in den Fleischerlauben

Im Schatzkästlein am Kleinen Ring 21 entsteht ein Kreativ-Hub

Ausgabe Nr. 2670

Das Schatzkästlein am Kleinen Ring.                             Foto: CNM Astra

Das Schatzkästlein am Kleinen Ring, heute ,,Haus der Künste“ (Casa Artelor), das sich in der Verwaltung des Astra-Museums befindet, soll im Rahmen eines durch den EWR-Finanzierungsmechanismus (EEA Grants) finanzierten Projekts restauriert und in einen Kreativ-Hub umgestaltet werden. Hier soll ein Knotenpunkt entstehen mit dem Schwerpunkt traditionelles und neues Handwerk bzw. Kunsthandwerk, damit dieses wichtige und wertvolle Baudenkmal mit neuem Leben erfüllt wird, teilte das Astra-Museum mit.Weiterlesen→

Neues aus Holzmengen

Ausgabe Nr. 2670

Transilvanian Brunch auf dem Gelände der Alten Mühle 2018 (im Hintergrund die Kulturscheune).                                    Foto: Beatrice UNGAR

Mitte März wurde in Rumänien der Ausnahmezustand verhängt. Und was macht Hosman Durabil in dieser Zeit?

Bis auf weiteres mussten wir alle öffentlichen Aktivitäten und Veranstaltungen absagen. Es sieht leider so aus, dass es das ganze Jahr dabei bleiben wird. Damit fallen sämtliche Einnahmen weg, die mit der Kulturscheune erzielt werden können. Gerade nach der sehr guten Entwicklung im vergangenen Jahr ist das für uns ein herber Rückschlag.

Wir nutzen die Zeit zum Beispiel für die Gartenarbeit und auf der Alten Mühle. Dort haben wir ein Dutzend Bäume für den 2018 begonnenen Obstgarten nachgepflanzt. Zwischen hochstämmigen alten Apfelsorten und Birnen gibt es nun auch einige Kirschen und Pflaumen. Die alten Bäume werden die Pflege hoffentlich ebenso honorieren. Es sei denn, die deutlich spürbare Trockenheit hält weiter an.Weiterlesen→

Es fehlt der direkte Kontakt zu den Schülern

Drei Lehrerinnen erzählen über ihre Erfahrungen mit dem Online-Unterricht

Ausgabe Nr. 2670

Karikatur: Schule mit Corona. Marian KAMENSKY

Von Klasse Null bis Lyzeum und Hochschule, die Lehrer im ganzen Land sitzen seit Wochen vor den Computern und machen das Beste aus der Tatsache, dass das Schuljahr dieses Jahr nicht mehr im Klassenzimmer stattfinden wird, sondern ausschließlich online. Mirona Stănescu, Direktorin des Departements für Pädagogik und Didaktik in deutscher Sprache der „Babeş-Bolyai” Universität Klausenburg, Nicoleta Maier, Deutschlehrerin am Octavian Goga-Kolleg in Hermannstadt und Cristina Călinescu, Grundschullehrerin am Goethe-Kolleg in Bukarest teilten aus ihren Erfahrungen mit. Alle sind in der glücklichen Situation, dass alle ihre Schüler es sich leisten können, mitzumachen. Und auch alle wissen das Gelernte zu schätzen. Die Interviews führte HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen→

Kein Happy End

Deutsches Theater aus Temeswar live auf Facebook

Ausgabe Nr. 2670

Szenenfoto mit Radu Brănici, Simona Vintilă und Isa Berger (v. l. n. r.). Foto: DSTT

Ein Gutes hat die Coronavirus-Krise. Man hat die Gelegenheit, Theaterstücke online zu sehen, zu denen man sonst keinen Zugang hätte. Fast alle großen Theaterhäuser des Landes bieten seinen Zuschauern auf ihrer Facebook-Seite im Online-Streaming Inszenierungen an. Darunter befinden sich das Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater, das Ion Luca Caragiale-Theater aus Bukarest und seit vergangenen Montag auch das Deutsche Staatstheater Temeswar. Das erste Theaterstück, das man aus der Ferne genießen konnte, war „Im Schatten des Vergessens“ von Simona Vintilă, in deutscher Sprache mit rumänischer Untertitelung, das am 11. Mai 2018 in Temeswar Premiere gefeiert hatte.Weiterlesen→

Fußball auf dem Monitor

Rumänienpokal-Spiele auf FIFA 20

Ausgabe Nr. 2670

Den Fußball begraben, wie in dieser Karikatur zu sehen, kann man wohl für einige Zeit weltweit. Nicht nur diese Sportart, dies gilt für alle rund um den Globus.                                  Karikatur: Marian KAMENSKY

Statt auf dem Spielfeld sitzen beim FIFA 20-Spiel jeweils zwei Fußballer vor ihrem Laptop und schieben auf dem virtuellen Spielfeld ihre jeweiligen Team-Kollegen über den Monitor hin und hier. So werden seit Montag die Achtelfinalspiele des Rumänienpokals ausgetragen. Am 6. Mai ist das Finale geplant.Weiterlesen→

Eine Liaison mit dem Tod

Zu ,,Die Professoressa“ von Carmen Elisabeth Puchianu / Von Niels STERN

Ausgabe Nr. 2670

Carmen Elisabeth Puchianu: Die Professoressa. Ein Erotikon in gebundener und ungebundener Rede. Reihe Epik, Band 102, Pop-Verlag, Ludwigsburg, 2019, 176 Seiten, ISBN: 978-3-86356-244-1

,,Die Professoressa – Ein Erotikon in gebundener und ungebundener Rede“ von Carmen Elisabeth Puchianu, erschienen 2019 im Pop-Verlag Ludwigsburg, ist ein literarischer Mischling, dessen Hauptmotiv, sozusagen der rote Faden, welcher sich durch das Buch zieht, der Tod ist. Der Tod als ständiger Begleiter des Lebens, als Liebhaber, als jemand, den man in sein Leben lassen, mit dem man sich anfreunden und von dem man sich umgarnen lassen muss, in der Hoffnung, am Ende vielleicht doch verschont zu bleiben.Weiterlesen→