Neuer Wind in der Alten Schule

Ausgabe Nr. 2956

Frühlingssalon der in Michelsberg lebenden Künstlerinnen und Künstler

Acht von den insgesamt zehn Ausstellenden waren bei der äußerst gut besuchten Vernissage am Samstagnachmittag dabei und gaben anschließend gerne Auskunft über ihre Werke (v. l. n. r.): Tony Bartlett, Sorina Hăloiu , Marilena Popa, Daniel Munteanu, Barbara Niedermaier, Ovidiu Harja, Rodica Olosutean und Claudia Sasu-Weindorf.
Foto: Beatrice UNGAR

Wer hätte das gedacht: Der aus dem niederländischen Drents-Museum entwendete goldene Dakerhelm – bekannt als „Coiful de la Coțofenești” – und zwei der drei Anfang 2025 gestohlenen dakischen goldenen Armreifen sind inzwischen nach Rumänien zurückgekehrt… und nun ist der Helm schon in der Alten Schule in Michelsberg zu sehen… Die Malerin Claudia Sasu-Weindorf hat ihn in der Hand eines jungen Mannes dargestellt, der dem Betrachter den Rücken zukehrt. Ihr Werk ist in einem der drei Räume des Frühlingssalons Michelsberger Künstlerinnen und Künstler zu sehen, der am Samstag in der Alten Schule eröffnet wurde.Weiterlesen

Wenn Ton zu Kunst wird

Ausgabe Nr. 2956

Zu Besuch bei der Keramikwerkstatt im Elimheim

Klaus Göbbel (Bildmitte) hatte auch Spaß am Töpfern. Fotos: die Verfasserin

Die dritte Keramikwerkstatt der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. fand am Samstag, den 25. April, im Elimheim in Michelsberg statt. Geleitet wurde der Kurs zum zweiten Mal in Folge von Klaus Göbbel. Er hat den Künstlerinnen die Tonarbeit nähergebracht und sie tatkräftig unterstützt. Dabei wurden Kreativität und Gemeinschaft in angenehmer Stimmung miteinander verbunden.Weiterlesen

An der Grenze der Imperien

Ausgabe Nr. 2956

Drei fundierte Vorträge über Diplomatie kleiner Staaten am Forschungsinstitut

Zwei Gastgeber und ein Gast (v. l. n. r.): Nicolae-Alexandru Nicolaescu, Gábor Kármán und Iulia Derzsi. Foto: Beatrice UNGAR

Das Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie und der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde Hermannstadt begrüßten in der vergangenen Woche eine Internationale Forschungsgruppe, die sich im Rahmen eines durch den europäischen Forschungsrat geförderten Projekts, mit der Diplomatie kleiner Staaten in der frühen Neuzeit befasst. Zsuzsanna Cziráki von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Gábor Kármán von der Eötvös-Lorand-Universität Budapest und Marian Coman von der Universität Bukarest hielten jeweils einen Vortrag auf Deutsch, Englisch bzw. Rumänisch.  Weiterlesen

Historischer Rückblick

Ausgabe Nr. 2956

Buchpräsentation im Parlament der Republik Österreich

Andrea Amza-Andraș, Geschäftsträgerin a. i. der rumänischen Botschaft in Österreich, begrüßte alle Anwesenden. Foto: Rumänische Botschaft Wien

Zwischen Wien und Siebenbürgen verläuft weit mehr als eine historische Verbindungslinie – es ist ein gemeinsamer politischer und kultureller Erfahrungsraum, dessen Bedeutung bis in die Gegenwart reicht. Mit dem Band „Transsilvanien in Wien. Die Parlamentarier aus Siebenbürgen im österreichischen Reichsrat 1863–1865“ wird ein bemerkenswertes Kapitel europäischer Geschichte neu erschlossen. Das Werk ist nicht nur eine fundierte wissenschaftliche Studie, sondern zugleich ein starkes Zeichen für die lebendige Verbundenheit zwischen Österreich und Rumänien.Weiterlesen

Ein Mosaik der Erinnerungen

Ausgabe Nr. 2956

Briefe und Tagebücher erzählen von Deportation und Heimkehr

Reinhardt Schuster, Bernhard Heigl und Manfred Copony bei der Buchvorstellung am 12. März in Kronstadt (v. l. n. r.). Foto: John ASHT

Ein silberner Löffel kann vieles sein: Alltagsgegenstand, Erinnerungsstück oder stiller Begleiter durch Zeiten größter Not. Im Band „Dem Himmel näher als der Heimat. Aus einem Zettelkoffer gesammelt“, herausgegeben von Reinhardt Schuster und Manfred Copony, steht dieser Gegenstand sinnbildlich für das, was dieses Buch leistet: Es bewahrt Erinnerungen, die sonst leicht verloren gehen könnten.

Weiterlesen

Ausreisen, aber nicht ankommen…

Ausgabe Nr. 2956

Anton Sterbling und sein neuestes Buch über kulturelle Identität


Anton Sterbling: Fragen der kulturellen Identität. Donauschwäbische Kultur, Schriftsteller in der Fremde, Relevanz der Sprache. Pop Verlag Ludwigsburg, 2026; Reihe Universitas, Bd. 15, 244 S.; ISBN 978-3-86356-434-6; 21,50 Euro.

Es mag ungewöhnlich sein, aber gern beginne ich mit einem Dank an den Ludwigsburger Pop-Verlag, der einmal mehr bei einer Herausgabe seiner Bücher ein gutes Händchen bewiesen hat. Angesichts der schwierigen Situation auf dem Buchmarkt, der allgemeinen in Kriegs- und Krisenzeiten erschwerten Produktions- aber auch Verkaufsbedingungen ist die Herausgabe anspruchsvoller Buchtitel schon ein nicht zu unterschätzender Wert. Umso mehr bei Büchern, die die Bestsellerlisten nicht erobern werden. Nun mag dem Verlag der Bekanntheitsgrad des Autors Anton Sterbling und sein beachtenswertes und vielfach gelobtes Gesamtwerk helfen, auch dieses Buch in der geneigten Leserschaft zu platzieren, gleichwohl selbstverständlich ist das nicht.

Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2956

Keine Spielhallen mehr

Hermannstadt. – Die Hermannstädter Stadträte haben am Montag, dem 27. April, für die Schließung der Spielhallen und Casinos in der Stadt gestimmt. Deren Betriebsgenehmigungen sollen vom Bürgermeisteramt nicht mehr erneuert werden, so dass bis Jahresende alle geschlossen sein sollten.

Den Stadträten lagen drei Varianten für die Regelung dieser Branche vor, von dem Umzug in bestimmte Gegenden der Stadt, auf Abstand von Schulen und Lyzeen, bis hin zum kompletten Verbot.

Für das Verbot hatten sich auch über 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger von Hermannstadt in einer, von den Vertretern des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt, initiierten Online-Umfrage des Bürgermeisteramtes entschieden, und auch in den öffentlichen Debatten hatten sich die Hermannstädter mehrheitlich in diesem Sinne geäußert.

An der Umfrage haben 16.759 Personen teilgenommen, 11.989 der Stimmen wurden auch zugelassen. Davon haben sich 11.346 der Personen für ein Verbot ausgesprochen und 643 wollten, dass der Betrieb dieser Glücksspielhallen reglementiert wird. Die meisten der ungültigen Stimmen hatten Personen abgegeben, die laut Ausweis nicht in Hermannstadt wohnen bzw. Minderjährige. (RS)

Die Welt der Pilze im Naturwissenschaftlichen Museum: Im Naturwissenschaftlichen Museum des Brukenthalmuseums ist noch bis zum 15. Mai eine Mykologische Ausstellung zu sehen, die einen spannenden Einblick in die vielfältige Welt der Pilze bietet, auch anhand von Workshops und Führungen durch den Initiator und Hauptveranstalter, dem Hobby-Mykologen Florin Bustan, Anmeldungen telefonisch unter 0754-77.58.09 oder per E-Mail ciupercinorocoase@gmail.com. Unser Bild (v. l. n. r.): die Museografin Ana-Maria Păpureanu vom Naturwissenschaftlichen Museum, die Hobby-Mykologin Roxana Iuliana Pop, die beiden Kuratoren der Ausstellung, das Ehepaar Irina und Florin Bustan, die Managerin des Brukenthalmuseums Raluca Teodorescu und ihr Kollege Adrian Georgescu, Leiter ad interim des Historischen Museums bei der Eröffnung der Ausstellung. Foto: Beatrice UNGAR

Weiterlesen

Fünf Alte und vier Neue im Vorstand

Ausgabe Nr. 2955

DFDH-Vorstandswahlen bei der Mitgliederversammlung im Spiegelsaal

Der neue Vorstand des DFDH (v. l. n. r.): Zeno-Karl Pinter, Monika Hay, Friedrich Gunesch, Gertrud Krech, Gabriel Tischer, Andrada Schneider, Wolfgang Alexander Guib, Paul Kuttesch und Christoph Galter. Foto: Beatrice UNGAR

Bei der Mitgliederversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt, die am Donnerstag, dem 16. April, im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums stattfand, wurde Gabriel Tischer erneut zum Vorsitzenden des Hermannstädter Forums gewählt. Auf der Tagesordnung standen aber zunächst ein Bericht des Vorsitzenden, des Jugendreferenten Stefan Kézdi, des Kulturreferenten Sebastian Arion, des Geschäftsführers Raul Rognean, ein Kurzbericht der neuen Leiterin des Forumskindergartens, Alexandra Suciu, die Rechnungslegung 2025 und der Bericht der Rechnungsprüferin sowie die Entlastung des Vorstandes. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

 Weiterlesen

,,Plattformen der Normalität“

Ausgabe Nr. 2955

Deutscher Wirtschaftsclub Siebenbürgen veranstaltete Wirtschaftspanel im Spiegelsaal

Der DWS-Vorsitzende Wolfgang Köber stellt die Panel-Teilnehmer vor: Matthias Wichtler, Markus Teglas, Michael Schmidt, Emil Hurezeanu, Bernd Fabritius, Benjamin Józsa, Bernhard Gehlert und Robert Schwartz (v. l. n. r).
Foto: Laura MICU

Seit mehreren Jahrzehnten ist Deutschland der wichtigste ausländische Investor in Rumänien. Nach Angaben der Rumänischen Notenbank, beliefen sich die deutschen Direktinvestitionen in Rumänien im Jahr 2023 auf 682 Millionen Euro und erreichten insgesamt 17 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 überstieg der bilaterale Handelsaustausch 42.5 Milliarden Euro. Zwischen 1990 und 2025 flossen über 43% der deutschen Investitionen in Rumänien in den Produktionssektor und trugen so zur Modernisierung und Entwicklung der rumänischen Industrie bei. Wie kam es aber zu diesen beeindruckenden Zahlen? Mit dieser Frage hat sich das Panel beschäftigt, zu dem der Deutsche Wirtschaftsclub Siebenbürgen (DWS) eingeladen hatte.

Weiterlesen

Heltauerin wird JEV-Präsidentin

Ausgabe Nr. 2955

Hermannstadt. – Zur neuen Präsidentin der Jugend Europäischer Volksgruppen (YEN/JEV) wurde Johanna Kézdi auf der Delegiertenversammlung in Montroulez/Frankreich gewählt. Die 21-jährige Heltauerin ist hauptamtlich Jugendreferentin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen, und war vier Jahre lang als Kommissarin für Kommunikation im JEV-Vorstand tätig.

Johanna Kézdi. Foto: Privat

Die JEV ist das größte Netzwerk von Jugendorganisationen der autochthonen und nationalen Minderheiten in Europa und vertritt die Interessen von jungen Angehörigen nationaler, ethnischer und sprachlicher Minderheiten. Der JEV gehören 41 Mitgliedsorganisationen aus 18 Ländern an. Die JEV wird von jungen Menschen für junge Menschen geleitet und versteht sich als selbstbestimmte und selbstorganisierte Jugendorganisation, deren Tätigkeit von Jugendlichen durchgeführt und bestimmt wird. Die Präsidentin der JEV leitet, verwaltet und baut das internationale Netzwerk aus.

„Ich fühle mich geehrt, zur Präsidentin gewählt worden zu sein, und freue mich darauf, gemeinsam mit den neuen und bisherigen Präsidiumsmitgliedern ein starkes Team aufzubauen und die Ziele der JEV in konkrete Taten umzusetzen“, so Johanna Kézdi. „Meine Vision für die nächsten zwei Jahre ist einfach: Lasst uns wieder enger zusammenrücken. Wir müssen die Brücke zwischen dem Präsidium, unseren Mitgliedsorganisationen und unseren Partnern weiter stärken.“ (ADJ)