Fragmentarische Parallelwelten

Gedanken zu Radu Judes neuem Langspielfilm „Țara Moartă” (Das tote Land)

Ausgabe Nr. 2545

 

In seinem neuen Langspielfilm „Țara Moartă” (Das tote Land) verlässt der rumänische Regisseur Radu Jude das Feld der Fiktion, um auf experimentelle Weise die Thematik der Judenverfolgung in Rumänien im zweiten Weltkrieg zu verarbeiten.Weiterlesen

Geniale Musik in einer coolen Location

Fünfte Auflage des Focus-Festivals im Erlenpark
Ausgabe Nr. 2545

 

„Wir tanzen, um den Regen zu verdrängen“, sagt Cristi, der sich ein wenig außer Atem mit nassem Haar und triefenden Klamotten eine Pause unter einem Baum im Erlenpark gönnt. Der 18-Jährige hat mit Freunden und Unbekannten einen großen Reigen vor der Bühne gebildet und zur Musik der Hermannstädter Band „Domino“ im Schlamm getanzt. Cristi war schon letztes Jahr beim Focus Festival dabei und dieses Jahr hat er viele Freunde mitgebracht. „Die Musik ist genial, es ist kostenlos und die Location ist einfach cool“, darum sei er hier. So wie er dachten viele andere Alternativmusik-Fans auch. Fast 5.000 Jugendliche und Junggebliebene besuchten am ersten September-Wochenende die 5. Auflage des Musikevents Focus Festival.Weiterlesen

Das Eigene und das Fremde

Beobachtungen zu einem Buch über die Romantrilogie von Eginald Schlattner
Ausgabe Nr. 2545

 

Noch schwärmen Siebenbürger Sachsen von ihrem großartigen Treffen in Hermannstadt Anfang August 2017. Werden die Enkel der Ausgewanderten nach dieser Inspiration mit neuem Schwung mehr und mehr Aufgaben auch in der süßen Heimat übernehmen und diese auf sächsische Art stärken? Mir ist diese Sicht auf die Zukunft genauso kürzlich freundschaftlich mitgeteilt worden. Hierbei handelt es sich selbstredend um eine spontane Äußerung nach einem aktuellen Ereignis Andererseits gibt es immer noch festgefahrene Positionen. Eine solche Haltung wird beispielsweise von einer kritischen Sächsin zitiert, die den Kontakt zu ihrer Herkunftskultur bewusst abgebrochen hat: „Die Sachsen sind alles, die anderen sind minderwertig.“ (S.Pichotta: „Schicksale – Deutsche Zeitzeugen in Rumänien“, Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn 2013, S. 111). Seinerzeit ist kein Aufschrei des Für und Wider gegenüber dieser Einstellung zu hören gewesen, aber ganz unabhängig von Ethnozentrismus und Event hat Andreea Dumitru 2017 ein Buch vorgelegt, das den Beziehungen, Wechselwirkungen und Ergebnissen im Zusammenleben der verschiedenen Völker in Rumänien nachgeht, und zwar anhand von Eginald Schlattners Romantrilogie. Die Autorin entfaltet eingängig und schlüssig, wie Schlattner die Welt des Mit-, Neben- und bisweilen auch Gegeneinander in nuce veranschaulicht. Schlattner weiß, wovon er schreibt; denn er hat diesen farbenprächtigen großartigen Mikrokosmos, in dem das siebenbürgische Leben spielt, ausgelebt und durchlitten. So hat er insgesamt ohne Besserwisserei, aber im Mitleiden, Ausharren und Durchstehen ein spannendes Lehrstück entworfen, aus dem Zukunftswissen geschöpft werden kann.Weiterlesen

Eine gefährliche Reise

Störche durch Stromschlag ums Leben gekommen

Ausgabe Nr. 2545

 

Jedes Jahr im August machen sich tausende Störche aus Europa auf den Weg nach Afrika. Die meisten von ihnen fliegen auf der Ostroute über Rumänien. Ein besonderer Punkt auf der langen Reise der Störche ist die Querung der Karpaten bei Kronstadt. Kommen die Vögel erst am Nachmittag hier an oder zieht schlechtes Wetter auf, sind die segelfliegenden Störche gezwungen zu landen.Weiterlesen

Neues, altes Transportmittel

Mit dem Drahtesel unterwegs durch Hermannstadt – ein Erlebnisbericht
Ausgabe Nr. 2545\

 

Das gute alte Fahrrad. Zwei Räder, Gangschaltung, Kette, Bremse. Alles hat es, was man zum Fortbewegen braucht. Nur ein bisschen Muskelkraft muss man selbst aufbringen, wenn es nicht gerade bergab und einem die kühle Morgenluft durchs Haar weht. Eigentlich das perfekte Transportmittel. Das Rad fährt immer, nicht wie der Bus, auf den man warten muss. Das Rad parkt immer vor oder gar hinter der Tür, nicht wie das Auto, mit dem man einen Parkplatz erst mal suchen und finden muss. Das Rad trainiert die Ausdauer, nicht so wie das Taxi, dass man sich in bequemlicher Manier heran winkt. Und das Rad, ob alt oder neu, hat immer eine funktionierende Lüftung, je nachdem wie schnell man tritt – nicht so wie der alte Dacia. Weiterlesen

Der 51. Töpfermarkt war ein Erfolg

Töpfer und Kunden waren dieses Jahr sehr zufrieden
Ausgabe Nr. 2545

 

Zehntausende Hermannstädter und Touristen haben am vergangenen Wochenende den 51. Töpfermarkt besucht, der am Großen Ring traditionell am ersten Wochenende im September organisiert wurde. Über 100 Töpfer hauptsächlich aus Rumänien boten ihre Ware an. Begleitet wurde der Töpfermarkt vom Romamarkt am Kleinen Ring, so dass die meisten Besucher auf ihre Rechnung kamen und oft mit prall gefüllten Taschen nach Hause gingen. Organisiert wurde der Töpfermarkt vom Hermannstädter Kreisrat, dem Zentrum für den Erhalt der Traditionen „Cindrelul-Junii” Hermannstadt und dem Astra-Museum Hermannstadt.Weiterlesen

Anstieg der Besucherzahlen erwartet

Die Agnethler Kirchenburg wird mit EU-Mitteln saniert
Ausgabe Nr. 2544

 

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Ein weiterer Finanzierungsvertrag aus nicht rückzahlbaren Mitteln, die Rumänien aus dem Regionalen Operationellen Programm für die Zeitspanne 2014-2020 zustehen, betrifft ebenfalls ein Kulturerbeobjekt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, die Kirchenburg in Agnetheln. Es handelt sich um das Projekt „Sanierung des Ensembles der Agnethler Kirchenburg“. Den Finanzierungsvertrag haben am Montag Maria Ivan, Direktorin der Abteilung Koordination der Entwicklungsagentur Mitte und Stadtpfarrer Reinhardt Boltres in Karlsburg unterzeichnet. Weiterlesen

Erstmals Ritter hoch zu Ross dabei

17. Mittelalterfestival in Hermannstadt stattgefunden
Ausgabe Nr. 2544

 

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Vergangenes Wochenende fand die 17. Auflage des Mittelalterfestivals in Hermannstadt statt, wobei die hier weilenden Touristen und Hermannstädter sich drei Tage lang an rund 123 verschiedenen Vorstellungen erfreuen konnten. Angefangen mit Theatervorstellungen für Kinder bis zu interaktiven Werkstätten, Kampfvorführungen, Feuershows, Konzerten, Konferenzen, Stadtführungen gab es Veranstaltungen für jedes Alter und jeden Geschmack. Außerdem wurde das mittelalterliche Bild auf dem Großen Ring von Dekorelementen ergänzt wie dem Thronsaal, der Belagerungszene, der mittelalterlichen Stube, dem mittelalterlichen Schloss u. a.Weiterlesen

Laufwettbewerb bei Nacht

3. Night Cross Challenge im Freilichtmuseum
Ausgabe Nr. 2544

 

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Auf die Plätze, fertig, los! Bei klarem Sternenhimmel und ziemlicher Dunkelheit wurde der Start zur dritten Auflage der Night Cross Challenge, am Freitag, dem 25. August, in Hermannstadt gepfiffen. Insgesamt 500 Teilnehmer aller Alterskategorien nahmen an dem besonderen Wettkampf, der im Freilichtmuseum rings um den See stattfand, teil. Weiterlesen

Gleichheit – ein hohes Gut

Ein ereignisreicher Sonntag im Burzenland
Ausgabe Nr. 2544

 

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„Angesichts der Tatsache, dass wir heute den sogenannten ‚Neuen Kelch‘ von 1703 nach 100-jähriger Abwesenheit geweiht und wieder verwendet haben, sich dies im Jahr des 500-jährigen Gedenkens an die Reformation in Deutschland und 475 Jahre seit dem Beginn der Reformation in Kronstadt ereignet, möchte ich mit einem herzlichen Dank an alle, die diese Rückkehr möglich gemacht haben schließen und den Wunsch beifügen, dass uns stets bewusst bleiben möge, dass die Teilhabe am Kelch in Kronstadt eine Errungenschaft ist, die auf Honterus zurück geht, schlussendlich welch hohes Gut die Gleichheit unter uns ist und welch hohen Stellenwert ihr im und durch das Abendmahl in der Nachfolge Christi zukommt.“Weiterlesen

Wurmloch hat sich vorgestellt

Im Freilichtmuseum wurde am Wochenende getanzt, gekocht und gearbeitet
Ausgabe Nr. 2544

 

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Über 7.000 Hermannstädter und Touristen haben an diesem Wochenende das Freilichtmuseum besucht und sich am reichhaltigen Programm und an dem schönen Wetter erfreut. Dazu gab es auch was zum Naschen, so dass die Besucher rundum glücklich waren.Weiterlesen

Uns persönlich reicht es langsam

Es ist amtlich: Toni Erdmann” goes Hollywood
Ausgabe Nr. 2544

 

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Von modernen Meisterwerken der Filmkunst aus aller Welt und wie sie die US-amerikanischen Studios kopieren – um mit der überarbeiteten” Version auch in unseren Kinos Box-Office-Rekorde zu erzielen; davon handelt der nachfolgende Beitrag im Allgemeinen und im Besonderen geht es um den mit dem europäischen Filmpreis 2017 geehrten Film von Maren Ade, Toni Erdmann“.Weiterlesen

Eine reisende Leckerei

Konditorin Ruth auf Tippelei
Ausgabe Nr. 2544

 

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Dieser Tage sieht man die fleißigen Handwerksgesellen in der Sonne arbeiten. Im Zuge der 11. Schauwerkstatt am Huet-Platz trotzen sie der Hitze und zeigen, was sie können. Viele verschiedene Handwerke kommen zusammen: Metall-, Holz- und Steinmetzarbeiten werden vorgeführt. Aber da gibt es doch auch noch anderes Handwerk. Weiterlesen