Kunst aus den Donauländern

Die Welt der Kunstsammler trifft sich Ende Oktober in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2551

Oana Ionel: „Natasha“ aus der Serie „Ladies on the couch“ (Damen auf dem Sofa), Öl und Sepia auf Leinwand, 2012. Reproduktion: Cristian DRĂGHICI

Zum ersten Mal findet ein internationales Treffen von Kunstsammlern in Rumänien statt und zwar in Michelsberg. Die Begegnung wird begleitet von einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus dem Donauraum im Kunsthaus 7 B.Weiterlesen→

Von Familie und Fremdkörper

Zur dritten Auflage des „Jungen Festivals von Hermannstadt“ am Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2551

Szenenfoto aus dem Stück „Corp străin“ (Jüdisches Staatstheater Bukarest) mit Alice Monica Marinescu und Katia Pascariu. Foto: Dragoș DUMITRU

„Hand hoch, wer hat ein Kendama dabei?“ Zig Kinder hoben das beliebte Holzspielzeug in die Luft und kreischten vor freudiger Erwartung. Die beiden Trickshows der beiden Japaner von „Zoomadanke“ waren am Mittwoch, dem 12. Oktober, seit Tagen ausverkauft. Zum ersten Mal in Rumänien und Europa traten Takeshi Kodama und Hiroki Iijima innerhalb des „Jungen Festivals von Hermannstadt“, das dieses Jahr vom 7.-15. Oktober im Kinder- und Jugendtheater „Gong“ stattfand, auf.Weiterlesen→

„Unmittelbar sinnlich“

Luxemburger Pianist konzertierte in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2551

Der Pianist Jean Muller. Foto: Beatrice UNGAR

Als „unmittelbar sinnlich und von erhabener Schönheit“ bezeichnet der Luxemburger Pianist Jean Muller die „Goldberg-Variationen“ BWV 988 von Johann Sebastian Bach in seinem Begleittext zur CD „Bach. Goldberg Variations“, die er in diesem Jahr herausgebracht hat. Am 13. Oktober überzeugte der Klaviervirtuose mit seinem Konzert im Thaliasaal auch das Hermannstädter Publikum davon.   Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2551

 

„Birthälmer Bischöfe”; Holocaust-Museum; Zum Thema Kompostierung; Apfelbäumchenverkauf auf dem Huetplatz; Immobilien- und Möbelmesse; Kartoffelfest in Freck; Dagmar Dusil bei Humanitas; Ballettpremiere; Clara Haskil-Buch; Weiterbildung zum Thema Zeitmanagement; 27. Siebenbürgischer Lehrertag; Jazzwettbewerb; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache; Radio Neumarkt auf Deutsch.Weiterlesen→

Zwischen den Nebeln schreiben

Die Autorin Dagmar Dusil erhält Dorfschreiberpreis in Katzendorf

Ausgabe Nr. 2550

 

„Das ist unsere neue Dorfschreiberin!“: Frieder Schuller (Bildmitte) begrüßt Dagmar Dusil (2. v. r.), die Laudatio hält Michaela Nowotnick (1. v. r.). Foto: Aurelia BRECHT

Zum fünften Mal wurde am Wochenende vom 29. September bis 1. Oktober in Katzendorf der Dorfschreiberpreis vergeben. Dagmar Dusil, u. a. Autorin des Buchs „Blick zurück durchs Küchenfenster – Erinnerungen und Rezepte aus Siebenbürgen“ hat nun für ein Jahr die Möglichkeit, in der Dorfschreiberklause auf dem Pfarrhof in Katzendorf zu wohnen und zu arbeiten. Ein ganzes Wochenende lang fanden kulturelle Veranstaltungen vor einem bunten Publikum statt; denn aus vielen Ländern waren die Besucher gekommen.Weiterlesen→

„Das Wort ruft den Gedanken“

Gespräch mit Nora Iuga, der Grande Dame der rumänischen Literatur

Ausgabe Nr. 2550

 

Beide Autorinnen – Nora Iuga (rechts) und Angela Baciu – bewiesen bei der Lesung schauspielerisches Talent.                         Foto: Beatrice UNGAR

Den mit 3.000 Euro dotierten Sonderpreis zum Spiegelungen-Preis für Lyrik erhält 2017 die rumänische Dichterin Nora Iuga. Die Redaktion der Zeitschrift Spiegelungen würdigt damit ein literarisches und übersetzerisches Lebenswerk, das, geprägt von der Sprachenvielfalt und der komplexen politischen und kulturellen Gemengelage im Donau-Karpaten-Raum, die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts bereichert und zum innereuropäischen Kulturtransfer entscheidend beigetragen hat. Die Preisverleihung findet am 6. Dezember im Lyrik-Kabinett München statt.

Nora Iuga und Angela Baciu lasen am 23. September im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt aus ihrem Buch „mai drăguț decât dostoievski“, das vor kurzem im Polirom-Verlag Jassy erschienen ist und im Anschluss an die Lesung gewährte Nora Iuga der Berliner Fotografin und Autorin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r das nachstehende Interview für die Hermannstädter Zeitung:

Das Buch habt Ihr beide, Du und Angela zusammen geschrieben. Ist das ein Roman, sind das Dialoge, sind das Erlebnisse, sind das literarische Gedanken? Weiterlesen→

Wichtig ist ein „Wärmemantel“

Waldorfschule in Rothberg/Roșia feierte 20. Gründungsjubiläum

Ausgabe Nr. 2550

Toni Wirz (links) überreicht Annette Wiecken ein Geschenk. Foto: Werner FINK

Vergangenen Samstag wurden 20 Jahre seit der Gründung der Waldorfschule in Rothberg gefeiert. Nach der Vorstellungsrunde von ehemaligen und gegenwärtigen Schülern und des Lehrerteams, wurden die Anwesenden durch die Geschichte der Schule geführt, wobei Personen, die im Leben der Schule einmal eine wichtige Rolle gespielt haben oder immer noch spielen und sich für das Projekt weiterhin engagieren zu Wort gebeten wurden. „Wichtig ist, dass sich ein Wärmemantel um ein Projekt bildet, sonst kann es nicht lange existieren. Das ist mir klargeworden, es war mir klargeworden, als sich das gebildet hat”, verriet Annette Wiecken, Initiatorin des Projektes. Viel mehr als die bisher erzielten Erfolge beschäftigt Wiecken und die Projektbeteiligten ein weiteres Ziel: die Gründung einer Berufsschule.Weiterlesen→

„Wir schaffen das!”

Kinder aus Heltau lernen, umweltfreundlich zu sein

Ausgabe Nr. 2550

 

Bei der Modeschau zeigten Mädchen und Jungen selbstgebastelte Kleider und Schmuck aus Altpapier, Karton und Plastik.       Foto: Ruxandra STĂNESCU

Für eine Zukunft ohne Müll kämpfen seit einigen Jahren zusammen in Siebenbürgen und in England das britische Sozialunternehmen „Clear Public Space” und der rumänische Verein „A Future without Rubbish“. Seit mehreren Monaten wurden die ersten Schritte auch in Heltau gemacht, vergangenen Donnerstag wurde hier im frisch renovierten Kulturhaus das Projekt vorgestellt.Weiterlesen→

Über die Herausforderungen des Erwachsenwerdens

Premiere mit „Avioane de hârtie“ von Studenten aufgeführt
Ausgabe Nr. 2550

Szenenfoto aus „Avioane de hârtie“                           Foto: Cynthia PINTER

Ein Basketballkorb, eine Halfpipe, ein paar Autoreifen. Das Bühnenbild: ein Spielplatz in einem Großstadtviertel. Jugendliche fahren auf Rollerblades über die Bühne. Einer schwingt gefährlich einen Baseballschläger. Das Publikum setzt sich langsam und lässt alles auf sich einwirken. Man ist mittendrin im Geschehen. „Avioane de hârtie“ heißt das neueste Theaterstück von Elise Wilk und am 27. September feierte es im Cavas-Saal der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt Premiere. Inszeniert wurde „Papierflieger“ – wie es in der Übersetzung heißt – von Eugen Gyemant mit zwölf Student/innen der Abteilung Theater und Schauspiel der Lucian Blaga-Universität. Es entstanden binnen drei Monaten Probezeit zwei Varianten desselben Stücks mit zwei Besetzungen. Weiterlesen→

Internationales Symposium

Ausgabe Nr. 2550

 

Aus Anlass des 200. Jubiläums des Hermannstädter Brukenthalmuseums veranstalteten das Brukenthalmuseum und das Siebenbürgische Museum Gundelsheim am vergangenen Wochenende ein internationales Symposium zum Thema „Museum im Spannungsfeld zwischen universeller und nationaler Ausrichtung“. Mehr dazu in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild (v. l. n. r.): In seiner Ansprache zur Eröffnung der Veranstaltung sagte der Deutsche Konsul Hans E. Tischler, „das Brukenthalmuseum gehört nicht nur zu den ältesten Museen Europas, sondern besitzt auch eine Sammlung von wahrhaft europäischem Wert“. Dem pflichteten die Vertreter der Hauptveranstalter, Sabin Adrian Luca (Brukenthalmuseum) und Irmgard Sedler (Siebenbürgisches Museum Gundelsheim), bei.      

Foto: Beatrice UNGAR

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2550

 

Luxemburger Pianist zu Gast; 80 Prozent der Wohnungen nicht versichert; Astra Film Fest beginnt am Montag; DFDR zur Minority SafePack-Initiative; Kartoffelfest in Freck; Vortrag an der EAS; RIFF-Konzert in Mediasch; Zum Thema Kompostierung; Preis für Ilse Hehn; Apfelbäumchenverkauf auf dem Huetplatz; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen→

Zeit der Stärkung und Gemeinschaft

Streiflichter vom sechsten Evangelischen Kirchentag in Kronstadt

Ausgabe Nr. 2549

Pfarrerin Hildegard Servatius-Depner schloss die Reihe der Predigten im Eröffnungsgottesdienst in der Schwarzen Kirche ab. Ihr zur Seite stand Musikwart Jürg Leutert mit dem Kirchenburgen-Hinweisschild. Foto: Beatrice UNGAR

Unter dem Motto „Aus gutem Grund. Evangelisch in Rumänien“ fand vom 29. September bis 1. Oktober in Kronstadt der Evangelische Kirchentag statt, der dem 500. Reformationsjubiläum gewidmet war und den die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien erstmals gemeinsam mit der ungarischsprachigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien ausgerichtet hat. Zum Auftakt am Freitag Abend in der evangelisch-lutherischen Kirche an der Bahngasse begrüßten Bischof Reinhart Guib bzw. Bischofsvikar Jozséf Zelenak die zahlreichen Gäste.Weiterlesen→

Herkunft – Eine lebensprägende Mission

Paul Philippi nahm in Berlin den Georg Dehio-Preis entgegen

Ausgabe Nr. 2549

Gruppenbild mit Preisträgern und Veranstaltern: MDg i. R. Winfried Smaczny, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Kulturforums östliches Europa e.V., Jaroslav Ostrčilík, Dr. Paul Philippi, Maria Bering, Gruppenleiterin „Geschichte und Erinnerung“ bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, und Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa (v. l. n.r). Foto: © Deutsches Kulturforum östliches Europa Fotograf Mathias Marx

Klänge von Bachs Cello Suite Nummer eins erfüllen den Otto-Braun-Saal der deutschen Staatsbibliothek zu Berlin. Man versammelte sich, um Paul Philippi und Jaroslav Ostrčilík zu ehren. Seit 2003 verleiht das deutsche Kulturforum östliches Europa den Georg-Dehio-Kulturpreis an Personen und Institutionen, die „sich mit den Traditionen und Interferenzen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa bewahrend, zukunftsorientiert und im partnerschaftlichen Dialog mit den Nachbarn auseinandersetzen.” beschreibt das Kulturforum seine Leitidee. Der Preis ist dem in Reval geborenen Kunsthistoriker Georg Dehio gewidmet, dessen Errungenschaften in der modernen Denkmalpflege auch die Arbeit des Forums inspirierten. Die Tätigkeit des Kulturforums umfasst die Organisation von Veranstaltungen, wie Podiumsdiskussionen, Konzerten und Wanderausstellungen, sowie die Publikation von Kulturreiseführern und historischen Sachbüchern im eigenen Verlag.Weiterlesen→