Die Reformation in Siebenbürgen (I) / Von Wilhelm Andreas BAUMGÄRTNER
Ausgabe Nr. 2523

Die Ursachen der Reformation waren in Siebenbürgen kaum andere als im restlichen Europa, vor allem in Deutschland. Die Menschen waren mit dem Zustand der Kirche höchst unzufrieden. Die Verweltlichung der Kirche und das Gewinnstreben ihrer Priester führten zu einer Entfremdung von den Menschen, deren Bedarf an Spiritualität sie immer weniger befriedigen konnte.
Viele fühlten sich vom Gegensatz zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Lebenswandel der Priester, vom Ämtermissbrauch, der religiösen Überreglementierung im Alltag, dem Ablasshandel, dem weltlichen Verhalten vieler Bischöfe und der Päpste (die mehr Heerführer und Politiker waren als Seelenhirten) abgestoßen. Bischöfe und Päpste wetteiferten mit weltlichem Adel und Königen im Prunk ihrer Hofhaltung. Um ihre Kosten zu decken, strebten sie nach vermehrtem Gelderwerb.Weiterlesen



„ITB, juche!“ denke ich mir und mache ich am Samstagnachmittag auf den Weg zum Messegelände in Berlin. Verfehlen kann ich die größte Tourismusbörse (8.-12. März 2017) der Welt nicht. Schon aus der Ferne kommt mir ein Strom mit bunten Taschen und Stoffbeuteln behangener Menschen entgegen. Eine rüstige Rentnerin mit einem kleinen Wanderrucksack läuft schnellen Schrittes Richtung U-Bahn, ihr Gefährte kann ihr, beidseitig mit Papiertüten schwer bepackt, kaum folgen. Wohin ihre Reise wohl gehen soll? Ob die beiden überhaupt zusammen verreisen? 


