,,Ein Wahrzeichen für jüdisches Leben“

Sanierungsarbeiten an der Hermannstädter Synagoge abgeschlossen

Ausgabe Nr. 2643

Vizebürgermeister Tiberiu Drăgan (1. v. l.), der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Hermannstadt, Otto Deutsch (5. v. r.) und die an den Arbeiten beteiligten Wandergesellen verfolgen aufmerksam die Ansprache von Konsul Hans Erich Tischler (4. v. l.).                                                                                                          Foto: Fred NUSS

,,Heute zählt die jüdische Gemeinde in Hermannstadt nur noch 50 Mitglieder, jedoch ist dieses beeindruckende Denkmal weiterhin ein Wahrzeichen für all das, was jüdische Religion, Tradition und jüdisches Leben verkörpern. Wir befinden uns nur wenige Tage vor den wichtigen feierlichen Tagen und Gebeten des neuen Jüdischen Jahres. Damit freuen wir uns umso mehr, dass einige wichtige Arbeiten an diesem Gebäude nun fertiggestellt wurden. Allen Beteiligten noch einmal unseren besten Dank für die geleistete Arbeit! Möge dieses Gotteshaus auch in Zukunft ein Ort der Begegnung, des Gebets und des Friedens sein.“ Mit diesen Worten schloss der Deutsche Konsul Hans Erich Tischler seine Ansprache bei dem kleinen Fest aus Anlass des Abschlusses von Sanierungsarbeiten an der Synagoge in der Salzgasse in Hermannstadt. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2643

Reihenfolge auf Wahlzettel steht fest; Einladung ins Bischofspalais; Alternative Therapien; Neuer Dorfschreiber; Vorstellung der Ergebnisse; Weinfest; 25 Stunden Theater; Neuer Gedichtband; Buchvorstellung; Kulinarischer Literaturabend; Möbelmesse; Antieuropäisches Verhalten; Georg-Dehio-Buchpreis; Seniorentreffen; Theaterstück im Gong; Vortragsreihe; Eröffnungsgottesdienst; 19. Patchworkrüstzeit; Das junge Festival, Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

„Wir sind heute alle Sachsen“

Das 29. Sachsentreffen hat am Wochenende in Bistritz stattgefunden

Ausgabe Nr. 2642

Von der Bühne auf dem Hauptplatz begrüßte der Vorsitzende des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch (am Mikrofon) im Namen der Veranstalter die Teilnehmenden am 29. Sachsentreffen am Samstag. Weitere Grußworte richteten Bürgermeister Ovidiu Crețu (in siebenbürgisch-sächsischer Tracht und der Trikolore-Schärpe), Thomas Șindilariu, die Österreichische Botschafterin Isabel Rauscher, der Deutsche Konsul Hans Erich Tischler, der Vorsitzende des Bistritzer Forums, Christian Roth-Gross und im Namen der Regionalgruppe Nordsiebenbürgen-Nösen Dr. Hans Georg Franchy (v. l. n. r.).                                                            
Foto: Werner FINK

Am vergangenen Wochenende fand das 29. Sachsentreffen nun nach 2010 zum zweiten Mal in Bistritz statt, wobei das Motto dieses Mal „Gemeinsam-Gedenken-Aufbauen” lautete. Außerdem fand im Rahmen des Sachsentreffens auch das Treffen der Regionalgruppe Nordsiebenbürgen-Nösen des HOG-Verbands statt und so wurde auch der Evakuierung der Nordsiebenbürger Sachsen vor 75 Jahren gedacht. Mit der Honterus-Medaille geehrt wurden Kurator Johann Schaas aus Reichesdorf und Lektorin Ortrun Morgen aus Schweischer.Weiterlesen

Städtepartnerschaft

Ausgabe Nr. 2642

Auf Initiative der rumänischen Diaspora aus Durham im US-Staat North Carolina wurden Hermannstadt und Durham Partnerstädte. Hauptinitiator war Mihai Scurtu, der schon seit etlichen Jahren den internationalen Interpretationswettbewerb ,,Erich Bergel – Dorothy Kitchen“ in Heltau und Hermannstadt organisiert. Eine Delegation aus Hermannstadt unter der Leitung von Bürgermeisterin Astrid Fodor weilte vom 12. bis 17. September in Durham, um die Bereiche der Kooperation auszuloten. Unser Bild: Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor (links) und Durhams Bürgermeister Steven Schewel bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags im Sitzungssaal des Stadtrats in Durham.

Foto: Mirela GLIGORE

Importiertes Trinkvergnügen

Neuntes Cibinfest findet auf dem Großen Ring statt

Ausgabe Nr.2642

Blick ins Zelt in einer ruhigen Minute: Man sitzt auf dem Tisch oder steht sogar darauf…                                                             Foto: Jan-Christian BREWER

Seit 2011 findet nun das Cibinfest jedes Jahr in Hermannstadt statt. Mehrere zigtausend Liter Bier wandern bei der Festivität regelmäßig über die Tresen und die Besucherzahl ist tendenziell ansteigend. Es ist eines von den mittlerweile unzähligen Oktoberfesten weltweit, die ein Kassenschlager sind und kommerzielles Trinkvergnügen mit einer traditionellen Vorgeschichte aus dem süddeutschen Bayern verbinden.Weiterlesen

,,Was uns im Heute und Jetzt verbindet“

Streiflichter vom 19. Hermannstädter Treffen in Dinkelsbühl

Ausgabe Nr. 2642

Ricky Dandel wie er leibt und lebt durften die Hermannstädter und ihre Gäste am Samstag Abend im Großen Schrannensaal erleben.
Foto: Beatrice UNGAR

,,Zwischen Vergangenheit und Zukunft stehen wir in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, in einem symbolischen Haus, in dem unser Leben stattfindet.  Wir öffnen die Fenster und lassen die Erinnerungen herein.  Brauchen wir Erinnerungen? Sind sie notwendig oder sollten wir sie einfach ausschalten? Braucht ein Haus Fenster? Ja, denn dadurch kommt Licht in den Raum, es wird hell, doch es ist auch ein Schutz nötig, um den Raum vor Kälte und grellem Licht zu schützen.

So ist es auch mit den Erinnerungen. Wir sollten sie hereinlassen und zulassen in unserem  Leben. Denn ein Leben ohne Erinnern bedeutet Dunkelheit.“ Mit diesen Worten eröffnete Dagmar Zink, die Vorsitzende der Heimatgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt (HDH) das 19. Hermannstädter Treffen, das unter dem Motto ,,Hermannstadt – Fenster zur Vergangenheit – Tor zur Zukunft“ vom 13. bis 15. September d. J. in Dinkelsbühl stattgefunden hat. Weiterlesen

Von der Schwierigkeit, Außenseiter zu sein

Künstlerische und literarische Darstellungen vom 19. bis 21. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2642

Sidonia Bauer/Pascale Auraix-Jonchière (Hrsg.): Bohémiens und Marginalität. Künstlerische und literarische Darstellungen vom 19. bis 21. Jahrhundert. Frank&Timme-Verlag für wissenschaftliche Literatur Berlin, 508 Seiten, ISBN 978-3-7329-0499-0.

 

Als Bohémiens gelten heutzutage zumeist intellektuelle Randgruppen, welche nicht zuletzt durch ihre recht unbekümmerte Lebensweise auffallen. Bohéme steht zugleich für eine sozialgeschichtliche Kategorie, in der viele vom gradlinigen Strömungswind abgekommene Maler, Dichter, Literaten und andere Überlebenskünstler eine Art Unterschlupf fanden und noch immer finden. Gesellschaftliche Normen verursachen innerhalb dieser Szene gähnende Langeweile  und werden selbstverständlich abgelehnt. Banale Gepflogenheiten sind den Outlaws sowieso suspekt. Eigene Identitäten suchen und finden sie mit Hilfe praktizierter Individualität und einem oft genug stoisch gelebten Eigensinn. Weiterlesen

Akribisch dokumentiert

Buch über strombetriebenes Transportwesen

Ausgabe Nr. 2642

Die Buchpräsentation moderierte Verlagsleiter und DFDR-Geschäftsführer Benjamin Józsa, es sprachen Vizebürgermeisterin Corina Bokor, der Autor Marcel Stancu, der Bürgermeister von Rășinari Bogdan Bucur und der Vorsitzende des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch (v. l. n. r.).
Foto: Fred NUSS

,,Welche Vorteile würde die elektrische Bahn bieten! Da ist vor allem der Junge Wald, dieses herrliche Schatzkästlein, welches die Natur unserer Hermannstadt vor die Tore gelegt hat, es würde erst durch die elektrische Bahn in seiner vollen Pracht aufgeschlossen werden. Tausende würden da im schattigen Eichenwald auf seinen lauschigen Plätzen und Wegen sich von der Woche oder des Tages Mühen ergehen und wieder erfrischen können“. Weiterlesen

Nicht nur für Neppendorfer

Bücher des Pädagogen Samuel Beer im Schiller-Verlag

Ausgabe Nr. 2642

Samuel Beer: Daheim in der Fremde. Die Geschichte der Familie Beer/Penonre aus Neppendorf Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn, 2018, 190 Seiten, ISBN 978-3-946954-37-8

,,Wo sind meine Wurzeln? Wieso haben meine Eltern eine Heimat in Siebenbürgen und eine Urheimat im Salzkammergut in Österreich? Warum sind meine Vorfahren aus Goisern nach Neppendorf gezogen?“ Er habe versucht ,,meinen Enkeln eine Antwort auf diese Fragen zu geben, denn jeder Mensch hat das Recht zu wissen, wer seine Ahnen sind“, schreibt Samuel Beer (Jahrgang 1934) in dem Vorwort zu dem Buch ,,Daheim in der Fremde. Die Geschichte der Familie Beer/Penonre aus Neppendorf“, das 2018 im Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen ist. Beide Bände wurden durch Unterstützung des Landes Kärnten gedruckt und liegen in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.Weiterlesen

Rumänien im Fokus

Tagung der Institute zur deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa

Ausgabe Nr. 2642

Dr. Hans-Jakob Tebarth, der Leiter der Martin-Opitz Bibliothek (rechts) überreichte Konsul Hans Erich Tischler
ein Gastgeschenk.
Foto: Beatrice UNGAR

Was kann und soll eine Bibliothek für die sogenannten „digital natives“ sein? Kann diese im digitalen Zeitalter überhaupt etwas anbieten? Kann sie sich im Kampf mit den online Suchmaschinen behaupten? Mit diesen und anderen aktuellen themenspezifischen Fragen beschäftigten sich Vertreter von Bibliotheken und Archiven aus Deutschland, Ungarn, Polen und Rumänien zwischen dem 16. und dem 19. September im Hans Bernd von Haeften-Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen.    Weiterlesen