Celan sang rumänische Volkslieder

55 Stimmen von Zeitzeugen aus der Welt der Poesie

Ausgabe Nr. 2702

Petro Rychlo (Hg.): Mit den Augen von Zeitgenossen, Erinnerungen an Paul Celan, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2020, 469 Seiten, ISBN: 978-3-518-42964-8

„Dann trank er zu einer Hammelkeule eine Flasche Mirabelle, einen starken Schnaps, seine Frau und wir tranken Bordeaux, er trank eine zweite Flasche Mirabelle, Bordeaux dazwischen, in der Pergola vor der Küche, am Himmel die Sommersterne. …er begann zu tanzen, sang rumänische Volkslieder, kommunistische Gesänge, ein wilder, gesunder, übermütiger Bursche.“ So konnte er auch sein, der große deutsche Dichter, der aus den Quartieren von Friedrich Hölderlin und Georg Trakl kam. Friedrich Dürrenmatt berichtet so von einem Besuch von Paul Celan in Neuchâtel.Weiterlesen

,,Ein voller Erfolg“

Europäische Woche der Abfallvermeidung 2020

Ausgabe Nr. 2702

So sieht die Upcycling-Idee für alte Jeans der Stadt Neukirchen Vluyn in Nordrhein-Westfalen aus. Foto: https://www.klimaschutz-nv.de/nv-wir-bieten-klima -schutz/upcycling-wettbewerb-2020/

Unter dem Motto „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“ war die diesjährige ,,Europäische Woche der Abfallvermeidung“ ein voller Erfolg – trotz coronabedingter Einschränkungen.  Das Interesse an Abfallvermeidung ist in diesem Jahr ungebrochen hoch – trotz Corona. Europaweit fanden über 10.600 Veranstaltungen rund ums Thema statt, davon allein in Deutschland über 1.000 Aktionen. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2702

Foto: Cynthia PINTER

Quarantäne verlängert

   Hermannstadt. – Die über Hermannstadt verhängte Quarantäne wurde klammheimlich  und erwartungsmäßig am Abend des Wahlsonntags, dem 6. Dezember, von der Präfektur des Kreises um sieben Tage verlängert. Das heißt bis zum 13. Dezember um Mitternacht. Ebenfalls verlängert wurde die über die Ortschaften Freck, Talmesch, Schellenberg, Heltau und Orlat verhängte Quarantäne.

Als die Quarantäne ab dem 16. November, 5 Uhr, in Hermannstadt, Heltau, Talmesch, Schellenberg und Heltau für zwei Wochen verhängt wurde, betrug die Infektionsrate mit dem Sars-CoV2-Virus in der Stadt Hermannstadt elf Prozent. Am Mittwoch, dem 9. Dezember, betrug sie 6,44 Prozent (in den letzten 14 Tagen wurden 1102 neue Fälle von Infektionen mit dem neuen Corona-Virus verzeichnet). Im Landkreis Hermannstadt war am Mittwoch die Infektionsrate von 9,01 Prozent am 18. November, auf 4,57 gesunken.

Mittwoch waren in Rumänien insgesamt 7365 Fälle von mit dem neuen Corona-Virus Neuinfizierten gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind 12.821 Todesfälle gemeldet worden, allerdings sind immerhin 85 Prozent der  an dem neuen Corona-Virus Erkrankten als geheilt entlassen worden.                 B.U.Weiterlesen

Schwer aber sinnvoll

Ein Wort aus Michelsberg zum 2. Advent

Ausgabe Nr. 2701

Der Adventskranz vom vergangenen Jahr, als im Spiegelsaal des Forums eine Adventsfeier stattfand. Foto: Beatrice UNGAR

Jesus erzählte ein Gleichnis: ,,Seht euch den Feigenbaum an. Sobald ihr seht, dass er Blätter treibt, wisst ihr, dass der Sommer da ist. Genauso sollt ihr erkennen – wenn das alles geschieht – dass das Reich Gottes nahe ist!“ (Lukas 21, 29-31)

Wie leicht!

Eins plus eins ist die einfachste Rechenaufgabe des menschlichen Denkens. Und doch ist es nicht leicht „Eins und eins zusammenzuzählen“. Dort, wo es eine reine arithmetische  Aufgabe bleibt, da sind wir lächelnde Meister, die damit Kindergartenkinder foppen wollen. Dort, wo es allerdings mit unsrer Existenz verknüpft ist, stolpern wir und sind wie mit Blindheit geschlagen. Sonntag ist der Nikolaustag: Irgendwann werden die Kleinen „Eins und eins zusammenzählen“ und sagen: Papa Du bist der Nikolaus! Du legst doch die Schokolade in die Schuhe!“ Halb stolz ob deren Altklugheit, halb traurig, dass die Mythen der Kindheit sich auflösen, bekennen wir uns zu der Täterschaft.  Wir akzeptieren, dass sie jetzt eins und eins zusammenzählen können. Es war ja eigentlich schon an der Zeit.Weiterlesen

Wahlgang ohne Erklärung möglich

Mehrere Ortschaften in Kreis Hermannstadt befinden sich in Quarantäne

Ausgabe Nr. 2701

Die Heltauergasse Ende November 2020. Seit weniger Menschen tagsüber in Hermannstadt unterwegs sind, haben die Tauben überhandgenommen, auch auf dem Großen Ring.                          Foto: Cynthia PINTER

Am vergangenen Wochenende hat das Amt für Notsituationen beschlossen, dass in der Stadt Hermannstadt trotz sinkenden SARS-CoV2-Neuinfektionen die Quarantäne für eine weitere Woche, bis Sonntag, den 6. Dezember, verlängert wird. Alle Maßnahmen bleiben dementsprechend gültig, mit der Ausnahme, dass man für den Wahlgang am Sonntag keine Erklärung auf eigene Verantwortung für das Verlassen der Wohnung braucht. Weiterlesen

Skisaison eröffnet

Ausgabe Nr. 2701

Die Skipisten in der Arena Platoș auf der Hohen Rinne, wo es inzwischen geschneit hat, sind seit Dienstag wieder in Betrieb. Nähere Auskünfte unter arenaplatos.ro Unser Bild: Letzte Vorbereitungen für die neue Skisaison.                                              Foto: Dragoș DUMITRU

Zauberhafte Stimmung

Erster Advent auf der Michelsberger Burg

Ausgabe Nr. 2701

Pfarrer Zorán Kézdi (Bildmitte) zündete die erste Kerze an dem Adventskranz an, musikalisch begleiteten Theresa Braisch und Johanna Kézdi die Andacht auf der Burg.                                             Foto: Beatrice UNGAR

,,Wir sagen euch an den lieben Advent./Sehet, die erste Kerze brennt“. So beginnt die erste Strophe eines beliebten Adventsliedes. Im Rahmen der Andacht zum ersten Advent auf der Michelsberger Burg am Sonntag stimmten die Anwesenden bloß diese Strophe an, nachdem Pfarrer Zorán Kézdi die erste Kerze an dem Adventskranz angezündet hatte.Weiterlesen

Auf Rebek und Gardon

Alte Musik im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums

Ausgabe Nr. 2701

Das Ensemble Codex im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums (v. l. n. r.): Ignác Csaba Filip (Flöte), Éva Szabó (Flöte, Schlagzeug), Éva Kovács (Rebek), László Kovács (Fiedel, Geige), Csaba Adorján (Fiedel, Bratsche), Zsombor Lázár (Bassfiedel, Cello) und Árpád Szőgyör (Gesang, Kontrabass, Gardon, Viola da gamba).        Foto: Karina FERNANDEZ SAMODAIEV

Das vorletzte Konzert des laufenden Jahres der 5. Auflage der Kammermusikkonzertreihe Florescu-Fernandez&Friends bestritt am Sonntag im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums das Kronstädter Ensemble für Alte Musik, ,,Codex“. Es fand ohne Publikum statt und konnte im Livestream verfolgt werden. Wer es verpasst hat, kann es auf der Facebook-Seite der Konzertreihe nachholen.Weiterlesen

Der sitzende Jakobsweg

Online-Premiere des Deutschen Staatstheaters Temeswar

Ausgabe Nr. 2701

Niko Becker, als Georg Karner, in „Après Ski – Ruhe da oben!“   Foto: Cynthia PINTER

Was würden Sie tun, wenn Sie am Ende eines Skitages in einem Sessellift vergessen werden? Würden Sie springen? Oder doch warten? Georg Karner spricht aus Verzweiflung mit einem Uhu über sein Leben. Die Premiere des One-Man-Theaterstücks „Après Ski – Ruhe da oben!“ von Klaus Eckel wurde am Freitag, dem 27. November, vom Deutschen Staatstheater Temeswar online gesendet. Die Vorstellung nach einem Konzept von Niko Becker, der auch die Hauptrolle in der Komödie übernahm, wird am Samstag, dem 19. Dezember, ab 19.30 Uhr, wiederholt.Weiterlesen

Spielarten eines Hymnus

Musikalisch-liturgische Vesper zum 1. Advent

Ausgabe Nr. 2701

Jürg Leutert (Cembalo), Erika Klemm (Blockflöte), Brita Falch-Leutert (Orgel) und Maximilian Braisch (Dulzian) bestritten den musikalischen Teil in der Sakristei der evangelischen Stadtpfarrkirche.                     Foto: Privat

Der  gregorianische Hymnus ,,Veni Redemptor Gentium“ (,,Nun komm, der Heiden Heiland“) aus dem 12. Jahrhundert und einige Instrumental-Bearbeitungen aus mehreren Jahrhunderten standen im Mittelpunkt der musikalisch-liturgischen Vesper zum 1. Advent, die am Sonntag ausschließlich online auf der Homepage der Hermannstädter evangelischen Kirchengemeinde ausgestrahlt worden ist und dort auch weiterhin abrufbar ist unter https://you tu.be/YY9fMRKvcwQWeiterlesen