Respekt, Anerkennung, Glückwunsch

25 Jahre deutschsprachige Studienangebote an der Babeș-Bolyai-Universität

Ausgabe Nr. 2701

Theaterpädagogik spielt eine große Rolle beim Erlernen der deutschen Sprache. Unser Foto: Abschlussvorstellung der Studierenden der Grundschulpädagogik in deutscher Sprache von der UBB 2017 im Festsaal der Astrabibliothek in Hermannstadt.                Foto: Ruxandra STĂNESCU

Dass in Klausenburg in deutscher Sprache studiert werden kann – dabei denke ich auch an den deutschsprachigen Studiengang an der Technischen Universität, der bereits im Vorjahr sein 25. Jubiläum gefeiert hatte – ist der historisch gewachsenen Plurikulturalität der Stadt wie auch Siebenbürgens, der ihr verpflichteten Vielfalt akademischer Tradition zu verdanken. Die damit pragmatisch verbundene Weitsicht, in der Überzeugung, dass Vielfalt Chance bedeutet, wird durch das 25-jährige Bestehen bestätigt. Es zeugt davon, dass die gedeihlichsten Regionen dieser Welt gerade die sind, in denen mehrere Kulturen zusammentreffen und im synergetischen Austausch zusammenleben: Eine kontrapunktische Situation, in der jede Stimme zum Ausdruck kommt, um sich so mit einer eigenen Identität behaupten zu können und sich harmonisch in einer funktionierenden Ganzheit zu integrieren. Das lehrt die Musik, das stellt die multikulturelle Babeș-Bolyai-Universität unter Beweis.  Weiterlesen

,,Wichtig ist, wer heute da ist“

Online-Konferenz zum Thema ,,Auf dem gemeinsamen Weg“

Ausgabe Nr. 2701

László Surjan, Präsident der Charta XXI und ehemaliger Abgeordneter im Europäischen Parlament.                                           Foto: www.maszol.ro

Mitte November organisierte der Verein Charta XXI aus Budapest zusammen mit dem Verein HID – Ungarisches Kulturbüro Hermannstadt  die Online-Konferenz „Auf dem gemeinsamen Weg. Perspektiven des historischen Kompromisses in Siebenbürgen“, an der ungarische und rumänische Historiker, Politologen Vorträge hielten und die Möglichkeit hatten, sich im kollegialen Ton gegenseitig auszutauschen mit dem Ziel eines besseren Verständnisses der beiden Staaten Rumänien und Ungarn und einer Annäherung von Rumänen und Ungarn. Ähnliche Veranstaltungen wurden bereits 2017 in Arad und 2019 in Budapest veranstaltet.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2701

Foto: Cynthia PINTER

Wichtige Rufnummern

Hermannstadt. – Das Hermannstädter Kreiskrankenhaus stellt für Anmeldungen zu RT-PCR COVID-19-Tests zwei zusätzliche Rufnummern zur Verfügung: 0754-01.03.08 und 0269-24.39.22. Weiterhin gültig ist die Rufnummer 0269-21.50.50 Hausanschluss 430. Angehörigen von im Kreiskrankenhaus internierten an COVID 19 erkrankten Patienten stehen folgende Telefonnummern zur Verfügung: Klinik für Infektionskrankheiten: 0269-21.50.50, Hausanschluss 250, 0754-06.09.23 (14-17 Uhr), Intensivstation: 0269-21.50.50, Hausanschlüsse 196 oder 524 (13-14 Uhr).  (BU)

 

Sonderprogramm

Hermannstadt. – Angesichts der Parlamentswahlen am 6. Dezember ist das Einwohnermeldeamt auch Samstag, den 5. Dezember, 8-16 Uhr, bzw. Sonntag, den 6. Dezember, 7-18 bzw. 18-21 Uhr geöffnet.Weiterlesen

,,…dein König kommt zu dir…“

Ein Wort aus Mediasch zum 1. Advent

Ausgabe Nr. 2700

Kennst du das? Am Telefon redet man nett miteinander bis plötzlich die Information kommt – ich bin ja in der Gegend und ich komme bei dir vorüber. Besucher sind willkommen, doch nicht immer ist es der passende Moment, denn es braucht Zeit, Kraft, eventuell einen vollen Kühlschrank und  Betten. Wenn der Besucher kurz da ist, so ist Spontaneität gefragt,  eröffnet er dir allerdings, dass er lange bleibt und möglicherweise als Gast bestimmte Vorstellungen hat, so wird es komplizierter. Doch diese Fragen sind gar nicht so aktuell in der jetzigen Zeit, wo Flugzeuge am Boden bleiben, die Autos nur bis in die Firma fahren und am Stadtrand Filter der Polizei stehen, welche die Motive jeder Fahrt erfahren wollen. Es gibt zur Zeit wenig Besuche, leider.Weiterlesen

Bunte Straßenkunst

Ausgabe Nr. 2700

Bei Spaziergängen durch Hermannstadt kann man, seit es das Streetart-Festival gibt, immer neue bunt bemalte Fassaden entdecken, so z. B. am Stadion im Erlenpark (unser Bild), das derzeit renoviert wird. Allerdings ist der November etwas geiziger mit Sonnenstrahlen.                                          Foto: Fred NUSS

Arvo Pärt im Zeitlupentempo

Erste Ausstrahlung einer Abendmusik aus der evangelischen Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2700

Bei den Dreharbeiten am Samstag in der evangelischen Stadtpfarrkirche (v. l. n. r.): Hans Scherer, Simon Tartler, Paula Dörr, Brita Falch-Leutert und Paula Mostert.                                                          Foto: Jürg LEUTERT

,,Ich muss sterben/aber das ist auch alles, was ich für den Tod tun werde./All den anderen Verführungen,/zur milden Depression,/zur geölten Beziehungslosigkeit,/zum sicheren Wissen, dass er ja sowieso siegt,/will ich widerstehen./Sterben muss ich/aber das ist auch alles, was ich für den Tod tue./Lachen werd‘ ich gegen ihn/Geschichten erzählen, wie man ihn überlistet hat/und wie die Frauen ihn aus dem Land trieben./Singen werd‘ ich/und ihm Land abgewinnen mit jedem Ton./Aber das ist auch alles.“ Dieses Gedicht von Dorothee Sölle trägt den Titel ,,Gegen den Tod“ und war das Kernstück der von Stadtpfarrer Kilian Dörr vorgelesenen Textpassagen in der Abendmusik am Ewigkeitssonntag. Weiterlesen

Fingerpuppen und Zauberbesen

Online-Bastelworkshops des Hermannstädter Gong-Theaters gehen weiter

Ausgabe Nr. 2700

Diana Ribana stellt die fertigen Fingerpuppen vor.Foto: Cynthia PINTER

In dieser Zeit des Online-Schulunterrichts und des Lockdowns in Hermannstadt gibt es nur wenige Freizeit-Alternativen für die Kinder. Eine davon ist die Bastelwerkstatt, die vom „Gong“ Theater für Kinder und Jugendliche jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag angeboten wird. Diana Ribana, Aurelia Călinescu und Claudia Benchea leiten die Online-Workshops, die man sich kostenlos auf Facebook oder nach der Live-Sendung auf der Internetseite des Gong-Theaters, auf https://teatrulgong.ro/ro/places/ateliere-de-creatie-x4_5vitqxmymma ansehen kann.Weiterlesen

Die poetische Zweisprachigkeit erfahren

12 Studien zu Paul Celan von Andrei Corbea im Polirom-Verlag erschienen

Ausgabe Nr. 2700

Andrei Corbea: ,,nu vrea/cicatrice“. Studii despre Paul Celan la împlinirea a 100 de ani de la nașterea poetului. Polirom-Verlag, Jassy 2020, 384 Seiten, ISBN 9789734682829.

Der Polirom-Verlag hat einen neuen Band in rumänischer Sprache herausgegeben, der dem Dichter Paul Celan gewidmet ist und 12 Studien von Andrei Corbea umfasst. Das titelgebende Zitat – ,,nu vrea/cicatrice“ stammt aus dem Gedicht, ,,Stimmen“ (rumänische Fassung George State). Es handelt sich um die beiden letzten Zeilen: ,,will nicht/vernarben“. Corbea schreibt in dem Vorwort, diese stünden für das Wesentliche in Celans Nachlass. Dessen Gedichte erinnern oft an eine offene Wunde, die nicht vernarben kann.

Celans Biografie ähnelte diesen Zeilen und fand ihr Ende im April 1970 durch Selbstmord in der Seine, kurz vor seinem 50. Geburtstag. Davon hatte er mehr als die Hälfte in Rumänien verbracht. Weiterlesen

Die ganze Welt in einem Strich

Sieglinde Bottesch in der Galerie des Theaters

Ausgabe Nr. 2700

Sieglinde Bottesch und ihr Werk ,,Fruchtbarkeit“ in der Ausstellung zum Heimattag 2017 in Dinkelsbühl.              Foto: Hans-Werner SCHUSTER

Zum Beispiel der Busen. Natürlich heißt das Werk nicht so; das wäre ja genauso plump, als stellte es tatsächlich einen Busen dar. Nein, ,,Rendezvous“, das sind schlicht zwei Halbkugeln, die von der Wand in den Raum ragen, milchweiß schimmernde Zwillingskörper mit sanft gegeneinander verschobenen mattgrauen Kappen, und dort, wo ihre Rundungen zueinanderstreben, büscheln kleine Hanfschnurstücke kitzelig aus dem Rund. Abstrakt und gegenständlich zugleich, ernst und komisch, und wie alle Arbeiten Sieglinde Botteschs wundersam sinnlich ist das Werk, das entstand, wie ebenfalls alle ihre Werke entstehen. Weiterlesen

„Es geht um Namen, nicht nur um Zahlen“

Regionale Konferenz des Vereins Salvați Copiii

Ausgabe Nr. 2700

Alexandru Dumbravă, Daniela Cîmpean, Gabriela Alexandrescu und Anca Stamin im Tagungssaal des Hermannstädter Kreisrats (v. l. n. r.).Foto: Kreisrat Hermannstadt

Am 6. November fand im Sitz des Kreisrates, eine regionale Konferenz, zum Teil Videokonferenz, zum Thema „Der Schutz der Kinder deren Eltern im Ausland arbeiten. Gesetzliche Aspekte und gute Interventionspraktiken“, statt. Hervorgehoben wurde während der Konferenz vor allem das Problem der Nichtübereinstimmung der Zahlen, die von den Sozialdiensten kommen mit den Zahlen von den Schulinpektoraten überein. Besprochen wurde die Notwendigkeit der engeren Zusammenarbeit zwischen Institutionen, aber auch die Notwendigkeit der emotionalen Unterstützung von betroffenen Kindern. Zugeschaltet waren u. a. die Vizepremierministerin Raluca Turcan, die Staatsberaterin im Präsidialamt  Sandra Pralong, Maria Mădălina Turza, Leiterin der Behörde für Rechte für Personen mit Behinderungen, Kinder und Adoptionen aber auch Vertreter aus der ganzen Region Mitte, die sich mit diesem Thema befassen. Veranstaltet wurde die Konferenz von der Organisation Salvați Copiii in Zusammenarbeit mit dem Kreisrat Hermannstadt. Weiterlesen